07:18
Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag wenig verändert starten. Die Aussicht auf ein Friedensabkommen für den Nahen Osten hatte die Aktienmärkte am Mittwoch angetrieben und die Ölpreise gedrückt. Der Dax stieg zeitweise erstmals seit Ausbruch des Konfliktes über die psychologisch wichtige 25'000-Punkte-Marke. Aus dem Handel ging der deutsche Leitindex 2,1 Prozent im Plus bei 24'918 Punkten.
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06:22
Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der IG Bank vorbörslich 0,16 Prozent höher. Eine leichte Konsolidierung könnte nach den gestrigen Kursgewinnen auf der Tagesordnung stehen.
Die Zahlen für das erste Quartal 2026 legen die beiden Blue Chips Swiss Re und Swisscom vor sowie AMS Osram, Montana Aerospace und Valiant. Zudem gibt Avolta ein Trading-Update. Gerade die Zahlen von Swiss Re werden dabei mit Spannung erwartet, hinkt doch die Börsenbewertung des Rückversicherers der Konkurrenz nun schon eine längere Zeit hinterher.
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06:15
Die Aussicht auf ein mögliches Friedensabkommen im Nahen Osten führt auf den asiatischen Aktienmärkten zu Rekorden. Die Anleger setzen auf eine baldige Einigung, obwohl das Schicksal der wichtigen Strasse von Hormus ungeklärt blieb. Der japanische Nikkei-Index kehrte nach mehreren Feiertagen zurück und überschritt erstmals die Marke von 62'000 Punkten. Er holte damit eine kräftige, von KI-Aktien getragene Rally nach, die von robusten Geschäftszahlen getragen wurde. Diese hatte auch die Börsen in Südkorea und Taiwan auf Rekordstände gehievt. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans stieg um ein Prozent und erreichte ebenfalls ein Allzeithoch. In dieser Woche hat der Index bisher um sieben Prozent zugelegt.
In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 5,7 Prozent auf 62'915,87 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notierte 3,4 Prozent höher bei 3853,64 Zählern. Die Börse Shanghai gewann 0,2 Prozent auf 4166,38 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagnierte bei 4872,94 Punkten.
Laut Kyle Rodda, leitender Finanzanalyst bei Capital.com, sind die Marktbewegungen am Donnerstag gerechtfertigt, da ein Abkommen ein Durchbruch wäre. «Aber wir haben diese Geschichte schon einmal gesehen, und dem Markt könnte auch ziemlich schnell der Boden unter den Füssen weggezogen werden. Letztendlich, wenn wir weiterhin Fortschritte bei den Gesprächen sehen, werden die asiatischen Märkte weiter zulegen.»
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06:12
Die japanischen Devisenmärkte reagierten auch auf einen stärkeren Yen seit dem letzten Handelstag am Freitag. Zuvor hatte es mutmassliche Interventionen der Regierung in Tokio zur Stützung der Währung gegeben. US-Finanzminister Scott Bessent wird in der kommenden Woche zu Gesprächen in Japan erwartet. Dies berichtet die Wirtschaftszeitung «Nikkei» unter Berufung auf Regierungsvertreter beider Länder. Dabei soll es auch um die Eindämmung spekulativer Yen-Verkäufe gehen.
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06:06
Die Ölpreise liegen weiterhin rund 40 Prozent über dem Niveau vor Beginn des Konflikts. «Selbst wenn die Strasse von Hormus in den kommenden Wochen wieder geöffnet wird, dürfte der Ölpreis angesichts der Schäden an der Energieinfrastruktur und der vorsorglichen Bevorratung hoch bleiben und sich nur langsam entspannen», schreiben die Analysten von OCBC in einem Kommentar.
00:00
Der US-Aktienmarkt hat am Mittwoch an seine Vortagesrally angeknüpft. Deutlich fallende Ölpreise im Zuge weiterer Entspannungssignale im Nahost-Konflikt sowie eine erneut zunehmende KI-Euphorie weckten die Kauflaune der Anleger. Arbeitsmarktdaten des privaten Dienstleisters ADP zeigten wenig Einfluss. Die Zahl der Beschäftigten in der US-Privatwirtschaft stieg zum Vormonat, allerdings weniger deutlich als erwartet.
Der Dow Jones Industrial stieg im späten Handel erstmals seit dem 12. Februar wieder über die stark beachtete Marke von 50'000 Punkten, konnte sich jedoch nicht darüber halten. Letztlich gewann der US-Leitindex 1,24 Prozent auf 49'910,59 Zähler. Der marktbreite S&P 500, der erneut ein Rekordhoch erklomm, schloss mit einem Plus von 1,46 Prozent bei 7365,12 Einheiten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es am Ende – ebenfalls mit einem weiteren Höchststand – um 2,08 Prozent auf 28'599,17 Punkte nach oben.
Der Iran hat nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump zugesichert, keine Atomwaffen zu besitzen. Teheran habe zudem auch bei anderen Punkten zugestimmt, sagte der Republikaner am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus. Welche Punkte das sein sollen, liess er offen. Trump bezeichnete die jüngsten Gespräche mit dem Iran als «sehr gut». «Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir einen Deal machen werden», sagte er. Irans Aussenamtssprecher Ismail Baghai hatte zuvor Berichte als überzogen zurückgewiesen, wonach beide Kriegsparteien kurz vor dem Abschluss eines Abkommens stünden.
Für Euphorie sorgen laut Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets die Quartalszahlen und der angehobene Ausblick des Halbleiterkonzerns AMD . «Selbst die kühnsten Erwartungen wurden geschlagen», lobte Lipkow. Analysten hoben ihre Kursziele für AMD deutlich an. Goldman Sachs und Bernstein sprachen zudem Kaufempfehlungen aus. Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) treibe die Nachfrage nach Server-Prozessoren an, schrieb James Schneider von Goldman Sachs. Die AMD-Aktie sprang auf ein Rekordhoch und endete fast 19 Prozent im Plus.
Um deutlich mehr als zwei Prozent nach oben auf ein Rekordhoch kletterten die Anteilscheine des Google-Mutterkonzerns Alphabet. Zuvor hatte die auf die Tech-Branche spezialisierte Wirtschaftspublikation «The Information» berichtet, dass das KI-Unternehmen Anthropic plant, über einen Zeitraum von fünf Jahren rund 200 Milliarden Dollar bei Google auszugeben.
Eine verbesserte Profitabilität im Streaming-Geschäft von Walt Disney sowie höhere Ausgaben von Gästen in den Resorts des Freizeitkonzerns und auf dessen Kreuzfahrten sorgten für einen Kursgewinn von 7,5 Prozent. Damit standen sie an der Spitze des Dow-Jones-Index. Bereinigter Gewinn und Umsatz von Disney übertrafen die durchschnittlichen Analystenschätzungen.
Für die Papiere von Super Micro Computer ging es um fast 25 Prozent aufwärts. Der Serverspezialist überzeugte mit seinem Quartalsbericht. Eine starke Nachfrage nach KI-Servern trieb den Umsatz hoch. Zudem meldete er Margenverbesserungen und überzeugte mit seinem Gewinnausblick.
Die Titel von Corning schnellten um 12 Prozent auf ein Rekordhoch nach oben. Der Glasfaserkabel-Hersteller ist eine umfassendere Partnerschaft mit Nvidia eingegangen, die auf den Ausbau der Infrastruktur für Künstliche Intelligenz abzielt. Nvidia erwirbt im Zuge des Geschäfts Bezugsrechte für Corning-Aktien im Wert von 500 Millionen Dollar. Corning verpflichtete sich, die US-Produktionskapazität von Glasfaserkabel für KI-Rechenzentren um mehr als 50 Prozent zu steigern.
Die Anteilscheine von Uber stiegen um 8,5 Prozent. Die Quartalskennziffern und der Ausblick des Fahrdienstvermittlers fielen besser als erwartet aus.
Die Titel von Kraft Heinz gewannen 2,4 Prozent. Der Ketchup-Hersteller überzeugte mit der Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Quartal.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

