Dommermuth wirft seinem Vertragspartner Vantage Towers und dessen Mutter Vodafone vor, den vertraglich vereinbarten Ausbau von Antennenstandorten zu verzögern. Vodafone hatte die Vorwürfe bereits im Februar zurückgewiesen. Zudem hatte Vodafone mitgeteilt, dass man "die Anschuldigungen von 1&1 mit Verwunderung zur Kenntnis genommen" habe.

Dommermuth will derweil prüfen, ob Mehrkosten in Folge der Verzögerungen an Vertragspartner weitergereicht werden können. 1&1 wiederum drohen mögliche Bussgelder der Bundesnetzagentur infolge der nicht erfüllten 2022er-Ziele - auch diese könnte 1&1 weitergeben. Ein Ende der Geschäftsbeziehung sei aber nicht im Gespräch, sagte Dommermuth: "Stand heute wollen wir die Kooperation mit Vantage Towers nicht aufkündigen. Wenn geliefert wird, bleiben wir dabei."

Bis Ende 2025 muss 1&1 mindestens 25 Prozent der deutschen Haushalte mit seinem Mobilfunknetz erreichen und bis Ende 2030 müssen es 50 Prozent sein, so sehen es Auflagen der Bundesnetzagentur aus der Auktion 2019 vor. Unternehmensunterlagen zufolge rechnet 1&1 damit, ab 2024 jährlich 3000 neue Standorte zu erhalten./ngu/lew/mis

(AWP)