+++Coronavirus-Update+++ - Corona: BAG meldet 2262 neue Covid-Ansteckungen in der Schweiz - Frankreich suspendiert 3000 ungeimpfte Beschäftigte aus Gesundheitssektor - Italien will Gesundheitspass für alle Beschäftigte einführen – Swissmedic prüft Gesuche für Booster-Impfung

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
16.09.2021 17:20
Corona-Testcenter in der Stadt Zürich.
Corona-Testcenter in der Stadt Zürich.
Bild: cash

17:20

Das Schweizer Heilmittelinstitut Swissmedic prüft Gesuche von Pfizer und Moderna für eine dritte Dosis der Corona-Impfstoffe. Es geht um eine Anpassung der bestehenden Dosierungsempfehlungen und eine Zulassungserweiterung.

Pfizer Schweiz und Moderna Switzerland hätten in der vergangenen Woche Gesuche für die so genannte Booster-Impfung eingereicht, teilte Swissmedic am Donnerstag mit. Gesuche im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie würden prioritär behandelt, aber ohne Abstriche bei der inhaltlichen Prüfung.

Die eingereichten klinischen Daten zu den dritten Impfdosen würden auf Sicherheit und Wirksamkeit geprüft. Auch wird geklärt, ob die eingereichten Daten ausreichend sind, um die Indikation der Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna entsprechend zu erweitern.

Eine Auffrischungsimpfung gibt es in der Schweiz mit Ausnahmen vorerst nicht, wie Christoph Berger, Präsident der Eidgenössische Kommission für Impffragen (Ekif), am Dienstag erklärte. Der Impfschutz mit zwei Dosen reiche gegen einen schweren Krankheitsverlauf.

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16:45

Deutschland: Die Kostenübernahme von Corona-Schnelltests für 12- bis 17-Jährige und für Schwangere soll Ende 2021 auslaufen. "Wir werden für alle Kinder über zwölf Jahren und für Schwangere bis Ende des Jahres die Kosten übernehmen", zitiert die "Welt" Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Für beide Gruppen sei die Impf-Empfehlung erst kürzlich gekommen. "Sie haben in diesen Wochen die Chance, sich impfen zu lassen." Ungeimpfte müssen ab dem 11. Oktober Corona-Test selber bezahlen. Davon ausgenommen sind Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können und zunächst auch Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

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14:40

In Italien soll ab dem 15. Oktober ein sogenannter Grüner Pass für alle Beschäftigten obligatorisch werden. Regierungskreisen zufolge soll dann eine entsprechende Verordnung in Kraft treten, die das Kabinett noch heute beschließen will. Das Zertifikat zeigt an, dass der Inhaber wenigstens eine Impfdosis erhalten hat, negativ getestet ist oder vor kurzem von Corona genesen ist. Es wäre die erste solche Bestimmung für alle Beschäftigten im öffentlichen und privaten Sektor in einem europäischen Land. Die meisten politischen Parteien und die großen Arbeitgeberverbände unterstützen die Maßnahme in der Hoffnung, dass damit künftig Lockdowns vermieden werden. Es gab aber immer wieder Proteste dagegen in den vergangenen Wochen. Beschäftigte, die keinen solchen Pass vorweisen, sollen ohne Bezahlung von der Arbeit freigestellt werden. Wer trotzdem zur Arbeit geht, muss mit einer Geldbuße von bis zu 1000 Euro rechnen.

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14:25

In Frankreich sind nach Regierungsangaben rund 3000 Beschäftigte in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Ärztezentren vom Dienst suspendiert, weil sie der Pflicht zur Corona-Impfung nicht fristgemäss nachgekommen sind. Nach Worten von Gesundheitsminister Olivier Veran ergibt sich daraus kein grösseres Problem für das französische Gesundheitswesen. "Es gab kein Chaos, bei weitem nicht", sagt er dem Radiosender RTL und beziffert die Zahl der in dem Sektor insgesamt Beschäftigten auf 27 Millionen. Gewerkschaften warnen dagegen vor Beeinträchtigungen in der Versorgung. Der Ausfall von wenig Personal reiche bereits aus, um einen Teufelskreis aus Überlastung und zusätzlichen Fehlzeiten in Gang zu bringen, argumentieren Branchenvertreter.

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14:15

Inmitten der Corona-Pandemie streicht die Regierung des südafrikanischen Staates Simbabwe Impfverweigerern unter seinen Staatsbediensteten künftig den Lohn. Der zuständige Leiter des rund 300'000 Mitarbeiter starken öffentlichen Dienstes bestätigte am Donnerstag in einem Rundschreiben entsprechende Ankündigungen von Justizminister Ziyambi Ziyambi. "In Übereinstimmung mit dem Kabinettsbeschluss werden alle Staatsdiener unverzüglich geimpft; nicht geimpften Mitarbeitern wird nicht erlaubt, sich zur Arbeit zu melden", heisst es in dem Schreiben von Jonathan Wutawunashe. Wer nicht geimpft sei, müsse zu Hause bleiben.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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13:55

Eine Corona-Auffrischungsimpfung bei Menschen über 60 Jahren erhöht die Schutzwirkung des Biontech-Mittels einer Studie zufolge beträchtlich. So habe es bei zweifach Geimpften in Israel mehr als 10 Mal so viele nachgewiesene Infektionen und knapp 20 Mal mehr schwere Erkrankungen gegeben als bei 3-fach-Geimpften, schreiben israelische Forscher im "New England Journal of Medicine". Ein deutscher Experte zeigte sich beeindruckt vom Effekt der Booster-Impfung.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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13:30

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden 2262 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages registriert. Dies geht aus den heute Donnerstag veröffentlichten Angaben auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hervor.

Damit liegt der 7-Tages-Durchschnitt der bestätigten Infektionen neu bei 2259. Gestern lag dieser Schnitt noch bei 2381, vor einer Woche bei 2779. Zudem wurden 61 neue Spitaleinweisungen und kein neuer Todesfall gemeldet. Bislang sind 53,18 Prozent der Schweizer Bevölkerung vollständig geimpft.

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12:00

China hat mehr als 70 Prozent seiner 1,4 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner geimpft. Diese Zahl gab die Nationale Gesundheitskommission bekannt. Demnach seien 1,01 Milliarden Menschen vollständig geimpft, wie Kommissionssprecher Mi Feng auf einer Pressekonferenz sagt. Die Impfstoffe stammen zumeist von Sinovac Biotech und dem staatlich unterstützten Hersteller Sinopharm.

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11:00

Bei einem Hacker-Angriff auf den öffentlichen Gesundheitsdienst im Grossraum Paris sind Daten zu Corona-Tests von 1,4 Millionen Menschen gestohlen worden. Es sei Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet worden, wie der Gesundheitsdienst der Pariser Krankenhäuser (AP-HP) am Mittwochabend in Paris mitteilte.

Die Attacke habe einen Bereich betroffen, in dem Labordaten zur Weitergabe an Krankenversicherungen und Gesundheitsbehörden zur Kontaktnachverfolgung abgespeichert wurden, so der Gesundheitsdienst weiter. Die gestohlenen Daten betreffen im vergangenen Sommer auf das Coronavirus getestete Menschen aus dem Grossraum Paris. Dabei geht es um die Namen der Betroffenen, die Krankenversicherungsnummer sowie das Testergebnis. Das landesweit genutzte System zum Datenaustausch für Corona-Tests ist von der Attacke, zu der es in diesem Sommer kam, nicht betroffen.

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10:15

Die Schweizer Wirtschaft dürfte sich laut den Ökonomen des Bundes im laufenden Jahr nicht so stark von der Corona-Krise erholen wie bislang erwartet. Der Hauptgrund ist eine weniger dynamische Entwicklung der Weltwirtschaft.

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09:25

Der russische Präsident Wladimir Putin muss der Nachrichtenagentur TASS zufolge noch für einige Tage in Quarantäne bleiben, nachdem Dutzende Personen in seinem Umfeld an Covid-19 erkrankt sind. Er werde einige Tage in Selbstisolation verbringen, sagte Putin in einem Video zu einer Sicherheitskonferenz in Tadschikistan, an der er eigentlich vor Ort teilnehmen wollte. Es gehe nicht um eine oder zwei infizierte Personen, sondern um Dutzende.

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08:30

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen fordert die Länder, in den die Schulen wegen der Corona-Pandemie geschlossenen sind, auf, diese so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Wie ein von Unicef veröffentlichter Bericht zeigt, sind in 17 Ländern die Schulen derzeit vollständig zu, etwa in Venezuela, Bangladesch, auf den Philippinen und in Saudi-Arabien. In 39 Ländern sind sie nur teilweise geöffnet. Dies sei eine Krise, die nicht ignoriert werden dürfe, sagt Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. "Überall müssen die Schulen so schnell wie möglich geöffnet werden."

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07:50

Der Gesundheitsminister von Trinidad und Tobago hat einem Tweet der US-Rapperin Nicki Minaj über angebliche Nebenwirkungen einer Corona-Impfung widersprochen. Die 38-Jährige hatte am Montag geschrieben, einem Freund ihres Cousins auf Trinidad sei nach der Impfung der Hoden angeschwollen und er sei impotent geworden. Der Minister des Karibikstaates sagte, es gebe keine Berichte über einen solchen Fall.

Minaj hatte zunächst auf Twitter erklärt, sie werde sich nicht für die Met-Gala impfen lassen. Kurz nach diesem Tweet zur Modeausstellung in New York folgte die Anekdote über ihren Cousin. Minaj riet dabei auch ihren mehr als 22 Millionen Followern, sich die Entscheidung zur Impfung gut zu überlegen und sich nicht einschüchtern zu lassen.

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06:55

Für Alt Bundesrat Christoph Blocher sollen Coronatests kostenpflichtig werden. "Wer die Freiheit will, muss seine vielen Tests selbst bezahlen", sagte Blocher in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung". Er selbst habe sich impfen lassen, weil er nicht krank werden wolle. Die Spritze sei zu 95 Prozent sicher. Bei Rückfällen verlaufe die Krankheit milder als bei Ungeimpften.

Weiter sagte Blocher im Interview, dass er gegen die Ausweitung der Zertifikatspflicht zur Eindämmung der Corona-Pandemie sei. Der Staat sollte sich zurückhalten. Im Vordergrund stehe die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger.

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05:55

Die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) auf Beginn des Herbstsemesters die Zertifikatspflicht ein. Für ein Kunststudium sei die Nutzung von Ateliers, Tanzstudios und Musikübungsräumen unersetzbar, teilte die ZHdK am Mittwoch mit. Deshalb werde das Herbstsemester, das am Montag beginnt, im Präsenzunterricht durchgeführt. Die Maskenpflicht sowie die Beschränkung von Raumkapazitäten entfallen.

Voraussetzung für die Unterrichtsteilnahme ist ein gültiges Covid-Zertifikat. Ungeimpfte können vor dem Betreten der Gebäude einen kostenlosen Antigen-Schnelltest machen.

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05:50

Gesundheitsexperten in Hongkong empfehlen wegen des erhöhten Auftretens von Myokarditis nur eine Impfung mit dem Vakzin von BioNTech/Pfizer für Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren. Die Herzmuskelentzündung trete in dieser Altersgruppe häufiger auf als ursprünglich angenommen, sagt Lau Yu-lung, Vorsitzender des Impf-Gremiums, das die Regierung berät. Mit einer Einmal-Gabe des Vakzins könne das Risiko einer Herzmuskelentzündung "deutlich verringert" werden.

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04:45

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 12'925 neue Positiv-Tests für Deutschland. Das sind 2416 weniger als am Donnerstag vor einer Woche, als 15.341 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 76,3 von 77,9 am Vortag. 68 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 92.837. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 4,1 Millionen Corona-Tests positiv aus.

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00:50

Die US-Notenbank Fed verlangt von ihren Mitarbeitern eine vollständige Impfung gegen Covid-19. Die Fed in Philadelphia informiert ihre Mitarbeiter in einem Memo über die neue Vorschrift und ist damit die letzte der zwölf regionalen Fed-Banken, die die Impfung verpflichtend einführt. Auch im Hauptsitz in Washington müssen alle Mitarbeiter bis zum 30. November vollständig geimpft sein, sagt ein Sprecher der Notenbank der Nachrichtenagentur Reuters. Insgesamt beschäftigen die zwölf regionalen Notenbanken fast 20.000 Mitarbeiter, in Washington sind es etwa 2900.

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Beim Klick auf die Karte erscheint die Übersicht zur weltweiten Entwicklung der Johns Hopkins University.

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22:20

Laut dem Vakzin-Hersteller Moderna lässt die Schutzwirkung seiner Covid-19-Impfung über die Zeit nach. Das hätten neue Daten aus umfangreichen Studien ergeben, teilt das US-Unternehmen mit. Die Untersuchungen stützten die Argumentation für eine Booster-Impfung. Moderna hatte am 1. September bei der US-Arzneimittelbehörde FDA erste Daten für die Prüfung einer Auffrischungsimpfung eingereicht. Die Booster-Impfung ruft dem Impfstoff-Hersteller zufolge eine robuste Antikörperreaktion auf die Delta-Variante hervor. Nach Ansicht mehrerer führender Wissenschaftler sind zusätzliche Corona-Auffrischungsimpfungen für die allgemeine Bevölkerung nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht erforderlich.

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(cash/Bloomberg/Reuters/AWP)