17:40
Die Schweizer Börse hat zu Wochenbeginn einen Seitwärtskurs eingeschlagen. Der SMI gewann am Montag marginal an Boden und schloss 0,04 Prozent höher bei 13'426 Punkten. Händler erklärten, angesichts der zunehmenden geopolitischen Unsicherheit und der Ermittlungen gegen US-Notenbankchef Jerome Powell hätten sich viele Anleger an die Seitenlinie zurückgezogen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump droht Zentralbankchef Powell wegen Kostenüberschreitungen bei der Renovierung des Hauptsitzes der Federal Reserve in Washington mit einer Strafanzeige. Dies ist der jüngste Angriff Trumps auf Powell und die Fed, von der er drastische Zinssenkungen fordert. Eine Aushöhlung der Unabhängigkeit der Zentralbank könne die Attraktivität von US-Vermögenswerten für globale Investoren verringern, so Experten.
Die Aktien des auf die USA ausgerichteten Computerzubehörherstellers Logitech verloren 0,47 Prozent. Holcim ermässigten sich um 0,68 Prozent, nachdem Bank of America die Aktien des Zementkonzerns auf «Neutral» zurückgestuft hatte. Für die UBS ging es 0,55 Prozent abwärts. Die Grossbank zerpflückte die Vorschläge der Regierung zur Verschärfung der Kapitalanforderungen. Dagegen rückten die Aktien des Baustoffkonzerns Amrize 2,6 Prozent vor. Der Laborausrüster Tecan profitierte von einer Kurszielerhöhung durch die UBS-Analysten und legte 6,16 Prozent zu.
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17:30
Die Kurse von US-Staatsanleihen sind am Montag leicht gesunken. Die jüngste Eskalation im Streit um die Unabhängigkeit der Fed zeigte bei den Festverzinslichen nur wenig Wirkung. Der Terminkontrakt für zehnjährige Papiere (T-Note-Future) fiel geringfügig um 0,03 Prozent auf 112,19 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen betrug 4,19 Prozent.
Nachdem das US-Justizministerium dem Notenbankchef Jerome Powell mit einer Anklage gedroht hatte, wies Powell die strafrechtlichen Ermittlungen gegen ihn in einer ungewöhnlichen Stellungnahme als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve (Fed) zurück.
Der Vorwurf an die Adresse des Notenbankchefs: Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben. Der Fed-Chef sieht darin allerdings nur einen Vorwand: «Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann - oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird», erklärte Powell.
Der Konflikt zwischen Regierung und der Notenbank hat «eine neue Stufe erreicht», sagte Analyst Bernd Weidensteiner von der Commerzbank. «Die Frage ist nun, ob die Fed genügend Rückhalt im Kongress hat, um ihre Unabhängigkeit zu verteidigen.»
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17:15
Nach ihrem jüngsten Höhenflug in Rekordnähe haben die US-Aktienmärkte zum Start der neuen Börsenwoche einen moderaten Dämpfer erhalten. Grund dafür ist unter anderem der sich weiter zuspitzende Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und US-Notenbankchef Jerome Powell. Zudem schoss sich Trump auf die grossen Kreditkartenanbieter ein und drohte ihnen wegen ihrer Zinspraktiken.
Der Leitindex Dow Jones Industrial fiel zuletzt um 0,3 Prozent auf 49.379 Punkte. Der marktbreite S&P 500 sank um 0,1 Prozent auf 6.960 Punkte, nachdem er am Freitag ein weiteres Rekordhoch markiert hatte. An der Technologiebörse Nasdaq büsste der Nasdaq 100 zum Wochenbeginn 0,2 Prozent auf 25.725 Zähler ein.
Powell zufolge stellte das US-Justizministerium der Fed am Freitag Vorladungen zu und drohte mit einer Anklage. Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf. «Damit ist eine weitere Eskalationsstufe der Bemühungen von US-Präsident Trump erreicht, die Fed nach seinen Wünschen umzugestalten», hiess es am Montag in einem Kommentar der DZ Bank. Trump fordert seit langem mit Nachdruck eine schnellere Senkung des Leitzinses.
Trump hinterliess am Montag aber auch bei anderen Aktien seine Spuren: Die Papiere der Kreditkartenanbieter Visa, Mastercard und American Express büssten zwischen 1,8 und 5,0 Prozent ein. Der US-Präsident fordert eine einjährige Obergrenze für Kreditkartenzinsen. Laut dem Analysten Matt Britzman von Hargreaves Lansdown würde dies die grundlegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche auf den Kopf stellen.
Von der Angelegenheit in Mitleidenschaft gezogen wurden auch Papiere aus der Bankenbranche, in der die Anleger auch gespannt auf die in dieser Woche beginnende Berichtssaison warten. Titel der US-Bank JPMorgan, die am Dienstag den Zahlenreigen eröffnet, fielen um 2,1 Prozent, jene der Citigroup um 3,6 Prozent.
Positiv fielen dagegen die Aktien von Walmart auf, die an der Dow-Spitze um 2,3 Prozent zulegten. Die Aktie des Handelskonzerns steigt demnächst auch in den technologiewertelastigen Leitindex Nasdaq 100 auf. Ausserdem kooperiert der Konzern mit dem Google -Mutterkonzern Alphabet , um KI-gestütztes Einkaufen anzubieten.
Die Alphabet-Titel stiegen am Montag kurzzeitig deutlich und knackten beim Börsenwert erstmals die Marke von 4 Billionen US-Dollar. Auslöser war ein Medienbericht, wonach Apple die Gemini-KI von Google für seine Sprachassistentin Siri ausgewählt haben soll. So schnell, wie die Alphabet-Papiere stiegen, sackten sie auch wieder ab und notierten zuletzt 0,4 Prozent im Minus.
Verluste von 1,3 Prozent verzeichneten die Anteilsscheine des Krankenversicherers Unitedhealth . Laut dem «Wall Street Journal» kritisierte ein Senatsausschuss die Geschäftspraktiken des Unternehmens mit Blick auf den Umgang mit der öffentlichen Krankenversicherung Medicare.
Einen Kurssprung um gut 11 Prozent gab es beim Nebenwert Ani Pharmaceuticals , der laut dem Barclays-Analysten Glen Santangelo einen «beeindruckenden Ausblick» ablieferte.
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16:49
Der US-Dollar hat am Montag klar an Wert verloren. Händler verweisen dabei auf den verschärften Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Chef der US-Notenbank Fed Jerome Powell.
Das EUR/USD-Paar notiert am Montagnachmittag bei 1,1677. Damit hat der Greenback zum Euro an Wert eingebüsst. Denn im frühen Handel mussten erst 1,1622 Dollar bezahlt werden. Auch zum Franken hat die US-Devise nachgegeben: Das USD/CHF-Paar wird aktuell bei 0,7969 gehandelt, nachdem es am frühen Morgen im Top noch 0,8019 gewesen waren. Nur wenig verändert zeigt sich derweil das EUR/CHF-Paar mit aktuell 0,9305 nach 0,9311 am Morgen.
In den USA spitzt sich der Konflikt zwischen dem Weissen Haus und der Notenbank weiter zu. Fed-Chef Jerome Powell steht im Fokus einer Untersuchung, die er selbst als politischen Druckversuch wertet. Im Kern geht es um nichts Geringeres als die Unabhängigkeit der US-Geldpolitik.
Der Streit sei weniger juristisch als institutionell und politisch, sagte ein Händler. Entscheidend sei letztlich die Frage, ob das Fed weiterhin unabhängig und datenbasiert auf Inflation, Arbeitsmarkt und Konjunktur reagieren könne. Für die Märkte sei weniger relevant, wie die Untersuchung ende. Schon ihre Existenz erhöhe die politische Unsicherheit, stelle die Verlässlichkeit der US-Notenbank in Frage und treibe die Risikoprämie nach oben.
Der Markt habe die geldpolitischen Risiken im Zuge der politischen Druckmache auf das Fed bisher wohl unterschätzt, meint die Commerzbank in einem Kommentar. «Spätestens dieser Schritt sollte aber den ein oder anderen wachrütteln», heisst es weiter.
Ob bei diesen Vorzeichen die neuesten US-Inflationszahlen, die am (morgigen) Dienstag erwartet werden, einen Einfluss auf den Dollar haben werden, muss sich laut Händlern zeigen.
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16:17
Die Ölpreise haben am Montag ihren Anstieg nach der Zuspitzung der Lage im wichtigen Förderland Iran vorerst gestoppt. Nachdem sich die Notierungen im frühen Handel zunächst behaupten konnten, sind sie am Nachmittag leicht in die Verlustzone gerutscht. Für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März wurden 63,06 US-Dollar gezahlt und damit 28 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im Februar fiel um 41 Cent auf 58,71 Dollar.
In den vergangenen beiden Handelstagen waren die Ölpreise noch zum Teil deutlich gestiegen. Am Donnerstagmorgen hatten beide Ölsorten jeweils rund drei Dollar weniger gekostet, bevor die Lage im Ölstaat Iran weiter eskalierte. Aktuell gehen die Massenproteste gegen das Regime in Teheran trotz wachsender Todeszahlen, exzessiver Drohungen des Sicherheitsapparats und einer nahezu vollständigen Internetsperre weiter.
Zuletzt hatte sich auch US-Präsident Donald Trump zu Wort gemeldet. Nachdem Trump der Führung in Teheran zunächst gedroht hatte, gibt es nun Hinweise auf neue Kontakte. Man werde sich möglicherweise mit Vertretern des Regimes treffen, ein entsprechendes Gespräch werde vorbereitet, sagte der US-Präsident vor Journalisten. Worüber der Iran mit den USA Gespräche führen möchte, führte Trump nicht aus.
Am Ölmarkt haben die Anleger aber auch die Lage in Venezuela nach dem US-Angriff weiter im Blick. Trump drängte Führungskräfte von US-Ölkonzernen, sich in dem südamerikanischen Land zu engagieren. Allerdings dürfte es eine Weile dauern, die marode Ölinfrastruktur von Venezuela, das über die weltweit grössten Ölreserven verfügt, wieder aufzubauen.
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16:00
Nach ihrem jüngsten Höhenflug in Rekordnähe haben die US-Aktienmärkte zum Start der neuen Börsenwoche einen moderaten Dämpfer erhalten. Grund dafür ist unter anderem der sich weiter zuspitzende Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und US-Notenbankchef Jerome Powell. Powell zufolge hatte das US-Justizministerium der Federal Reserve am Freitag Vorladungen zugestellt und mit einer Anklage gedroht. Zudem schoss sich Trump auf die grossen Kreditkartenanbieter ein und drohte ihnen wegen ihrer Zinspraktiken.
Der Leitindex Dow Jones Industrial fiel im frühen Handel um 0,5 Prozent auf 49.265 Punkte. Der marktbreite S&P 500 sank um 0,1 Prozent auf 6.959 Punkte, nachdem er am Freitag ein weiteres Rekordhoch markiert hatte. An der Technologiebörse Nasdaq büsste der Nasdaq 100 zum Wochenbeginn 0,1 Prozent auf 25.732 Zähler ein.
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15:00
Der Broker IG taxiert den Dow Jones Industrial vor dem Börsenstart 0,6 Prozent tiefer auf 49.186 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 zeichnet sich anhand der Indikation ein 0,7 Prozent schwächerer Start bei 25.575 Punkten ab.
Seine Spuren hinterlässt der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Fed-Chef Jerome Powell, der sich weiter zuspitzt. Powell zufolge stellte das US-Justizministerium der Fed am Freitag Vorladungen zu und drohte mit einer Anklage. Zudem hat sich Trump auf die grossen Kreditkartenanbieter eingeschossen und droht ihnen wegen ihrer Zinspraktiken
Powell zufolge stellte das US-Justizministerium der Fed am Freitag Vorladungen zu und drohte mit einer Anklage. Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf. «Damit ist eine weitere Eskalationsstufe der Bemühungen von US-Präsident Trump erreicht, die Fed nach seinen Wünschen umzugestalten», hiess es am Montag in einem Kommentar der DZ Bank. Trump fordert seit langem mit Nachdruck eine schnellere Senkung des Leitzinses.
Trump hinterlässt am Montag bei Aktien aber auch anderweitig seine Spuren: Die Papiere von Kreditkartenanbietern gerieten vorbörslich unter Druck, mit Verluste zwischen 1,7 und 3,4 Prozent bei Visa, Mastercard und American Express . Der US-Präsident fordert eine einjährige Obergrenze für Kreditkartenzinsen. Laut dem Analysten Matt Britzman von Hargreaves Lansdown würde dies die grundlegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche auf den Kopf stellen.
Von der Angelegenheit in Mitleidenschaft gezogen wurden vorbörslich auch Aktien aus der Bankenbranche, in der die Anleger auch gespannt auf die in dieser Woche beginnende Branchen-Berichtssaison warten. Titel der US-Bank JPMorgan , die am Dienstag den Zahlenreigen eröffnet, bewegten sich vorbörslich 2,2 Prozent tiefer. Bei der Citigroup war der Abschlag mit 3,6 Prozent besonders gross.
Positiv fielen dagegen die Aktien von Walmart auf, die vorbörslich 3,4 Prozent zulegten. Die Aktie des Handelskonzerns steigt demnächst in den technologiewertelastigen Leitindex Nasdaq 100 auf. Ausserdem kooperiert der Konzern mit dem Google -Mutterkonzern Alphabet , um KI-gestütztes Einkaufen anzubieten.
Fast drei Prozent schwächer entwickeln sich vorbörslich die in den USA gehandelten Aktien des Sandalenherstellers Birkenstock , der seine Anleger den Eckdaten zum ersten Geschäftsquartal enttäuschte. Laut dem Experten Luca Solca von Bernstein Research verfehlten diese die Markterwartungen. Er glaubt, dass dies die Sorgen der Anleger noch vergrössert.
Verluste von 1,1 Prozent bahnen sich im Gesundheitssegment beim Krankenversicherer Unitedhealth an. Laut dem «Wall Street Journal» kritisierte ein Senatsausschuss die Geschäftspraktiken des Unternehmens mit Blick auf den Umgang mit der öffentlichen Krankenversicherung Medicare.
Einen Kurssprung um gut zehn Prozent gibt es hingegen beim Nebenwert Ani Pharmaceuticals , der laut dem Barclays-Fachmann Glen Santangelo einen «beeindruckenden Ausblick» abgelieferte.
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Der SMI steht mit 0,2 Prozent wieder im Minus.
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13:30
Die Futures auf den US-Aktienindizes sind negativ. Der Dow Jones und der Nasdaq 100 werden je 0,7 Prozent tiefer indiziert.
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11:40
Der SMI notiert 0,13 Prozent tiefer. Zwischenzeitlich lag er mit dem neuen Rekordhoch von 13'423,79 gar knapp im Plus.
Die Abgaben werden von Händlern vor allem mit einer Konsolidierung nach den jüngsten Avancen begründet. So hatten die Aussichten auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed nach bestenfalls durchwachsenen Daten vom US-Arbeitsmarkt am Freitag für steigende Kurse an den Aktienmärkten weltweit gesorgt und auch dem SMI ein neues Rekordhoch beschert.
Entsprechend ist nun auch die Technik ein Thema. Der Markt sei stark überkauft, was zumindest auf eine Verschnaufpause hindeuten könnte, heisst es in einem Kommentar von BNP Paribas. Sollte es dazu kommen, träfe der SMI bei 13'199 Punkten auf eine erste signifikante Unterstützung. Darunter könnten die aktuell bei 12'938 Punkten verlaufende 38-Tage-Linie und das November-Hoch bei 12'843 Punkten in den Fokus rücken. Aus fundamentaler Sicht werden am Dienstag die Inflationsdaten aus den USA Aufschluss über die weitere Richtung der US-Geldpolitik geben. Der verschärfte Streit zwischen Fed-Chef Jerome Powell und US-Präsident Donald Trump könnte derweil das Sentiment mittelfristig etwas deutlicher belasten, heisst es.
Grösster Verlierer sind Holcim (-2,2 Prozent). Nach dem starken Vorjahr und dem Plus von knapp im 3 Prozent in der vergangenen Woche haben die Analysten der Bank of America den Titel auf 'Neutral' von 'Buy' zurückgestuft. Weiter unter Druck stehen zudem nach der bereits schwachen Vorwoche Logitech (-1,2 Prozent). Und VAT (-1,2 Prozent) zollen ihrem extrem starken Jahresstart mit einem Plus von 15 Prozent Tribut.
Und auch die Bankwerte Julius Bär (-1,1 Prozent) und UBS (-0,6 Prozent), die ebenfalls einen sehr guten Jahresstart hingelegt haben, werden mehrheitlich verkauft. UBS stehen derweil im Rahmen der Kapitaldiskussion im Fokus - aktuell im Zusammenhang mit der Vernehmlassung zu Vorschlägen des Bundesrates. Die Grossbank lehnt wenig überraschend die vollständige Kapitalunterlegung ihrer Auslandstöchter vehement ab. Der Vorschlag sei viel zu teuer, schade der Schweizer Volkswirtschaft und sei nicht die richtige Antwort auf den CS-Untergang, schreibt sie in ihrer Vernehmlassungsantwort.
Auch Versicherungstitel Helvetia Baloise (-1,3 Prozent), Swiss Life (-0,8 Prozent), Swiss Re (-1,0 Prozent) und Zurich (-0,5 Prozent) haben heute einen eher schweren Stand. Bei Swiss Life ist im Handel von einer Abstufung durch die französiche BNP Paribas die Rede, wobei vor allem auf die deutliche Neubewertung in den letzten Jahren verwiesen wird und von einem zuletzt eher etwas enttäuschenden Geschäftsverlauf die Rede ist.
An der Tabellenspitze bei den Blue Chips bewegen sich mit Lonza (+1,7 Prozent) und Alcon (+0,9 Prozent) u.a. zwei Gesundheitswert. Bei Amrize (+1,1 Prozent) ist von einem guten Sentiment die Rede, nachdem der in Nordamerika tätige Baukonzern letzte Woche eine erste grössere Akquisition bekannt gegeben hat.
Für Interesse sorgen auch weiter Nestlé (unv.). Die Titel standen nach einem grösseren Produktrückruf fast die ganze letzte Woche unter Druck und verloren fast 5 Prozent. Von einer Erholung kann also noch nicht die Rede sein.
Im breiten Markt sacken SoftwareOne (-9,0 Prozent) stark ab, nachdem Morgan Stanley das Rating auf 'Underweight' gesenkt hat. Ausserdem hat Research Partner bei Swissquote (+2,4 Prozent) die Einschätzung auf 'Kaufen' erhöht. Bei Tecan (+2,3 Prozent) gibt es Anschlusskäufe auf die Gewinne vom Freitag nach guten Vorabzahlen - heute haben gleich drei Analysten ihre Kursziele erhöht. Cosmo (-0,6 Prozent) büssen nach Vorabzahlen dagegen etwas an Terrain ein.
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11:15
Die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einem Deckel für Kreditkartenzinsen setzt der Aktie der britischen Grossbank Barclays zu. Die Titel fallen in der Spitze um knapp fünf Prozent. Trump hatte eine Obergrenze von zehn Prozent für Kreditkartenzinsen gefordert und den Unternehmen eine Frist bis zum 20. Januar gesetzt. Ein solcher Deckel würde die US-Verbraucherbank von Barclays durch sinkende Einnahmen und einen erzwungenen Ausstieg aus risikoreicheren Kreditkartenportfolios empfindlich treffen, konstatierten die Analysten von AlphaValue. Der Gesamteinfluss auf den Konzern sei jedoch begrenzt.
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11:00
Die Aussicht auf eine milliardenschwere Übernahme treibt Abivax an. Die Aktien der französischen Biotech-Firma springen in Paris in der Spitze mehr als 30 Prozent nach oben. Zuvor hatte die Zeitung «La Lettre» berichtet, der US-Pharmariese Eli Lilly sei weiter an einer Übernahme von Abivax interessiert und bereit, 15 Milliarden Euro zu zahlen.
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10:30
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
Swiss Re: Morgan Stanley senkt auf 120 (130) Fr. – Underweight
Montana Aerospace: Berenberg erhöht auf 32 (28) Fr. – Buy
Tecan: Berenberg erhöht auf 205 (200) Fr. – Buy
ABB: Kepler Cheuvreux senkt auf 56 (57) Fr. – Hold
ABB: Goldman Sachs erhöht auf 61 (58) Fr. – Neutral
Lonza: Goldman Sachs erhöht auf 680 (660) Fr. – Buy
Zurich: Goldman Sachs senkt auf 546 (552) Fr. – Sell
Softwareone: Morgan Stanley senkt auf Underweight - Kursziel 7,90 Fr.
Barry Callebaut: Deutsche Bank senkt auf Sell - Kursziel 1000 Fr.
Holcim: BofA Global Research senkt auf Neutral
Swissquote: Research Partners erhöht auf Kaufen - Kursziel 580 Fr.
Swiss Life: BNP Paribas senkt auf Underperform
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09:30
Kursgewinne bei KI-Unternehmen haben die Aktienmärkte in China auf ein Zehnjahreshoch getrieben. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen sowie die Börse in Shanghai zogen zum Wochenauftakt jeweils um rund ein Prozent an. Auch die Börse in Hongkong legte gut ein Prozent zu. In Südkorea schloss der Leitindex Kospi auf einem Rekordhoch. An der japanischen Börse wurde dagegen nicht gehandelt.
In China sprang der Index für KI-Aktien um fast vier Prozent in die Höhe. China könne seinen technologischen Rückstand auf die USA durch wachsende Risikobereitschaft und Innovation verringern, sagten führende KI-Forscher des Landes am Wochenende. Der Mangel an hochentwickelten Werkzeugen zur Chipherstellung behindere den Sektor jedoch. Gefragt waren zudem Aktien aus dem kommerziellen Raumfahrtsektor.
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09:10
Der SMI notiert nach Handelsbeginn 0,13 Prozent schwächer. Nach dem letztwöchigen Rekordhoch könnte es am Montag einer leichten Konsolidierung kommen. Die Aussicht auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed nach bestenfalls durchwachsenen Daten vom US-Arbeitsmarkt hatte am Freitag für steigende Kurse an den Aktienmärkten weltweit gesorgt.
Etwas Störfeuer kommt derzeit einzig von der US-Politik. Die US-Notenbank Fed veröffentlichte am Sonntag eine Erklärung, in der Fed-Chef Jerome Powell mitteilte, dass die Notenbank Vorladungen des US-Justizministerium erhalten habe. Es drohe eine Klage aufgrund der Renovierungsarbeiten des Fed-Hauptquartiers. Powell stellte aber ungewöhnlich deutlich klar, dass dies ein Vorwand sei. Vielmehr sei der Zweck, Einfluss auf die US-Geldpolitik zu nehmen.
Auffallende Aktien in SMI sind Amrize (+2 Prozent), Logitech (-2 Prozent) und Holcim (-1,2 Prozent). Erstere hatten bereits am Freitag nach den US-Daten deutlich zugelegt, bei Logitech hatten diverse Analysten-Kommentare für ein klares Wochenminus gesorgt. Und bei Holcim scheint eine Studie der Bank of America mit der Neueinstufung 'Neutral' nach zuvor 'Buy' etwas zu belasten.
Unternehmensnachrichten sind nur spärlich. Allerdings nimmt die Berichtssaison in der Schweiz in der neuen Woche langsam Fahrt auf. Mit Sika, Lindt&Sprüngli, Partners Group, VAT, Geberit und Richemont werden gleich sechs Blue Chips ihre Umsatzzahlen für das Gesamtjahr 2025 bzw. das vergangene Quartal vorlegen.
Im Fokus sind erneut UBS (-1 Prozent), die im Rahmen der Kapitaldiskussion stehen. Heute werden diverse Stellungnahmen im Rahmen der Vernehmlassung zur Kapitalunterlegung erwartet.
Für Interesse werden wohl auch weiter Nestlé (+0,5 Prozent) sorgen. Die Titel standen nach einem grösseren Produktrückruf fast die ganze letzte Woche unter Druck.
Im breiten Markt stehen SoftwareOne (-11 Prozent) unter Druck stehen, dies nachdem Morgan Stanley das Rating auf 'Underweight' gesenkt hat. Ausserdem hat Research Partner bei Swissquote (+1,6 Prozent) die Einschätzung auf 'Kaufen' erhöht.
Bei Barry Callebaut fällt heute ausserdem die Dividende weg, was zumindest optisch zu einem klaren Minus führt. Die Aktien wurden aber auch von der Deutschen Bank negativer eingestuft, sie fallen 1,2 Prozent.
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08:10
Der SMI steht vorbörslich 0,1 Prozent tiefer. Nur die Aktie von Amrize (1,5 Prozent plus) steht im Leitindex höher. Am deutlichsten muss Logitech (minus 1,8 Prozent) Federn lassen. Am breiten Markt sind die Titel von Barry Callebaut (minus 4,5 Prozent) unter Druck.
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07:05
Silber verteuerte sich um knapp fünf Prozent auf 83,50 Dollar und lag damit nur noch rund einen halben Dollar unterhalb des Rekordhochs von Ende 2025. Händler führten die Gewinne bei den Edelmetallen primär auf die Situation im Iran zurück. Zudem nannten einige Experten mit Blick auf die Gewinne beim Gold auch die zunehmenden Sorgen über die Unabhängigkeit der US-Notenbank als Argument.
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06:15
Der SMI wird bei der IG Bank kaum verändert indiziert. Letzte Woche schloss der Index mit einem Plus von 1,1 Prozent ab.
Dabei hat die Drohung der US-Regierung mit einer Anklage gegen Notenbankchef Jerome Powell die Finanzmärkte verunsichert.
Der Dollar und die US-Aktienfutures gaben nach, da sich Anleger besorgt über die Unabhängigkeit der US-Notenbank (Fed) zeigten. Der Vorgang ist eine dramatische Eskalation im Konflikt zwischen US-Präsident Donald Trump und dem Fed-Vorsitzenden.
Die S&P-500-Futures fielen im asiatischen Handel um 0,5 Prozent. Der Dollar gab gegenüber den meisten wichtigen Währungen um rund 0,2 Prozent nach und fiel auf unter 158 Yen JPY= sowie 1,1660 Dollar je Euro. Der Goldpreis erreichte ein Rekordhoch von mehr als 4.600 Dollar je Feinunze. Gestützt wurde der Preis auch durch die Unruhen im Iran, die zudem den Ölpreis antrieben.
«Trump zerrt an den losen Fäden der Unabhängigkeit der Zentralbank», sagte Andrew Lilley, Chef-Anlagestratege bei der Investmentbank Barrenjoey in Sydney. Trump unternehme diese Schritte nur, weil er wisse, dass er die Kontrolle über die Fed nicht übernehmen könne.
Daher wolle er so viel unzulässigen Druck wie möglich ausüben. «Dieser offene Krieg zwischen der Fed und der US-Regierung ... schadet offensichtlich dem US-Dollar», sagte Ray Attrill, Leiter der Devisenstrategie bei der National Australia Bank.
Powell hatte am Sonntag erklärt, die Regierung von Präsident Donald Trump habe ihm mit einer strafrechtlichen Anklage gedroht. Dies sei ein «Vorwand», um die Zentralbank zu Zinssenkungen zu drängen. Im weiteren Verlauf der Woche warten die Anleger auf die Veröffentlichung von US-Inflationsdaten, Handelszahlen aus China und eine Reihe von Bilanzen von US-Unternehmen.
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06:00
Die Shanghaier Börse hat am Montag fester tendiert. Der dortige Leitindex gewann 0,8 Prozent auf 4.151,14 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,4 Prozent auf 4.779,95 Punkte. An der japanischen Börse wurde dagegen nicht gehandelt.
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05:30
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05:00
(cash/Reuters/AWP)

