Insgesamt sollen sieben neue Fahrzeuge bis 2029 auf den Markt gebracht werden, darunter fünf in Europa gebaute Pkw, wie der amerikanische Autohersteller Ford am Montag mitteilte. Unter den Fahrzeugen befinden sich sowohl Elektroautos, bei denen Ford mit Renault eine Kooperation vereinbart hat, als auch Verbrenner. Europachef Jim Baumbick erklärte, Partnerschaften seien von zentraler Bedeutung von Fords Wettbewerbsfähigkeit in Europa. «Das sind nicht nur Deals. Das sind strategische Hebel», sagte Baumbick.
Zugleich sprach sich Ford für Änderungen bei den Emissionsregeln in Europa aus. So müssten die CO2-Ziele die tatsächliche Nachfrage der Verbraucher und die Realität der Infrastruktur widerspiegeln. Auch müssten elektrifizierte Technologien wie Plug-In-Hybride oder Range Extender unterstützt werden.
Ford hat in den vergangenen Jahren deutlich an Marktanteil verloren und liegt mit nur noch 426.000 verkauften Autos in Europa auf dem achten Platz hinter Mercedes-Benz. Das Werk in Saarlouis wurde geschlossen, in Köln fallen Stellen weg. Unter den nun vorgestellten Autos sind zwei Fahrzeuge, die in Frankreich gebaut werden, ein Auto läuft im Ford-Werk im spanischen Valencia vom Band.
Im Nutzfahrzeugesegment gehört Ford dagegen weiterhin zu den führenden Anbietern. Hier soll eine grössere Version des Pick-Ups Ranger sowie ein elektrischer Kastenwagen auf den Markt kommen. Bei dem Pick-Up hat Ford dabei explizit auch das Militär als Kunden im Blick. «Europäische Regierungen und Umrüster für die Verteidigungsindustrie suchen zunehmend nach Serienfahrzeugen, die die extremen Anforderungen des Militärs erfüllen», sagte Baumbick.
(Reuters)

