Auch wenn Rüstung bei ganz vielen Menschen und Börsianern ein schlechtes Image hat – Rheinmetall ist bei Arbeitssuchenden begehrt. Im vergangenen Jahr haben sich beim Rüstungsunternehmen 350'000 Menschen auf einen Job beworben. Das ist annähernd das Zehnfache der aktuellen Mitarbeiterzahl.

Vertrauen in das eigene Unternehmen hat auch Firmenchef Armin Papperger. Der Manager sieht Rheinmetall in der Lage, die Produktion zukünftig weiter rasch auszuweiten. Und zwar ohne nennenswerte Herausforderungen. Immerhin hat der DAX-Konzern die Produktion von Artilleriemunition seit Beginn des Ukraine-Kriegs verzehnfacht.

Auch die Stimmung der Analysten zum Rüstungsunternehmen aus Düsseldorf ist mehr als positiv. Nach einem Gewinn von rund 15 Euro je Aktie im vergangenen Jahr soll sich das Ergebnis je Anteil in diesem Jahr auf etwa 40 Euro fast verdreifachen. Bis 2028 sollen es 80 Euro sein, 2030 etwa 125 Euro.

Das scheint möglich. Deutschland will die Zahl der Streitkräfte und Reservisten in den nächsten zehn Jahren auf 460'000 in etwa verdoppeln. Da sind Munition und Gewehre notwendig. Auch die Zahl der Panzer soll steigen. Zudem müssen die Munitionsbestände der NATO aufgefüllt werden, wovon Rheinmetall als wichtiger Zulieferer profitiert. Die Auftragsbücher der Rheinländer sind auf jeden Fall prall gefüllt. Reichen schon jetzt die vorhandenen Aufträge von rund 65 Milliarden Euro für eine Produktion auf Basis des erwarteten Umsatzes von 2026 für fast fünf Jahre, so sollen in diesem Jahr Schätzungen zufolge nochmals 80 Milliarden Euro Neuaufträge in die Bücher kommen.

Da die Zahlen zum ersten Quartal erst am 7. Mai veröffentlicht werden, geht ein grosser Teil des aktuellen Kursrückgangs vermutlich auf das Konto von Gewinnmitnahmen. Aber angesichts des Umfelds dürfte das nur ein kurzes Intermezzo sein. Die Aktie ist jetzt ^ erneut auf die untere Begrenzungslinie des Abwärtstrends von Mai 2025 zurückgekommen. Von dort ging es mit dem Kurs in den vergangenen zwölf Monaten bereits viermal um zehn bis 20 Prozent nach oben.

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Risikofreudige Anleger setzen mit einem Call auf den nächsten Kursumschwung nach oben. Die Zahlen am 7. Mai könnten der Auslöser sein. Da die Valoren von Rheinmetall nicht ein einziges Mal nennenswert unter die Trendlinie gefallen sind, greifen Spekulanten dieses Mal zu Calls mit etwas höherem Hebel. Ein Zertifikat mit 7er-Hebel (ISIN: CH1439350393) würde bei einem Anstieg von Rheinmetall um 10 bis 20 Prozent etwa 70 bis rund 150 Prozent steigen. Ein Produkt mit 9er-Hebel (ISIN: CH1439660437) würde etwa 90 bis 180 Prozent zulegen. Noch spekulativerer ist der Call mit 10er-Hebel (ISIN: CH1438189610), dessen Wert sich verdoppeln bis verdreifachen könnte.

 
Produkt Emittent Basiswert(e) Typ Whg. Risiko
CH1438189610
BAER Dynamic Mini Future (Stop Loss 1246.21)
Bank Julius Bär Rheinmetall AG Long CHF Hoch
CH1439350393
VT Long Mini-Future (Stop Loss 1185.15)
Bank Vontobel Rheinmetall AG Long CHF Gering

CH1439660437
UBS Long Mini-Future (Stop Loss 1235.03)

UBS Rheinmetall AG Long CHF Mittel

 

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