07:30
Der Swiss Market Index (SMI) notiert vorbörslich bei der IG Bank um 0,6 Prozent tiefer bei 13'007.5 Punkten.
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06:55
Die zunehmende Verunsicherung hat auch weitere Auswirkungen auf den Devisenmarkt. So zieht der US-Dollar als Weltreservewährung weiter an. Gleichzeitig ist auch der Franken als ultimativer sicherer Hafen weiter gesucht. Dies hat zur Folge, dass das Euro/Franken-Paar am Morgen kurzzeitig unter die Marke von 90 Rappen gefallen ist - mit bisherigem Tagestief bei 0,89912 Rappen der Euro. Das dürfte die Schweizerische Nationalbank weiter unter Druck setzen.
Die Weltwirtschaft sei weiterhin vom Öl- und Gasfluss durch die Strasse von Hormus abhängig, schrieb zuletzt Bruce Kasman, Chefvolkswirt von JPMorgan. Seiner Meinung nach könnte der Ölpreis kurzfristig auf bis zu 120 Dollar je Barrel anziehen. Sollte der Konflikt andauern, könnte der Ölpreis auch nachhaltig über 120 Dollar steigen und eine globale Rezession auslösen. Ein solches Szenario könnte das weltweite Wirtschaftswachstum im ersten Halbjahr um 0,6 Prozentpunkte drücken und die Konsumentenpreise um einen Prozentpunkt anheben, so Kasman.
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06:15
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 1,3 Prozent tiefer bei 12'913 Punkten.
Die Finanzmärkte werden auch in der neuen Woche von den Geschehnissen im Nahostkonflikt getrieben werden. Mit Blick auf die möglichen Schäden für die globale Konjunktur lautet die Mutter aller Fragen: «Wie stark erhöht sich der Ölpreis und für wie lange?» Der Brent-Preis ist zum Wochenauftakt im frühen Handel bereits auf den höchsten Stand seit Juli 2022 geklettert. Die asiatischen Börsen sind infolge deutlich eingebrochen.
Am Wochenende gab es keine Anzeichen für ein baldiges Ende des Konflikts. Mehr als eine Woche nach Kriegsbeginn griffen die USA und Israel den Iran weiter massiv an. Unter anderem wurde ein Öllager in Teheran getroffen. Der Iran schlug derweil unter anderem in Bahrain zurück.
Unter dem Störfeuer der Meldungen aus dem Iran und der gesamten Golfregion geht auch die Berichtsaison der Unternehmen zum Geschäftsjahr 2025 weiter. Diese hält erneut zahlreiche Termine von Schweizer Unternehmen aus der zweiten Reihe bereit. Am Montag wird aber vor allem die UBS Schlagzeilen machen, die den Geschäftsbericht publiziert und damit auch das Millionensalär von Konzernchef Sergio Ermotti.
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05:20
Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten und ein starker Anstieg der Ölpreise haben am Montag eine Talfahrt an den asiatischen Börsen ausgelöst. Der Ölpreis war zuvor um mehr als 20 Prozent in die Höhe geschnellt und erreichte den höchsten Stand seit Juli 2022. Dies schürt Ängste vor einer steigenden Inflation, einer Konjunkturabschwächung und längeren Lieferunterbrechungen. Besonders heftig fielen die Verluste in Asien aus, wo der japanische Leitindex Nikkei einbrach.
Hintergrund ist der sich ausweitende Krieg zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite. Dies weckt die Sorge vor Lieferengpässen und längeren Unterbrechungen der Transporte durch die strategisch wichtige Strasse von Hormus. Die Spannungen verschärften sich, nachdem der Iran am Montag Mojtaba Chamenei zum Nachfolger seines Vaters, Ajatollah Ali Chamenei, als Oberster Führer ernannte. Dies signalisiert, dass die Hardliner in Teheran die Kontrolle behalten.
«Dieses Chaos an den Finanzmärkten dreht sich alles um die Strasse von Hormus», sagte Ed Yardeni von Yardeni Research. «Bis dahin dürften die Finanzmärkte zunehmend ein Stagflationsszenario im Stil der 1970er Jahre befürchten.» Der Chefvolkswirt von JPMorgan, Bruce Kasman, rechnet kurzfristig mit einem Preisanstieg in Richtung 120 Dollar je Barrel. Sollte der Konflikt andauern, könnte der Ölpreis auch nachhaltig über 120 Dollar steigen und eine globale Rezession auslösen.
Eine Verkaufswelle erfasste auch die Anleihemärkte. Die Furcht vor einer steigenden Inflation überwog hier den Status als sicherer Hafen. Anleger befürchten, dass die Notenbanken gezwungen sein könnten, die Zinsen länger hoch zu halten. Die Rendite der dreijährigen australischen Staatsanleihen schoss auf den höchsten Stand seit 2011.
«Der Markt nimmt die Auswirkungen des Nahost-Konflikts nun ernster», sagte Hitoshi Asaoka, Chefstratege bei Asset Management One. In Tokio gerieten insbesondere Chip-Werte wie Advantest und Tokyo Electron unter Druck. Besonders hart traf der Ausverkauf die Fluggesellschaften in der gesamten Region. Die Papiere von Qantas, Air New Zealand und Japan Airlines fielen zwischen vier und mehr als zehn Prozent.
Als Reaktion auf den Ölpreis-Schock will Südkorea die Spritpreise im Inland erstmals seit fast 30 Jahren deckeln. Die Regierung werde ein System von Höchstpreisen für Erdölprodukte «schnell und entschlossen umsetzen», sagte Präsident Lee Jae Myung am Montag bei einer Dringlichkeitssitzung des Kabinetts.
Die japanische Börse hat am Montag schwächer tendiert. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 6,9 Prozent auf 51.782,39 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notierte 5,3 Prozent niedriger bei 3.521,27 Zählern. Die Börse Shanghai verlor 1,1 Prozent auf 4.077,68 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 1,6 Prozent auf 4.583,46 Punkte.
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(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

