+++Börsen-Ticker+++ - Hoffnung auf Ende von Zoll- und Budgetstreit treibt US-Börsen an

Die Hoffnung auf eine Einigung im US-Haushaltsstreit und im Zollkonflikt zwischen den USA und China hat die US-Börsen am Dienstag beflügelt.
12.02.2019 22:35
Positive Stimmung bei den Händlern an der Wall Street am Dienstag.
Positive Stimmung bei den Händlern an der Wall Street am Dienstag.
Bild: Bloomberg

22:35

Positiv werteten Börsianer nicht nur die vorzeitige Anreise des US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und des Finanzministers Steven Mnuchin zu den Handelsgesprächen nach Peking, sondern auch die Überlegung von US-Präsident Donald Trump über eine Fristverlängerung.

Mit Erleichterung reagierten Investoren ausserdem auf die vorläufige Einigung zwischen Demokraten und Republikanern im US-Etatstreit. Damit ist ein erneuter Regierungsstillstand unwahrscheinlicher geworden.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schliesst 1,5 Prozent höher auf 25'425 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verbessert sich um 1,3 Prozent auf 2744 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückt um 1,5 Prozent auf 7414 Punkte vor.

Die Hoffnung auf ein Ende des Zollstreits gab vor allem Unternehmen mit einem großen China-Geschäft Auftrieb. Hierzu gehörten der Baumaschinen-Hersteller Caterpillar, der Flugzeugbauer Boeing sowie der Chip-Hersteller Intel, deren Anteilsscheine sich zwischen 1,7 bis 2,9 Prozent verteuerten.

Electronic Arts (EA) setzten dank des Erfolgs von "Apex Legends" ihren Höhenflug fort. Die Titel der Videospielefirma verteuerten sich um 5,2 Prozent.

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17:35

Die Schweizer Börse hat ihren Aufwärtskurs am Dienstag fortgesetzt. Für gute Stimmung sorgte unter anderem die wieder aufkeimende Hoffnung auf ein Ende des Handelsstreits zwischen China und den USA. Der Schweizer Leitindex SMI legt 0,7 Prozent zu auf 9127 Zähler. Grösste Gewinner sind die Luxusgüterwerte Swatch und Richemont mit einem Plus von 3,7 beziehungsweise 3,0 Prozent. Beide Aktien profitieren von guten Zahlen des Konkurrenten Kering, der sich auch optimistisch zu den Aussichten für den chinesischen Markt äusserte.

Die Titel des Personalvermittlers Adecco profitieren von positiven Kommentaren des Konkurrenten Randstad und legen 3,0 Prozent zu. Gefragt waren auch Firmen mit einem konjunkturzyklischen Geschäftsmodell und Finanzwerte.

Am breiten Markt geben die Titel der Privatbank Vontobel nach der Bilanzvorlage jedoch 3,2 Prozent nach. Zu den wenigen Verlierern im SMI zählen die Aktien von Nestlé, die 0,3 Prozent tiefer stehen. Der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern legt am Donnerstag seine Geschäftszahlen für 2018 vor.

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15:55

Die mögliche Annährung im Zollstreit mit China und ein vorläufiger Kompromiss im US-Haushaltsstreit lockt Anleger an die Wall Street. Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 stieigen zur Eröffnung um jeweils etwa 1 Prozent.

Anleger setzten darauf, dass eine Einigung im Handelskonflikt zwischen den USA und China greifbar sei, sagt Peter Cardillo, Chefökonom des Vermögensberaters Spartan. Erleichtert seien sie ausserdem über dem Budgetkompromiss des Kongresses. Damit sei ein erneuter Regierungsstillstand vorerst abgewendet. "Ob Präsident Donald Trump den Deal unterschreibt, ist sekundär."

Die Hoffnung auf ein Ende des Zollstreits gibt vor allem Unternehmen mit einem grossen China-Geschäft Auftrieb. Hierzu gehören der Baumaschinenhersteller Caterpillar, der Flugzeugbauer Boeing sowie die Chip-Hersteller Intel und AMD. Ihre Aktien legen bis zu 2,2 Prozent zu.

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11:45

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Dienstag klar fester und knüpft damit an die Vortagesgewinne an. Die Erholung nach den drei Verlusttagen gegen Ende der Vorwoche führen den SMI wieder nahe an das Jahreshoch bei rund 9170 Punkten. Die hiesigen Aktien bewegen sich damit im Einklang mit anderen wichtigen Börsenplätzen in Europa.

Der SMI notiert um 10.45 Uhr 0,7 Prozent höher bei 9132 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI legt 0,8 Prozent auf 1409 Punkte zu und der breite SPI 0,7 Prozent auf 10'674. Von den 30 Top-Werten stehen bis auf Swiss Re und Swisscom alle im Plus.

Von der freundlichen Börsenstimmung profitieren Technologie-Aktien wie AMS (+4,5%) und Logitech (+2,3%) am meisten, während sich Temenos (+2,0%) in den Top-7 halten. Der Hersteller von Banksoftware wird nach Börsenschluss die Jahreszahlen zeigen.

Mehrheitlich konjunktursensitive Aktien wie AdeccoVifor PharmaLonza und Swatch verteuern sich um jeweils 2,2 Prozent.

Im breiten Markt büssen Vontobel im Anschluss an das Jahresergebnis mit minus 4,8 Prozent markant ein. Der Gewinn der Privatbank entsprach zwar ungefähr den Erwartungen der Analysten, verschnupft reagiert man aber auf die niedrigeren verwalteten Vermögen und die nicht angehobene Dividende. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht am Mittag.)

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09:10

Der SMI startet bei 9099 Punkten mit einem Plus von 0,3 Prozent. Die am Montag eingeleitete Erholung nach den drei Verlusttagen der Vorwoche dürfte sich damit zumindest in der Startphase fortsetzen. Bis zum Jahreshoch des SMI bei knapp 9170 der Vorwoche fehlt damit nicht mehr viel. Für die Mehrheit der Bluechips sind allerdings keine spezifischen Nachrichten vorhanden.

Für Credit Suisse (Aktie +0,4 Prozent) hat Goldman Sachs das Kursziel etwas reduziert, gleichzeitig aber die Empfehlung "Buy" bestätigt. Die CS wird am (morgigen) Donnerstag Jahreszahlen vorlegen. UBS starten unverändert und Julius Bär steigen um 1,2 Prozent. Mit Richemont (+0,7 Prozent) und Swatch (+0,8 Prozent) fallen die beiden Luxusgüteraktien mit einem leichten Ausschlag nach oben auf. Die drei Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche (je +0,1 Prozent) kommen hingegen kaum vom Fleck.

Bei Zurich (+0,1 Prozent) ist dies weniger Fall, eine Kurszielerhöhung durch Société Générale bei einem unveränderten Rating "Hold" hat zumindest im frühen Geschäft kaum Auswirkungen auf den Aktienkurs des Versicherers. Im Gegensatz dazu fallen Vontobel (-3 Prozent) im Anschluss an die Präsentation der Jahreszahlen auf. Als Enttäuschung wurde in ersten Reaktionen der Geldabfluss im zweiten Semester sowie die lediglich gehaltene Dividende bezeichnet.

Am breiten Markt steigen Air Tech Group um 12 Prozent, nachdem das Kantonsgericht Zug den Antrag des Verpackungsherstellers auf eine provisorische Nachlassstundung genehmigt hat. Bei Panalpina (+2,4 Prozent) fodert Grossaktionär Artisan eine ernsthafte Prüfung der DSV-Offerte. LM Group (+1,6 Prozent) ist zurück in der Gewinnzone und Cosmo Pharmaceuticals (+0,4 Prozent) reicht einen Zulassungsantrag in Europa ein.

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08:25

Ein schwächerer Yen hat den Börsen in Japan am Dienstag Rückenwind gegeben. Angetrieben von Kursgewinnen bei exportorientierten Unternehmen wie Auto- und Maschinenbauern kletterte der Nikkei-Index um 2,6 Prozent auf 20.864 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index legte 2,2 Prozent zu. "Vor allem kurzfristig orientierte Investoren wie Hedegefonds verkaufen gerade den Yen und decken sich mit Aktien ein", sagte Yutaka Miura, Analyst beim Broker Mizuho Securities. Devisenanleger griffen in den vergangenen Tagen vor allem beim Dollar zu. Das schwächte wiederum Devisen wie den Yen oder den Euro. Eine günstigere heimische Währung hilft den Exportfirmen, da ihre Waren im Welthandel günstiger werden. Die Aktien des Pickup-Truck-Herstellers Isuzu stiegen um 7,8 Prozent. Mazda legten 2,7 Prozent zu und Toyota gewannen 2,4 Prozent.

Auf der Verliererseite standen die Titel von Toshiba mit einem Abschlag von 5,9 Prozent. Der japanische Industriekonzern will laut einem Bericht des Wirtschaftsblatts "Nikkei" seine Ergebnisprognose für das bis März laufenden Geschäftsjahr kappen. Zur Stimmungsaufhellung trug auch bei, dass Unterhändler aus Washington und Peking zu Beginn einer neuen Gesprächsrunde im Handelsstreit Zuversicht demonstrierten. Zudem kamen aus den USA Signale, dass dort ein erneute Haushaltssperre vermieden werden könnte. Die Börsen in China profitierten von der Hoffnung auf eine baldige Lösung im Handelsstreit. Der Index in Shanghai und der chinesische Bluechips-Index CSI300 rückten je gut ein halbes Prozent vor.

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08:15

Die Ölpreise sind am Dienstag im frühen Handel leicht gestiegen. Starke Impulse gab es zunächst nicht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 61,80 Dollar. Das waren 29 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 19 Cent auf 52,60 Dollar. Leicht gestützt wurden die Rohölpreise durch die Hoffnung auf einen Pakt im Haushaltsstreit in den USA. Eine grundsätzliche Belastung am Rohölmarkt ist dagegen der Handelsstreit zwischen den USA und China.

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08:06

Der Swiss Market Index (SMI) wird vorbörslich von der Bank Julius Bär bei 9090 Punkten (+0,2 Prozent) berechnet. Besonders stark werden die Aktien von ABB, Adecco, Credit Suisse, Givaudan, LafargeHolcim und UBS (alle +0,3 Prozent) erwartet. Die Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche werden etwas tiefer gesehen. Am breiten Markt haben Vontobel (-2 Prozent) Zahlen vorgelegt. Zudem hat sich Panalpina-Gorssaktionär Artisan für eine Prüfung der DSV-Offerte ausgesprochen. Die Panalpina-Aktie steigt vorbörslich 0,3 Prozent.

Ihre Aufmerksamkeit richten Anleger unter anderem auf die erneuten Gespräche zwischen den USA und China zur Beilegung des Zollstreits. Zudem erzielten in den USA Unterhändler der Republikaner und der oppositionellen Demokraten einen Kompromiss im Etatstreit. Die Grundsatzeinigung sieht jedoch kein Geld für den von Präsident Donald Trump geforderten Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko vor.

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07:50

Der Euro hat am Dienstag weiter unter der Marke von 1,13 Dollar notiert. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1280 Dollar und damit nur etwas mehr als am späten Vorabend. Gegenüber dem Franken hat der Euro über Nacht etwas angezogen, notiert aber unter dem Höchststand vom Vortag. Derzeit wird er zu 1,1330 gehandelt, nach 1,1320 am Vorabend und noch 1,1350 am Montagnachmittag. Gegenüber dem Franken zeigt sich der Dollar bei 1,0041 stabil.

Am Montag war der Euro mit 1,1267 Dollar auf den tiefsten Stand seit November gefallen. Marktteilnehmer nannten als Grund eine ausgeprägte Stärke des Dollar, eine Folge zahlreicher politischer und wirtschaftlicher Risiken in der Welt. Am Dienstag stehen kaum Konjunkturdaten an, die für Kursbewegung sorgen könnten.

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06:45

Der Leitindex Nikkei stieg in Tokio bis Mittag um zwei Prozent auf 20'745 Punkte. Der breiter gefasst Topix legte 1,9 Prozent auf 1568 Zähler zu. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans gewann 0,2 Prozent. Zu Beginn einer neuen Gesprächsrunde hatten die USA und China Zuversicht demonstriert. Für gute Stimmung sorgten zudem Signale aus den USA, dass dort ein erneute Haushaltssperre vermieden werden könnte. Unterhändler der Republikaner und der Demokraten erklärten, im Etatstreit sei eine grundsätzliche Einigung erzielt worden.

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06:36

Der Euro fiel in Fernost auf bis zu 1,1267 Dollar. Das war der niedrigste Stand seit zweieinhalb Monaten. Zur japanischen Währung lag die US-Devise bei 110,55 Yen, dem höchsten Wert seit sechs Wochen.

(cash/Reuters/AWP)