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Es sind zwar noch immer etwas mehr als zwei Monate bis Ende Dezember. Für die erfolgsverwöhnten Aktionärinnen und Aktionäre von Kuros zeichnet sich allerdings schon heute ab, dass der «Jahrgang 2026» kein guter Tropfen wird. Denn obwohl die Valoren des Herstellers von Knochenersatzmaterial zuletzt Boden gutmachen konnten, errechnet sich gegenüber den ersten Januar-Tagen noch immer ein sattes Minus von knapp 24 Prozent. Damit zählt Kuros zu den 20 schwächsten Schweizer Aktien in diesem Jahr.
Auftrieb verleiht den Valoren nun ein Kommentar aus der Feder des für AlphaValue tätigen Martin Schnee. Zumindest auf den ersten Blick hält der Londoner Analyst sowohl an seiner Kaufempfehlung als auch am Kursziel von 34,80 Franken fest. Aus dem Text geht jedoch hervor, dass sich aus seinem Discounted-Cashflow-Modell neuerdings sogar auf einen rechnerischen Nettobarwert für sämtliche zukünftigen Erträge in Höhe von 47 (zuvor 43,40) Franken je Aktie schliessen lässt. Das entspräche aus heutiger Sicht mehr als einer Kursverdoppelung. Weshalb Schnee den höheren Nettobarwert nicht auch in sein offizielles Kursziel mit einfliessen lässt, erschliesst sich mir hingegen nicht.
Aktienkursbilanz von Kuros seit Januar (Quelle: www.cash.ch)
In Sachen Kuros bleibe ich bei meinen erst kürzlich gemachten Aussagen:
An dieser Stelle noch kurz ein paar Gedanken meinerseits zu den jüngsten Management-Transaktionen. Der SIX Swiss Exchange wurde Anfang Oktober ein Titelverkauf in Höhe von gut 550'000 Franken gemeldet, gefolgt von einem Titelkauf im Umfang von 280'000 Franken nur zwei Wochen später. Wie aus der Offenlegungsmeldung hervorgeht, liegt der zweiten Transaktion bloss eine Ausübung von Mitarbeiteroptionen zugrunde. Sprich: Jemand bezog knapp 60'000 Namenaktien zu 4,75 Franken je Stück. Die erhofft positive Signalwirkung für die Mitaktionäre geht jedenfalls nicht mit dieser Transaktion einher.
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Zu Wochenbeginn werden für die Partizipationsscheine von Roche im frühen Handel in der Spitze Kurse von bis zu 397 Franken bezahlt. Damit schrammen die Valoren der Pharma- und Diagnostikgruppe aus Basel knapp an der bisherigen Bestmarke vom Frühling 2022 vorbei. Neben dem Rückschlag des Platzrivalen Novartis mit dem Fenebrutinib-Konkurrenzmittel Remibrutinib (Multiple Sklerose) gehen auch von der Heraufstufung von «Hold» auf «Buy» bei einem Kursziel von 500 (zuvor 340) Franken durch die Deutsche Bank vom Freitag noch immer positive Impulse aus. Nur wenige Tage zuvor hatte schon Oddo eine geradezu spektakuläre Kehrtwende von «Underperform» auf «Outperform» vollzogen – wobei das überarbeitete Kursziel der Franzosen mit 440 (zuvor 300) Franken schon beinahe bescheiden anmutet.
Dass die Partizipationsscheine alleine seit dem vergangenen November um nicht weniger als 50 Prozent an Wert zulegen konnten, scheint die Zuversicht der beiden Banken nicht schmälern zu wollen. Beiläufig sei erwähnt, dass sowohl die Deutsche Bank als auch Oddo einst selbst dann noch eisern an ihren Verkaufsempfehlungen festhielten, als im Frühsommer 2024 damals noch die Genussscheine für weniger als 220 Franken zu haben waren. Ich alter Nestbeschmutzer aber auch...
Aufstieg und Fall der Aktien von Roche-Partner Zealand Pharma über die letzten Jahre (Quelle: www.cash.ch)
Milliardenschwere Umsätze werden in Analystenkreisen insbesondere dem Brustkrebsmittel Giredestrant sowie dem MS-Medikament Fenebrutinib nachgesagt. Noch im November letzten Jahres stand man ausgerechnet diesen beiden Wirkstoffen um einiges kritischer gegenüber.
Regelmässige Leserinnen und Leser meiner Kolumne werden wissen, dass ich gerade dem Wiedereinstieg ins Geschäft mit GLP-1-Wirkstoffen unter Roche-Chef Thomas Schinecker sehr kritisch gegenüberstehe. Denn obwohl der Markt für diese ursprünglich zur Diabetestherapie gedachten Abnehmmittel in den kommenden Jahren zweifelsohne kräftig wachsen dürfte, ist dieses Therapiegebiet so hart umkämpft wie kaum ein anderes. Ich spiele damit nicht nur auf die schiere Dominanz der beiden «Platzhirsche» Novo Nordisk und Eli Lilly an. Unzählige weitere Anbieter drängen mit Wirkstoffen der neusten Generation an den Markt. Und dann wären da noch Generikahersteller wie Sandoz, welche mit ihren günstigeren Biosimilars ebenfalls ein Stück des Kuchens abhaben wollen.
Ein guter Gradmesser für den Vorstoss von Roche auf dieses Therapiegebiet erscheinen mir die Aktien von Zealand Pharma. Zur Erinnerung: Im März 2025 gingen die Basler für bis zu 5,3 Milliarden Dollar eine Zusammenarbeit mit dem dänischen Pharmaunternehmen ein. Im Zentrum dieser Zusammenarbeit steht der Wirkstoff Petrelintide.
Doch während die Roche-Partizipationsscheine intensivst mit dem Rekordhoch vom Frühling 2022 flirten, notieren die Aktien von Zealand Pharma beharrlich in der Nähe ihrer Mehrjahrestiefstkurse. Alleine in den vergangenen 12 Monaten haben die Papiere des dänischen Partners mehr als die Hälfte verloren. Gegenüber dem Tag der Bekanntgabe der Zusammenarbeit mit Roche errechnet sich sogar ein Minus von zwei Dritteln.
Dies dürfte nicht zuletzt den Forschungserfolgen von Boehringer Ingelheim auf diesem Therapiegebiet geschuldet sein. Das wiederum führt zwangsläufig zur Frage: Hat der Roche-Chef da etwa aufs falsche Pferd gesetzt?
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