08:05

Der Schweizer Aktienmarkt (SMI) wird im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,1 Prozent tiefer auf 13'355 Punkten indiziert. Nur Amrize (+0,7 Prozent) und Kühne+Nagel (+3,9 Prozent) stiegen vorbörslich. Die Kursverluste der übrigen SMI-Titel fallen zwischen 0,1 und 1,6 Prozent.

Auch der breite Markt dürfte schwächer in den Tag starten – mit einem Minus von 0,06 Prozent. Die höchsten Bewegungen werden bei den Aktien von Autoneum (-2,6 Prozent), Comet (+0,4 Prozent, Ypsomed (+0,4 Prozent), ams Osram (+0,8 Prozent) und Ems-Chemie (+2,7 Prozent) prognostiziert.

+++

07:30

Gold stieg am Mittwoch erneut an und erreichte wieder ein Rekordhoch, während Silber erstmals die Marke von 90 US-Dollar überschritt. Auslöser waren schwächer als erwartete US-Inflationsdaten, die die Wetten auf Zinssenkungen festigten, vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Unsicherheiten.

Der Spotpreis für Gold legte zeitweise um 1 Prozent auf 4.633,40 US-Dollar je Unze zu, nachdem er zuvor im Handelsverlauf mit 4.639,42 US-Dollar ein Rekordhoch erreicht hatte. Der Spotpreis für Silber sprang um 4,2 Prozent auf 90,59 US-Dollar je Unze, nachdem das Edelmetall erstmals die Marke von 90 US-Dollar überschritten hatte. Damit liegt Silber in diesem Jahr bereits fast 27 Prozent im Plus.

«Die US-Verbraucherpreisdaten zeigten, dass die Inflation mit 2,6 Prozent auf Jahresbasis relativ gedämpft geblieben ist, und Risikoanlagen hoffen nun auf einen ähnlich benignen Erzeugerpreisindex, um die Erwartungen an weitere geldpolitische Lockerungen aufrechtzuerhalten», sagte Tim Waterer, Chefmarktanalyst bei KCM Trade.

Analysten zufolge haben Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed sowie das Vertrauen in US-Vermögenswerte die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold zusätzlich gestützt.

An den Märkten werden in diesem Jahr zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte erwartet, die früheste im Juni.

+++

07:00

Am Mittwoch wird der europäische Stoxx 600 vorbörslich höher gesehen. Die Futures-Kontrakte notieren um 0,08 Prozent im Plus. Der deutsche Dax dürfte gemäss Berechnungen von Banken und Brokerhäusern ebenfalls leicht steigen (+0,1 Prozent).

Der Swiss Market Index (SMI) notiert vorbörslich bei der IG Bank um 0,03 Prozent höher bei 13'372 Punkten.

+++

06:20

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,1 Prozent höher bei 13'380 Punkten.

Nach den jüngsten Rekorden an den Börsen auf beiden Seiten des Atlantiks zum Wochenstart hat sich eine gewisse Ernüchterung bei den Investoren breit gemacht. Beide grossen US-Börsen gaben am Dienstagabend nach Handelsschluss in Europa nochmals etwas nach und beendeten die Sitzung im Minus.

Ein Marktbeobachter sprach von einer Unsicherheit der Anleger angesichts jüngster Aussagen von Präsident Donald Trump. Trump forderte kürzlich eine einjährige Begrenzung der Kreditkartenzinsen auf 10 Prozent und sprach sich dafür aus, dass Verteidigungsunternehmen keine Dividenden ausschütten oder Aktienrückkäufe tätigen dürfen. Zudem sollte institutionellen Anlegern der Kauf von Einfamilienhäusern untersagt werden. Zudem konnte die grösste US-Bank JPMorgan mit ihren Quartalsergebnissen die Finanzgemeinde nicht überzeugen.

Damit sind die Vorgaben für den heutigen Handel in der Schweiz eher negativ. Zudem sind Unternehmensergebnisse noch spärlich gesät: So legt nur Partners Group die verwalteten Vermögen von 2025 vor. Und der Flughafen Zürich veröffentlicht die Verkehrszahlen vom Dezember. International geht der Reigen der Grossbankenergebnisse mit der BofA, Wells Fargo und der Citigroup weiter. Zudem steht noch eine Reihe von Konjunkturdaten aus Amerika an, wie etwa die Erzeugerpreise oder der Detailhandelsumsatz im November und die Wiederverkäufe von Häusern im Dezember.

+++

05:05

Spekulationen über eine vorgezogene Neuwahl in Japan und die damit verbundene Hoffnung auf weitere Konjunkturhilfen haben die asiatischen Aktienmärkte am Mittwoch beflügelt. ‌An ‌der Börse in Tokio legte der Nikkei-Index um 1,4 Prozent auf 54.322,43 Punkte zu. Der schwache Yen und die Aussicht auf weitere Konjunkturmassnahmen beflügelten den sogenannten «Takaichi-Handel», nachdem Medien über ​entsprechende Überlegungen von Premierministerin Sanae Takaichi berichtet hatten. Zudem ‌trieben geopolitische Spannungen den Goldpreis auf ein ‌Rekordhoch. US-Präsident Donald Trump hatte den Iranern weitere Hilfe bei ihren Protesten zugesagt, woraufhin die Regierung in Teheran ihm vorwarf, zu Gewalt anzustiften. Masahiko Loo, Stratege bei State Street Investment Management, sagte, die Marktbewegungen spiegelten die Erwartungen einer fiskalischen Lockerung ⁠wider. Die Börse in Shanghai gewann 1,2 Prozent.

+++

04:34

Am Devisenmarkt gewann der Dollar geringfügig auf 159,09 Yen. Zum chinesischen Yuan legte er leicht auf 6,9758 Yuan zu. Zur Schweizer ​Währung rückte der Dollar etwas auf 0,8007 Franken vor. ‌Der Euro notierte fast unverändert bei 1,1646 Dollar ‍und zog zum Franken auf 0,9325 Franken an.

+++

03:15

Die Ölpreise gaben leicht nach. Ein Barrel (159 Liter) ​der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 0,4 Prozent auf 65,19 Dollar. Das US-Öl WTI notierte 0,5 Prozent schwächer bei 60,84 Dollar. Der Goldpreis stieg dagegen um 0,6 ‌Prozent auf ein Rekordhoch von 4613,93 Dollar je ⁠Feinunze. Auch Silber verteuerte sich um mehr als zwei ‌Prozent und erreichte ebenfalls einen Rekordstand.

+++

01:30

Nach dem Rekordkurs der Wall Street zum Wochenstart ist am Dienstag eine gewisse Ernüchterung eingetreten. Frische US-Inflationsdaten hatten nur relativ wenig Einfluss auf die Notierungen. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,80 Prozent tiefer bei 49.191,99 Punkten. Tags zuvor hatte der US-Leitindex mit 49.633 Punkten eine weitere Bestmarke aufgestellt.

Der marktbreite S&P 500 fiel am Dienstag um 0,19 Prozent auf 6.963,74 Zähler, nachdem er am Freitag und Montag Höchststände markiert hatte. An der Technologiebörse Nasdaq gab der Nasdaq 100 am Dienstag um 0,18 Prozent auf 25.741,95 Punkte nach.

Ein Marktbeobachter sprach von einer Unsicherheit der Anleger angesichts jüngster Aussagen von Präsident Donald Trump. Trump forderte kürzlich eine einjährige Begrenzung der Kreditkartenzinsen auf 10 Prozent und sprach sich dafür aus, dass Verteidigungsunternehmen keine Dividenden ausschütten oder Aktienrückkäufe tätigen dürfen. Zudem sollte institutionellen Anlegern der Kauf von Einfamilienhäusern untersagt werden.

Die Quartalsberichtssaison der US-Unternehmen eröffnete am Dienstag JPMorgan . Die Übernahme der Apple-Kreditkarten von Goldman Sachs hat der grössten US-Bank im Schlussquartal 2025 einen Gewinnrückgang eingebrockt. Die Pläne von Bankchef Jamie Dimon für das laufende Jahr fielen indes höher aus als von Branchenexperten im Schnitt erwartet. Die JPMorgan-Aktie verlor letztlich 4,2 Prozent.

Apple greift unterdessen den Softwarehersteller Adobe sowie Entwickler von Musik-Anwendungen mit einem deutlich günstigeren Bündel-Abopreis für seine Kreativ-Apps an. Adobe-Aktien sackten um 5,4 Prozent ab, während Apple-Papiere um 0,3 Prozent zulegten.

Die Papiere der Kreditkartenanbieter Mastercard und Visa litten erneut unter Trumps Forderung einer Zinsobergrenze und büssten zwischen 3,8 und 4,5 Prozent ein.

Für die Anteilsscheine von Meta ging es um 1,7 Prozent bergab. Der Facebook-Konzern will mit einem verstärkten Fokus auf KI rund jeden zehnten Job in seiner verlustreichen Sparte Reality Labs streichen, die einst als Zukunft des Konzerns galt. Die Sparte Reality Labs verbuchte allein in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres einen operativen Verlust von gut 13 Milliarden Dollar - bei lediglich 1,2 Milliarden Dollar Umsatz.

Der US-Flugzeugbauer Boeing lieferte nach seiner verschärften Krise von 2024 im vergangenen Jahr wieder deutlich mehr Jets aus. Bei den Bestellungen lag Boeing 2025 mit brutto 1.175 Maschinen sogar klar vor seinem europäischen Konkurrenten Airbus . An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an: Die Boeing-Aktie gewann 2,0 Prozent.

Zu den klaren Kursgewinnern zählten auch die Papiere von Intel und AMD , die um 7,3 beziehungsweise 6,4 Prozent stiegen. Das Investmenthaus Keybanc Capital Markets hob beide Chipwerte auf «Overweight» an.

Die Titel von Delta Air Lines fielen um 2,4 Prozent. Die Prognose der Fluggesellschaft für den Gewinn je Aktie im Jahr 2026 wurde am Markt als zurückhaltend eingestuft.

Schwächster Wert im Dow war die Aktie des Softwarekonzerns Salesforce. Sie fiel ungeachtet einer positiven Produktnachricht um 7,1 Prozent. Salesforce kündigte eine Weiterentwicklung seines KI-Slackbots an. Die Neuerung zielt darauf ab, die Produktivität in Unternehmen zu steigern.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Luca_Niederkofler
Luca NiederkoflerMehr erfahren