07:30

Zum Wochenauftakt wird der Dax Berechnungen von Banken und ‌Brokerhäusern zufolge ⁠mit Gewinnen starten. Am Freitag hatten ⁠sich Konjunktursorgen und die Hoffnung auf weitere Friedensgespräche zwischen den ‌USA und Iran die ‌Waage gehalten. Der ​deutsche Leitindex hatte bei 24'128 Punkten kaum verändert geschlossen.

Investoren treibt erneut die Hoffnung auf eine Öffnung der Strasse von Hormus um. ‌Der Iran hat den USA einem Medienbericht zufolge offenbar einen neuen Vorschlag zur Öffnung ​der für den Handel wichtigen Meerenge ​und zur Beendigung ​des Krieges gemacht. Der Plan sei bereits über ‌pakistanische Vermittler übermittelt worden, berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter und zwei ​weitere Insider. ​Demnach solle zunächst ⁠die Seeblockade aufgehoben werden. Mit ​dem GfK-Konsumbarometer stehen ⁠zudem Konjunkturdaten im Mittelpunkt. 

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06:20

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,45 Prozent höher bei 13'210 Punkten.

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Ein Euro kostet unverändert 92,03 Rappen. Der Dollar steht bei 78,46 Rappen (minus 0,15 Prozent)

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05:15

Die anhaltende Begeisterung für Künstliche Intelligenz (KI) und Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten haben die asiatischen Börsen am Montag angetrieben. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 1,5 Prozent auf 60'584,37 Punkte zu und der breiter ‌gefasste Topix notierte ⁠0,7 Prozent höher bei 3744,19 Zählern.

Auch in China griffen die Anleger zu: Die Börse Shanghai gewann 0,2 Prozent auf 4086,03 ⁠Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,3 Prozent auf 4781,74 Punkte.

In Japan sorgten starke Quartalszahlen für Kauflaune. Aktien von Automatisierungsspezialisten wie ‌Keyence und Fanuc schossen um mehr als 15 Prozent in die Höhe, während SMC um 9,3 ‌Prozent zulegten. Zu den Verlierern zählte der Chip-Hersteller Rohm mit ​einem Minus von 7,8 Prozent. «Aktien mit Bezug zu Gewinnbekanntgaben sowie KI- und Halbleiterwerte haben den Markt zur Eröffnung nach oben geführt», sagte Maki Sawada, Aktienstrategin bei Nomura Securities. Für zusätzliche Erleichterung sorgte ein Medienbericht über einen neuen iranischen Vorschlag zur Beendigung des Krieges. Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi schloss derweil ein sofortiges Nachtragsbudget zur Abfederung der hohen Ölpreise aus, versprach jedoch, bei Bedarf flexibel zu reagieren.

In China rückten die Industriegewinne ‌in den Fokus, die im März mit einem Plus von 15,8 Prozent so stark wuchsen wie seit einem halben Jahr nicht mehr. Die Erholung verläuft jedoch ungleichmässig: Während KI-bezogene Unternehmen wie Shannon Semiconductor florieren, kämpfen Konsumgüterhersteller mit einer schwachen Inlandsnachfrage. Zudem drohen weiterhin wirtschaftliche Risiken durch den Nahost-Konflikt. «Die ​Daten spiegeln die Auswirkungen des Iran-Krieges wahrscheinlich noch nicht wider», erklärte Lynn Song, Chefökonom für Greater China ​bei ING. Höhere Energiepreise dürften sich in steigenden Kosten für die Produzenten niederschlagen, ​was die Gewinnmargen belasten könnte, fügte er hinzu.

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04:30

An den Devisenmärkten hielten sich die Anleger vor den anstehenden Zinsentscheidungen mehrerer grosser Notenbanken, darunter in den USA und Japan, zurück. ‌Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 159,30 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,8282 Yuan nach. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7848 Franken vor. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1726 Dollar und zog leicht auf 0,9204 Franken an.

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02:45

Die Sorge ​vor anhaltenden ​Lieferausfällen im Nahen Osten hat die Ölpreise weiter nach oben getrieben. ⁠Da die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran ins Stocken geraten sind, ​bleibt die wichtige Strasse von Hormus ⁠für den Energiehandel weitgehend blockiert. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,3 Prozent auf 106,70 Dollar je ‌Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,2 Prozent fester bei 95,50 Dollar.

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23:50

Am Freitag schloss der Auswahlindex Nasdaq 100 1,95 Prozent höher bei 27'303,67 Punkten. Tags zuvor war er schon erstmals in seiner Geschichte über 27'000 Zähler geklettert. Dass er diese Marke festigen konnte, lag nun vor allem an gefeierten Resultaten des Prozessorherstellers Intel . Der Nasdaq-Index heimste im Wochenverlauf ein Plus von 2,4 Prozent ein.

Dem breit aufgestellten S&P 500 reichten seine Gewinne auch zu einer Bestmarke. Am Ende gewann er 0,80 Prozent auf 7165,08 Punkte. Von einem Rekord immer noch entfernt bleibt der Dow Jones Industrial, der die Rally am Freitag auch nicht mitging. Der Leitindex der Wall Street gab um 0,16 Prozent auf 49'230,71 Zähler nach. Auf Wochensicht hat er 0,4 Prozent verloren.

Hoffnung im Iran-Krieg machte, dass der iranischen Aussenminister Abbas Araghtschi nach Angaben der Nachrichtenagentur IRNA in Pakistan angekommen ist. Zuvor hatte die US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt dem Sender Fox News gesagt, dass der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, am Samstag nach Pakistan reisen. Ob es zu direkten Gesprächen beider Kriegsparteien kommt, bleibt aber offen.

Abseits des Krieges war der Prozessorhersteller Intel das grosse Thema des Tages. Er reihte sich bei den US-Chipwerten ein, die nach vorgelegten Zahlen und Ausblicken massive Kursgewinne verbuchten. All jene, die geglaubt hätten, der KI-Boom sei beendet, würden eines Besseren belehrt, sagte ein Marktkenner. Die Gewinnentwicklung in der Branche sei atemberaubend und das Angebot hinke der exorbitanten Nachfrage nach Halbleitern deutlich hinterher.

Durch einen Kurssprung, der bis zu 27 Prozent gross war, erreichten die Intel-Aktien nach 26 Jahren wieder ein Rekordhoch. Aus dem Handel gingen die Titel noch mehr als 23 Prozent höher. Auch andere Branchenwerte profitierten. Allen voran legten die Titel der Prozessor-Konkurrenten Qualcomm und AMD sowie des Chipdesigners ARM prozentual zweistellig zu.

Unter den Standardwerten im Dow ging es verhaltener zu. Aber auch dort konnte mit Procter & Gamble ein Unternehmen mit besser als erwarteten Zahlen zum dritten Geschäftsquartal überzeugen. Die Titel des Konsumgüterkonzerns stiegen um 1,7 Prozent, mussten aber im Dow mit Microsoft, Salesforce, Amazon und vor allem Nvidia mehreren Tech-Werten den Vortritt lassen.

Für KI-Fantasie sorgte auch die Nachricht, dass nach Amazon auch Google mit einer weiteren Milliarden-Investition seine Kooperation mit dem OpenAI-Rivalen Anthropic festigt. Dies trug dazu bei, dass es die Aktien des KI-Chipriesen Nvidia um 4,3 Prozent zulegten. Die Anteile des Google-Mutterkonzerns Alphabet waren unter den «Magnificent 7» eher mittelmässig gefragt.

Es gab am breiten Markt aber auch Unternehmen mit Zahlen, die enttäuschten. Allen voran galt dies für den Kabelnetzbetreiber Charter Communications , der im ersten Quartal mehr Kunden verlor als erwartet. Die zuletzt gut gelaufenen Aktien rauschten um ein Viertel in die Tiefe. Sie belasteten damit auch die Titel des Konkurrenten Comcast , der am Vortag noch von guten Zahlen beflügelt worden war. Dessen Papiere verloren knapp 13 Prozent.

Begehrt waren die neu an der Börse gehandelten Aktien von X-Energy. Nachdem die Titel zu 23 Dollar ausgegeben wurden, schnellten sie am ersten Handelstag in der Spitze auf gut 31 Dollar hoch. Aus dem Handel gingen sie bei etwas mehr als 29 Dollar. Mit dem Handelsriesen Amazon als Unterstützer entwickelt das Unternehmen kleine modulare Kernreaktoren, die künftig der Stromversorgung von Industrieanlagen und Rechenzentren dienen sollen.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Reto Zanettin
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