09:15
Der SMI liegt nach Handelsstart 0,13 Prozent höher.
Im Fokus bleibt vor allem das Zusammenspiel aus Ölpreis und Zinsen. Brent notiert am Morgen bei mehr als 107 Dollar je Fass, während die Renditen von US-Staatsanleihen auf hohem Niveau verharren. Dass sich die Aktienmärkte dennoch vergleichsweise widerstandsfähig zeigen, erklären Marktbeobachter damit, dass höhere Renditen derzeit nicht nur Inflationssorgen, sondern auch die robuste Konjunktur widerspiegeln.
Konjunkturseitig richtet sich der Blick hierzulande auf das KOF-Konjunkturbarometer für September. In den USA stehen Daten zum Konsumentenvertrauen und zum Arbeitsmarkt auf dem Programm. Am Markt ist von einem «makroökonomischen Stresstest» die Rede.
Für Gesprächsstoff in den hinteren Reihen sorgen Lindt & Sprüngli (-7 Prozent). Der Schokoladenhersteller hat seine Prognose für das Umsatzwachstum im laufenden Jahr deutlich gesenkt. Auch Barry Callebaut (-1,9 Prozent) geraten in Sippenhaft.
Deutlich im Minus stehen zudem Accelleron (-3,6 Prozent), nachdem Barclays die Abdeckung mit «Underweight» aufgenommen hat.
Im Fokus stehen zudem die Aktien von Julius Bär, die 7 Prozent zulegen. Die Bank kann von regulatorischer Seite einen Schlussstrich unter die Signa-Affäre ziehen: Die Finma hat ihre Untersuchung abgeschlossen und dabei verschiedene Auflagen verfügt.
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08:10
Der SMI wird bei Julius Bär vorbörslich 0,27 Prozent höher indiziert. Alle 20 Index-Aktien notieren leicht höher. Den stärksten Anstieg verzeichnet Alcon mit 1 Prozent, gefolgt von Richemont (plus 0,9 Prozent).
Am breiten Markt sacken die Titel von Lindt&Sprüngli nach einer Umsatzwarnung 5,4 Prozent ab. Auch Branchennachbar Barry Callebaut sinkt (–1,3 Prozent).
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06:15
Der SMI wird bei der IG Bank 0,29 Prozent höher gestellt.
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06:00
Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen stieg über Nacht auf ein 19-Jahres-Hoch von über 5,27 Prozent. Anleger befürchten, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen bis Mitte nächsten Jahres noch dreimal anheben wird, um das Wachstum und die Inflation in den Griff zu bekommen.
«Wir kommen in ein neues Umfeld», sagte Angus Hui, Leiter des Bereichs Fixed Income bei Fullerton Fund Management in Singapur. «Wir gehen davon aus, dass die Anleiherenditen wahrscheinlich nicht zu den guten alten Zeiten zurückkehren werden, als sie sehr, sehr niedrig waren.»
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Steigende Ölpreise und höhere Anleiherenditen haben die US-Börsen am Montag belastet. Zudem trübten Negativ-Schlagzeilen zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) die Stimmung insbesondere im Technologiesektor. ChatGPT-Entwickler OpenAI setzt nach einem neuen Zwischenfall das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle aus.
Der Dow Jones Industrial sank um 0,67 Prozent auf 51'481,51 Punkte. Der marktbreite S&P 500 büsste 0,77 Prozent auf 7683,69 Zähler ein. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,08 Prozent auf 30'276,81 Punkte abwärts.
Enttäuschte Hoffnungen auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran trieben die Ölpreise zu Wochenbeginn nach oben: Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November kostete zuletzt fast 106 US-Dollar.
Vertreter aus den USA und dem Iran waren am Rande der UN-Generalversammlung in New York erstmals seit Monaten wieder zu Verhandlungen zusammengekommen. Kurz darauf wurde ein neuer iranischer Vorschlag zur Wiedereröffnung der Meeresstrasse von Hormus bekannt, den US-Präsident Donald Trump allerdings ablehnte. Er rechnet nach eigenen Angaben mit weiteren Verhandlungen mit dem Iran.
Mit den steigenden Ölpreisen erhielten auch die Inflationssorgen der Anleger neue Nahrung, sodass die Renditen der als richtungweisend geltenden US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren nach der jüngsten Pause ebenfalls wieder zulegten. Höhere Renditen am Anleihenmarkt verringern die Attraktivität von Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren.
Bei dem von OpenAI gemeldeten Zwischenfall hatte es ein KI-Modell in einem Test geschafft, Antworten von einem externen Chatbot zu bekommen, obwohl es eigentlich keinen Internet-Zugang haben sollte. Die Software hat jedoch laut OpenAI eine Lücke in den Netzwerk-Einstellungen gefunden und ausgenutzt. Das Training solle nun erst wieder aufgenommen werden, wenn man sich sicher sei, dass die Lücke geschlossen ist. Der Zwischenfall sei zwar weniger gravierend als einige frühere, betonte OpenAI. Allerdings sei er der erste, seit die Sicherheitsvorkehrungen nach der Hacking-Attacke von OpenAI-Software auf die KI-Firma Hugging Face verschärft worden waren.
Beim Branchenprimus Nvidia hingegen stand ein Plus von 1,7 Prozent zu Buche. Den Titeln hatte eine Meldung des Technologieportals «Information» geholfen, dem zufolge Chinas Behörden erwägen, heimischen Unternehmen wie dem Online-Handelsriesen Alibaba und dem Tiktok-Betreiber Bytedance den Kauf der neuesten Nvidia-Chips zu erlauben. Zudem erhöhte Nvidia sein Aktienrückkaufprogramm.
Die Titel des Social-Media- und Technologieriesen Meta verloren knapp fünf Prozent. Der Jahre zurückliegende Datenschutz-Skandal um Cambridge Analytica hatte dem Facebook-Konzern eine frische Niederlage vor Gericht eingebrockt. Geschworene im US-Bundesstaat New Mexico entschieden, dass Nutzer mit Blick auf Datenschutz und Redefreiheit in die Irre geführt wurden. Der zuständige Richter soll nun die Höhe der Strafe festlegen - und es könnte ein erheblicher Betrag werden.
(cash/Bloomberg/AWP/Reuters)
