10:45
Spekulationen der Anleger, dass sich der US-Iran-Konflikt auf die wirtschaftliche Ebene verschiebt, haben den Anstieg beim Ölpreis gestoppt. Die Nordsee-Rohölsorte Brent verbilligte sich am Montag um gut ein Prozent auf 93,22 Dollar je Fass (159 Liter). Der Preis für US-Leichtöl WTI gab fast zwei Prozent auf 85,53 Dollar pro Barrel nach. Stockende Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hatten die Ölpreise in den vergangenen Wochen um fast 20 Prozent über ihr Drei-Wochen-Tief von Anfang August getrieben.
+++
09:35
Der Schweizer Aktienmarkt wird vor allem von den Pharma-Schwergewichten gebremst. Nach dem starken Wochenausklang scheint angesichts der bevorstehenden Ereignisse Vorsicht Trumpf zu sein. Am Berichtstag wird mit Spannung auf die nach Börsenschluss in Europa angesagte Präzisierung der wirtschaftlichen Sanktionen der USA gegen den Iran durch US-Finanzminister Scott Bessent gewartet.
Im weiteren Verlauf der Woche rücken die Quartalszahlen von Nvidia vom Mittwochabend in den Fokus sowie zum Wochenende das jährliche Treffen der Notenbanker im amerikanischen Jackson Hole. Im Vorfeld dieser beiden Ereignisse dürfte die Stimmung an den Aktienmärkten fragil bleiben, heisst es in einer Einschätzung der Onlinebank Swissquote.
Mit Blick auf die US-Sanktionen gegenüber dem Iran stehen wohl Sekundärsanktionen im Vordergrund. Eine der entscheidenden Fragen dabei sei, wie sehr die USA gewillt seien, im Zweifelsfall auch gegen China vorzugehen und damit eine erneute Eskalation im Handelsstreit zu riskieren, heisst es in Marktkreisen. Angesichts dieser offenen Fragen hält sich der Preis für ein Fass Öl der Sorte Brent bei knapp 93 Dollar auf einem weiterhin erhöhten Niveau.
Die grössten Gewinne verzeichnen Richemont (+0,8 Prozent). Moderater gesucht sind Geberit (+0,1 Prozent) und Sika (+0,3 Prozent) nach Neueinschätzungen von Analysten. Für Geberit hat die Citigroup das Kursziel deutlich erhöht, dies bei einem unveränderten Rating «Neutral». Sika erhalten von der UBS etwas Unterstützung, welche die Kaufempfehlung für den Titel bekräftigt hat.
Im breiteren Markt knüpfen Vetropack (+5,8 Prozent) an die starke Entwicklung vom Freitag im Anschluss an die Halbjahreszahlen an.
DocMorris (2,9 Prozent) erhalten von der Deutschen Bank Support, nachdem diese das Kursziel erhöht und das Rating «Buy» bestätigt hat.
+++
09:05
Der SMI gibt 0,15 Prozent auf 14'434 Punkte nach.
+++
08:05
Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,22 Prozent tiefer. 18 von 20 Werten des Leitindex fallen zurück.
Am breiten Markt sind AMS Osram (-1 Prozent), Swiss Prime Site (-0,8 Prozent) schwach, während Ypsomed und Comet (je +0,4 Prozent) zulegen.
+++
07:40
Der Dax wird am Montag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit wenig Bewegung in den Handel starten. Am Freitag war der deutsche Leitindex um 0,6 Prozent gestiegen und schloss bei 26'136 Punkten. Auch die wichtigsten US-Indizes schlugen nach einer schwachen Börsenwoche einen Erholungskurs ein. Sorgen über ausufernde Staatsfinanzen, die anhaltend hohen Ölpreise und der Renditeanstieg am Anleihenmarkt begrenzten jedoch die Kursgewinne.
Am Montag blicken die Anleger erneut auf die Geopolitik. US-Finanzminister Scott Bessent hält ab 20.00 Uhr (MESZ) eine Pressekonferenz. Erwartet wird, dass er Einzelheiten zu den am Donnerstag angekündigten «härtesten Sanktionen der Geschichte» gegen Iran nennt. Ziel dieser Sanktionen ist es, die iranische Regierung zum Zusammenbruch zu bringen. US-Präsident Donald Trump hatte allen Ländern mit wirtschaftlichen Konsequenzen gedroht, die dem Iran in irgendeiner Form helfen.
Zum Wochenstart leiten zudem Bundeskanzler Friedrich Merz, der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Andy Burnham gemeinsam ein Treffen der sogenannten Koalition der Willigen zur Unterstützung der Ukraine. Im Fokus steht zudem die Handelspolitik. Nach dem gescheiterten Handelsabkommen und den neuen Zöllen der USA gegen Kanada kündigte die Regierung in Ottawa am Samstag Gegenmassnahmen an.
+++
06:55
+++
06:20
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,03 Prozent tiefer bei 14'451 Punkten.
+++
06:10
+++
04:45
Die asiatischen Aktienmärkte haben zum Wochenstart eine abwartende Haltung eingenommen. Die japanische Börse hat sich am Montag kaum bewegt. In Tokio blieb der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fast unverändert bei 65'968,71 Punkten und der breiter gefasste Topix notierte 0,3 Prozent höher bei 4080,30 Zählern. Auch in China gaben die Kurse nach: Die Börse Shanghai verlor 0,6 Prozent auf 3880,33 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 1,1 Prozent auf 4566,57 Punkte.
Vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen des US-Chipriesen Nvidia am Mittwoch gerieten in Tokio vor allem Werte aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) unter Druck. So gehörten Fujikura mit einem Minus von 3,5 Prozent und SoftBank mit einem Abschlag von 3,3 Prozent zu den Verlierern, während der Chipanlagenbauer Tokyo Electron um 2,1 Prozent zulegte.
«Wir betrachten die Sorgen über die Rentabilität von Halbleiterunternehmen lediglich als Vorwand für Verkäufe», sagte Wataru Akiyama, Stratege bei Nomura Securities. Die Stimmung wurde zudem von geopolitischen Spannungen getrübt. Anleger blickten nervös auf drohende US-Sanktionen gegen den Iran sowie einen heraufziehenden Handelskrieg zwischen den USA und Kanada.
In Südkorea sorgte Samsung Electronics für eine herbe Enttäuschung und schickte die Aktie um acht Prozent in die Tiefe. Das 79 Milliarden Dollar schwere Programm zur Kapitalrückführung blieb weit hinter den Erwartungen der Investoren zurück. Der Rivale SK Hynix gewann dagegen 0,4 Prozent. «Im Gegensatz zu SK Hynix hat Samsung keinen Plan zur Annullierung eigener Aktien angekündigt, was enttäuschend ist», erklärte Analyst Sohn In-joon von Eugene Securities. Gleichzeitig belasteten Inflationssorgen und die Erwartung steigender Zinsen durch die Bank of Japan im September den Markt. Zudem erhoffen sich Investoren von der Rede des US-Notenbankchefs Kevin Warsh am Freitag neue Hinweise zur Zinspolitik.
+++
03:35
Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 158,87 Yen und legte leicht auf 6,7235 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8000 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1681 Dollar und gab um 0,1 Prozent auf 0,9345 Franken nach. Der Dollar stand generell leicht unter Druck, da Investoren befürchten, dass die wachsende US-Verschuldung und politische Unsicherheiten die Kaufkraft der Währung aushöhlen könnten. Der kanadische Dollar gab im Vorfeld des drohenden Handelskriegs mit den USA ebenfalls leicht nach.
+++
02:50
Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,5 Prozent auf 92,94 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,7 Prozent schwächer bei 85,61 Dollar. Die Ölpreise gaben damit nach den kräftigen Gewinnen der Vorwoche wieder nach. Händler hielten sich im Vorfeld einer Pressekonferenz von US-Finanzminister Scott Bessent zurück. Es wird erwartet, dass er im Laufe des Tages Details zu den geplanten US-Sanktionen gegen den Iran vorstellt, der bislang keine Anzeichen zeigt, die Kontrolle über die wichtige Strasse von Hormus aufzugeben.
+++
01:00
Am Ende einer schwachen Woche hatte sich der Dow Jones Industrial am Freitag von seinem Vortages-Rücksetzer ein Stück weit erholt. Der Leitindex legte zum Handelsschluss an der Wall Street um 0,98 Prozent auf 53'277,01 Punkte zu. Am Donnerstag war er auf den tiefsten Stand seit Anfang des Monats gesunken. Auf Wochensicht verbuchte er ein Minus von 0,8 Prozent.
Der marktbreite S&P 500 gewann am Freitag 0,43 Prozent auf 7674,37 Punkte. Der Nasdaq 100 zog um 0,33 Prozent auf 29'308,86 Punkte an, es war für den technologielastigen Index der erste Gewinntag der Woche. Der Wochenverlust beläuft sich für den S&P 500 auf 1,4 Prozent und für den Nasdaq 100 auf 2,5 Prozent.
Zum Wochenschluss konnten sich die Ölpreise zuletzt etwas stabilisieren, auf die Woche gesehen verzeichnen sie deutliche Aufschläge. Es zeichnet sich nach wie vor kein Ende des Iran-Kriegs ab, und die wichtige Transportroute von Rohöl aus den Fördergebieten am Persischen Golf durch die Strasse von Hormus kann kaum genutzt werden. Am US-Anleihemarkt bleiben die Renditen hoch. Eine hohe Staatsverschuldung, die Inflation und Milliarden-Finanzierungen im KI-Sektor mahnen die Anleger zur Vorsicht.
Der auf den höchsten Stand seit Mai gekletterte Goldpreis trieb Aktien von Goldminenbetreibern an. Newmont und Barrick Mining legten jeweils um die 3 Prozent zu. Der Goldpreis ist im Aufwind, seit zur Wochenmitte das US-Finanzministerium überraschend angekündigt hatte, verstärkt langlaufende Staatsanleihen zurückzukaufen. Mit der Massnahme will die US-Regierung die Renditen für Staatspapiere nach unten drücken, um so Kosten für den Schuldendienst zu senken.
Kupfer-Aktien verzeichneten noch deutlichere Kursgewinne. Hintergrund ist eine Verknappung des Angebots. Die Titel von Freeport McMoran kletterten auf ein Rekordhoch, jene von Southern Copper standen kurz davor.
Angesichts einer starken Woche für den Bitcoin standen Aktien mit Bezug zu Kryptowährungen auf den Kaufzetteln der Anleger. Strategy und Coinbase verzeichneten Zuwächse von gut 6 beziehungsweise etwas mehr als 8 Prozent. Robinhood Markets sprangen um 13,7 Prozent hoch. Experten führen den plötzlichen Bitcoin-Boom auf eine Kombination aus geldpolitischen Signalen, politischem Rückenwind und einer massiven Liquidierungswelle an den Terminmärkten zurück.
In der Gruppe der Magnificent 7 ragten die Anteile des Elektrofahrzeugbauers Tesla mit einem Plus von über 5 Prozent heraus. Damit fehlte ihnen nicht viel, um die vor einem Monat entstandene Abwärtslücke zu schliessen. Nvidia verloren 1 Prozent. Als Nachzügler der Berichtssaison veröffentlicht der KI-Chipgigant in der nächsten Woche am Mittwoch seine Quartalszahlen, die weit über den Techsektor hinaus beeinflussen könnten.
Der Chipkonzern Broadcom befindet sich laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen in Gesprächen mit Kreditgebern zur Beschaffung von mehr als 60 Milliarden US-Dollar an Fremdkapital für eine Finanzierungsvereinbarung im Bereich KI-Chips. Anthropic und andere würden davon profitieren, wie es hiess. Anfangs mit 3 Prozent im Plus, blieb für die Broadcom-Anteile am Ende ein Zuwachs von 1,2 Prozent.
Die Aktien von Ross Stores zogen um 4,4 Prozent an. Der Discount-Textilhändler hatte nach einem starken Quartal die Gewinnprognose für das Gesamtjahr erhöht.
Bei den Papieren von Moderna und Merck & Co griffen die Anleger vor dem Wochenende nochmals zu. Zur Wochenmitte hatten die beiden Pharmakonzerne einen wichtigen Erfolg zu einem Melanom-Impfstoff bekanntgegeben, worauf die Aktienkurse nach oben geschnellt waren. Als zweitbester Dow-Wert gewannen Merck & Co am Freitag 2,4 Prozent und bewegen sich in Rekordhöhen. Goldman Sachs stiegen auf dem ersten Platz im Dow um 3,7 Prozent. Für die Moderna-Aktien ging es um 8,9 Prozent hoch. Seit der Meldung vom Mittwoch haben sie sich mehr als verdoppelt.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

