Zum aktuellen Geschehen im Dow Jones geht es hier.

+++

18:00

Die Ölpreise sind am Mittwoch gesunken. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar 81,73 US-Dollar. Das waren 74 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Dezember fiel um 1,02 Dollar auf 77,23 Dollar.

+++

17:30

Der SMI notiert zum Handelsschluss 0,1 Prozent im Minus bei 10'704 Punkten.

Nach dem deutlichen Rückgang der US-Teuerungsrate, der am Dienstag eine Börsenrally ausgelöst hatte, signalisierten auch die US-Erzeugerpreise einen nachlassenden Inflationsdruck. Dies verstärkte die Hoffnungen der Anleger auf eine weniger strenge Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Gleichzeitig linderten stabile US-Einzelhandelsumsätze die Rezessionsängste der Investoren. Die aufgehellte Stimmung lockte die Anleger in konjunkturempfindliche Titel, während die an der Schweizer Börse schwer gewichteten Titel aus krisensicheren Sektoren verkauft wurden.

Vor allem Gesundheitswerte standen auf den Verkaufszetteln. Die Alcon-Aktien fielen 5,6 Prozent, nachdem der Augenheilkonzern die Anleger mit vorsichtigeren Umsatz- und Gewinnaussichten vergraulte hatte. Der Hörgerätehersteller Sonova verlor 1,5 Prozent an Wert, der Pharmariese Novartis 0,8 Prozent. Dagegen kletterten UBS 2,1 Prozent, nachdem die Bank in einem französischen Gerichtsfall einen Zwischensieg errungen hatte. Der Luxusgüterkonzern Richemont rückte 1,6 Prozent vor. Auch für den Logistiker Kühne+Nagel ging es aufwärts. 

Den ausführlichen finden Sie hier.

+++

16:45

Der Euro hat zum Franken am Nachmittag weiter etwas an Wert eingebüsst. Aktuell kostet er 0,9633 Franken. Derweil wird der Dollar wenig verändert zu 0,8879 Franken gehandelt.

+++

16:30

Rund eine Stunde vor Handelsschluss steht der SMI bei -0,01 Prozent.

Givaudan und UBS bilden die Spitze mit jeweils über 2 Prozent Kursgewinn. Schlusslicht zurzeit ist mit grossem Abstand Alcon mit beinahe -6 Prozent. Aber auch Sonova und Novartis kämpfen weiterhin mit Kursverlusten.

+++

16:00

Die Aktien der UBS tendieren am Mittwochnachmittag klar im Plus. Die Aktie gewinnt gegen 15.45 Uhr 1,8 Prozent auf 22,47 Franken, während der SMI wenig verändert notiert. Im Hoch - kurz nach Urteilsverkündung - stiegen UBS sogar bis auf 22,83 Franken (+3,3 Prozent).

Am Nachmittag hatte der oberste Gerichtshof in Frankreich die Grossbank endgültig wegen rechtswidriger Kundenanwerbung und Beihilfe zur Geldwäscherei schuldig gesprochen. Über die Höhe der Strafzahlung wird es aber zu einem neuen Verfahren kommen.

+++

15:30

Der Dow Jones startet am Mittwoch mit einem Plus von 0,3 Prozent. Auch der Nasdaq (+0,5 Prozent) und der S&P 500 (+0,4 Prozent) legen zu.

Nach dem deutlichen Rückgang der US-Teuerungsrate, der am Dienstag eine Börsenrally ausgelöst hatte, signalisierten auch die US-Erzeugerpreise einen nachlassenden Inflationsdruck. Dies verstärkte die Hoffnungen der Anleger auf eine weniger strenge Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Gleichzeitig linderten stabile US-Einzelhandelsumsätze die Rezessionsängste der Investoren. «Die Inflation geht wieder zurück und die Wirtschaft hält sich gut. Aufwärts ist also die einzige logische Richtung für die Aktien», sagte Chris Zaccarelli, Chefanleger beim Vermögensberater Independent Advisor Alliance.

Im Rampenlicht bei den Einzelwerten standen Target mit einem Kurssprung um 14,6 Prozent. Der Einzelhändler rechnet im Schlussquartal dank gesenkter Kosten mit einem Gewinn, der weit über den Erwartungen von Analysten liegt. Gefragt waren ebenfalls die US-notierten Aktien des chinesischen Online-Handelsriesen JD.Com, die nach starken Zahlen um 7,4 Prozent zulegten.

Auch Beteiligungskäufe sorgten am Mittwoch für gute Stimmung. So zählten die Aktien von Walt Disney mit plus 3 Prozent zu den grössten Gewinnern im Dow, angetrieben von einem Medienbericht über einen Einstieg des Investors Valueact Capital beim Unterhaltungsriesen.

In der zweiten Reihe schnellten die Aktien von Sirius XM um gut 8 Prozent nach oben. Einer Börsenmitteilung zufolge hat die Holding Berkshire Hathaway der Anlegerlegende Warren Buffett zuletzt Aktien des Satellitenradio-Anbieters gekauft.

Goodyear gewannen 2 Prozent. Der schwächelnde Reifenkonzern plant eine Rosskur mit Spartenverkäufen, Kostensenkungen und einem Schuldenabbau.

+++

15:10

Der Broker IG taxierte den Leitindex Dow Jones Industrial über eine halbe Stunde vor Handelsbeginn 0,2 Prozent höher auf 34 905 Punkte. Den technologielastigen Nasdaq 100 sieht IG 0,5 Prozent im Plus bei 15 891 Punkten.

Die Anleger an den US-Börsen können am Mittwoch auf weitere Kursgewinne hoffen. Gleichwohl dämpften teils überraschend starke Konjunkturdaten die Kauffreude nach dem starken Vortag.

Tags zuvor hatte ein überraschend schwacher Anstieg der Verbraucherpreise Hoffnungen auf eine Entspannung der US-Geldpolitik geschürt. Ein ähnliches Bild zeigten zur Wochenmitte die Erzeugerpreise. Zudem stützte die Nachricht, dass der erneut befürchtete Stillstand der Regierungsgeschäfte in den USA vorerst abgewendet scheint.

Doch überraschend gute Einzelhandelsumsätze stellten die zuletzt verstärkten Zinssenkungserwartungen mit Blick auf die US-Notenbank Fed wieder auf die Probe, schrieb Ralf Umlauf von der Landesbank Helaba. Zudem hellte sich die vom Empire-State-Index gemessene Industriestimmung im US-Bundesstaat New York unerwartet stark auf.

Unternehmensnachrichten fielen derweil positiv aus. Die Aktien des Einzelhändlers Target sprangen dank überraschend guter Quartalszahlen vorbörslich um rund 14 Prozent hoch.

Die in New York gelisteten Anteilsscheine des chinesischen Online-Einzelhandelsriesen JD.com profitierten mit plus 7,2 Prozent ebenfalls von einem erfreulichen Zwischenbericht. Der Amazon-Konkurrent gab ein überraschend starkes Umsatzwachstum bekannt. Er soll zudem an einem Einstieg bei der Mediamarkt- und Saturn-Mutter Ceconomy interessiert sein und Gespräche mit Altaktionären führen, wie das «Manager Magazin» unter Berufung auf Insider berichtete.

Bei Goodyear konnten sich die Anleger über einen Kursanstieg um 6,7 Prozent freuen. Der schwächelnde Reifenkonzern plant eine tiefgreifende Rosskurs mit Spartenverkäufen, Kostensenkungen und einem Schuldenabbau, um sein Geschäft wieder auf mehr Rendite zu trimmen.

Die Mitteilung einer neuen Beteiligung des legendären US-Investors Warren Buffett beim Satellitenradio-Anbieter Sirius XM liessen dessen Aktien vorbörslich um knapp 15 Prozent nach oben springen.

+++

14:57

Das UBS-Gerichtsurteil in Paris führt nach einem kurzen Auf und Ab zu leichten Kursverlusten vom Tageshoch. Die Aktie notiert um 14:55 Uhr 2,13 Prozent höher, nachdem sie kurz nach der Urteilsverkündung 3,23 Prozent im Plus lag. 

+++

14:05

Die Futures für die US-Aktienmärkte notieren im Plus: 

Dow Jones Futures: +0,42 Prozent
S&P 500 Futures: +0,47 Prozent
Nasdaq Futures: +0,76 Prozent

Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index (SMI) steht 0,42 Prozent höher bei 10'760 Punkten.

11:30

Der SMI steigt 0,3 Prozent. Die Stimmung sei insgesamt gut, meinte ein Händler, dafür sorgten die zuletzt gesunkenen Zinserwartungen. Die US-Notenbank Fed dürfte nach den neuesten US-Inflationsdaten den Zinserhöhungszyklus jedenfalls abgeschlossen haben, heisst es. Im kommenden Jahr könnte dann eine Kombination aus geringerem Wachstum und niedrigerer Inflation zu Zinssenkungen führen, schreibt dazu etwa die Grossbank UBS in ihrem täglichen Kommentar. «Die Markterwartungen liegen bei 4 Zinsschritten um jeweils 0,25 Prozentpunkte nach unten», sagte ein Händler.

Für manche Börsianer dürften die Inflationszahlen gar der Startschuss für ein Weihnachtsrally gewesen sein. «Wir sind froh um jeden Punkt nach oben», meinte der Händler. Aber ob dies wirklich der Beginn eines Rallys gewesen sei, werde sich erst noch weisen müssen. Weitere Hinweise zur US-Inflation werden nämlich bereits am Nachmittag von den US-Produzentenpreisen erwartet.

Positiv erwähnen Händler zudem heute auch, dass der befürchtete Stillstand der Regierungsgeschäfte in den USA vorerst abgewendet worden sein dürfte. Das US-Repräsentantenhaus hatte am Vortag einem Gesetzesentwurf für einen Übergangshaushalt zugestimmt. Ausserdem hoffte die Marktteilnehmer auf positive Impulse von den Hilfsprogrammen der chinesischen Regierung und vom Treffen der Staatschefs Chinas und der USA.

Unter Druck stehen die Aktien von Alcon (-4,9 Prozent), zeitweise betrug das Minus gar über acht Prozent. Grund dafür ist der am Markt als enttäuschend taxierte Quartalsbericht. Der Augenheilkonzern habe besonders beim Umsatz enttäuscht, aber auch beim Kerngewinn hatten Analysten mehr erwartet. Zudem blieb eine positive Überraschung bei der Guidance aus.

Mit Novartis (-1,5 Prozent) steht zudem ein Marktschwergewicht unter Abgabedruck, das den Anstieg des SMI bremst. Mit Swisscom (-0,1 Prozent) und den Versicherern Swiss Re (-0,4 Prozent) und Zurich (-0,6 Prozent) stehen laut Händler weitere Werte im Abseits, die in unsicheren Zeiten gefragt seien.

«Dagegen greifen die Anleger bei Aktien zu, die zuletzt arg geprügelt wurden», sagte ein Händler. Dazu zählten etwa die Luxusgüterwerte Swatch I (+3,1 Prozent) und Richemont (+2,2 Prozent), die zyklischen Sika (+2,0 Prozent) und Geberit (+1,8 Prozent), die Anteile des Pharmazulieferers Lonza (+1,7 Prozent) oder der zinssensitiven Partners Group (+1,5 Prozent) und Julius Bär (+2,3 Prozent). Klar fester notieren auch Sandoz (+1,1 Prozent). Die Aktien der ehemaligen Novartis-Tochter können dabei ihre Tageshöchstkurse aber nicht ganz halten.

Die Aktien der UBS (+1,3 Prozent) bauen ihre Gewinne sukzessive aus. Dabei schwebt laut einem Händler ein Damoklesschwert über der Bank. Heute wird nämlich ein Urteil des obersten Gericht Frankreichs erwartet. UBS kämpft in Frankreich immer noch gegen den Schuldspruch wegen rechtswidriger Kundenanwerbung und Beihilfe zur Geldwäscherei. Die Bank soll fast 2 Milliarden Euro zahlen.

Auf den hinteren Rängen fallen Ypsomed (+1,7 Prozent) positiv auf. Das Medizinaltechnik-Unternehmen hat im ersten Semester 2023/24 beim Umsatz und Gewinn kräftig zugelegt und die Analystenschätzungen übertroffen. Nun stellt das Management für das Gesamtjahr weiteres Wachstum in Aussicht.

Bei den Anteilen von Medartis (-2,0 Prozent) macht sich der Ausschluss aus dem MSCI Small Cap Index negativ bemerkbar, wie ein Händler sagte. Dagegen sorge die Aufnahme in den MSCI Micro Cap Index bei Kuros (+3,3 Prozent) für Aufwind.

Die Aktien von U-blox gewinnen 2,2 Prozent. Der Chiphhersteller hat mit SEO dem von Thomas Schmidheiny aufgebauten Investmentfonds einen neuen Ankeraktionär erhalten. Dagegen notieren SoftwareOne (-0,8 Prozent) nach Zahlen schwächer.

+++

09:45

Der SMI liegt 0,4 Prozent im Plus. Die Kursgewinne halten sich aber trotz starker Vorgaben aus dem Ausland in Grenzen. Dies liegt laut Händlern daran, dass die hiesige Börse einen Teil der Gewinne bereits am Vortag eingepreist haben. Nach den unerwartet positiven US-Inflationsdaten hofften die Anleger nun aber, dass dies der Startschuss für ein Weihnachtsrally war.

Laut Einschätzung der UBS dürfte die US-Notenbank Fed die Phase der Zinserhöhungen nun beendet haben. Im kommenden Jahr sollte eine Kombination aus geringerem Wachstum und niedrigerer Inflation zu Zinssenkungen führen, schreibt die Grossbank in ihrem täglichen Kommentar. Weitere Hinweise zur US-Inflation werden nun von den am Nachmittag erwarteten Produzentenpreisen erwartet.

Positiv erwähnen Händler heute auch, dass der befürchtete Stillstand der Regierungsgeschäfte in den USA, der Shutdown, abgewendet worden sein dürfte. Die Mitglieder des US-Repräsentantenhauses hatten am Vortag einem Gesetzesentwurf für einen Übergangshaushalt zugestimmt.

Die Aktien von Alcon brechen nach Quartalszahlen um 8,2 Prozent ein. So hat der Augenheilkonzern besonders beim Umsatz enttäuscht, aber auch beim Kerngewinn hatten Analysten mehr erwartet. Zudem blieb eine positive Überraschung bei der Guidance aus. Die ehemalige Muttergesellschaft Novartis verliert 1,3 Prozent und bremst damit den SMI etwas.

Auf der anderen Seite der Tabelle stehen Sandoz (+2,2 Prozent auf 27,08 Fr.) zuoberst, die damit ihren jüngsten Anstieg fortsetzen. Dahinter folgen die Aktien von Swatch (+1,8 Prozent) und auch Richemont (+1,1 Prozent), die sich weiter von den Kursverlusten der Vorwoche erholen.

Die Aktien der UBS (+0,7 Prozent) sind ebenfalls gefragt. Heute wird Urteil des obersten Gericht Frankreichs erwartet. Die Grossbank kämpft in Frankreich immer noch gegen den Schuldspruch wegen rechtswidriger Kundenanwerbung und Beihilfe zur Geldwäscherei. Die Bank soll fast 2 Milliarden Euro zahlen.

Auf den hinteren Rängen fallen Ypsomed (+2,7 Prozent) positiv auf. Das Medizinaltechnik-Unternehmen hat im ersten Semester 2023/24 beim Umsatz und Gewinn kräftig zugelegt und die Analystenschätzungen übertroffen. Nun stellt das Management für das Gesamtjahr weiteres Wachstum in Aussicht.

+++

09:10

Der SMI steigt nach Handelsbeginn 0,14 Prozent.

Die Aktien von Alcon fallen bis 6 Prozent. Der Augenheilmittekonzern hat im dritten Quartal deutlich mehr Umsatz geschrieben als noch vor einem Jahr und ist profitabler geworden. Für das Gesamtjahr zeigt sich das Management ausserdem optimistisch, die angepeilten Ziele zu erreichen. Allerdings wurde dabei der angepeilte Jahresumsatz nach unten angepasst.

Im Fokus stehen zudem UBS, die Aktien legen 0,5 Prozent zu. Heute wird Urteil des obersten Gericht Frankreichs erwartet. Die Grossbank kämpft in Frankreich immer noch gegen den Schuldspruch wegen rechtswidriger Kundenanwerbung und Beihilfe zur Geldwäscherei. Die Bank soll fast 2 Milliarden Euro zahlen.

Auf den hinteren Rängen steigen AMS Osram 0,7 Prozent. Die US-Bank JPMorgan stuft die die Aktien des Technologieunternehmens weiterhin mit «Neutral» ein und belässt das Kursziel bei 10,50 Franken - weit über dem aktuellen Kurs.

Ypsomed (plus 3 Prozent) legen überdurchschnittlich zu. Das Medizinaltechnik-Unternehmen hat im ersten Semester 2023/24 beim Umsatz und Gewinn kräftig zugelegt und die Analystenschätzungen übertroffen. Nun stellt das Management für das Gesamtjahr weiteres Wachstum in Aussicht.

SoftwareOne sind kaum verändert. Die Softwarefirma hat im dritten Quartal zwar mehr Umsatz erzielt und die Marge leicht verbessert, die Erwartungen der Analysten aber nicht erreicht.

+++

08:10

Der SMI wird bei Julius Bär vorbörslich 0,13 Prozent höher geschätzt. Alle SMI-Aktien ausser Alcon steigen. Der Augenheilkundespezialist fällt nach Quartalszahlen über 3 Prozent. Am breiten Markt steigen Ypsomed 1,2 Prozent nach Quartalsergebnissen.

+++

06:20

Der SMI wird bei der IG Bank 0,1 Prozent höher geschätzt. Am Dienstag hatte er bereits 1,2 Prozent zugelegt.

Die Aktienmärkte in den USA haben sich am Dienstag dank der abmildernden Inflation deutlich erholt. Die Teuerung in der weltgrössten Volkswirtschaft hat sich im Oktober merklich abgeschwächt auf 3,2 Prozent von 3,7 Prozent im Vormonat.

"Deshalb lautet der Marktkonsens, dass der Leitzins der US-Notenbank Fed nun auf dem Höchststand notiert", so ein Marktbeobachter. Die Hoffnung, dass das Fed in Bezug auf die künftige Zinspolitik weniger hart vorgehen dürfte, gab den Aktienmärkten Auftrieb.

Der Dow Jones stieg in der Folge zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit zwei Monaten. Der technologielastige Nasdaq erreichte sogar den höchsten Stand seit Anfang August.

Mit Alcon hat am Dienstagabend ausserdem einer der letzten Blue Chip seinen Quartalsbericht für das dritte Jahreviertel präsentiert. Das Unternehmen hat erneut deutlich zugelegt, allerdings die Umsatzschätzungen der Analysten verfehlt.

+++

06:00

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte 2,3 Prozent höher bei 33.444 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,1 Prozent auf 2371 Punkte.

Für den Nikkei «ist die Obergrenze, die um die obere 32.000er-Marke bestand, nach dem US-Bericht komplett gefallen, was meiner Meinung nach eine sehr wichtige Entwicklung für den Markt ist», sagte Kazuo Kamitani von Nomura Securities. «Gleichzeitig konzentrierten sich die Käufe auf Unternehmen mit guten Gewinnen.» Da die Bilanzsaison sowohl in Japan als auch in den USA nun aber vorbei sei, werde sich der Markt voll und ganz auf die Aussichten für die Geldpolitik konzentrieren.

Der Raffineriekonzern Idemitsu Kosan war mit einem Plus von 18 Prozent der mit Abstand grösste prozentuale Gewinner im Nikkei. Der Start-up-Investor SoftBank legte um 4,75 Prozent zu, Sony-Papiere stiegen um 4,57 Prozent. Uniqlo-Eigentümer Fast Retailing verbuchte ein Plus von 2,75 Prozent und war damit aufgrund der Übergewichtung der grösste Punktgewinner im Nikkei.

Die Börse in Shanghai lag 0,5 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewann 0,7 Prozent.

+++

05:55

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 150,55 Yen und gab 0,2 Prozent auf 7,2381 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,8883 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,0882 Dollar und gab 0,1 Prozent auf 0,9667 Franken nach. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,2493 Dollar.

+++

01:00

Der Zinsoptimismus der Börsenanleger nach einem Rückgang der US-Inflation treibt die Wall Street stark an. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Dienstag 1,4 Prozent höher auf 34.827 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 2,4 Prozent auf 14.094 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 1,9 Prozent auf 4495 Punkte zu.

«Von der Ära der Zinserhöhungen kann man sich nun verabschieden», sagte Brian Jacobsen, Chefvolkswirt beim Vermögensverwalter Annex. Nun dürften sich die Anleger den Wetten darauf zuwenden, wann Fed-Chef Jerome Powell mit Zinssenkungen beginnen wird.

«Die Zinspause hat ja im Juli begonnen. Jetzt müssen wir sehen, wie lange Powell die Zinsen auf diesem Niveau halten kann.» So habe die Phase mit konstant bleibenden hohen Zinsen fünf Monate gedauert, nachdem die US-Zentralbank 1994 bis 1995 die Zinsen von drei auf sechs angehoben hatte. 

Bei den Einzelwerten beflügelte die Ankündigung einer Partnerschaft die Aktien von Snapchat und Amazon. Die Papiere legten um 7,5 beziehungsweise 2,2 Prozent zu. US-Nutzer könnten zukünftig einige Produkte direkt über den Foto-Messengerdienst Snapchat kaufen, teilte der Online-Händler mit.

Auch angehobene Preise für die Tesla-Modelle 3 und Y in China stimmten Anleger optimistisch. Die Titel des US-Elektroautopioniers zogen um mehr als sechs Prozent an. Für Zuversicht sorgte auch ein Rekordabsatz von Elektrofahrzeugen im Oktober in der Volksrepublik trotz der ausgelaufenen Subventionen. Tesla profitierte zudem von Spekulationen auf wieder fallende Zinsen im kommenden Jahr, nachdem die US-Inflationsrate im Oktober stärker zurückgegangen war als erwartet.

Gefragt waren ebenfalls die Aktien von Home Depot, die um 5,4 Prozent kletterten. Einen Trend zu kleineren Heimwerkerprojekten hat die US-Baumarktkette im dritten Quartal etwas aufgefangen. Zwar ging der Umsatz um drei Prozent auf 37,7 Milliarden Dollar zurück, während der Gewinn pro Aktie um knapp zehn Prozent auf 3,81 Dollar sank. Doch hatten Analysten mit einem Umsatzrückgang von 3,3 Prozent und einem Gewinn von 3,76 Dollar pro Aktie ein noch schwächeres Abschneiden erwartet.

(cash/AWP/Reuters/Bloomberg)