07:37

Der Dax wird am Montag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten von rund einem Prozent in den Handel starten. Am ‌Freitag ⁠hatte er 0,7 Prozent tiefer bei 24'759,05 Punkten geschlossen. Anleger ⁠machten zum Wochenausklang vor allem bei Technologieaktien Kasse. Ein überraschend starker Stellenaufbau in den USA ‌nährte die Spekulationen auf steigende Zinsen zum ‌Jahresende, was auch an den US-Börsen ​für maue Stimmung sorgte. Im Mittelpunkt am Montag stehen die Entwicklungen in den Kriegen in Nahost und in der Ukraine. Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Montag militärische Ziele im Iran angegriffen. ‌

Derweil gibt der SMI vorbörslich weiter nach und baut die Kursverluste auf Minus 0,85 Prozent aus. 

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07:09

Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Montag militärische Ziele im Iran angegriffen und sich damit über Warnungen von US-Präsident Donald Trump hinweggesetzt. Die Angriffe richteten sich nach israelischen Militärangaben gegen Ziele im Westen und Zentrum des Landes. Dabei setzte Israel nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden luftgestützte ballistische Raketen ein, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna meldete. In der Hauptstadt Teheran waren der iranischen Nachrichtenagentur Mehr zufolge Explosionen zu hören. Zuvor hatte Trump den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu davor gewarnt, die laufenden Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran durch weitere Militärschläge zu gefährden.

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07:02

Die gefährde den ohnehin brüchigen Waffenstillstand und erhöhe gerade nach dem starken Ausverkauf an der US-Technologiebörse in der vergangenen Woche die Unsicherheit, heisst es im Handel. «Nachdem die Friedensgespräche zwischen den USA und einem sichtlich erstarkten Iran ins Stocken geraten sind, stellt diese Eskalation eine echte Gefahr dar», kommentiert ein Händler.

Als Reaktion sind denn auch die Ölpreise wieder deutlich gestiegen, verharren aber noch unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Zudem sei bei den Renditen ein Aufwärtsdruck zu erkennen, was ebenfalls belasten könnte, so ein Marktbeobachter.

An den Aktienmärkten fällt die Reaktion auf die neue Eskalation jedenfalls eindeutig aus: In Asien sind die wichtigsten Indizes mit teilweise deutlichen Verlusten gestartet. Die Indikationen für die Wall Street sind ebenfalls negativ. Für den deutschen Dax oder auch den französischen CAC-40 werden derweil Abgaben von etwa 1 Prozent erwartet.

Diese erneuten Spannungen treffen auf einen Markt, der nach dem jüngsten US-Ausverkauf zum Wochenschluss ohnehin angeschlagen war. In den USA hatten sich am Freitag die Gewinnmitnahmen im Tech-Sektor nochmals beschleunigt und zu deutlichen Kursverlusten geführt. Auch der deutlich besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht für den Mai hatte diesen Ausverkauf gestützt. Denn die starken Daten liessen die Renditen von US-Staatsanleihen ansteigen.

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06:22

Der Swiss Market Index (SMI) wird bei der IG Bank vorbörslich ein halbes Prozent tiefer indiziert. Der Schweizer Leitindex gibt damit mehr als die 0,35 Prozent ab, die er am Freitag hinzugewonnen hatte. Händler sprachen zum Wochenschluss von Gewinnmitnahmen bei der seit April laufenden Rallye in den Technologiewerten. 

Den grössten Abschlag mussten am Freitag AMS Osram (-14,2 Prozent), ebenso wie Sensirion (-5,0 Prozent) oder Comet (-3,9 Prozent) hinnehmen. Mit dem Technologiewert Logitech ging es um 2,4 Prozent nach unten, gefolgt von ABB mit 1,8 Prozent. 

Als gutes Omen kann indessen der Bitcoin gewertet werden, der über das Wochenende die Marke von 60'000 Dollar zurückgewann und bei 62'900 Dollar gehandelt wird. Das bedeutet, dass Anleger trotz der Unsicherheiten und Zinsängste gewillt sind, Longpositionen auf tieferen Preisniveaus einzugehen. 

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06:15

Die Furcht vor steigenden US-Zinsen und eine militärische Eskalation im Nahen Osten haben die asiatischen Aktienmärkte am Montag massiv unter Druck gesetzt. In Tokio rutschte der Leitindex Nikkei um knapp vier Prozent ab, und der ‌breiter gefasste ⁠Topix verlor 3,08 Prozent auf 3827,63 Zähler. Auch in China gaben die Kurse deutlich nach: Der Shanghai-Composite sank um 2,2 Prozent, ⁠während der CSI300 2,4 Prozent einbüsste. In Hongkong fiel der Hang-Seng-Index um 1,5 Prozent. Besonders hart traf es den südkoreanischen Kospi, der um fünf Prozent einbrach.

Auslöser ‌des Ausverkaufs waren ein enttäuschender Ausblick des US-Chipkonzerns Broadcom sowie ein starker US-Arbeitsmarktbericht, der ‌die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen dämpfte. «Die Bewegung sieht eher nach ​einer Auflösung von Positionen aus als nach einer Neubewertung der langfristigen KI-Geschichte», sagte Marc Velan, Investmentchef bei Lucerne Asset Management. In Japan brachen die Aktien von Sumco um 13 Prozent ein, Renesas verloren 12,1 Prozent. In China rutschten die Papiere des Nvidia-Zulieferers Zhongji Innolight um vier Prozent ab.

Neben den Zinssorgen belastete die geopolitische Lage die Stimmung, nachdem israelische Angriffe auf militärische Ziele im Iran die ‌Furcht vor einer erneuten Eskalation schürten. «Neben dem Rückgang bei den Technologiewerten scheinen auch geopolitische Risiken den Markt zu belasten», erklärte Aktienstrategin Maki Sawada von Nomura Securities. Ungeachtet der Marktturbulenzen zeigte sich Nvidia-Chef Jensen Huang bei einem Besuch in Südkorea optimistisch. Nach der Unterzeichnung milliardenschwerer Lieferverträge ​mit SK Hynix sagte er zum Kursrutsch: «Jeder sollte hoch erfreut sein; man kann jetzt Aktien ​zu einem günstigeren Preis kaufen.» Die Papiere von SK Hynix fielen dennoch ​um 4,1 Prozent.

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06:09

Am asiatischen Devisenmarkt hielt sich der Dollar auf hohem Niveau, da Anleger angesichts der geopolitischen Unsicherheiten und der Aussicht auf länger hohe US-Zinsen die ‌amerikanische Währung suchten. Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 160,34 Yen und legte 0,3 Prozent auf 6,7829 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,7974 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1528 Dollar und ​zog um ​0,2 Prozent auf 0,9193 Franken an.

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06:04

Die militärische Eskalation im Nahen ⁠Osten trieb die Ölpreise massiv in die Höhe, da Investoren eine Unterbrechung der globalen ​Energieversorgung fürchten. Daran änderte ⁠auch die Entscheidung der Opec+ vom Sonntag nichts, die Förderziele erneut anzuheben. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee ‌um 3,2 Prozent auf 96,11 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 3,1 Prozent fester bei 93,38 Dollar.

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06:00

Die asiatischen Börsen folgten mit ihren Verlusten den schwachen Vorgaben aus den USA, wo die ‌robusten Arbeitsmarktdaten am Freitag eine Verkaufswelle bei Technologieaktien ausgelöst hatten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones hatte sich am ​Freitag mit einem Minus von 1,3 Prozent bei 50'866,78 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500 verlor 2,6 Prozent auf 7383,74 Zähler, und der technologielastige Nasdaq gab 4,2 Prozent auf 25'709,43 Stellen nach. 

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Thomas Daniel Marti
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