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UBS, Richemont und weitere: Gleich fünf beliebte SMI-Aktien nun offiziell im Bärenmarkt

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Fünf Aktien aus dem SMI sind weit unter ihre diesjährigen Höchstkurse zurückgefallen. Gemäss Lehrbuch finden sie sich nun alle in einem hartnäckigen Stimmungstief wieder - wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

30.03.2026   12:00
Von cash Insider
Seitenansicht des UBS-Hauptsitzes am Paradeplatz in Zürich.

Seitenansicht des UBS-Hauptsitzes am Paradeplatz in Zürich.

Quelle: cash

Der cash Insider berichtet auch im Insider Briefing jeweils vorbörslich von brandaktuellen Beobachtungen rund um das Schweizer Marktgeschehen und ist unter @cashInsider auch auf X/Twitter aktiv.

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Der Swiss Market Index (SMI) konnte zuletzt zwar etwas Boden gutmachen. Allerdings errechnet sich gegenüber seinem Rekordhoch von Ende Februar bei etwas mehr als 14'000 Punkten noch immer ein sattes Minus von ziemlich genau zehn Prozent. Selbst die Dividendenabgänge bei den Schwergewichten Roche und Novartis aufgerechnet, fällt die März-Bilanz nur geringfügig besser aus.

Einige Aktien aus dem viel beachteten Börsenbarometer gerieten in den vergangenen Wochen sogar noch stärker unter die Räder. Das gilt etwa für die diesjährigen SMI-Schlusslichter Sika, UBS und Richemont. 20 Prozent und mehr haben diese drei Aktien seit Januar eingebüsst. Von den jeweiligen Jahreshöchstkursen aus betrachtet errechnet sich sogar ein noch deutlicheres Minus.

Ähnlich enttäuschend ist die Aktienkursbilanz beim letztjährigen Börsenüberflieger Holcim sowie jene bei der Partners Group. Kosteten die Valoren des Risikokapitalspezialisten aus dem steuergünstigen Baar Mitte Januar in der Spitze bis zu 1080 Franken, sind sie mittlerweile 24 Prozent günstiger zu haben. Und wer in den ersten Februar-Tagen bei Holcim beherzt zugriff, als die Aktien bei Kursen von 82,50 Franken und mehr neue Rekorde sahen, sitzt wenige Wochen später auf Verlusten von rund 22 Prozent.

Den Aktien von Sika kommt die undankbare Rolle des diesjährigen SMI-Schlusslichts zu (Quelle: www.cash.ch)

Somit befinden sie sich – zumindest per Definition – allesamt in einem Bärenmarkt. Von einem solchen spricht man gemäss Lehrbuch nämlich dann, wenn eine Aktie oder ein Index von den kurz zuvor erreichten Höchstkursen aus betrachtet um 20 Prozent oder mehr nach unten zurückfällt.

Und gleich noch etwas haben diese fünf SMI-Unternehmen und ihre Aktien gemeinsam: Sie alle galten in Bankenkreisen im Dezember noch als heisse Favoriten für 2026. Während die Zürcher Kantonalbank unter anderem auf Partners Group, Richemont und Sika setzte, wähnte Kepler Cheuvreux immerhin Sika und UBS in der Favoritenrolle. Bei der Basler Kantonalbank waren es Richemont und UBS und bei Vontobel unter anderem Partners Group.

UBS-Paket drastisch gesenkt - langjähriger Grossaktionär macht Kasse

Interessant erscheint mir, dass die Gründe für die Kursschwäche der letzten Wochen unterschiedlicher kaum sein könnten. So finden sich die Valoren von Partners Group und UBS vor allem aufgrund von Ängsten am SMI-Tabellenende wieder, wonach die momentanen Probleme an den Private-Credit-Märkten auf andere Finanzmarktbereiche übergreifen könnten. Gerade in Übersee sehen erste Kommentatoren mittlerweile sogar gewisse Parallelen gegenüber den Wochen unmittelbar vor Ausbruch der Finanzkrise der Jahre 2008/09. Die Angst vor negativen Folgen für die Finanzindustrie und damit eben auch für Unternehmen wie die UBS oder die Partners Group ist allgegenwärtig.

Zumindest bei der Partners Group geht man deswegen nun in die Offensive. Vergangene Woche stellte sich mit Marcel Erni einer der Mitgründer des Unternehmens auf einer Road-Show den Fragen von rund 50 Investoren. Organisiert wurde das Ganze von der Zürcher Kantonalbank. Erni stellte klar, dass es beim Risikokapitalspezialisten überhaupt keine Probleme gebe, weder mit Private Credit, Software oder künstlicher Intelligenz. Mit Blick auf die Aktienkursschwäche vermutet er eine orchestrierte Kampagne seitens von Hedgefonds.

Es soll nicht bloss bei Worten bleiben. Neugierig wie ich bin, habe ich mich mal eben schlau gemacht: Alleine in den letzten zwei Wochen wurden der SIX Swiss Exchange Aktienkäufe aus der Chef-Etage des Unternehmens im Gesamtbetrag von mehr als 20 Millionen Franken gemeldet. Man setzt mit diesen Transaktionen ein klares Zeichen.

Manager der Partners Group nutzen das Kurs- und Stimmungstief und kaufen Aktien zu (Quelle: www.cash.ch)

Mit den Valoren von Sika und Holcim finden sich gleich zwei Zulieferer der Bauindustrie unter den diesjährigen SMI-Verlierern wieder. Gerade für Sika ist diese Rolle nicht eben neu, zählte der Bauchemiehersteller in den letzten Jahren doch regelmässig zu den Börsenschlusslichtern.

Dem einstigen Vorzeigeunternehmen scheint der Nimbus des Wachstumswunders wohl endgültig abhandengekommen zu sein. Auch 2026 zeichnet sich beim Umsatz sowie bei den Gewinnmargen in Sachen Wachstum Übergangsjahr ab. Kein Wunder also, werden die Sika-Aktien mittlerweile mit einem Bewertungsabschlag von gut 30 Prozent gegenüber ihrem langjährigen Durchschnitt gehandelt. Übrigens ganz zur Freude der Leerverkäufer. Mehr zum Thema am nächsten Mittwoch, wenn ich bei meinen Schweizer Aktienfavoriten für 2026 eine weitere Zwischenbilanz ziehe.

Analyst sieht SMI-Schlusslicht bis in zwölf Monaten mehr als 70 Prozent höher stehen

Bei Holcim hingegen drückte jüngst die Diskussion rund um eine Lockerung der CO2-Bepreisung auf die Kursentwicklung. Der Weltmarktführer aus Zug nahm in den Jahren viel Geld in die Hand, um den eigenen CO2-Fussabdruck zu reduzieren. Sollte sich die Politik in Brüssel tatsächlich zu einer Lockerung durchringen, würden diese üppigen Investitionen dadurch in Frage gestellt.

Selbst angesichts dieser Vielzahl von firmenspezifischen Gründen frage ich mich, ob die diesjährige SMI-Rangliste in wenigen Wochen, wenn sich der durch den Nahost-Konflikt aufgewirbelte Staub gelegt hat, nicht plötzlich wieder ganz anders aussieht.

Der cash Insider nimmt Marktgerüchte sowie Strategie-, Branchen- oder Unternehmensstudien auf und interpretiert diese. Marktgerüchte werden bewusst nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft. Gerüchte, Spekulationen und alles, was Händler und Marktteilnehmer interessiert, sollen rasch an die Leser weitergegeben werden. Für die Richtigkeit der Inhalte wird keine Verantwortung übernommen. Die persönliche Meinung des cash Insiders muss sich nicht mit derjenigen der cash-Redaktion decken. Der cash Insider ist selber an der Börse aktiv. Nur so kann er die für diese Art von Nachrichten notwendige Marktnähe erreichen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen an die Leserschaft dar.
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