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In den letzten Tagen wurden der SIX Swiss Exchange gleich mehrere millionenschwere Aktienverkäufe aus den Teppich-Etagen hiesiger Unternehmen gemeldet. Bei der früheren Nestlé-Tochter Galderma etwa trennten sich Manager von Titeln im Gegenwert von mehr als zehn Millionen Franken und bei Vontobel sogar im Gegenwert von fast 30 Millionen Franken.
Den Höhenflug bei diesen beiden Börsenüberfliegern wussten allerdings selbst die üppigen Verkaufstransaktionen nicht zu beenden. Mit 87 Franken kosteten die Aktien der traditionsreichen Zürcher Bank zeitweise so viel wie seit dem Spätsommer 2021 nicht mehr. Und auch jene des Dermatologieunternehmens konnten sich nach dem zahlenbedingten Rücksetzer wieder fangen und schrammten um Haaresbreite am bisherigen Rekordhoch von Ende Juni vorbei. Lange Rede, kurzer Sinn: Die Titelverkäufe wurden bisher überraschend gut absorbiert.
Die Aktien von Vontobel sind nicht zu bremsen (Quelle: www.cash.ch)
Vermehrte Aktivitäten waren diesbezüglich auch bei Roche (2,1 Millionen Franken), EFG International (2,4 Millionen Franken), UBS (1,7 Millionen Franken) oder Novartis (1,3 Millionen Franken) zu verzeichnen. Dass Firmenlenker Teile ihrer Aktienbestände versilbern, ist gerade zu dieser Zeit des Jahres nicht eben ungewöhnlich. Bei einem Gros der hiesigen Unternehmen schliesst sich das Fenster für Transaktionen schon Wochen vor der Ergebnisveröffentlichung und öffnet sich erst unmittelbar danach wieder.
Verhält es sich wie in den letzten Jahren, bricht die Verkaufswelle aus den Chef-Etagen in den kommenden Wochen erst noch über den Schweizer Aktienmarkt herein. Im vergangenen Jahr etwa war ab August eine auffällige Belebung zu beobachten. Kasse gemacht wurde insbesondere bei EFG International, Richemont, der UBS und auch damals schon bei Galderma.
Die Valoren der Cartier-Mutter Richemont notieren seit dem geradezu beeindruckend starken Zahlenkranz für das erste Quartal des Fiskaljahres 2026/27 in unmittelbarer Nähe zum Rekordhoch bei etwas mehr als 198 Franken und jene der UBS kosten beinahe so viel wie seit Januar 2008 nicht mehr. Beide Aktien liegen auch seit Jahresbeginn deutlich im Plus und sind weit oben auf der diesjährigen SMI-Gewinnerliste zu finden.
Wenn das die Firmenlenker mal nicht dazu verleitet, einige der aufgelaufenen Gewinne ans Trockene zu fahren. Die kommenden Wochen versprechen jedenfalls spannend zu werden...
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Den Aktionärinnen und Aktionären von Nestlé bietet sich das gewohnte Bild: Der Nahrungsmittelmulti aus Vevey fristet an der Börse ein Mauerblümchen-Dasein.
Gerade in den Londoner Büroräumen von Jefferies dürfte man sich das vermutlich anders vorgestellt haben. Zur Erinnerung: Am Vortag der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen preschte der für die amerikanische Investmentbank tätige Analyst David Hayes mutig vor und stufte die Aktien mit einem Kursziel von 99 (zuvor 84) Franken von «Hold» auf «Buy» herauf.
Die Nestlé-Aktien kommen und kommen nicht vom Fleck (Quelle: www.cash.ch)
Nun richtet sich der Londoner Analyst erneut in einem Kommentar an seine Anlagekundschaft. Er passt seine diesjährigen und nächstjährigen Gewinnschätzungen zwar leicht nach unten an, verleiht seiner Kaufempfehlung sowie dem Kursziel allerdings nochmals Nachdruck. Seine Schlüsselbotschaft: Trotz einer künftig etwas schwierigeren, da höheren Vergleichsbasis aus dem Vorjahr bleibt die Investmentthese intakt.
Auf sein «Upside Scenario» abgestützt, hält Hayes bis in zwölf Monaten gegebenenfalls sogar Kurse von 111 Franken für möglich. Das wiederum entspräche aus heutiger Sicht einem Aufwärtspotenzial von 37 Prozent für die gerne auch als «träge» oder «langweilig» verschrienen Aktien.
Und auch wenn mir die genannten 111 Franken etwas gar hochgegriffen erscheinen, muss ich dem noch jungen Nestlé-Chef Philipp Navratil mein Lob aussprechen. Ihm dürfte von Beginn weg klar gewesen sein, dass er kein einfaches Erbe antritt. Meines Erachtens macht er seine Arbeit bisher jedoch sehr gut – ganz nach dem Motto: «Liefere statt Lafere.»
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