06:10

Der SMI notiert vorbörslich leicht höher (+0,18 Prozent).

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05:00

Die Sorgen um den Iran-Konflikt und Zweifel an der Nachhaltigkeit des KI-Booms haben die asiatischen Börsen am Mittwoch belastet. Der breit gefasste MSCI-Index für ‌asiatisch-pazifische ⁠Aktien ohne Japan gab 0,2 Prozent nach und setzte damit seinen Rückgang vom Rekordhoch am ⁠Montag fort. Taiwanesische Chiphersteller verzeichneten besonders deutliche Verluste. Die japanischen Märkte blieben wegen eines Feiertags geschlossen.

Für Verunsicherung sorgten ‌Berichte, dass der KI-Riese OpenAI interne Ziele für Nutzerzahlen und ‌Umsätze verfehlt habe. Dies schürte Bedenken über ​die Fähigkeit der ChatGPT-Mutterfirma, ihre massiven Ausgaben für Rechenzentren zu rechtfertigen. «Die Märkte blieben über Nacht vorsichtig, da die Friedensgespräche weiterhin stocken», schrieben Analysten der Westpac-Bank. Der Iran fordere die Aufhebung der US-Seeblockade der Strasse von Hormus. US-Präsident Donald Trump sei mit dem jüngsten Vorschlag aus ‌Teheran unzufrieden, da er Atomfragen von Anfang an geklärt haben wolle, verlautete aus US-Regierungskreisen.

Die Anleger richteten ihren Blick zudem auf die Quartalszahlen der US-Technologieriesen Microsoft, Alphabet, Amazon und Meta Platforms, die im ​Tagesverlauf erwartet werden. An der Wall Street hatten Technologiewerte am Dienstag ​unter Druck gestanden.

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04:00

Im asiatischen Devisenhandel gewann der ​Dollar geringfügig auf 159,62 Yen und legte leicht auf 6,8378 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er auf ‌0,7888 Franken vor. Der Euro blieb fast unverändert bei 1,1707 Dollar und zog leicht auf 0,9234 Franken an.

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03:00

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,4 Prozent ​auf ​111,71 Dollar je Barrel (159 Liter). Die überraschende Ankündigung ⁠der Vereinigten Arabischen Emirate, aus der OPEC auszutreten, ​bewegte die Märkte kaum. «An jedem ⁠anderen Tag hätte diese Nachricht den Brent-Preis um fünf bis sechs Dollar fallen lassen ‌können», sagte Chris Weston, Forschungschef bei Pepperstone in Melbourne. Der Goldpreis gab 0,3 Prozent auf 4581,40 Dollar nach.

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02:00

Fallende Kurse von Aktien aus dem Umfeld der Künstlichen Intelligenz (KI) haben am Dienstag die technologielastige Börse Nasdaq belastet. Für den Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 1,01 Prozent auf 27.029,01 Punkte nach unten. Ein Grund für die Verluste war ein kritischer Zeitungsbericht über das KI-Forschungsunternehmen OpenAI.

Besser hielt sich der Leitindex Dow Jones Industrial mit einem Minus von 0,05 Prozent auf 49.141,93 Zähler. Hier sorgte die starke Quartalsbilanz von Coca-Cola für bessere Stimmung. Rückenwind kam auch von Dow-Schwergewichten wie Microsoft und Unitedhealth .

Der S&P 500 gab um 0,49 Prozent auf 7.138,80 Punkte nach. In dem marktbreiten Index sind die kursschwachen KI-Aktien schwer gewichtet.

Grundsätzlich übten sich Investoren erneut in Zurückhaltung. Zum einen schüren die steigenden Ölpreise wegen fehlender Fortschritte im Iran-Krieg die Konjunktur- und Inflationsängste. Zum anderen steht der Zinsentscheid der US-Notenbank bevor. Experten rechnen nicht mit Änderungen des Zinsniveaus, die Aussagen zu Inflation und Konjunktur können die Finanzmärkte aber stark bewegen.

Ein kritischer Bericht des «Wall Street Journal» über OpenAI drückte auf die Kurse der grossen Tech-Partner des Unternehmens. Der Zeitung zufolge hat der KI-Entwickler geschäftliche Ziele zuletzt nicht realisieren können. Daraufhin fielen Oracle um mehr als vier Prozent und die Papiere des Cloud-Computing-Anbieters Coreweave um fast sechs Prozent.

Auch die Papiere von Halbleiterherstellern, die grosse Daten- und Rechenzentren mit ihren Hightech-Komponenten ausstatten, wurden von dem Bericht in Mitleidenschaft gezogen. So verloren die am Vortag noch auf ein Rekordhoch gestiegenen Nvidia -Aktien 1,6 Prozent und AMD 3,4 Prozent.

An die Spitze des Dow Jones Industrial setzten sich die Papiere von Coca-Cola mit einem Aufschlag von fast vier Prozent. Der Getränkekonzern hat sich nach dem ersten Quartal höhere Ziele für das Gesamtjahr gesteckt, das kam am Markt gut an.

United Parcel Service büssten hingegen vier Prozent ein. Die Bank JPMorgan wies auf schwache Geschäfte des Logistikriesen auf dem Heimatmarkt hin, auf das Anleger negativ reagieren dürften.

General Motors fielen zunächst um vier Prozent, holten anschliessend die Verluste aber wieder auf und schlossen 1,3 Prozent fester. Der Autobauer übertraf im ersten Quartal die Erwartungen und erhöhte die Geschäftsziele für das Gesamtjahr.

Aktien von Spotify brachen um über 12 Prozent ein. Der Streamingdienst legte einen durchwachsenen Quartalsbericht vor und blieb auch mit den Zielen für das laufende Quartal teilweise hinter den Erwartungen zurück.

(cash/AWP/Reuters)

Aisha Gutknecht arbeitet seit Juli 2024 als Redaktorin für cash.ch.
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