Zum aktuellen Geschehen im Nasdaq 100 geht es hier.
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17:50
Der Schweizer Aktienmarkt setzt zu Wochenauftakt seinen Abwärtstrend fort. Auslöser waren israelische Angriffe auf iranische Öltanker und Öllager am Wochenende, die den Ölpreis zeitweise über die Marke von 100 Dollar katapultiert haben. Händler sprechen dabei von Stagflationsängsten. Denn Anleger befürchten, dass eine längere Phase hoher Ölpreise die Inflation anheizt und gleichzeitig die Konjunktur bremst. Anzeichen für ein baldiges Ende des Militäreinsatzes gegen den Iran gibt es bislang keine.
Der Schweizer Leitindex SMI schliesst am Montag 0,73 Prozent im Minus und hält sich damit knapp über der 13'000-Punkte-Linie. Damit vermag der SMI die grössten Tagesverluste (am Morgen war der Index bis auf 12'685 Punkte zurückgegangen) wieder etwas einzudämmen. Zum Jahreshoch fehlen dem Leitindex damit rund 1'150 Punkte. Insgesamt schliessten 15 von 20 SMI-Titeln im Minus.
Tagesverliererin ist Richemont, die kurz vor Handelsschluss noch Roche die rote Laterne abnimmt und den Wochenauftakt mit einem Minus von 3,26 Prozent bei 138 Franken je Aktie beendet. Dahinter folgen die Genussscheine von Roche (-2,58 Prozent), belastet von enttäuschenden Studiendaten zum Brustkrebsmittel und Amrize (-2,45 Prozent). Die übrigen Abschläge bewegen sich in einer Bandbreite von -0,04 Prozent (Zurich) bis -2,26 Prozent (Sika).
Tagesgewinnerin am SMI wird Novartis mit +1,66 Prozent. Hier dürften Umschichtungen aus Roche eine Rolle gespielt haben. Ebenfalls höher schliessen Logitech, Swisscom, Swiss Re und Swiss Life.
Auch der breite Swiss Performance Index schliesst mit weniger Verlusten als noch zum Tagestief: Der SPI beendet den Montag 0,75 Prozent im Minus bei 17'964 Punkten.
Im hinteren Markt stehen vor allem Bioversys und Cosmo Pharmaceutical unter Druck und verlieren je über 10 Prozent. Auch Burckhardt Compression (-7,8 Prozent) und Cicor (-6,7 Prozent) geben deutlich nach.
An den Devisenmärkten haben sich die wichtigsten Währungspaare im Tagesverlauf in der Summe nur wenig bewegt. Im frühen Handel hatte der Ölpreissprung noch für stärkere Ausschläge gesorgt, danach setzte eine gewisse Beruhigung ein. Der Dollar pendelt am Nachmittag in einer engen Spanne um 0,7786 Franken noch in der Nacht hatte der «Greenback» kurzzeitig die Marke von 78 Rappen übertroffen. Der Euro zieht gegenüber dem Dollar auf 1,1586 an. Zum Franken notiert die Gemeinschaftswährung bei 0,9021 Franken und hat sich damit wieder etwas von der psychologisch wichtigen Marke von 90 Rappen abgesetzt, die im frühen Handel zeitweise unterschritten worden war. Die Schweizerische Nationalbank wollte auf AWP-Anfrage keinen Kommentar zur jüngsten Frankenstärke abgeben. In der Vorwoche hatten die Währungshüter noch wiederholt verbal interveniert.
Und nach einem historischen Preissprung von rund 29 Prozent auf bis zu 119,50 Dollar je Barrel bröckeln die Gewinne beim Rohöl langsam wieder ab. Die Nordseesorte Brent begrenzt das Plus am Montagnachmittag auf 6,5 Prozent und wird derzeit bei 98,70 Dollar gehandelt. Etwas Entspannung brachte die Meldung, dass ein griechisch betriebener Suezmax-Tanker mit einer Ladung saudischen Rohöls die Strasse von Hormus passiert hat - der erste dokumentierte Durchgang seit Beginn der Krise.
Die Lage an der wichtigen Meerenge bleibt aber angespannt: Hunderte Schiffe liegen auf beiden Seiten vor Anker. Die G7-Staaten haben unterdessen noch nicht entschieden, ob sie ihre Notfallreserven freigeben. Der französische Finanzminister Roland Lescure sagte in Brüssel, man sehe derzeit keinen unmittelbaren Versorgungsengpass, sei aber bereit, «alle notwendigen Instrumente zur Stabilisierung des Marktes einzusetzen» - einschliesslich einer möglichen Freigabe der Lagerbestände.
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17:25
Nach dem historischen Preissprung bei Rohöl von rund 29 Prozent auf bis zu 119,50 Dollar bröckeln die Gewinne wieder ab. Die Rohölsorte Brent aus der Nordsee begrenzt am Montagnachmittag mit einem Preis von 98,70 Dollar je Fass das Plus auf 6,5 Prozent. Ein griechisch betriebener Öltanker hat mit einer Ladung saudischen Rohöls die Strasse von Hormus passiert, wie aus Daten von Schifffahrtsdienstleistern hervorgeht. An den Ölmärkten wird die Lage an der wichtigen Meerenge genau beobachtet, da wegen des Kriegs zwischen den USA, Israel und dem Iran Hunderte Schiffe auf beiden Seiten der Meerenge vor Anker liegen.
Der Suezmax-Tanker «Shenlong» mit einer Kapazität von einer Million Barrel hat im saudischen Hafen Ras Tanura Rohöl geladen, wie Schiffsverfolgungsdaten auf der Plattform MarineTraffic zeigten. Die in Athen ansässige Betreibergesellschaft Dynacom reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. «Alle Parteien ohne Ausnahme müssen die Freiheit der Schifffahrt respektieren», sagte der Generalsekretär der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO), Arsenio Dominguez, am Montag in London.
Laut einer Analyse von Kpler und Lloyd's List Intelligence hatten in den vergangenen Tagen bereits zwei Öltanker mit Verbindungen zum Iran die Meerenge durchquert. Zudem haben seit Beginn der Luftangriffe auf den Iran am 28. Februar mindestens fünf Tanker mit rund elf Millionen Barrel Rohöl iranische Häfen verlassen. Auch Lieferungen von Flüssiggas wurden transportiert, teilten Schiffsbeobachter und Händler zuletzt mit.
Unterdessen haben die G7-Staaten am Montag noch nicht entschieden, ob sie ihre Notfall-Ölreserven aufgrund des Preissprungs freigeben werden, sagte der französische Finanzminister. Er fügte hinzu, dass die Regierungen derzeit keinen unmittelbaren Versorgungsengpass sehen. «Wir sind noch nicht so weit», sagte Roland Lescure in Brüssel nach einem Online-Treffen der G7-Finanzminister. «Wir haben vereinbart, gegebenenfalls alle notwendigen Instrumente zur Stabilisierung des Marktes einzusetzen, einschliesslich der möglichen Freigabe notwendiger Lagerbestände.»
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16:50
An den Devisenmärkten haben sich die wichtigsten Währungspaare im Verlauf des Montags in der Summe nur wenig bewegt. Im frühen Handel hatte der plötzliche Sprung der Ölpreise noch für stärkere Bewegungen gesorgt. Danach setzte eine gewisse Beruhigung ein, was sich auch auf den Devisenmarkt auswirkte.
Die Schweizerische Nationalbank wollte auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AWP keinen Kommentar zur jüngsten Frankenstärke abgeben. In der Vorwoche hatten die Währungshüter immer wieder mal verbal interveniert.
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16:13
Die im Zuge des Iran-Kriegs erneut stark gestiegenen Öl- und Gaspreise haben am Montag einmal mehr Inflationssorgen geschürt und damit die US-Börsen abermals belastet. Allerdings grenzten die wichtigsten Indizes ihre Verluste zuletzt ein.
Der Leitindex Dow Jones Industrial sank noch um ein Prozent auf 47'018 Punkte. Zwischenzeitlich war das Börsenbarometer auf den tiefsten Stand seit Ende November abgesackt.
Der marktbreite S&P 500 fiel um 0,7 Prozent auf 6692 Zähler. Für den technologielastigen und schwankungsanfälligen Nasdaq 100 ging es um 0,4 Prozent auf 24'541 Punkte nach unten.
Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. Der Transport von Energierohstoffen aus den Förderregionen am Persischen Golf durch die wichtige Strasse von Hormus kam faktisch zum Erliegen. Aktuell kostet ein Fass (159 Liter) Rohöl der Nordsee-Marke Brent gut 100 US-Dollar.
Aoifinn Devitt, Managing Director für Global Wealth bei Moneta Group Investment Advisors, äusserte sich entsprechend skeptisch. Es sei keine diplomatische Lösung in Sicht ist, und die Rhetorik auf beiden Seiten verschärfe sich. Ein Ölpreis von 90 Dollar und mehr dürfte die ohnehin schon prekäre Lage der Verbraucher weiter verschärfen.
Fluggesellschaften hingegen litten dem Höhenflug des Ölpreises, der auch die Preise für Kerosin in die Höhe triebt. So sackten die Anteilsscheine von United Airlines als Schlusslicht im S&P 500 um sieben Prozent ab. Delta Air Lines verloren fünf Prozent.
Unter den weiteren Einzelwerten schnellten Hims & Hers Health um 37 Prozent nach oben. Der Telemedizinanbieter hatte sich in einem Streit mit Novo Nordisk um den Vertrieb umsatzstarker Medikamente des dänischen Pharmakonzerns mit diesem geeinigt. Die Novo-Nordisk-Papiere gewannen zuletzt in Kopenhagen 0,6 Prozent,
Die Aktien von Live Nation Entertainment zogen um gut sieben Prozent an. Der Event-Veranstalter einigte sich in einem Kartellstreit mit dem Justizministerium.
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16:05
Das Ausscheiden des Leiters der Impfstoff- und Biologika-Abteilung der US-Arzneimittelbehörde FDA sorgt für Kursgewinne bei den Aktien mehrerer US-Biotechunternehmen.
Die Papiere von Regenxbio, UniQure, Capricor Therapeutics und Disc Medicine klettern an der Wall Street um knapp zwei bis mehr als 20 Prozent. Vinay Prasad werde die Behörde Ende April verlassen und an die University of California in San Francisco zurückkehren, wo er eine Professur an der medizinischen Fakultät innehabe, schrieb FDA-Chef Marty Makary auf X. Ein Nachfolger wird demnach vor Prasads Ausscheiden benannt.
Zuerst hatte das «Wall Street Journal» darüber berichtet. «Wir glauben, dass sein Abgang zu einem deutlich günstigeren regulatorischen Umfeld für bestimmte Unternehmen wie Regenxbio führen wird», schreiben die Experten des Brokers Clear Street. Analysten von William Blair verwiesen vor allem auf Rückenwind bei der Zulassung neuartiger Therapien für seltene Krankheiten. Sie warnten jedoch vor voreiliger Freude, solange kein Nachfolger benannt sei.
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16:00
Die Finanzminister der G7-Staaten haben sich zur Freigabe von Öl-Reserven bereiterklärt. «Wir sind bereit, die notwendigen Massnahmen zu ergreifen, einschliesslich der Unterstützung der globalen Energieversorgung, beispielsweise durch die Freigabe von Vorräten», erklären sie in einer Stellungnahme im Anschluss an eine von Frankreich veranstaltete Videokonferenz.
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15:35
Der Schweizer Aktienmarkt setzt zu Wochenauftakt seinen Abwärtstrend fort - belastet vom anhaltenden Anstieg der Ölpreise. Auslöser waren Angriffe auf iranische Öltanker und Öllager am Wochenende durch Israel.
Händler sprechen von Stagflationsängsten. Anleger sind besorgt, dass die Inflation steigt und die Konjunktur leidet, sollte sich der Ölpreis länger auf dem hohen Niveau bewegen. Und noch gebe es keine Anzeichen für ein Ende des Militäreinsatzes gegen den Iran.
Der Iran-Krieg hat die Ölpreise über die Marke von 100 US-Dollar katapultiert und schürt Sorgen vor Rückschlägen beim Wirtschaftswachstum. Der Preis für ein Fass Rohöl der Nordsee-Marke Brent stieg in der Nacht auf Montag um bis zu 29 Prozent auf fast 120 Dollar. Das Niveau konnte er aber nicht halten, er lag am Nachmittag mit etwas mehr als 105 Dollar immer noch 13 Prozent im Plus.
Für Entspannung sorgte ein Bericht, wonach die G7-Gruppe der führenden westlichen Industriestaaten erwägen, ihre nationalen Erdölreserven einzusetzen, um den Preisanstieg am Ölmarkt zu bremsen. Noch ist die Ländergruppe aber nicht bereit, ihre Reserven anzuzapfen, wie Agenturen zuletzt meldeten. Seither ziehen die Ölpreise wieder etwas an.
Die Angst vor einer längeren Sperrung der Strasse von Hormus bleibt ein bestimmendes Thema auf dem Ölmarkt. Seit den amerikanisch-israelischen Attacken auf den Iran und den iranischen Gegenangriffen passieren kaum noch Schiffe die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman.
Der SMI notiert gegen 15.15 Uhr 1,9 Prozent tiefer bei 12'850 Zählern. Am Morgen war es gar bis auf 12'685 Punkte zurückgegangen. Zum Jahreshoch fehlen dem Schweizer Leitindex damit mittlerweile rund 1150 Punkte.
In dem aktuellen Umfeld rücken Unternehmensnachrichten wieder einmal etwas in den Hintergrund. Die Verliererliste wird bei den Blue Chips von Roche GS (-3,6 Prozent) angeführt. Enttäuschende Studiendaten belasteten die Aktien. die Papiere des Konkurrenten Novartis (+1,1 Prozent) profitieren offensichtlich von Umschichtungen.
Lonza büssen 3,2 Prozent ein. Der Lifescience-Konzern hat den vor mehr als einem Jahr angekündigten Verkauf der Sparte mit Kapseln und Nahrungsergänzungsmitteln unter Dach und Fach gebracht. Analysten hatten aber auf einen höheren Preis gehofft.
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15:30
Der eskalierende Krieg im Nahen Osten sowie erneut stark steigende Öl- und Gaspreise haben die US-Börsen am Montag stark belastet. Der Leitindex Dow Jones Industrial sackte um 1,6 Prozent auf 46'726 Punkte ab und setzte damit seine jüngste Talfahrt fort. Aktuell notiert das Börsenbarometer auf dem Niveau von Ende November.
Der marktbreite S&P 500 sank um 1,4 Prozent auf 6648 Zähler zu. Für den technologielastigen und schwankungsanfälligen Nasdaq 100 ging es um 1,1 Prozent auf 24'364 Punkte nach unten.
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14:53
Kurz nach Handelsbeginn in New York fallen einzelne Aktien der «Magnificent 7» teils überdurchschnittlich: Tesla büssen 2,6 Prozent ein, während Amazon 2,1 Prozent verlieren. Zum Vergleich steht der Nasdaq 100 rund 1 Prozent tiefer. Wiederum Apple und Nvidia geben zwischen 0,9 und 1 Prozent nach, Microsoft handeln etwas über 1 Prozent leichter und Alphabet verlieren dagegen 0,8 Prozent.
Positiv zeigen sich im frühen Handel einzelne Defensivwerte wie J&J (+0,5 Prozent) oder P&G (+0,8 Prozent). Zu den grössten Tagesgewinnern im S&P 500 zählen Dow (5,1 Prozent), Live Nation (+5,9 Prozent) sowie Moderna (+7,5 Prozent).
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14:34
Die US-Börsen starten am Montag im Minus. Der S&P 500 fällt rund 1 Prozent, der Nasdaq 100 sinkt um 0,8 Prozent, der Dow Jones Industrial gibt um 1,2 Prozent nach.
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14:00
Die Aktie von dem US-Finanzinstitut Jefferies verliert in der US-Vorbörse rund 3 Prozent, nachdem Analysten der Morgan Stanley die Einstufung von «Overweigh» auf «Equal-Weight» herabgestuft und das Kursziel drastisch von 78 auf 49 US-Dollar gesenkt hatten. Als Begründung führten sie Kreditrisiken an, die mit der Belastung durch den insolventen Autoteile-Zulieferer First Brands sowie den zusammengebrochenen britischen Kreditgeber MFS zusammenhängen.
Das Analystenteam warnte, dass sich die Bewertung der Aktie künftig stärker am tangiblen Buchwert als an den Gewinnen orientieren könnte, da die Folgen der jüngsten Kreditvorfälle noch nachwirken dürften. Zudem bestehe rechtliche Unsicherheit, ob die Stundungsvereinbarung mit der Western Alliance Bancorporation Vorrang vor den «Non-Recourse»-Klauseln des Kredits habe – also der Regelung, dass Gläubiger im Insolvenzfall nicht auf weiteres Vermögen der Bank zugreifen können.
Trotz dieser Risiken betonte Morgan Stanley, dass sich die Kernaktivitäten von Jefferies verbesserten und das Unternehmen Marktanteile im Investmentbanking gewinnen könnte. Dies führe zu einer breiten Risiko-Chancen-Abwägung, die sowohl Herausforderungen als auch Wachstumspotenzial berge.
Just Ende der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Western Alliance das Finanzinstitut verklagt hat, da dieses eine Zahlung in Höhe von 126,4 Millionen Dollar nicht geleistet habe. Die Summe schuldet Jefferies dem Regionalversicherer für Kredite im Zusammenhang mit dem insolventen Autoteilezulieferer First Brands.
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13:30
Die Aktie von Hims & Hers schossen vorbörslich in New York um 48 Prozent in die Höhe, nachdem ein Medienbericht bekannt gab, dass Novo Nordisk plant, seine Adipositas-Medikamente über die Telemedizin-Plattform von US-Konzern zu vertreiben - im Rahmen einer möglichen neuen Partnerschaft. Diese Entwicklung folgt auf einen gescheiterten Deal im Juni, als Hims & Hers sich weigerte, den Verkauf der günstigeren, nachgebauten Versionen von Semaglutid einzustellen, nachdem der Versorgungsengpass in den USA behoben war.
Erst kürzlich hatte das Telemedizin-Unternehmen seine Pläne zurückgezogen, nachgebaute Versionen von Novos oralem Adipositas-Medikament Wegovy anzubieten - das nach regulatorischer Prüfung. Damals hatte Novo Nordisk Klage gegen Hims & Hers eingereicht und dem Unternehmen vorgeworfen, ein wichtiges US-Patent im Zusammenhang mit Semaglutid zu verletzen.
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13:05
Die Futures für die US-Aktienmärkte notieren vor dem Start unverändert:
Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index (SMI) notiert mit 1,8 Prozent im Minus.
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11:40
Der weiter tobende Iran-Krieg sorgt auch an diesem Montag für weltweit sinkende Aktienkurse. Europaweit geben die Börsen deutlich nach. Im Iran-Krieg spitzt sich die Lage weiter zu. Die Folge sind Ölpreise, die zum Wochenstart sprunghaft angestiegen sind und damit die Inflationssorgen der Investoren weiter anheizen. Ausserdem hat der Iran mit dem Sohn des getöteten Ajatollah Ali Chamenei einen neuen obersten Führer bestimmt. Ein schnelles Ende des Kriegs und eine Normalisierung der Ölproduktion in der Region zeichnen sich weiterhin nicht ab.
«Wenn die globalen Märkte 'brennen', liegt das daran, dass Energie eine zentrale Rolle bei der Inflation spielt», fasst eine Händlerin zusammen. Die Aktienmärkte stünden vor einer extremen Bewährungsprobe, so ein weiterer Marktteilnehmer. «Einerseits erschweren die stark gestiegenen Energiepreise eine Konjunkturerholung und heizen zugleich das Inflationsthema wieder an. Zum anderen stehen in den USA die Private-Equity-Unternehmen stark unter Druck.» Etwas Entspannung kam zuletzt von Medienberichten, wonach die Finanzminister führender westlicher Industriestaaten (G7) im Verlauf dieses Tages über eine mögliche Freigabe von Erdölreserven unter der Koordination der Internationalen Energieagentur (IEA) beraten.
Der SMI fällt um 2,2 Prozent auf 12'809 Punkte zurück. Das bisherige Tagestief liegt mit 12'685 Zählern nochmals tiefer. Von den 20 SMI-Titeln geben alle bis auf die Swiss Re (+0,6 Prozent) nach. Vergangene Woche hatte der Leitindex um 6,6 Prozent tiefer geschlossen. Charttechniker sind alarmiert. Denn mit dem Absturz hat der Leitindex verschiedene Unterstützungslevel gerissen. Insbesondere die psychologisch wichtige Marke von 13'000 Zählern sei gefallen, stellen die Experten von BNP Paribas fest. Immerhin: Der aktuell bei 12'581 Punkten verlaufende 200-Tage-Durchschnitt halte noch, betonen sie.
Der Swiss Leader Index (SLI) verliert am Montag zeitgleich 2,1 Prozent auf 2034,97 Punkte und der breite SPI um 2,2 Prozent auf 17'705 Punkte. Dagegen steigt der VSMI als Gradmesser der Nervosität auch zum Wochenstart erneut kräftig an. Bei 25 Punkten beträgt das Plus knapp 11 Prozent. Seit Jahresbeginn ist das Barometer mittlerweile um mehr als 80 Prozent in die Höhe geschnellt.
In dem aktuellen Umfeld rücken Unternehmensnachrichten wieder einmal etwas in den Hintergrund. Die Verliererliste wird bei den Blue Chips von Roche (-5,7 Prozent) angeführt. Enttäuschende Studiendaten belasten die Aktien zusätzlich. Konkurrent Novartis hält sich dagegen mit -0,5 Prozent klar besser als der SMI. Auch das dritte Schwergewicht Nestlé (-1,2 Prozent) ist weniger schwach als der Leitindex.
Einziger Gewinner sind Swiss Re, die gegen den Trend um 0,6 Prozent hinzugewinnen. Lindt&Sprüngli (0,0 Prozent) schwanken zwischen geringen Verlusten und Avancen.
In den hinteren Reihen gehören VAT mit -5,7 Prozent zu den grösseren Verlierer, ebenso wie weitere konjunktursensible Titel wie Burckhardt Compression, Implenia oder Comet, Inficon oder ams-Osram, die sich um bis zu 7,5 Prozent verbilligen. Zu den Gewinnern im SPI zählen Ascom (+8,1 Prozent), Leonteq (2,9 Prozent) oder auch Temenos (+1,9 Prozent).
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11:05
Der Swiss Performance Index (SPI) notiert am Vormittag um 1,7 Prozent im Minus bei 17’784 Zählern. Kein Sektor befindet sich in der Gewinnzone. Gesundheitswerte (-2,8 Prozent), Industrietitel (-2,8 Prozent) und zyklischer Konsum (-1,9 Prozent) gehören zu den bisherigen Tagesverlierern. Die Roche-Titel belasten nach enttäuschenden Studienergebnissen zudem auch den Gesamtmarkt deutlich.
Von den 200 Unternehmen, sind 22 im Gewinn, 154 im Verlust und 24 unverändert.
Zur Heatmap der Schweizer Aktien geht’s hier lang.
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10:35
Einer der wenigen Lichtblicke am heutigen Montag an den europäischen Märkten ist das Börsendebut des Marine- und Meerestechnikspezialisten Gabler. Nach einem Start zu 47,20 Euro kletterten die Aktien langsam über die 48 Euro, nach einem Angebotspreis bei 44 Euro. Der Start an der Börse ist damit geglückt. Wie das Unternehmen aus Lübeck zuvor mitteilte, erwartet Gabler einen Nettoemissionserlös von rund 40 Millionen Euro aus den neuen Aktien.
Damit sollen den Angaben nach die Bilanz gestärkt, das Wachstum angekurbelt und kleinere Zukäufe getätigt werden, wie es hiess. Insgesamt seien rund 3,02 Millionen Aktien platziert worden. Eigner ist die Possehl-Gruppe, die nach dem Börsengang mindestens eine Minderheitsbeteiligung an der Gesellschaft halten will.
Gabler ist eigenen Angaben zufolge ein führender Anbieter von U-Boot-Ausfahrgerätesystemen. Zudem ist das Unternehmen in den Bereichen Unterwasserkommunikation und -datenmanagement sowie Unterwasser-Energiespeicherlösungen, etwa zum Schutz kritischer Unterwasserinfrastruktur, tätig. Den Grossteil seines Nettoumsatzes erzielt Gabler mit Verteidigungs- und verteidigungsbezogenen Lösungen.
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10:00
Ein sprunghafter Anstieg der Ölpreise zum Wochenstart hat den Ausverlauf an den Finanzmärkten nochmals beschleunigt. Hierzulande sackt der Swiss Market Index (SMI) im frühen Handel zunächst um mehr als 3 Prozent ab, nachdem er bereits in der Vorwoche um 6,6 Prozent eingebrochen war. Der Iran-Krieg tobt derweil weiter ohne Aussicht auf ein Ende. Entsprechend bleibt die Verunsicherung gross und die Volatilität an den Finanzmärkten erhöht. «Wenn die globalen Märkte 'brennen', liegt das daran, dass Energie eine zentrale Rolle bei der Inflation spielt», fasst eine Händlerin zusammen.
«Die Ereignisse im Nahen Osten haben sich über das Wochenende noch einmal überschlagen, und so werden die Anleger heute sowohl mit einem neuen Führer im Iran als auch mit Ölpreisen über 100 US-Dollar konfrontiert», ergänzt ein weiterer Händler. Die Aktienmärkte stünden vor einer extremen Bewährungsprobe. «Einerseits erschweren die stark gestiegenen Energiepreise eine Konjunkturerholung und heizen zugleich das Inflationsthema wieder an. Zum anderen stehen in den USA die Private-Equity-Unternehmen stark unter Druck.»
Aktuell liegt der SMI rund 2,5 Prozent tiefer bei 12'763 Punkten zurück. Das bisherige Tagestief liegt mit 12'685 Zählern nochmals klar tiefer. Von den 20 SMI-Titeln geben alle nach. Swiss Re ist mit -0,1 Prozent derweil nur knapp in der Verlustzone. Roche büssen am meisten ein - rund 5,2 Prozent, was aber deutlich über dem bisherigen Tagestief von knapp -9 Prozent liegt. Ebenfalls stark unter Druck sind die energieabhängigen Baustoffkonzerne Holcim (-4,4 Prozent), Amrize (-2,9 Prozent) und Sika (-3,5 Prozent).
Der SLI verliert 2,4 Prozent auf 030,22 Punkte und der breite SPI um 2,5 Prozent auf 17'656 Punkte. Im SLI liegen gar Lindt&Sprüngli vor der morgigen Jahrenzahlenpublikation 2025 mit 0,3 Prozent im Plus.
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09:40
Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien:
Coltene: Kepler Cheuvreux senkt auf Hold (Buy) - Ziel 55 (57) Fr.
EFG International: Citigroup senkt auf 18,40 (19,50) Fr. - Neutral
Galderma: Morgan Stanley erhöht auf 155 (145) Fr. - Equal Weight
Leonteq: Octavian erhöht auf 23 (20) Fr. - Hold
Mobilezone: Vontobel erhöht auf 14 (13) Fr. - Hold
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09:13
Ein Ende des Iran-Kriegs ist nicht in Sicht und die gegenseitigen Bombardierungen halten unvermindert an. Entsprechend bleibt die Verunsicherung gross und die Volatilität an den Finanzmärkten erhöht. Mit den massiv steigenden Öl- und Gaspreisen sind Inflationssorgen dominant, und ein länger anhaltender Konflikt würde sich negativ auf die konjunkturelle Entwicklung auswirken. Entsprechend reagieren Investoren mit einer Flucht aus Aktien.
Befeuert werden die Ängste zum Wochenstart vor allem vom Ölpreis, der über die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar je Barrel gestiegen ist. Dabei zeichnet sich im Iran-Krieg weiterhin keine klare Strategie ab. Vielmehr verschärften sich die Spannungen, nachdem im Iran am Montag der Sohn von Ajatollah Ali Khamenei, Mojtaba Khamenei, zum Nachfolger seines Vaters und damit zum Obersten Führer ernannt wurde. Dies signalisiere, dass die Hardliner in Teheran die Kontrolle behalten. US-Präsident Donald Trump hatte den Sohn in der Nachfolgefrage als «inakzeptabel» bezeichnet.
Für den hiesigen Markt bedeutet dies zum Wochenbeginn nichts Gutes: Der SMI fällt kurz nach Börsenstart rund 3 Prozent auf 12'707 Punkte. Damit setzt sich der deutliche Abwärtstrend der Vorwoche fort, als der SMI 6,6 Prozent verloren hatte - die stärksten Abgaben seit dem «Liberation Day» von Donald Trump Anfang April vergangenen Jahres.
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08:06
Der Schweizer Aktienmarkt (SMI) wird im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 1,8 Prozent tiefer auf 12'860 Punkten indiziert. Alle SMI-Titel verlieren. Allen voran sind Roche (-2,8 Prozent), Kühne+Nagel (-2,2 Prozent), Richemont (-2 Prozent) und Amrize (-2 Prozent). Etwas weniger geben Swisscom (-0,8 Prozent), Swiss Re (-1,2 Prozent) und Nestlé (-1,3 Prozent) nach.
Der breite Markt fällt ebenfalls vorbörslich – rund 1,6 Prozent. Die höchsten Bewegungen werden bei den Aktien von Avolta (-2,9 Prozent), Cosmo (-5,4 Prozent), Comet (-3,2 Prozent), Georg Fischer (-2,9 Prozent), Swatch (-2,2 Prozent) und VAT (-3 Prozent) prognostiziert. Cosmo hat vorbörslich die Jahreszahlen publiziert. Kein Small- oder Midcap notiert im Plus.
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07:30
Der Swiss Market Index (SMI) notiert vorbörslich bei der IG Bank um 0,6 Prozent tiefer bei 13'007.5 Punkten.
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06:55
Die zunehmende Verunsicherung hat auch weitere Auswirkungen auf den Devisenmarkt. So zieht der US-Dollar als Weltreservewährung weiter an. Gleichzeitig ist auch der Franken als ultimativer sicherer Hafen weiter gesucht. Dies hat zur Folge, dass das Euro/Franken-Paar am Morgen kurzzeitig unter die Marke von 90 Rappen gefallen ist - mit bisherigem Tagestief bei 0,89912 Rappen der Euro. Das dürfte die Schweizerische Nationalbank weiter unter Druck setzen.
Die Weltwirtschaft sei weiterhin vom Öl- und Gasfluss durch die Strasse von Hormus abhängig, schrieb zuletzt Bruce Kasman, Chefvolkswirt von JPMorgan. Seiner Meinung nach könnte der Ölpreis kurzfristig auf bis zu 120 Dollar je Barrel anziehen. Sollte der Konflikt andauern, könnte der Ölpreis auch nachhaltig über 120 Dollar steigen und eine globale Rezession auslösen. Ein solches Szenario könnte das weltweite Wirtschaftswachstum im ersten Halbjahr um 0,6 Prozentpunkte drücken und die Konsumentenpreise um einen Prozentpunkt anheben, so Kasman.
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06:15
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 1,3 Prozent tiefer bei 12'913 Punkten.
Die Finanzmärkte werden auch in der neuen Woche von den Geschehnissen im Nahostkonflikt getrieben werden. Mit Blick auf die möglichen Schäden für die globale Konjunktur lautet die Mutter aller Fragen: «Wie stark erhöht sich der Ölpreis und für wie lange?» Der Brent-Preis ist zum Wochenauftakt im frühen Handel bereits auf den höchsten Stand seit Juli 2022 geklettert. Die asiatischen Börsen sind infolge deutlich eingebrochen.
Am Wochenende gab es keine Anzeichen für ein baldiges Ende des Konflikts. Mehr als eine Woche nach Kriegsbeginn griffen die USA und Israel den Iran weiter massiv an. Unter anderem wurde ein Öllager in Teheran getroffen. Der Iran schlug derweil unter anderem in Bahrain zurück.
Unter dem Störfeuer der Meldungen aus dem Iran und der gesamten Golfregion geht auch die Berichtsaison der Unternehmen zum Geschäftsjahr 2025 weiter. Diese hält erneut zahlreiche Termine von Schweizer Unternehmen aus der zweiten Reihe bereit. Am Montag wird aber vor allem die UBS Schlagzeilen machen, die den Geschäftsbericht publiziert und damit auch das Millionensalär von Konzernchef Sergio Ermotti.
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05:20
Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten und ein starker Anstieg der Ölpreise haben am Montag eine Talfahrt an den asiatischen Börsen ausgelöst. Der Ölpreis war zuvor um mehr als 20 Prozent in die Höhe geschnellt und erreichte den höchsten Stand seit Juli 2022. Dies schürt Ängste vor einer steigenden Inflation, einer Konjunkturabschwächung und längeren Lieferunterbrechungen. Besonders heftig fielen die Verluste in Asien aus, wo der japanische Leitindex Nikkei einbrach.
Hintergrund ist der sich ausweitende Krieg zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite. Dies weckt die Sorge vor Lieferengpässen und längeren Unterbrechungen der Transporte durch die strategisch wichtige Strasse von Hormus. Die Spannungen verschärften sich, nachdem der Iran am Montag Mojtaba Chamenei zum Nachfolger seines Vaters, Ajatollah Ali Chamenei, als Oberster Führer ernannte. Dies signalisiert, dass die Hardliner in Teheran die Kontrolle behalten.
«Dieses Chaos an den Finanzmärkten dreht sich alles um die Strasse von Hormus», sagte Ed Yardeni von Yardeni Research. «Bis dahin dürften die Finanzmärkte zunehmend ein Stagflationsszenario im Stil der 1970er Jahre befürchten.» Der Chefvolkswirt von JPMorgan, Bruce Kasman, rechnet kurzfristig mit einem Preisanstieg in Richtung 120 Dollar je Barrel. Sollte der Konflikt andauern, könnte der Ölpreis auch nachhaltig über 120 Dollar steigen und eine globale Rezession auslösen.
Eine Verkaufswelle erfasste auch die Anleihemärkte. Die Furcht vor einer steigenden Inflation überwog hier den Status als sicherer Hafen. Anleger befürchten, dass die Notenbanken gezwungen sein könnten, die Zinsen länger hoch zu halten. Die Rendite der dreijährigen australischen Staatsanleihen schoss auf den höchsten Stand seit 2011.
«Der Markt nimmt die Auswirkungen des Nahost-Konflikts nun ernster», sagte Hitoshi Asaoka, Chefstratege bei Asset Management One. In Tokio gerieten insbesondere Chip-Werte wie Advantest und Tokyo Electron unter Druck. Besonders hart traf der Ausverkauf die Fluggesellschaften in der gesamten Region. Die Papiere von Qantas, Air New Zealand und Japan Airlines fielen zwischen vier und mehr als zehn Prozent.
Als Reaktion auf den Ölpreis-Schock will Südkorea die Spritpreise im Inland erstmals seit fast 30 Jahren deckeln. Die Regierung werde ein System von Höchstpreisen für Erdölprodukte «schnell und entschlossen umsetzen», sagte Präsident Lee Jae Myung am Montag bei einer Dringlichkeitssitzung des Kabinetts.
Die japanische Börse hat am Montag schwächer tendiert. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 6,9 Prozent auf 51.782,39 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notierte 5,3 Prozent niedriger bei 3.521,27 Zählern. Die Börse Shanghai verlor 1,1 Prozent auf 4.077,68 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 1,6 Prozent auf 4.583,46 Punkte.
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