09:20

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien: 

- Kardex: UBS senkt auf 357 (360) Fr. – Buy
- Richemont: UBS senkt auf 182 (205) Fr. – Buy
- Richemont: HSBC senkt auf 185 (190) Fr. – Buy
- Swatch: HSBC senkt auf 168 (170) Fr. – Hold
- Orior: UBS erhöht auf 12 (11,50) Fr. – Neutral
- Skan: Berenberg senkt auf 60 (67) Fr. – Buy
- Kühne+Nagel: JPMorgan erhöht auf 160 (155) Fr. – Underweight
- SIG: Kepler Cheuvreux erhöht auf 13 (12,50) Fr. – Hold

09:10

Der SMI startet beinahe unverändert in die Woche (plus 0,05 Prozent). Gefragt sind Logitech (plus 0,9 Prozent) und Sika (plus 0,7 Prozent). Verkauft werden die Finanzwerte UBS (minus 0,8 Prozent) und Partners Group (minus 0,5 Prozent). 

Auch der SPI ist in den ersten Handelsminuten richtungslos (plus/minus 0,00 Prozent). Die Aktien der jurassischen Kantonalbank steigen um 2,9 Prozent. Zuwächse sehen auch Molecular Partners und Galenica (je plus 1,3 Prozent). Kardex (minus 3,2 Prozent) und Lem (minus 3,1 Prozent) fallen zurück.

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08:05

Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,4 Prozent tiefer.

Bis auf Roche (plus 0,13 Prozent) bewegen sich alle Titel des SMI in der Verlustzone. Unter anderem büssen Richemont 0,54 Prozent und UBS 0,48 Prozent ein.

Am breiten Markt, der 0,31 Prozent zurückgeht, gewinnt SIG 1,14 Prozent, während Tecan 0,55 Prozent steigt. Alle anderen Titel fallen zurück, so etwa AMS Osram (minus 0,7 Prozent).

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07:40

Der Dax wird am Montag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge ‌mit Verlusten ⁠in den Handel starten. Wachsende Zweifel an ⁠einem baldigen Ende des Nahost-Krieges hatten den deutschen Leitindex bereits am ‌Freitag belastet. Er verlor 1,4 ‌Prozent auf 22.300,75 Zähler.

Wachsende ​Inflations- und Zinssorgen infolge der zuletzt stark gestiegenen Ölpreise werden die Anleger auch in der neuen Woche umtreiben. Zum Wochenstart liegt das Augenmerk auf ‌den deutschen Inflationszahlen. Ökonomen erwarten für die Verbraucherpreisdaten des Statistischen Bundesamtes für März einen Anstieg auf 2,6 Prozent. ​Im Februar hatte die Teuerung noch bei ​1,9 Prozent gelegen und ​damit knapp unter der Zielmarke von 2,0 Prozent, die ‌von der Europäischen Zentralbank angesteuert wird.

In Zeiten des Ölpreisschocks und steigender Inflationsgefahr blicken Investoren zudem mit Spannung ​auf ​den Auftritt von US-Notenbankchef ⁠Jerome Powell. Er stellt sich ​den Fragen eines Moderators ⁠und des Publikums an der Elite-Universität Harvard. 

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06:20

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,46 Prozent tiefer bei 12'494 Punkten.

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06:13

Ein Euro kostet 91,97 Rappen (-0,01 Prozent). Der Dollar steht bei 79,85 Rappen (-0,06 Prozent).

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05:05

Die Furcht vor einem langwierigen Krieg im Nahen Osten und einer daraus resultierenden Stagflation hat die asiatischen Börsen am Montag auf Talfahrt geschickt. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 4,6 Prozent auf 50'936' Punkte nach und der ‌breiter ⁠gefasste Topix notierte 4,2 Prozent niedriger bei 3497 Zählern. Auch in China zogen sich die Anleger zurück: Die Börse Shanghai verlor 0,6 ⁠Prozent auf 3891 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 1,0 Prozent auf 4459 Punkte.

Auslöser für den Ausverkauf war die Eskalation ‌im Nahen Osten, wo jemenitische Huthi-Rebellen erstmals Israel angriffen und der Konflikt mit dem Iran weiterhin ‌die globalen Öl- und Gaslieferungen bedroht. Da Asien stark von Energieimporten ​aus der Region abhängig ist, wächst die Sorge vor einem massiven Inflationsschub bei gleichzeitig schwächelnder Wirtschaft. «Der Markt ist wahrscheinlich nicht mehr nur wegen der Inflation und einer wirtschaftlichen Abkühlung besorgt, sondern sogar wegen einer Rezession», sagte Shingo Ide, Chef-Aktienstratege beim NLI Research Institute. Es drohe ein negatives Wachstum und nicht nur eine einfache Abkühlung.

Die steigenden Importkosten durch das teure Öl und den schwachen Yen setzen zudem die ‌japanische Notenbank (BOJ) unter Druck, was die Aktienmärkte zusätzlich belastete. Auf dem Tokioter Parkett gab es angesichts der trüben Aussichten fast nur Verlierer: Im Nikkei standen 223 Kursverlusten nur ein einziger Gewinner gegenüber. Besonders hart traf es den Technologieinvestor SoftBank Group, dessen Papiere um 9,0 Prozent einbrachen. Der ​Chipanlagenbauer Advantest verlor 6,7 Prozent und zog den Leitindex damit am stärksten nach unten.

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03:35

Am Devisenmarkt profitierte ​die US-Währung zeitweise von ihrer Rolle als sicherer Hafen in Krisenzeiten, gab zum ​Yen aber leicht nach. Im asiatischen Handel verlor der Dollar 0,3 Prozent auf 159,79 Yen, nachdem er zuvor die psychologisch wichtige Marke von 160 Yen durchbrochen und ‌damit Interventionssorgen in Japan geschürt hatte. Zum chinesischen Yuan legte der Greenback leicht auf 6,9177 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7986 Franken vor. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1511 Dollar und zog leicht auf 0,9192 Franken an.

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02:00

Die Furcht vor ​Versorgungsengpässen durch ​eine mögliche Blockade der Strasse von Hormus trieb die Ölpreise auf ⁠einen Rekordkurs. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um ​3,1 Prozent auf 116,10 Dollar ⁠je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 2,7 Prozent fester bei 102,29 Dollar. Damit steuert Brent auf den stärksten monatlichen Preisanstieg seit dem ‌irakischen Einmarsch in Kuwait im Jahr 1990 zu, da Investoren eine Verknappung des weltweiten Angebots befürchten.

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23:50

Die US-Aktienmärkte hatten am Freitag ihre Talfahrt fortgesetzt. Der anhaltende Iran-Krieg und die weiter steigenden Ölpreise mahnten die Anleger zur Vorsicht. Zudem drückte Chinas Entscheidung, vor dem erwarteten Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Präsident Xi Jinping eine Handelsuntersuchung gegen die USA einzuleiten, auf die Stimmung.

Der Leitindex Dow Jones Industrial weitete seine anfänglichen Verluste im Handelsverlauf aus und schloss 1,73 Prozent tiefer bei 45'167 Punkten. Ähnlich sah es bei den anderen Indizes aus.

Der marktbreite S&P 500 sank um 1,67 Prozent auf 6369 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,93 Prozent auf 23133 Punkte bergab. Damit verbuchten Dow und Nasdaq 100 trotz der zwischenzeitlichen Erholung Wochenverluste von 0,9 beziehungsweise 3,2 Prozent - es war die fünfte negative Woche in Folge. Für den S&P 500 bedeutet die ebenfalls negative Wochenbilanz laut der Nachrichtenagentur Bloomberg die längste Verlustserie seit dem Jahr 2022.

Im Nahen Osten ist nach fast vier Wochen Iran-Krieg keine Entspannung in Sicht. Eine paramilitärische iranische Miliz verwehrte drei Containerschiffen die Fahrt durch die Strasse von Hormus. Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump sein Ultimatum für eine Wiedereröffnung der Meerenge erneut verlängert. Die angekündigten Angriffe auf Irans Energieinfrastruktur verschob er um weitere zehn Tage auf den 6. April. US-Aussenminister Marco Rubio geht davon aus, dass die USA ihre Kriegsziele auch ohne den Einsatz von Bodentruppen erreichen werden.

Der Verteidigungsminister des US-Bündnispartners Israel kündigte eine Ausweitung der israelischen Angriffe im Iran an. Als Grund nannte er den andauernden Raketenbeschuss aus dem Land auf Israel. Die Verlängerung des US-Ultimatums an den Iran zur Freigabe der Strasse von Hormus mindere die Risiken nicht, und das sei an den Märkten spürbar, sagte Stephen Innes von SPI Asset Management.

China reagierte derweil mit zwei Untersuchungen gegen die USA auf entsprechende Schritte der USA vor zwei Wochen. Das Handelsministerium in Peking teilte mit, die Verfahren richteten sich gegen US-Praktiken, die den Absatz chinesischer Waren in den USA behinderten. Der Handelsstreit zwischen beiden Ländern läuft seit Jahren, hatte sich nach einem Treffen von Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping im vergangenen Oktober aber vorerst etwas beruhigt.

Die Aktien der Ölriesen Exxon Mobil und Chevron reagierten mit Kursgewinnen von 3,4 und 1,6 Prozent auf die weiter steigenden Ölpreise.

Dagegen ging es für die Titel von Meta um weitere 4 Prozent bergab auf ein Tief seit April vergangenen Jahres. Der Technologie- und Social-Media-Riese finanziert den Bau von sieben neuen Erdgaskraftwerken, um sein datenintensivstes Rechenzentrum mit Strom zu versorgen. Er traf hierzu eine Vereinbarung mit dem Strom- und Gasversorger Entergy. Dessen Aktien gewannen 6,8 Prozent und erreichten zudem ein Rekordhoch. Bereits am Donnerstag war Meta mit der angekündigten deutlichen Erhöhung seiner Investitionen in ein Rechenzentrum in Texas auf Missfallen am Markt gestossen.

Ansonsten standen vor dem Wochenende Titel aus der zweiten Reihe im Fokus. Unity Software sprangen um 13,5 Prozent nach oben. Das Unternehmen hatte unerwartet gute vorläufige Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal bekanntgegeben.

Die Titel von Argan Inc schossen sogar um 38 Prozent hoch, nachdem der Kraftwerksbauer bei Umsatz und Gewinn je Aktie im vergangenen Quartal die durchschnittlichen Analystenschätzungen übertroffen hatte.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Reto Zanettin
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