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Mächtige Wall-Street-Bank kauft bei Gewinneraktie von 2024 wacker zu

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Mächtige Wall-Street-Bank kauft bei Gewinneraktie von 2024 wacker zu

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Trotz einer Kaufempfehlung verharrt der Börsengewinner von 2024 in der Nähe der diesjährigen Tiefstkurse. Eine Wall-Street-Bank nutzt diese Schwäche nun. Und: Auch Schweizer Aktien unter den taktischen Empfehlungen der UBS zu finden.

30.09.2026   12:00
Von cash Insider
Sitz von Kuros Biosciences in Schlieren ZH.

Sitz von Kuros Biosciences in Schlieren ZH.

Quelle: cash

Der cash Insider berichtet auch im Insider Briefing jeweils vorbörslich von brandaktuellen Beobachtungen rund um das Schweizer Marktgeschehen und ist unter @cashInsider auch auf X/Twitter aktiv.

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2024 ging Kuros Biosciences als Gewinner aus dem Börsenjahr hervor. Nichts Geringeres als eine knappe Versechsfachung ihres Kurses erfuhren die Aktien des aufstrebenden Anbieters von Produkten zur Knochenregeneration aus Schlieren damals.

Im laufenden Jahr nun schneiden die Valoren um einiges schlechter ab. Mit einem Minus von knapp 34 Prozent seit Januar zählen sie zu den zehn schlechtesten Schweizer Aktien in diesem Jahr. Selbst eine Erstabdeckung durch die UBS mit «Buy» und einem Zwölf-Monats-Kursziel von 33 Franken – für gewöhnlich ein zuverlässiger Garant für deutlich höhere Notierungen – sorgte nur für ein kurzes Aufbäumen. Mittlerweile kosten die Valoren keine 19 Franken mehr.

Für Aufsehen sorgt heute Mittwoch eine Offenlegungsmeldung. Wie dieser entnommen werden kann, hat mit J.P. Morgan eine der wohl mächtigsten Wall-Street-Banken die jüngste Kursschwäche genutzt, um ihre Aktienbestände auszubauen.

Aufstieg und Fall der Aktien von Kuros über die letzten drei Jahre (Quelle: www.cash.ch)

Die Amerikaner zählen erst seit Mitte August zu den bedeutenden Kuros-Aktionären. Neuerdings halten sie etwas mehr als fünf Prozent der Stimmen, etwas mehr als die Hälfte davon in Form von Aktien selbst. Die Differenz dürfte somit entweder auf Derivate oder aber auf Termingeschäfte entfallen.

Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, sind Kuros Biosciences in den letzten Jahren zweifelsfrei bedeutende Fortschritte gelungen. Das Produktangebot des aufstrebenden Medizinaltechnikherstellers erscheint mir vielversprechend. Wer den Kaufempfehlungen seitens der UBS und der vielen anderen Banken Folge leisten möchte, sollte sich allerdings nicht zu sehr von den teils abenteuerlich hohen Kurszielen den Mund wässrig machen lassen. Ein Einstieg setzt nämlich auch weiterhin einen langen Anlagehorizont sowie ein gewisses Mass an Risikobereitschaft und Risikofähigkeit voraus.

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Erst am Montag machte ich ein 44 Seiten starkes Strategiepapier aus der Feder von Oddo-Chefanalyst Christian Arnold zum Thema meiner Kolumne. Darin listete er diejenigen Aktien auf, bei welchen die hauseigenen Analysten am jeweiligen Kursziel gemessen den grössten Spielraum nach oben oder nach unten sehen.

Zur Erinnerung: Deutlich höhere Kurse traut man in den Büroräumen der Privatbank unter anderem den Valoren von Xlife Sciences («Outperform» mit einem Kursziel von 31 Franken, aktuell 9,75 Franken), Aryzta («Outperform» mit einem Kursziel von 75 Franken, aktuell 37,25 Franken), Cosmo («Outperform» mit einem Kursziel von 92 Franken, aktuell 56,30 Franken) sowie Komax («Outperform» mit einem Kursziel von 125 Franken, aktuell 79,30 Franken) zu.

Bei Valoren wie jenen von AMS Osram («Underperform» mit einem Kursziel von 12 Franken, aktuell 22 Franken), Swisscom («Underperform» mit einem Kursziel von 483 Franken, aktuell 640 Franken), Roche («Underperform» mit einem Kursziel von 300 Franken, aktuell 351 Franken), Bachem («Neutral» mit einem Kursziel von 66 Franken, aktuell 82,60 Franken), Kühne+Nagel («Underperform» mit einem Kursziel von 186 Franken, aktuell 222 Franken), Swatch Group («Underperform» mit einem Kursziel von 153 Franken, aktuell 191 Franken) oder Sandoz («Neutral» mit einem Kursziel von 62 Franken, aktuell 73 Franken) liegen die jeweiligen Kursziele teilweise weit unter den zuletzt bezahlten Kursen.

Für die Valoren von Lindt&Sprüngli ging es gestern Dienstag steil nach unten (Quelle: www.cash.ch)

Mittlerweile liegt mir ein weiteres Strategiepapier aus London vor. Diesmal von UBS-Chefdenker Gerry Fowler. Fowler und seine Mitautorin verleihen darin einmal mehr ihren überaus optimistischen Prognosen für den Stoxx Europe 600 Index Nachdruck. Sie sehen dieses viel beachtete Börsenbarometer Ende Dezember bei 690 Punkten stehen, was aus heutiger Sicht einem Plus von sieben Prozent entspräche. Bis Ende des nächsten Jahres trauen sie ihm dann sogar einen Anstieg um gut 18 Prozent (!!!) auf 760 Punkte zu.

Interessant erscheinen mir insbesondere aber die Listen mit taktischen Aktienempfehlungen. Positiv erwähnt werden aus Schweizer Sicht Glencore, DSM-Firmenich, BCV sowie – zu meinem Erstaunen – Nestlé. Diese vier Unternehmen schneiden im quantitativen Modell der Grossbank überdurchschnittlich gut ab. Klammert man diejenigen Aktien aus, welche von den hauseigenen Analysten nicht explizit zum Kauf empfohlen werden, gehört die Bühne Lonza, VAT Group sowie Helvetia Baloise.

Auch auf der Liste der negativ erwähnten Aktien und Unternehmen sind prominente Namen aus der Schweiz anzutreffen. Ich denke da etwa an die Valoren von Lindt&Sprüngli und Barry Callebaut – wobei diese von den hauseigenen Analysten mit «Buy» beziehungsweise mit «Neutral» eingestuft werden. Bei jenen, welche auch offiziell mit «Sell» eingestuft werden, stechen hingegen Swatch Group, Swiss Re sowie Swiss Life heraus.

Regelmässige Leserinnen und Leser meiner Kolumne werden sich vermutlich daran erinnern, dass es in den letzten Jahren auch schon Monate gab, in denen überhaupt keine Aktien aus der Schweiz auf der Liste der taktischen Empfehlungen der Londoner Analysten der UBS zu finden waren – oder wenn, dann nur auf jener der taktischen Verkaufsempfehlungen. Von daher erscheint mir die neuste Zusammenstellung aus Schweizer Sicht wenigstens ausgewogen.

Der cash Insider nimmt Marktgerüchte sowie Strategie-, Branchen- oder Unternehmensstudien auf und interpretiert diese. Marktgerüchte werden bewusst nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft. Gerüchte, Spekulationen und alles, was Händler und Marktteilnehmer interessiert, sollen rasch an die Leser weitergegeben werden. Für die Richtigkeit der Inhalte wird keine Verantwortung übernommen. Die persönliche Meinung des cash Insiders muss sich nicht mit derjenigen der cash-Redaktion decken. Der cash Insider ist selber an der Börse aktiv. Nur so kann er die für diese Art von Nachrichten notwendige Marktnähe erreichen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen an die Leserschaft dar.
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