Ferien im Ausland bieten viele Erlebnisse, neue Eindrücke und schöne Erinnerungen. Manchmal folgt zu Hause aber eine böse Überraschung. Nämlich dann, wenn die Kreditkartenrechnung in den Briefkasten flattert. Je nach Anbieter können beim Bezahlen im Ausland saftige Gebühren anfallen. Es lohnt sich also, vorab die jeweiligen Konditionen anzuschauen. Denn wer bei einem Ferienbudget von 3000 Franken auf die richtige Karte setzt, kann bis zu 180 Franken sparen, wie eine neue Analyse des Vergleichsdienstes Moneyland zeigt.

Grundsätzlich gilt: Mit einer Debitkarte fährt man im Ausland immer günstiger als mit der Kreditkarte – egal, ob Banken eine Grundgebühr verlangen oder nicht. Aber auch bei den Debitkarten sind die Unterschiede erheblich. Die Zusatzkosten belaufen sich je nach Karte auf bis zu 170 Franken!

Als Testsieger unter den Debit-Anbietern, die keine Grundgebühr verlangen, geht die Basler Genossenschaftsbank WIR hervor. Dort zahlt man bei Ausgaben von 3000 Franken nur einen Franken obendrauf – sofern man in Euro bezahlt. Beim Bezahlen in Dollar oder dem thailändischen Baht fallen keine Zusatzkosten an. Aufs Podest schaffen es zudem die Neobanken Alpian und Wise. Richtig teuer wirds bei der Basler Kantonalbank, der UBS und der Migros-Bank.

So viel Franken zahlst du drauf, wenn du die Debitkarte zückst*

Ohne Grundgebühr

Anbieter Wenn du in Euro zahlst Wenn du in US-Dollar zahlst Wenn du in thailändischen Baht zahlst
1. Bank WIR 1 0 0
2. Alpian 6 6 28
3. Wise 8 8 15
4. Neon Free 20 23 38
5. Revolut Free 24 23 31
6. Swissquote 29 29 73
7. Yuh 29 27 28
8. ZKB 48 50 65
9. Zak 59 100 118
10. Valiant 70 73 118
11. Basler Kantonalbank 111 153 170
12. UBS 113 118 144
13. Migros-Bank 125 128 164

* gerechnet wird stets mit Ausgaben von 3000 Franken

Manche Banken bieten für Einkäufe im Ausland günstigere Konditionen an. Voraussetzung dafür ist aber eine Grundgebühr, die je nach Anbieter über 200 Franken im Jahr betragen kann. Am wenigsten zahlt man bei diesem Debitkarten-Modell bei der Luzerner Kantonalbank und den Neobanken Revolut und Neon. Teuer wirds bei der Raiffeisen und der Bank Cler. Wichtig: Die jeweiligen Grundgebühren sind in der Analyse nicht enthalten.

Mit Grundgebühr

Anbieter Wenn du in Euro zahlst Wenn du in US-Dollar zahlst Wenn du in thailändischen Baht zahlst
1. Luzerner Kantonalbank (Debit Black) 3 4 23
2. Revolut (Plus, Premium, Standard) 7 5 14
3. Neon (Plus, Global, Metal) 10 13 27
4. Luzerner Kantonalbank (Debit Prime) 40 45 58
5. Luzerner Kantonalbank (Debit Classic) 74 76 92
6. Postfinance 82 82 100
7. Raiffeisen 104 107 103
8. Bank Cler 111 153 170

Deutlich stärker wird man beim Bezahlen mit der Kreditkarte zur Kasse gebeten. Doch nicht selten akzeptieren Geschäfte, Hotels oder Autovermieter im Ausland nur solche. Darum lohnt sich auch hier ein Blick auf die Gebühren. Gemäss Analyse hat die Key4-Karte der UBS die besten Konditionen unter Kreditkarten, die eine Jahresgebühr verlangen. Bei den Gratis-Karten ist die Swisscard von Visa Spitzenreiterin.

So viel Franken zahlst du drauf, wenn du die Kreditkarte zückst

Gratis-Karten

Anbieter Wenn du in Euro zahlst Wenn du in US-Dollar zahlst Wenn du in thailändischen Baht zahlst
1. Swisscard Visa 55 61 105
2. Migros Cumulus 94 97 112
3. Manor World 100 110 87
4. Simply Card Smart 102 99 132
5. Coop Supercard (Mastercard) 106 109 145
6. Coop Supercard (Visa) 109 111 149
7. Certo One & Ikea Family 126 131 158
8. Cashback Card & Poinz Card 146 136 180

Standard-Karten

Anbieter Wenn du in Euro zahlst Wenn du in US-Dollar zahlst Wenn du in thailändischen Baht zahlst
1. UBS Key4 Kreditkarten 25 28 42
2. Raiffeisen 98 100 99
3. Bank Cler & Kantonalbanken 108 117 95
4. Postfinance Mastercard 112 115 151
5. UBS Mastercard 113 117 152
6. Postfinance Visa 115 117 155
7. UBS Visa 117 119 156
8. Valiant 122 125 170
9. Cornercard 123 120 153
10. Swiss Miles & More & American Express 130 136 180
11. Cembra Mastercard 143 146 173
12. Liberty Card 147 144 177

Dieser Artikel erschien zuerst im Blick unter dem Titel «Diese Karten zückst du im Ausland besser nicht».

Nathalie Benn, RIngier
Nathalie BennMehr erfahren