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Pharma-Urgestein

Überraschende Aufnahme: CS setzt Roche auf eine Empfehlungsliste der besonderen Art

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Nach den jüngsten Empfehlungen legt die Credit Suisse beim Schwergewicht Roche noch eine Schippe drauf. - Und: Steigt der Goldpreis um weitere 25 Prozent?

17.04.2023   12:10
Von cash Insider
Pillenabpackung bei Roche.

Pillenabpackung bei Roche.

Quelle: ZVG

Der cash Insider berichtet im Insider Briefing jeweils vorbörslich von brandaktuellen Beobachtungen rund um das Schweizer Marktgeschehen und ist unter @cashInsider auch auf Twitter aktiv.

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Die Genussscheine von Roche konnten zuletzt zwar Boden gutmachen. Allerdings trennen die Valoren des Pharma-Urgesteins aus Basel noch immer fast fünf Prozent vom Stand von Anfang Januar. Selbst den Dividendenabgang aufgerechnet, bleibt die bisherige Jahresbilanz negativ – wenn auch nur knapp. Zum Vergleich: Der Swiss Market Index (SMI) liegt in diesem Jahr bereits mit gut fünf Prozent im Plus.

Zuspruch erhalten die Genussscheine von der Credit Suisse. Sie bekräftigt die Kaufempfehlung vom September letzten Jahres und veranschlagt wie bis anhin ein Kursziel von 380 Franken. Auf der Liste der "Swiss Top Picks" und der "Top Investment Ideas 2023" sind die Valoren bereits. Nun geht die Grossbank sogar noch einen Schritt weiter und setzt sie auch noch auf jene der "Millennials Values Supertrends".

Auf diese Liste schaffen es nur besonders innovative Unternehmen, welche zudem von strukturell bedingten Wachstumstrends profitieren. Punkten kann Roche in diesem Zusammenhang einerseits mit der hohen Innovationskraft, andererseits aber auch mit den überdurchschnittlich grosszügigen Investitionen in die Forschung und Entwicklung. Hinzu kommt die geradezu beeindruckende Erfolgsquote, wenn es darum geht, neuartige Wirkstoffe auf den Markt zu bringen.

Kursentwicklung der Genussscheine von Roche seit Jahresbeginn (Quelle: www.cash.ch)

Ganz uneigennützig sind diese verteidigenden Worte nicht, geht die Kaufempfehlung von Credit-Suisse-Analyst Matthew Weston für die Valoren doch auf den vergangenen September zurück, als noch Kurse von 330 Franken bezahlt wurden.

Mitte Februar dann sprach die Grossbank bei 275 Franken eine taktische Kaufempfehlung aus. Das war noch vor dem Abgang der Dividende in Höhe von 9,50 Franken je Titel. Die Zielregion dieser Empfehlung wird mittlerweile noch mit 306 bis 322 Franken angegeben.

Als ich vor zwei Wochen von einer weiteren taktischen Kaufempfehlung – diesmal durch die Bank Julius Bär – berichtete, war mir nicht bewusst, dass der Funke endlich überspringen und ein eigentlich längst überfälliges Kursfeuerwerk zünden würde.

Vom Einzug der Genussscheine in die Liste der "Millennials Values Supertrends" der Credit Suisse gehen hingegen kaum Impulse aus. Mein Interesse gilt nun aber sowieso der Quartalsumsatzveröffentlichung von nächster Woche, dürften die Basler bei ihren diesjährigen Finanzzielen doch eher tiefstapeln.

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Apropos Bank Julius Bär: Ende März sorgte ihr Rohstoffstratege Carsten Menke bei Edelmetall-Liebhabern für einen Aufschrei der Entrüstung, als er bei Gold vor zweistelligen Verlusten warnte.

Der Goldpreis sei zu schnell und zu hoch gestiegen, was den Experten damals dazu veranlasste, sein Anlageurteil von "Neutral" auf "Cautious" zu senken. Er sieht den Preis für eine Feinunze über die nächsten drei Monate auf 1850 Dollar zurückfallen. Seine 12-Monats-Prognose liegt sogar bei 1725 Dollar.

In einem weiteren Kommentar gibt sich die Zürcher Bank jedoch ziemlich kleinlaut. Nach dem Vorstoss der Gold-Unze auf über 2000 Dollar sei die Wahrscheinlichkeit steigender Preise zumindest auf kurze Sicht gross, wie da zu lesen ist. Während die mir nicht namentlich bekannten Autoren einen wirtschaftlichen Abschwung in den USA teilweise als eingepreist erachten, rechnen gar mit einem Goldpreis von bis zu 2500 Dollar, sollte es zu einer schweren Rezession kommen. Das wiederum läge um nicht weniger als 25 Prozent über den zuletzt bezahlten Preisen.

Preisentwicklung der Gold-Unze in Dollar über die letzten drei Jahre (Quelle: www.cash.ch)

Auch der Charttechniker der Bank Julius Bär, Mensur Pocinci, stellt sich gegen den hauseigenen Rohstoffstrategen. Erst kürzlich stufte er die Gold-Unze von "Neutral" auf "Bullish" herauf.

Eine Bank – drei teils unterschiedliche Meinungen. Selbst im Wissen um die Unterschiede zwischen der charttechnischen Analyse und der Fundamentalanalyse würde etwas mehr "unité de doctrine" nicht schaden...

 

Der cash Insider nimmt Marktgerüchte sowie Strategie-, Branchen- oder Unternehmensstudien auf und interpretiert diese. Marktgerüchte werden bewusst nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft. Gerüchte, Spekulationen und alles, was Händler und Marktteilnehmer interessiert, sollen rasch an die Leser weitergegeben werden. Für die Richtigkeit der Inhalte wird keine Verantwortung übernommen. Die persönliche Meinung des cash Insiders muss sich nicht mit derjenigen der cash-Redaktion decken. Der cash Insider ist selber an der Börse aktiv. Nur so kann er die für diese Art von Nachrichten notwendige Marktnähe erreichen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen an die Leserschaft dar.

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