15:00
Der Broker IG taxiert den Dow Jones Industrial vor dem Börsenstart 0,6 Prozent tiefer auf 49.186 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 zeichnet sich anhand der Indikation ein 0,7 Prozent schwächerer Start bei 25.575 Punkten ab.
Seine Spuren hinterlässt der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Fed-Chef Jerome Powell, der sich weiter zuspitzt. Powell zufolge stellte das US-Justizministerium der Fed am Freitag Vorladungen zu und drohte mit einer Anklage. Zudem hat sich Trump auf die grossen Kreditkartenanbieter eingeschossen und droht ihnen wegen ihrer Zinspraktiken
Powell zufolge stellte das US-Justizministerium der Fed am Freitag Vorladungen zu und drohte mit einer Anklage. Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf. «Damit ist eine weitere Eskalationsstufe der Bemühungen von US-Präsident Trump erreicht, die Fed nach seinen Wünschen umzugestalten», hiess es am Montag in einem Kommentar der DZ Bank. Trump fordert seit langem mit Nachdruck eine schnellere Senkung des Leitzinses.
Trump hinterlässt am Montag bei Aktien aber auch anderweitig seine Spuren: Die Papiere von Kreditkartenanbietern gerieten vorbörslich unter Druck, mit Verluste zwischen 1,7 und 3,4 Prozent bei Visa, Mastercard und American Express . Der US-Präsident fordert eine einjährige Obergrenze für Kreditkartenzinsen. Laut dem Analysten Matt Britzman von Hargreaves Lansdown würde dies die grundlegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche auf den Kopf stellen.
Von der Angelegenheit in Mitleidenschaft gezogen wurden vorbörslich auch Aktien aus der Bankenbranche, in der die Anleger auch gespannt auf die in dieser Woche beginnende Branchen-Berichtssaison warten. Titel der US-Bank JPMorgan , die am Dienstag den Zahlenreigen eröffnet, bewegten sich vorbörslich 2,2 Prozent tiefer. Bei der Citigroup war der Abschlag mit 3,6 Prozent besonders gross.
Positiv fielen dagegen die Aktien von Walmart auf, die vorbörslich 3,4 Prozent zulegten. Die Aktie des Handelskonzerns steigt demnächst in den technologiewertelastigen Leitindex Nasdaq 100 auf. Ausserdem kooperiert der Konzern mit dem Google -Mutterkonzern Alphabet , um KI-gestütztes Einkaufen anzubieten.
Fast drei Prozent schwächer entwickeln sich vorbörslich die in den USA gehandelten Aktien des Sandalenherstellers Birkenstock , der seine Anleger den Eckdaten zum ersten Geschäftsquartal enttäuschte. Laut dem Experten Luca Solca von Bernstein Research verfehlten diese die Markterwartungen. Er glaubt, dass dies die Sorgen der Anleger noch vergrössert.
Verluste von 1,1 Prozent bahnen sich im Gesundheitssegment beim Krankenversicherer Unitedhealth an. Laut dem «Wall Street Journal» kritisierte ein Senatsausschuss die Geschäftspraktiken des Unternehmens mit Blick auf den Umgang mit der öffentlichen Krankenversicherung Medicare.
Einen Kurssprung um gut zehn Prozent gibt es hingegen beim Nebenwert Ani Pharmaceuticals , der laut dem Barclays-Fachmann Glen Santangelo einen «beeindruckenden Ausblick» abgelieferte.
+++
Der SMI steht mit 0,2 Prozent wieder im Minus.
+++
13:30
Die Futures auf den US-Aktienindizes sind negativ. Der Dow Jones und der Nasdaq 100 werden je 0,7 Prozent tiefer indiziert.
+++
11:40
Der SMI notiert 0,13 Prozent tiefer. Zwischenzeitlich lag er mit dem neuen Rekordhoch von 13'423,79 gar knapp im Plus.
Die Abgaben werden von Händlern vor allem mit einer Konsolidierung nach den jüngsten Avancen begründet. So hatten die Aussichten auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed nach bestenfalls durchwachsenen Daten vom US-Arbeitsmarkt am Freitag für steigende Kurse an den Aktienmärkten weltweit gesorgt und auch dem SMI ein neues Rekordhoch beschert.
Entsprechend ist nun auch die Technik ein Thema. Der Markt sei stark überkauft, was zumindest auf eine Verschnaufpause hindeuten könnte, heisst es in einem Kommentar von BNP Paribas. Sollte es dazu kommen, träfe der SMI bei 13'199 Punkten auf eine erste signifikante Unterstützung. Darunter könnten die aktuell bei 12'938 Punkten verlaufende 38-Tage-Linie und das November-Hoch bei 12'843 Punkten in den Fokus rücken. Aus fundamentaler Sicht werden am Dienstag die Inflationsdaten aus den USA Aufschluss über die weitere Richtung der US-Geldpolitik geben. Der verschärfte Streit zwischen Fed-Chef Jerome Powell und US-Präsident Donald Trump könnte derweil das Sentiment mittelfristig etwas deutlicher belasten, heisst es.
Grösster Verlierer sind Holcim (-2,2 Prozent). Nach dem starken Vorjahr und dem Plus von knapp im 3 Prozent in der vergangenen Woche haben die Analysten der Bank of America den Titel auf 'Neutral' von 'Buy' zurückgestuft. Weiter unter Druck stehen zudem nach der bereits schwachen Vorwoche Logitech (-1,2 Prozent). Und VAT (-1,2 Prozent) zollen ihrem extrem starken Jahresstart mit einem Plus von 15 Prozent Tribut.
Und auch die Bankwerte Julius Bär (-1,1 Prozent) und UBS (-0,6 Prozent), die ebenfalls einen sehr guten Jahresstart hingelegt haben, werden mehrheitlich verkauft. UBS stehen derweil im Rahmen der Kapitaldiskussion im Fokus - aktuell im Zusammenhang mit der Vernehmlassung zu Vorschlägen des Bundesrates. Die Grossbank lehnt wenig überraschend die vollständige Kapitalunterlegung ihrer Auslandstöchter vehement ab. Der Vorschlag sei viel zu teuer, schade der Schweizer Volkswirtschaft und sei nicht die richtige Antwort auf den CS-Untergang, schreibt sie in ihrer Vernehmlassungsantwort.
Auch Versicherungstitel Helvetia Baloise (-1,3 Prozent), Swiss Life (-0,8 Prozent), Swiss Re (-1,0 Prozent) und Zurich (-0,5 Prozent) haben heute einen eher schweren Stand. Bei Swiss Life ist im Handel von einer Abstufung durch die französiche BNP Paribas die Rede, wobei vor allem auf die deutliche Neubewertung in den letzten Jahren verwiesen wird und von einem zuletzt eher etwas enttäuschenden Geschäftsverlauf die Rede ist.
An der Tabellenspitze bei den Blue Chips bewegen sich mit Lonza (+1,7 Prozent) und Alcon (+0,9 Prozent) u.a. zwei Gesundheitswert. Bei Amrize (+1,1 Prozent) ist von einem guten Sentiment die Rede, nachdem der in Nordamerika tätige Baukonzern letzte Woche eine erste grössere Akquisition bekannt gegeben hat.
Für Interesse sorgen auch weiter Nestlé (unv.). Die Titel standen nach einem grösseren Produktrückruf fast die ganze letzte Woche unter Druck und verloren fast 5 Prozent. Von einer Erholung kann also noch nicht die Rede sein.
Im breiten Markt sacken SoftwareOne (-9,0 Prozent) stark ab, nachdem Morgan Stanley das Rating auf 'Underweight' gesenkt hat. Ausserdem hat Research Partner bei Swissquote (+2,4 Prozent) die Einschätzung auf 'Kaufen' erhöht. Bei Tecan (+2,3 Prozent) gibt es Anschlusskäufe auf die Gewinne vom Freitag nach guten Vorabzahlen - heute haben gleich drei Analysten ihre Kursziele erhöht. Cosmo (-0,6 Prozent) büssen nach Vorabzahlen dagegen etwas an Terrain ein.
+++
11:15
Die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einem Deckel für Kreditkartenzinsen setzt der Aktie der britischen Grossbank Barclays zu. Die Titel fallen in der Spitze um knapp fünf Prozent. Trump hatte eine Obergrenze von zehn Prozent für Kreditkartenzinsen gefordert und den Unternehmen eine Frist bis zum 20. Januar gesetzt. Ein solcher Deckel würde die US-Verbraucherbank von Barclays durch sinkende Einnahmen und einen erzwungenen Ausstieg aus risikoreicheren Kreditkartenportfolios empfindlich treffen, konstatierten die Analysten von AlphaValue. Der Gesamteinfluss auf den Konzern sei jedoch begrenzt.
+++
11:00
Die Aussicht auf eine milliardenschwere Übernahme treibt Abivax an. Die Aktien der französischen Biotech-Firma springen in Paris in der Spitze mehr als 30 Prozent nach oben. Zuvor hatte die Zeitung «La Lettre» berichtet, der US-Pharmariese Eli Lilly sei weiter an einer Übernahme von Abivax interessiert und bereit, 15 Milliarden Euro zu zahlen.
+++
10:30
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
Swiss Re: Morgan Stanley senkt auf 120 (130) Fr. – Underweight
Montana Aerospace: Berenberg erhöht auf 32 (28) Fr. – Buy
Tecan: Berenberg erhöht auf 205 (200) Fr. – Buy
ABB: Kepler Cheuvreux senkt auf 56 (57) Fr. – Hold
ABB: Goldman Sachs erhöht auf 61 (58) Fr. – Neutral
Lonza: Goldman Sachs erhöht auf 680 (660) Fr. – Buy
Zurich: Goldman Sachs senkt auf 546 (552) Fr. – Sell
Softwareone: Morgan Stanley senkt auf Underweight - Kursziel 7,90 Fr.
Barry Callebaut: Deutsche Bank senkt auf Sell - Kursziel 1000 Fr.
Holcim: BofA Global Research senkt auf Neutral
Swissquote: Research Partners erhöht auf Kaufen - Kursziel 580 Fr.
Swiss Life: BNP Paribas senkt auf Underperform
+++
09:30
Kursgewinne bei KI-Unternehmen haben die Aktienmärkte in China auf ein Zehnjahreshoch getrieben. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen sowie die Börse in Shanghai zogen zum Wochenauftakt jeweils um rund ein Prozent an. Auch die Börse in Hongkong legte gut ein Prozent zu. In Südkorea schloss der Leitindex Kospi auf einem Rekordhoch. An der japanischen Börse wurde dagegen nicht gehandelt.
In China sprang der Index für KI-Aktien um fast vier Prozent in die Höhe. China könne seinen technologischen Rückstand auf die USA durch wachsende Risikobereitschaft und Innovation verringern, sagten führende KI-Forscher des Landes am Wochenende. Der Mangel an hochentwickelten Werkzeugen zur Chipherstellung behindere den Sektor jedoch. Gefragt waren zudem Aktien aus dem kommerziellen Raumfahrtsektor.
+++
09:10
Der SMI notiert nach Handelsbeginn 0,13 Prozent schwächer. Nach dem letztwöchigen Rekordhoch könnte es am Montag einer leichten Konsolidierung kommen. Die Aussicht auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed nach bestenfalls durchwachsenen Daten vom US-Arbeitsmarkt hatte am Freitag für steigende Kurse an den Aktienmärkten weltweit gesorgt.
Etwas Störfeuer kommt derzeit einzig von der US-Politik. Die US-Notenbank Fed veröffentlichte am Sonntag eine Erklärung, in der Fed-Chef Jerome Powell mitteilte, dass die Notenbank Vorladungen des US-Justizministerium erhalten habe. Es drohe eine Klage aufgrund der Renovierungsarbeiten des Fed-Hauptquartiers. Powell stellte aber ungewöhnlich deutlich klar, dass dies ein Vorwand sei. Vielmehr sei der Zweck, Einfluss auf die US-Geldpolitik zu nehmen.
Auffallende Aktien in SMI sind Amrize (+2 Prozent), Logitech (-2 Prozent) und Holcim (-1,2 Prozent). Erstere hatten bereits am Freitag nach den US-Daten deutlich zugelegt, bei Logitech hatten diverse Analysten-Kommentare für ein klares Wochenminus gesorgt. Und bei Holcim scheint eine Studie der Bank of America mit der Neueinstufung 'Neutral' nach zuvor 'Buy' etwas zu belasten.
Unternehmensnachrichten sind nur spärlich. Allerdings nimmt die Berichtssaison in der Schweiz in der neuen Woche langsam Fahrt auf. Mit Sika, Lindt&Sprüngli, Partners Group, VAT, Geberit und Richemont werden gleich sechs Blue Chips ihre Umsatzzahlen für das Gesamtjahr 2025 bzw. das vergangene Quartal vorlegen.
Im Fokus sind erneut UBS (-1 Prozent), die im Rahmen der Kapitaldiskussion stehen. Heute werden diverse Stellungnahmen im Rahmen der Vernehmlassung zur Kapitalunterlegung erwartet.
Für Interesse werden wohl auch weiter Nestlé (+0,5 Prozent) sorgen. Die Titel standen nach einem grösseren Produktrückruf fast die ganze letzte Woche unter Druck.
Im breiten Markt stehen SoftwareOne (-11 Prozent) unter Druck stehen, dies nachdem Morgan Stanley das Rating auf 'Underweight' gesenkt hat. Ausserdem hat Research Partner bei Swissquote (+1,6 Prozent) die Einschätzung auf 'Kaufen' erhöht.
Bei Barry Callebaut fällt heute ausserdem die Dividende weg, was zumindest optisch zu einem klaren Minus führt. Die Aktien wurden aber auch von der Deutschen Bank negativer eingestuft, sie fallen 1,2 Prozent.
+++
08:10
Der SMI steht vorbörslich 0,1 Prozent tiefer. Nur die Aktie von Amrize (1,5 Prozent plus) steht im Leitindex höher. Am deutlichsten muss Logitech (minus 1,8 Prozent) Federn lassen. Am breiten Markt sind die Titel von Barry Callebaut (minus 4,5 Prozent) unter Druck.
+++
07:05
Silber verteuerte sich um knapp fünf Prozent auf 83,50 Dollar und lag damit nur noch rund einen halben Dollar unterhalb des Rekordhochs von Ende 2025. Händler führten die Gewinne bei den Edelmetallen primär auf die Situation im Iran zurück. Zudem nannten einige Experten mit Blick auf die Gewinne beim Gold auch die zunehmenden Sorgen über die Unabhängigkeit der US-Notenbank als Argument.
+++
06:15
Der SMI wird bei der IG Bank kaum verändert indiziert. Letzte Woche schloss der Index mit einem Plus von 1,1 Prozent ab.
Dabei hat die Drohung der US-Regierung mit einer Anklage gegen Notenbankchef Jerome Powell die Finanzmärkte verunsichert.
Der Dollar und die US-Aktienfutures gaben nach, da sich Anleger besorgt über die Unabhängigkeit der US-Notenbank (Fed) zeigten. Der Vorgang ist eine dramatische Eskalation im Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Fed-Vorsitzenden.
Die S&P-500-Futures fielen im asiatischen Handel um 0,5 Prozent. Der Dollar gab gegenüber den meisten wichtigen Währungen um rund 0,2 Prozent nach und fiel auf unter 158 Yen JPY= sowie 1,1660 Dollar je Euro. Der Goldpreis erreichte ein Rekordhoch von mehr als 4.600 Dollar je Feinunze. Gestützt wurde der Preis auch durch die Unruhen im Iran, die zudem den Ölpreis antrieben.
«Trump zerrt an den losen Fäden der Unabhängigkeit der Zentralbank», sagte Andrew Lilley, Chef-Anlagestratege bei der Investmentbank Barrenjoey in Sydney. Trump unternehme diese Schritte nur, weil er wisse, dass er die Kontrolle über die Fed nicht übernehmen könne.
Daher wolle er so viel unzulässigen Druck wie möglich ausüben. «Dieser offene Krieg zwischen der Fed und der US-Regierung ... schadet offensichtlich dem US-Dollar», sagte Ray Attrill, Leiter der Devisenstrategie bei der National Australia Bank.
Powell hatte am Sonntag erklärt, die Regierung von Präsident Donald Trump habe ihm mit einer strafrechtlichen Anklage gedroht. Dies sei ein «Vorwand», um die Zentralbank zu Zinssenkungen zu drängen. Im weiteren Verlauf der Woche warten die Anleger auf die Veröffentlichung von US-Inflationsdaten, Handelszahlen aus China und eine Reihe von Bilanzen von US-Unternehmen.
+++
06:00
Die Shanghaier Börse hat am Montag fester tendiert. Der dortige Leitindex gewann 0,8 Prozent auf 4.151,14 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,4 Prozent auf 4.779,95 Punkte. An der japanischen Börse wurde dagegen nicht gehandelt.
+++
05:30
+++
05:00
(cash/Reuters/AWP)

