08:05
Der SMI steigt im vorbörslichen Handel bei Julius Bär um 0,56 Prozent.
Alle Titel des Leitindex stehen im Plus. Kräftig ziehen Zurich Insurance (+0,96 Prozent) und Alcon an (+1,51 Prozent).
06:45
In Ostasien sind die Börsenkurse wegen des sich ausweitenden Konflikts im Nahen Osten erneut deutlich gefallen. In Tokio sank der Nikkei 225 um vier Prozent. Damit gab der japanische Leitindex seit dem Start des Iran-Kriegs am Wochenende etwas mehr als acht Prozent.
Der südkoreanische Leitindex Kospi fiel zwischenzeitlich sogar um fast 13 Prozent. Im späten Handel in Seoul verlor er noch zehn Prozent und baute damit das Minus seit dem Wochenende auf 16 Prozent aus.
Südkorea und Japan hängen stark von Ölimporten aus dem Nahen Osten ab, die grösstenteils über die Strasse von Hormus transportiert werden. Derzeit ist der Schiffsverkehr in der Meeresenge wegen des Iran-Kriegs stark eingeschränkt und gilt als sehr riskant. Zudem sind die Preise für Rohöl seit Beginn des Kriegs deutlich gestiegen.
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06:20
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,4 Prozent höher bei 13'467 Punkten.
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04:30
«Es sieht so aus, als würde der Konflikt länger dauern als zunächst gedacht», sagte Damien Boey, Portfolio-Stratege bei Wilson Asset Management in Sydney. Die Ausweitung des Krieges auf US-Verbündete und Angriffe auf Öl-Infrastruktur verschärften die Lage.
Die Börse in Seoul verzeichnete mit einem Minus von vier Prozent die stärksten Verluste. Innerhalb von zwei Tagen summierte sich das Minus auf mehr als elf Prozent. Der südkoreanische Won fiel auf ein 17-Jahres-Tief.
In Tokio gab der Nikkei-Index 4,1 Prozent auf 53'947 Punkte nach, der breiter gefasste Topix notierte 4,2 Prozent niedriger bei 3613 Zählern. Die Börse Shanghai verlor 1,4 Prozent auf 4064 Stellen.
Der Goldpreis brach nach den jüngsten Gewinnen um 4,5 Prozent ein, da Anleger Gewinne mitnahmen, um Verluste an anderer Stelle auszugleichen.
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03:25
Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 157,54 Yen und legte 0,3 Prozent auf 6,9182 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7810 Franken vor. Der Euro blieb fast unverändert bei 1,1601 Dollar und gab 0,2 Prozent auf 0,9064 Franken nach. Die europäische Gemeinschaftswährung rutschte unter 1,16 Dollar, da Anleger befürchten, dass Europa besonders stark von höheren Energiekosten betroffen sein wird.
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02:15
Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,9 Prozent auf 82,12 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,5 Prozent fester bei 74,92 Dollar. Die Ölpreise lagen damit mehr als zwölf Prozent über dem Wochenbeginn, gaben jedoch von ihren Tageshöchstständen nach, nachdem US-Präsident Donald Trump Versicherungsgarantien für Schiffe im Golf angeordnet hatte.
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23:55
Die US-Aktienmärkte haben am Dienstag die Auswirkungen des Iran-Kriegs zu spüren bekommen. Zwar konnten die wichtigsten Indizes im Handelsverlauf einen Grossteil ihrer im Tagesverlauf erlittenen Verluste wieder wettmachen, da die USA einen Schutz für Öltanker signalisiert hatte. Dies verlangsamte den Anstieg der Ölpreise deutlich. Damit drückten unter dem Strich Wirtschaftssorgen und die Furcht vor insgesamt deutlich steigenden Preisen auf die Stimmung der Anleger. In Europa und Asien sackten die Kurse ab.
Der Dow Jones Industrial hatte zwischenzeitlich seine bislang in diesem Jahr erzielten Gewinne eingebüsst und war um bis zu 2,6 Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang Dezember gesunken. Zum Handelsschluss stand noch ein Minus von 0,83 Prozent auf 48'501 Punkte zu Buche.
Der marktbreite S&P 500 verlor 0,94 Prozent auf 6816 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,09 Prozent auf 24'720 Punkte nach unten.
Israel hat bei neuen Angriffen auf Teheran wieder den iranischen Machtapparat ins Visier genommen. Äusserungen von US-Regierungsmitgliedern warfen derweil neue Fragen zur Begründung der Angriffe auf - insbesondere, ob sich die USA von Israel in den Krieg hineinziehen lassen haben, der schon jetzt Folgen für einen grossen Teil des Nahen Ostens hat.
«Die Märkte reagieren auf jede Schlagzeile», schrieb Analyst Fawad Razaqzada vom Handelshaus Forx.com. Vieles werde nun davon abhängen, ob die Spannungen zurückgehen - oder ob sich die aktuelle Entwicklung als Beginn einer länger anhaltenden Störung der globalen Versorgung mit Rohöl erweist.
Mit etwas Erleichterung nahmen die Anleger zuletzt zur Kenntnis, dass US-Präsident Donald Trump den vom Iran bedrohten Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus absichern will - auch mit der eigenen Marine. «Falls erforderlich, wird die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Strasse von Hormus zu eskortieren», schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Um jeden Preis würde die USA den freien Fluss von Energie für den Rest der Welt sicherstellen.
Aus Branchensicht mieden Anleger zuletzt vor allem Minenbetreiber, nachdem der Goldpreis stark unter Druck gekommen war. Auch der Preis für Silber gab deutlich nach. Gestiegene Inflationsgefahren im Zuge der höheren Öl- und Gaspreise belasten zunehmend die Edelmetallpreise. Die Möglichkeit speziell der US-Notenbank, die Geldpolitik zu lockern, könnte so eingeschränkt werden. Ein höheres Zinsniveau wirkt sich tendenziell negativ auf Edelmetalle aus, da sie keine Zinsen abwerfen. Damit sackten Coeur Mining um gut zehn und Newmont um mehr als acht Prozent ab.
Am Dow-Ende verloren die als besonders konjunktursensibel geltenden Aktien des Baumaschinenherstellers Caterpillar fast vier Prozent. Dagegen feierten die Anleger die Geschäftszahlen und Ausblicke der Einzelhändler Best Buy und Target - die Papiere zogen unter den besten Werten im S&P 500 um jeweils rund sieben Prozent an.
Die Titel des Datenbankmanagementsystem-Spezialisten MongoDB wurden von einem schwachen Ausblick belastet: Sie brachen um mehr als 22 Prozent ein.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

