07:42
Die Sorgen konzentrierten sich auf den Lieferfluss durch die Strasse von Hormus, schrieben die Analysten der ANZ in einem Kommentar. Die Wasserstrasse ist eine wichtige Transportader für rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Versorgung. Aktuell ist der Schiffsverkehr hier eingestellt. Iranische Streitkräfte haben Öltanker in oder nahe der Strasse von Hormus angegriffen.
Seit Wochenbeginn sind die Preise für Brent und WTI um jeweils mehr als 16 Prozent nach oben geschnellt.
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07:22
Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Donnerstag schwächer starten. Am Mittwoch waren die Aktienmärkte auf Erholungskurs gegangen, während die Preisexplosion am Ölmarkt stoppte. Der Dax hatte 1,7 Prozent auf 24'205 Punkte zugelegt. Auch an der Wall Street ging es bergauf. Investoren hofften auf eine baldige Entspannung im Nahen Osten.
Die Richtung an den Börsen dürften auch am Donnerstag die Entwicklungen im Iran vorgeben. Die Republikaner im US-Senat blockierten eine parteiübergreifende Resolution, die den Militäreinsatz gegen den Iran stoppen soll. Der Senat stimmte am Mittwoch mit 53 zu 47 Stimmen dagegen, die Vorlage weiter zu behandeln. Mit der Resolution soll der Kongress sein verfassungsmässiges Recht zurückerlangen, Kriege zu erklären.
Hierzulande lassen sich unter anderem Merck KGaA und DHL in ihre Bilanzen schauen. Die Protokolle der jüngsten Zinssitzung der Europäischen Zentralbank dürften Einblick in die internen Diskussionen der Währungshüter geben. Sie hatten den Leitzins im Februar weiter konstant gehalten, zugleich aber ihre Flexibilität angesichts der unsicheren geopolitischen Lage betont.
In Peking beginnt die Jahrestagung des Nationalen Volkskongresses. Im Fokus steht der neue Fünfjahresplan, der unter anderem Ziele für den Klimaschutz, die Energiesicherheit und den Abbau von Industrie-Überkapazitäten definieren soll.
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06:15
Der Schweizer Aktienmarkt tendiert gemessen am SMI um die Nulllinie mit leicht negativer Tendenz. Im vorbörslichen Handel der Bank IG tendiert der Leitindex 0,04 Prozent tiefer bei 13'520 Punkten.
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05:30
Die Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahost-Konflikt hat die asiatischen Börsen am Donnerstag beflügelt. Nach den kräftigen Verlusten vom Vortag erholten sich die Märkte, nachdem Berichte über mögliche Gespräche zwischen den USA und dem Iran die Risikobereitschaft der Anleger erhöhten. Die geopolitischen Spannungen bleiben jedoch hoch, nachdem ein US-U-Boot ein iranisches Kriegsschiff versenkt und die NATO eine iranische Rakete abgefangen hatte. «Das geopolitische Risiko kann sehr schnell wieder aufflammen, daher könnten die frühen Gewinne in der asiatisch-pazifischen Region nicht von Dauer sein», warnte Paco Chow vom Vermögensverwalter Moomoo.
In Tokio legte der Nikkei-Index um 1,8 Prozent auf 55'215,8 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix notierte 1,8 Prozent höher bei 3699,4 Zählern. Die Börse Shanghai gewann 0,8 Prozent auf 4116,8 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 1,3 Prozent auf 4662,8 Punkte. China setzte sein Wachstumsziel für das kommende Jahr mit 4,5 bis fünf Prozent etwas niedriger an als im Vorjahr.
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23:40
Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten und Zusagen von US-Präsident Donald Trump zur Stabilisierung der Ölmärkte haben der Wall Street am Mittwoch Auftrieb gegeben.
Einem Bericht der «New York Times» zufolge haben iranische Geheimdienstmitarbeiter einen Tag nach den Angriffen indirekt Kontakt zur CIA aufgenommen. US-Regierungsvertreter äusserten sich jedoch skeptisch, ob die Regierung Trump oder der Iran tatsächlich zu einer raschen Deeskalation bereit seien. Beruhigend wirkte auf die Märkte Trumps Ankündigung, Öltanker in der Strasse von Hormus durch die US-Marine begleiten zu lassen und Versicherungen gegen politische Risiken anzubieten. Der Ölpreis der Sorte Brent blieb unverändert bei 81,40 Dollar je Barrel und notierte damit auf dem höchsten Stand seit Januar 2025.
Die Schritte des Weissen Hauses minderten die Sorge vor massiven Störungen am Ölmarkt, die die Inflation anheizen könnten, sagte Jim Awad von Clearstead Advisors. Die Erleichterung habe Anleger ermutigt, bei Tech-Titeln einzusteigen, die im Februar stark verkauft worden waren. «Diese Kombination verleiht dem Markt einen gewissen Optimismus, der in den kommenden Wochen auf die Probe gestellt wird», sagte Awad. Man dürfe jedoch weder zu optimistisch noch zu pessimistisch werden. Papiere von Nvidia stiegen um 1,7 Prozent, Amazon um 3,9 Prozent und Tesla um 3,4 Prozent.
Richard Bernstein von der gleichnamigen Beratungsfirma warnte indes, dass der Krieg die Inflation weiter antreiben könnte. Sollten die Kämpfe länger andauern und die US-Wirtschaft belasten, drohe an den Märkten mehr Volatilität.
Ein verhaltener Geschäftsausblick belastete Papiere des Modehändlers Abercrombie & Fitch, die 3,6 Prozent nachgaben. Das Unternehmen rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatzwachstum zwischen drei und fünf Prozent. Analysten hatten im Schnitt ein Plus von 4,2 Prozent prognostiziert.
(cash/AWP/Reuters)

