16:50

Der SMI sinkt in die Verluste mit einem Minus von 0,1 Prozent. Schlusslicht bilden Roche (-1,7 Prozent), Swiss Re (-1,4 Prozent) und Nestlé (-1 Prozent). Auch das Schwergewicht Novartis verliert 0,5 Prozent.

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16:25

Die Ölpreise sind am Dienstag gefallen. Nachdem die Notierungen im frühen Handel noch zugelegt hatten, drehten sie im Handelsverlauf in die Verlustzone. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November fiel um mehr als zwei Prozent auf 103,08 US-Dollar.

Am Markt wurde der Rückgang der Ölpreise mit höheren Liefermengen aus dem wichtigen Förderstaat Saudi-Arabien erklärt. Jüngsten Berichten zufolge hat das Königreich etwa die Hälfte der Kapazität der Ost-West-Pipeline wiederhergestellt, die Rohöl vom Persischen Golf an das Rote Meer liefert und jüngst nach einem Drohenangriff zeitweise stillgelegt worden war. Öltransporte durch die Pipeline sind wichtig, weil sie die Blockade von Öltransporten durch die Strasse von Hormus umgehen können.

Allerdings haben zuletzt auch die Schiffspassagen durch die umkämpfte Strasse von Hormus wieder zugenommen. Derzeit flössen etwa 65 bis 70 Prozent der Ölmenge verglichen mit Vorkriegsniveaus durch die Meerenge, schrieb der Energie-Datenanbieter Vortexa auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Auch der Datenanbieter Kpler hat von einer Erholung der Ölexporte am Golf berichtet, obwohl die USA und der Iran zuletzt bei den Bemühungen für eine diplomatische Lösung für eine Öffnung der Strasse von Hormus kaum Fortschritte gemacht haben.

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16:07

Steigende Kurse bei Technologiewerten im Vorfeld des Börsengangs von Anthropic haben die US-Börsen am Dienstag gestützt. Die ⁠anhaltenden Spannungen im Nahen Osten drückten jedoch auf die allgemeine Stimmung. Der ⁠US-Index der Technologiebörse Nasdaq notierte zur Eröffnung leicht tiefer bei 26'814 Punkten. Der breiter ‌gefasste S&P 500 verlor 0,1 Prozent bei 7680 ‌Zählern. Der Dow-Jones-Index der ​Standardwerte gab 0,2 Prozent nach und lag bei 51'363 Stellen.

Im Fokus stand erneut die Künstliche Intelligenz (KI). Chipwerte wie Marvell, Micron und Broadcom legten um rund zwei bis drei Prozent zu. Im Vorfeld des geplanten ‌Börsengangs des KI-Spezialisten Anthropic sind Einzelheiten zur Finanzlage bekannt geworden. Aus dem Börsenprospekt ging hervor, dass der Konzern im vergangenen Jahr zwar stark ​gewachsen ist, aber auch höhere Verluste verzeichnete. Anthropic strebt ​bei seinem Börsengang eine Bewertung von ​mehr als zwei Billionen Dollar an. Zudem warteten Anleger auf Äusserungen von OpenAI-Chef ‌Sam Altman auf einer Entwicklerkonferenz des Unternehmens.

Anhaltende Sorgen über die Lage im Nahen Osten dämpften zugleich die Risikobereitschaft der Anleger. Vertreter der ​USA und ​des Iran sprachen getrennt mit ⁠Vermittlern, um den seit sieben Monaten andauernden ​Krieg zu beenden. US-Präsident ⁠Donald Trump wies jedoch Medienberichte zurück, wonach er dem Iran angeboten ‌habe, Sanktionen zu lockern oder eingefrorene Gelder freizugeben. Die Hoffnung auf eine Annäherung sei eher Wunschdenken als die ‌Folge konkreter Vereinbarungen, sagte PVM-Analyst John Evans. «Warum sollte der ​US-Präsident sonst immer noch über ein Diesel-Exportverbot nachdenken?»

Der SMI konnte seine Gewinne zwischenzeitlich nicht halten und notiert unverändert.

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15:35

Die US-Börsen eröffnen am Dienstag uneinheitlich. Der Dow Jones verliert nach Handelsbeginn 0,1 Prozent, während der breitere S&P 500 praktisch unverändert bleibt. Der Tech-Index Nasdaq gewinnt 0,1 Prozent. 

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14:00

Anderthalb Stunden vor Handelsbeginn taxiert der Broker IG den Leitindex Dow Jones Industrial 0,1 Prozent im Plus auf 51'557 Punkte. Den technologielastigen Nasdaq 100 erwartet IG 0,3 Prozent höher bei 30'368 Punkten.

Als Kursstütze erwiesen sich die zuletzt rückläufigen Ölpreise und Anleiherenditen. Vor dem Arbeitsmarktbericht am Freitag und mangels konkreter Verhandlungsfortschritte im Nahost-Konflikt dürfte sich die Kaufbereitschaft aber in Grenzen halten.

Die Verhandlungen mit den USA über die Strasse von Hormus gehen nach Worten des iranischen Aussenministers weiter. In dem festgefahrenen Konflikt versuche aktuell der Golfstaat Katar eine Lösung zu finden, sagte Abbas Araghtschi laut seinem Ministerium in New York. Die Öllieferungen durch die umkämpfte Meeresstrasse nehmen zu. Immer wieder gibt es aber auch Berichte über den Beschuss von Schiffen.

Im Fokus steht neben dem Nahen Osten einmal mehr das Boom-Thema Künstliche Intelligenz (KI). Bei einem Kreisen zufolge geplanten KI-Gipfeltreffen im Weissen Haus sollen führende Branchenvertreter darüber diskutieren, wie der richtige Weg zwischen Innovation und Kontrolle aussieht. An dem Termin nehmen neben US-Präsident Donald Trump und dem Sprecher des Repräsentantenhauses Mike Johnson auch der Tech-Visionär Elon Musk, der Präsident des KI-Vorreiters OpenAI sowie die Chefs des Chipriesen Nvidia und des OpenAI-Rivalen Anthropic teil.

Anthropic sorgte ausserdem für Neuigkeiten in puncto Börsengang, der zuletzt in der Schwebe war. Berichten zufolge strebt Anthropic eine Bewertung von über zwei Billionen US-Dollar an, was den bisherigen Rekordhalter SpaceX überbieten würde. Laut der Landesbank Baden-Württemberg sind aber besonders die für die kommenden Jahre geplanten KI-Infrastrukturausgaben mit 518 Milliarden Dollar «exorbitant» hoch.

Für die Titel von Nvidia zeichnen sich weitere Kursgewinne von 0,7 Prozent ab. Sie hatten am Montag nach der angekündigten, massiven Aufstockung von Aktienrückkäufen den Gewinnmitnahmen im Sektor getrotzt.

«Trotz der zuletzt aufgekommenen Zweifel an Wachstum, Investitionen und Bewertungen bleibt die KI-Story für viele Investoren attraktiv», schrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. «Die ersten Risse sind sichtbar, aber die Story ist noch lange nicht gebrochen. Solange die Anleger an die langfristigen Wachstumsperspektiven glauben, werden Rücksetzer bei den entsprechenden Aktien weiterhin auch als Kaufgelegenheiten gesehen.»

Die Anteilscheine von AMD verteuerten sich vorbörslich um 1,1 Prozent. Der Chipkonzern gibt im Wettstreit mit Branchenführer Nvidia mehr als acht Milliarden Dollar für das Start-up einer KI-Pionierin aus. Um Technik für die nächste Generation Künstlicher Intelligenz zu bauen, müsse man tiefgründig verstehen, wie sich die KI-Modelle entwickelten, begründete AMD-Chefin Lisa Su die Übernahme der Firma World Labs. Deren Gründerin Fei-Fei Li wird Chefwissenschaftlerin von AMD.

Beim Chipkonzern Micron verteilten die Anleger schon Vorschuss-Lorbeeren für die am Mittwoch nachbörslich anstehenden Quartalszahlen: Die Aktien zogen um 1,6 Prozent an.

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13:45

Der Dollar legt gegen den Franken weiter zu. Gegenüber dem Greenback notiert der Schweizer Franken mit 0,8350 tiefer als am frühen Morgen mit 0,8336. Damit ist die US-Währung so teuer wie seit Mai 2025 nicht mehr. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete gegen Mittag mit 1,1334 US-Dollar ebenfalls klar weniger als noch am Morgen. Das Euro/Franken-Paar tritt bei Kursen von 0,9461 mehr oder weniger auf der Stelle.

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13:15

Die Futures auf dem Dow Jones legen 0,1 Prozent zu, diejenigen auf dem Nasdaq 0,27 Prozent. 

Der SMI ist 0,5 Prozent fester.

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11:35

Der SMI steht 0,49 Prozent höher bei 14'011,67 Punkten. Unterstützung erhält der Leitindex von etwas nachgebenden Ölpreisen. Bei den Einzelwerten sorgen derweil Lindt & Sprüngli und Julius Bär mit kräftigen Ausschlägen in entgegengesetzte Richtungen für Gesprächsstoff.

Im Fokus bleibt vor allem der Ölpreis. Brent ist von den frühen Hochs etwas zurückgekommen und notiert aktuell bei rund 105,70 Dollar je Fass. Hoffnung macht am Markt, dass die diplomatischen Bemühungen im Konflikt zwischen den USA und Iran weitergehen. Gleichzeitig verharren die US-Renditen auf hohem Niveau. «Der Anstieg der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen scheint aber keine reine Inflationsgeschichte zu sein», heisst es bei Swissquote. Auch robuste Wachstumserwartungen und ein restriktiverer Fed-Ausblick spielten eine Rolle.

Hierzulande signalisiert das KOF-Konjunkturbarometer für September weiterhin günstige Konjunkturaussichten. Besonders positiv entwickelten sich Industrie, Dienstleistungen und Bau. In den USA stehen am Nachmittag Daten zum Konsumentenvertrauen und zum Arbeitsmarkt auf dem Programm. Am Markt ist von einem «makroökonomischen Stresstest» die Rede.

Von den 20 SMI-Werten notieren 16 im Plus und lediglich vier im Minus. Am deutlichsten gewinnen Logitech (+2,8 Prozent), Galderma (+2,6 Prozent) und Richemont (+2,6 Prozent). Letztere hat JPMorgan nach der jüngsten Kursschwäche auf die «Positive Catalyst Watch»-Liste gesetzt.

Auf der Verliererseite setzen Roche PS (-0,8 Prozent) ihre Talfahrt nach dem gestrigen «Pharma Day» fort. Auch Nestlé (-0,1 Prozent) bieten dem Leitindex keine Unterstützung.

Einen Kurssturz erleben Lindt & Sprüngli (-8,0 Prozent). Der Schokoladenhersteller hat seine Prognose für das Umsatzwachstum im laufenden Jahr deutlich gesenkt. Bei Vontobel wird darauf verwiesen, dass Lindt die Guidance damit bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr anpassen musste. Dies untergrabe das Vertrauen in die Prognosefähigkeit des Unternehmens. Barry Callebaut (-2,5 Prozent) geraten in Sippenhaft.

In die entgegengesetzte Richtung geht es bei Julius Bär (+7,9 Prozent), die zeitweise auf ein Rekordhoch steigen. Die Bank kann von regulatorischer Seite einen Schlussstrich unter die Signa-Affäre ziehen. Laut Analysten fällt mit dem Abschluss des Finma-Verfahrens «eine grosse Last» von den Aktien. Zudem rückt die Aussicht auf mögliche Aktienrückkäufe wieder stärker in den Vordergrund.

Gefragt sind auch Technologiewerte. VAT (+2,4 Prozent), Inficon (+3,2 Prozent) und Comet (+4,7 Prozent) erholen sich nach den Abgaben vom Vortag kräftig und profitieren dabei von einer breiten Gegenbewegung im europäischen Halbleitersektor.

Besonders stark ziehen im Sektor AMS-Osram (+6,1 Prozent) an. Für Fantasie sorgen mögliche Anwendungen im Bereich optischer Verbindungen für KI-Rechenzentren. Dabei wird dem Unternehmen insbesondere bei sogenannten Scale-up- und Scale-out-Anwendungen Potenzial zugeschrieben.

DocMorris (+2,6 Prozent) setzen ihre Erholung ebenfalls fort. Die Titel profitieren wie schon am Vortag von der Prognoseerhöhung des Konkurrenten Redcare Pharmacy. Bei den Nebenwerten knüpfen zudem Calida (+6,1 Prozent) an ihre Vortagesgewinne an. Rückenwind geben weiterhin die angekündigte grosszügigere Ausschüttungspolitik und das Aktienrückkaufprogramm.

Auf der anderen Seite geben Accelleron (-2,1 Prozent) nach, nachdem Barclays die Abdeckung der Titel mit «Underweight» aufgenommen hat. Ebenfalls unter Druck stehen Straumann (-2,2 Prozent). Hier belasten vorsichtige Analystenkommentare im Vorfeld der Zahlen zum dritten Quartal.

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09:50

Der SMI weitet die Gewinne aus und steht nun 0,5 Prozent höher. Logitech (+2,3 Prozent) und ABB (+1,7 Prozent) steigen am meisten.

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09:45

Anhaltende Sorgen über Lieferengpässe im Nahen Osten lassen die ⁠Ölpreise weiter steigen. Die Nordseesorte Brent verteuert sich um bis zu ‌2,5 Prozent auf 107,87 Dollar je ‌Barrel. Der Preis ​für US-Leichtöl WTI zieht ebenfalls mehr als zwei Prozent auf bis zu 94,74 Dollar je Barrel an.

Händlern zufolge überwiegen die Sorgen über eine Unterbrechung der Lieferungen ‌aus dem Nahen Osten die Anzeichen für eine Erholung der Rohölexporte aus der Region. «Ein klareres Bild von höheren ​Ölexportmengen, die den Golf verlassen, zeichnet sich ​ab, aber ein Grossteil dieses ​Anstiegs beruht immer noch auf Notlösungen wie Umladungen von Schiff ‌zu Schiff», sagte der Analyst Tim Waterer von KCM Trade. Diese Methoden seien weniger effizient und kostspieliger als ​der ​normale Betrieb.

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09:15

Der SMI liegt nach Handelsstart 0,13 Prozent höher.

Trotz anhaltend hoher Ölpreise und gestiegener US-Renditen zeigt sich der SMI damit wie schon am Vortag robust. Für zusätzliche Impulse sorgt eine deutlich belebte Nachrichtenlage bei den hiesigen Unternehmen.

Im Fokus bleibt vor allem das Zusammenspiel aus Ölpreis und Zinsen. Brent notiert am Morgen bei mehr als 107 Dollar je Fass, während die Renditen von US-Staatsanleihen auf hohem Niveau verharren. Dass sich die Aktienmärkte dennoch vergleichsweise widerstandsfähig zeigen, erklären Marktbeobachter damit, dass höhere Renditen derzeit nicht nur Inflationssorgen, sondern auch die robuste Konjunktur widerspiegeln.

Konjunkturseitig richtet sich der Blick hierzulande auf das KOF-Konjunkturbarometer für September. In den USA stehen Daten zum Konsumentenvertrauen und zum Arbeitsmarkt auf dem Programm. Am Markt ist von einem «makroökonomischen Stresstest» die Rede.

Die Gewinner im SMI sind ABB und Richemont mit einem Plus von je 1,3 Prozent. Die drei Index-Schwergewichte Novartis, Nestlé und Roche tendieren dagegen alle leicht negativ. Die Aktie von Partners Group verliert 0,4 Prozent auf 594 Franken.

Für Gesprächsstoff in den hinteren Reihen sorgen Lindt & Sprüngli (-7 Prozent). Der Schokoladenhersteller hat seine Prognose für das Umsatzwachstum im laufenden Jahr deutlich gesenkt. Auch Barry Callebaut (-1,9 Prozent) geraten in Sippenhaft.

Deutlich im Minus stehen zudem Accelleron (-3,6 Prozent), nachdem Barclays die Abdeckung mit «Underweight» aufgenommen hat.

Unverändert sind Stadler nach dem angekündigten CEO-Wechsel. Philipp Brunner übernimmt die Konzernleitung von Markus Bernsteiner. Der Wechsel sei «von langer Hand» geplant gewesen, teilte Stadler mit.

Im Fokus stehen zudem die Aktien von Julius Bär, die 7 Prozent zulegen. Die Bank kann von regulatorischer Seite einen Schlussstrich unter die Signa-Affäre ziehen: Die Finma hat ihre Untersuchung abgeschlossen und dabei verschiedene Auflagen verfügt.

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08:10

Der SMI wird bei Julius Bär vorbörslich 0,27 Prozent höher indiziert. Alle 20 Index-Aktien notieren leicht höher. Den stärksten Anstieg verzeichnet Alcon mit 1 Prozent, gefolgt von Richemont (plus 0,9 Prozent).

Am breiten Markt sacken die Titel von Lindt&Sprüngli nach einer Umsatzwarnung 5,4 Prozent ab. Auch Branchennachbar Barry Callebaut sinkt (–1,3 Prozent). 

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06:15

Der SMI wird bei der IG Bank 0,29 Prozent höher gestellt. 

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06:00

Steigende Anleiherenditen und hohe Ölpreise haben die asiatischen Börsen am Dienstag belastet. Der Nikkei-Index gab 0,9 Prozent auf 65'307,00 Punkte nach. Die Börse in Shanghai verlor 0,1 Prozent.

Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen stieg über ‌Nacht ⁠auf ein 19-Jahres-Hoch von über 5,27 Prozent. Anleger befürchten, dass die ⁠US-Notenbank Fed die Zinsen bis Mitte nächsten Jahres noch dreimal anheben wird, um das ‌Wachstum und die Inflation in den Griff zu ‌bekommen.

«Wir kommen in ein neues Umfeld», ​sagte Angus Hui, Leiter des Bereichs Fixed Income bei Fullerton Fund Management in Singapur. «Wir gehen davon aus, dass die Anleiherenditen wahrscheinlich nicht zu den guten alten Zeiten zurückkehren werden, als sie sehr, sehr niedrig ‌waren.»

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05:30

Im asiatischen Devisenhandel gewann ​der Dollar geringfügig auf 157,32 Yen und legte leicht ​auf 6,7052 Yuan zu. Zur Schweizer Währung ​rückte er etwas auf 0,8320 Franken vor. Parallel dazu blieb der Euro fast ‌unverändert bei 1,1368 Dollar.

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05:00

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,4 Prozent auf 106,80 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl ​WTI notierte ​1,4 Prozent fester bei ⁠93,88 Dollar.

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01:00

Steigende Ölpreise und höhere Anleiherenditen haben die US-Börsen am Montag belastet. Zudem trübten Negativ-Schlagzeilen zum Thema Künstliche Intelligenz (KI) die Stimmung insbesondere im Technologiesektor. ChatGPT-Entwickler OpenAI setzt nach einem neuen Zwischenfall das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle aus.

Der Dow Jones Industrial sank um 0,67 Prozent auf 51'481,51 Punkte. Der marktbreite S&P 500 büsste 0,77 Prozent auf 7683,69 Zähler ein. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,08 Prozent auf 30'276,81 Punkte abwärts.

Enttäuschte Hoffnungen auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran trieben die Ölpreise zu Wochenbeginn nach oben: Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November kostete zuletzt fast 106 US-Dollar.

Vertreter aus den USA und dem Iran waren am Rande der UN-Generalversammlung in New York erstmals seit Monaten wieder zu Verhandlungen zusammengekommen. Kurz darauf wurde ein neuer iranischer Vorschlag zur Wiedereröffnung der Meeresstrasse von Hormus bekannt, den US-Präsident Donald Trump allerdings ablehnte. Er rechnet nach eigenen Angaben mit weiteren Verhandlungen mit dem Iran.

Mit den steigenden Ölpreisen erhielten auch die Inflationssorgen der Anleger neue Nahrung, sodass die Renditen der als richtungweisend geltenden US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren nach der jüngsten Pause ebenfalls wieder zulegten. Höhere Renditen am Anleihenmarkt verringern die Attraktivität von Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren.

Bei dem von OpenAI gemeldeten Zwischenfall hatte es ein KI-Modell in einem Test geschafft, Antworten von einem externen Chatbot zu bekommen, obwohl es eigentlich keinen Internet-Zugang haben sollte. Die Software hat jedoch laut OpenAI eine Lücke in den Netzwerk-Einstellungen gefunden und ausgenutzt. Das Training solle nun erst wieder aufgenommen werden, wenn man sich sicher sei, dass die Lücke geschlossen ist. Der Zwischenfall sei zwar weniger gravierend als einige frühere, betonte OpenAI. Allerdings sei er der erste, seit die Sicherheitsvorkehrungen nach der Hacking-Attacke von OpenAI-Software auf die KI-Firma Hugging Face verschärft worden waren.

Aus der für Künstliche Intelligenz extrem wichtigen Halbleiterbranche sanken die Aktien von Micron, Intel, Qualcomm und ARM um bis zu 8 Prozent.

Beim Branchenprimus Nvidia hingegen stand ein Plus von 1,7 Prozent zu Buche. Den Titeln hatte eine Meldung des Technologieportals «Information» geholfen, dem zufolge Chinas Behörden erwägen, heimischen Unternehmen wie dem Online-Handelsriesen Alibaba und dem Tiktok-Betreiber Bytedance den Kauf der neuesten Nvidia-Chips zu erlauben. Zudem erhöhte Nvidia sein Aktienrückkaufprogramm.

Die Titel des Social-Media- und Technologieriesen Meta verloren knapp fünf Prozent. Der Jahre zurückliegende Datenschutz-Skandal um Cambridge Analytica hatte dem Facebook-Konzern eine frische Niederlage vor Gericht eingebrockt. Geschworene im US-Bundesstaat New Mexico entschieden, dass Nutzer mit Blick auf Datenschutz und Redefreiheit in die Irre geführt wurden. Der zuständige Richter soll nun die Höhe der Strafe festlegen - und es könnte ein erheblicher Betrag werden.

Im Dow rutschten die Papiere von Boeing mit einem Minus von fast sieben Prozent klar ans Index-Ende. Der Flugzeugbauer hatte einen neuen Software-Fehler bei seinem weit verbreiteten Modell 737 Max gefunden.

(cash/Bloomberg/AWP/Reuters)