10:00
Ein sprunghafter Anstieg der Ölpreise zum Wochenstart hat den Ausverlauf an den Finanzmärkten nochmals beschleunigt. Hierzulande sackt der Swiss Market Index (SMI) im frühen Handel zunächst um mehr als 3 Prozent ab, nachdem er bereits in der Vorwoche um 6,6 Prozent eingebrochen war. Der Iran-Krieg tobt derweil weiter ohne Aussicht auf ein Ende. Entsprechend bleibt die Verunsicherung gross und die Volatilität an den Finanzmärkten erhöht. «Wenn die globalen Märkte 'brennen', liegt das daran, dass Energie eine zentrale Rolle bei der Inflation spielt», fasst eine Händlerin zusammen.
«Die Ereignisse im Nahen Osten haben sich über das Wochenende noch einmal überschlagen, und so werden die Anleger heute sowohl mit einem neuen Führer im Iran als auch mit Ölpreisen über 100 US-Dollar konfrontiert», ergänzt ein weiterer Händler. Die Aktienmärkte stünden vor einer extremen Bewährungsprobe. «Einerseits erschweren die stark gestiegenen Energiepreise eine Konjunkturerholung und heizen zugleich das Inflationsthema wieder an. Zum anderen stehen in den USA die Private-Equity-Unternehmen stark unter Druck.»
Aktuell liegt der SMI rund 2,5 Prozent tiefer bei 12'763 Punkten zurück. Das bisherige Tagestief liegt mit 12'685 Zählern nochmals klar tiefer. Von den 20 SMI-Titeln geben alle nach. Swiss Re ist mit -0,1 Prozent derweil nur knapp in der Verlustzone. Roche büssen am meisten ein - rund 5,2 Prozent, was aber deutlich über dem bisherigen Tagestief von knapp -9 Prozent liegt. Ebenfalls stark unter Druck sind die energieabhängigen Baustoffkonzerne Holcim (-4,4 Prozent), Amrize (-2,9 Prozent) und Sika (-3,5 Prozent).
Der SLI verliert 2,4 Prozent auf 030,22 Punkte und der breite SPI um 2,5 Prozent auf 17'656 Punkte. Im SLI liegen gar Lindt&Sprüngli vor der morgigen Jahrenzahlenpublikation 2025 mit 0,3 Prozent im Plus.
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09:40
Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien:
Coltene: Kepler Cheuvreux senkt auf Hold (Buy) - Ziel 55 (57) Fr.
EFG International: Citigroup senkt auf 18,40 (19,50) Fr. - Neutral
Galderma: Morgan Stanley erhöht auf 155 (145) Fr. - Equal Weight
Leonteq: Octavian erhöht auf 23 (20) Fr. - Hold
Mobilezone: Vontobel erhöht auf 14 (13) Fr. - Hold
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09:13
Ein Ende des Iran-Kriegs ist nicht in Sicht und die gegenseitigen Bombardierungen halten unvermindert an. Entsprechend bleibt die Verunsicherung gross und die Volatilität an den Finanzmärkten erhöht. Mit den massiv steigenden Öl- und Gaspreisen sind Inflationssorgen dominant, und ein länger anhaltender Konflikt würde sich negativ auf die konjunkturelle Entwicklung auswirken. Entsprechend reagieren Investoren mit einer Flucht aus Aktien.
Befeuert werden die Ängste zum Wochenstart vor allem vom Ölpreis, der über die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar je Barrel gestiegen ist. Dabei zeichnet sich im Iran-Krieg weiterhin keine klare Strategie ab. Vielmehr verschärften sich die Spannungen, nachdem im Iran am Montag der Sohn von Ajatollah Ali Khamenei, Mojtaba Khamenei, zum Nachfolger seines Vaters und damit zum Obersten Führer ernannt wurde. Dies signalisiere, dass die Hardliner in Teheran die Kontrolle behalten. US-Präsident Donald Trump hatte den Sohn in der Nachfolgefrage als «inakzeptabel» bezeichnet.
Für den hiesigen Markt bedeutet dies zum Wochenbeginn nichts Gutes: Der SMI fällt kurz nach Börsenstart rund 3 Prozent auf 12'707 Punkte. Damit setzt sich der deutliche Abwärtstrend der Vorwoche fort, als der SMI 6,6 Prozent verloren hatte - die stärksten Abgaben seit dem «Liberation Day» von Donald Trump Anfang April vergangenen Jahres.
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08:06
Der Schweizer Aktienmarkt (SMI) wird im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 1,8 Prozent tiefer auf 12'860 Punkten indiziert. Alle SMI-Titel verlieren. Allen voran sind Roche (-2,8 Prozent), Kühne+Nagel (-2,2 Prozent), Richemont (-2 Prozent) und Amrize (-2 Prozent). Etwas weniger geben Swisscom (-0,8 Prozent), Swiss Re (-1,2 Prozent) und Nestlé (-1,3 Prozent) nach.
Der breite Markt fällt ebenfalls vorbörslich – rund 1,6 Prozent. Die höchsten Bewegungen werden bei den Aktien von Avolta (-2,9 Prozent), Cosmo (-5,4 Prozent), Comet (-3,2 Prozent), Georg Fischer (-2,9 Prozent), Swatch (-2,2 Prozent) und VAT (-3 Prozent) prognostiziert. Cosmo hat vorbörslich die Jahreszahlen publiziert. Kein Small- oder Midcap notiert im Plus.
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07:30
Der Swiss Market Index (SMI) notiert vorbörslich bei der IG Bank um 0,6 Prozent tiefer bei 13'007.5 Punkten.
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06:55
Die zunehmende Verunsicherung hat auch weitere Auswirkungen auf den Devisenmarkt. So zieht der US-Dollar als Weltreservewährung weiter an. Gleichzeitig ist auch der Franken als ultimativer sicherer Hafen weiter gesucht. Dies hat zur Folge, dass das Euro/Franken-Paar am Morgen kurzzeitig unter die Marke von 90 Rappen gefallen ist - mit bisherigem Tagestief bei 0,89912 Rappen der Euro. Das dürfte die Schweizerische Nationalbank weiter unter Druck setzen.
Die Weltwirtschaft sei weiterhin vom Öl- und Gasfluss durch die Strasse von Hormus abhängig, schrieb zuletzt Bruce Kasman, Chefvolkswirt von JPMorgan. Seiner Meinung nach könnte der Ölpreis kurzfristig auf bis zu 120 Dollar je Barrel anziehen. Sollte der Konflikt andauern, könnte der Ölpreis auch nachhaltig über 120 Dollar steigen und eine globale Rezession auslösen. Ein solches Szenario könnte das weltweite Wirtschaftswachstum im ersten Halbjahr um 0,6 Prozentpunkte drücken und die Konsumentenpreise um einen Prozentpunkt anheben, so Kasman.
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06:15
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 1,3 Prozent tiefer bei 12'913 Punkten.
Die Finanzmärkte werden auch in der neuen Woche von den Geschehnissen im Nahostkonflikt getrieben werden. Mit Blick auf die möglichen Schäden für die globale Konjunktur lautet die Mutter aller Fragen: «Wie stark erhöht sich der Ölpreis und für wie lange?» Der Brent-Preis ist zum Wochenauftakt im frühen Handel bereits auf den höchsten Stand seit Juli 2022 geklettert. Die asiatischen Börsen sind infolge deutlich eingebrochen.
Am Wochenende gab es keine Anzeichen für ein baldiges Ende des Konflikts. Mehr als eine Woche nach Kriegsbeginn griffen die USA und Israel den Iran weiter massiv an. Unter anderem wurde ein Öllager in Teheran getroffen. Der Iran schlug derweil unter anderem in Bahrain zurück.
Unter dem Störfeuer der Meldungen aus dem Iran und der gesamten Golfregion geht auch die Berichtsaison der Unternehmen zum Geschäftsjahr 2025 weiter. Diese hält erneut zahlreiche Termine von Schweizer Unternehmen aus der zweiten Reihe bereit. Am Montag wird aber vor allem die UBS Schlagzeilen machen, die den Geschäftsbericht publiziert und damit auch das Millionensalär von Konzernchef Sergio Ermotti.
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05:20
Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten und ein starker Anstieg der Ölpreise haben am Montag eine Talfahrt an den asiatischen Börsen ausgelöst. Der Ölpreis war zuvor um mehr als 20 Prozent in die Höhe geschnellt und erreichte den höchsten Stand seit Juli 2022. Dies schürt Ängste vor einer steigenden Inflation, einer Konjunkturabschwächung und längeren Lieferunterbrechungen. Besonders heftig fielen die Verluste in Asien aus, wo der japanische Leitindex Nikkei einbrach.
Hintergrund ist der sich ausweitende Krieg zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite. Dies weckt die Sorge vor Lieferengpässen und längeren Unterbrechungen der Transporte durch die strategisch wichtige Strasse von Hormus. Die Spannungen verschärften sich, nachdem der Iran am Montag Mojtaba Chamenei zum Nachfolger seines Vaters, Ajatollah Ali Chamenei, als Oberster Führer ernannte. Dies signalisiert, dass die Hardliner in Teheran die Kontrolle behalten.
«Dieses Chaos an den Finanzmärkten dreht sich alles um die Strasse von Hormus», sagte Ed Yardeni von Yardeni Research. «Bis dahin dürften die Finanzmärkte zunehmend ein Stagflationsszenario im Stil der 1970er Jahre befürchten.» Der Chefvolkswirt von JPMorgan, Bruce Kasman, rechnet kurzfristig mit einem Preisanstieg in Richtung 120 Dollar je Barrel. Sollte der Konflikt andauern, könnte der Ölpreis auch nachhaltig über 120 Dollar steigen und eine globale Rezession auslösen.
Eine Verkaufswelle erfasste auch die Anleihemärkte. Die Furcht vor einer steigenden Inflation überwog hier den Status als sicherer Hafen. Anleger befürchten, dass die Notenbanken gezwungen sein könnten, die Zinsen länger hoch zu halten. Die Rendite der dreijährigen australischen Staatsanleihen schoss auf den höchsten Stand seit 2011.
«Der Markt nimmt die Auswirkungen des Nahost-Konflikts nun ernster», sagte Hitoshi Asaoka, Chefstratege bei Asset Management One. In Tokio gerieten insbesondere Chip-Werte wie Advantest und Tokyo Electron unter Druck. Besonders hart traf der Ausverkauf die Fluggesellschaften in der gesamten Region. Die Papiere von Qantas, Air New Zealand und Japan Airlines fielen zwischen vier und mehr als zehn Prozent.
Als Reaktion auf den Ölpreis-Schock will Südkorea die Spritpreise im Inland erstmals seit fast 30 Jahren deckeln. Die Regierung werde ein System von Höchstpreisen für Erdölprodukte «schnell und entschlossen umsetzen», sagte Präsident Lee Jae Myung am Montag bei einer Dringlichkeitssitzung des Kabinetts.
Die japanische Börse hat am Montag schwächer tendiert. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 6,9 Prozent auf 51.782,39 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notierte 5,3 Prozent niedriger bei 3.521,27 Zählern. Die Börse Shanghai verlor 1,1 Prozent auf 4.077,68 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 1,6 Prozent auf 4.583,46 Punkte.
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(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

