16:25
Am US-Aktienmarkt geht es am Dienstag nach dem verhaltenen Wochenauftakt wieder freundlich zu. Der Dow-Jones-Index notierte im frühen Handel 0,7 Prozent höher mit 49.806 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,25 Prozent auf 7125 Zähler und der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,2 Prozent auf 24.453 Punkte.
Nach wie vor wird auf eine zweite Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran gehofft, weshalb auch die Ölpreise etwas nachgaben. Kurz bevor die 14-tägige Waffenruhe in der Nacht zum Donnerstag mitteleuropäischer Zeit abläuft, fehlen von iranischer Seite bis zuletzt eindeutige Signale für eine weitere Dialogbereitschaft.
Für Auftrieb sorgte unter anderem die Ankündigung von Amazon , bis zu 25 Milliarden Dollar in das KI-Start-up Anthropic investieren zu wollen. Die Amazon-Aktie stieg um 1,4 Prozent. Zudem hob die US-Bank JP Morgan ihr Jahresendziel für den S&P 500 an und begründete dies mit KI- und technologiegetriebenen Gewinnen. «Der US-Aktienmarkt dürfte in den kommenden Monaten dank des anhaltenden Gewinnwachstums weiter neue Höchststände erreichen», schrieben die Analysten von Goldman Sachs.
Im Fokus standen zudem zahlreiche Einzelwerte. Die Aktien von UnitedHealth sprangen um 9,2 Prozent in die Höhe, nachdem der Gesundheitskonzern seine Jahresprognose anhob und die Erwartungen für das erste Quartal übertraf. Im Sog dessen legten auch die Papiere der Konkurrenten CVS Health und Humana um 1,7 und 5,1 Prozent zu. Apple teilte mit, dass der langjährige Hardware-Chef John Ternus die Nachfolge von Tim Cook als Vorstandsvorsitzender antreten wird. Die Aktie gab leicht um 0,6 Prozent nach.
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16:00
Die Aktien von Apple verlieren am Dienstag 0,7 Prozent.
Der iPhone-Hersteller hatte am Vorabend bekannt gegeben, dass Hardware-Chef John Ternus am 1. September den seit nunmehr 15 Jahren als Vorstandschef agierenden Tim Cook ablösen wird. Cook wird Vorsitzender des Verwaltungsrates.
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15:30
Der Dow Jones legt am Dienstag bei Handelseröffnung 0,5 Prozent zu. Auch der S&P 500 und der Nasdaq 100 gewinnen jeweils rund 0,15 Prozent an Wert.
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15:05
Der Broker IG taxierte den or dem Börsenstart 0,5 Prozent höher bei 49'710 Punkten. Noch am Freitag hatte der bekannteste Wall-Street-Index sich wieder deutlich seinem Rekordhoch aus dem Februar angenähert. Der Nasdaq 100 wird 0,3 Prozent höher auf 26'680 Zählern erwartet. Sowohl der Technologie-Auswahlindex als auch der marktbreite S&P 500 hatten am Freitag Höchststände erklommen.
Am US-Aktienmarkt werden am Dienstag zum Handelsstart also moderate Gewinne erwartet. Angesichts der unsicheren Lage in Nahost dominiert - wie bereits zum Wochenstart - die Vorsicht. Nach wie vor wird auf eine zweite Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran gehofft, weshalb auch die Ölpreise etwas nachgaben. Zur freundlich stabilen Stimmung dürften zudem die im März kräftiger als erwartet gestiegenen Einzelhandelsumsätze beitragen.
«Die Börsen preisen weiterhin ein Ende des militärischen Konfliktes und eine schrittweise Normalisierung der Energiemärkte ein», kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.
Es wird allgemein erwartet, dass der Iran neue Verhandlungen mit den USA in Islamabad eingehen wird. Die Gespräche sollen noch vor dem Auslaufen der derzeitigen Waffenruhe stattfinden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Kreise. Aktuell allerdings warf US-Präsident Donald Trump dem Iran vor, die Waffenruhe mehrfach gebrochen zu haben.
Sollten die Konfliktparteien keine neue Vereinbarung treffen, könnte der Krieg erneut losbrechen, denn dann läuft die Feuerpause aus. Trump hatte eine Verlängerung ohne handfesten Deal als «sehr unwahrscheinlich» bezeichnet. Zugleich machte der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi den USA zwar Vorwürfe, schloss aber eine neue Verhandlungsrunde nicht explizit aus.
Unter den «glorreichen Sieben» dürften Apple und Amazon besonders im Blick stehen. Apple gaben vorbörslich um 0,4 Prozent nach. Der iPhone-Hersteller hatte am Vorabend bekannt gegeben, dass Hardware-Chef John Ternus am 1. September den seit nunmehr 15 Jahren als Vorstandschef agierenden Tim Cook ablösen wird. Cook wird Vorsitzender des Verwaltungsrates. Analysten sahen dies positiv. So werde mit dem Wechsel die Kernstrategie und -vision des Unternehmens wohl beibehalten, doch das Potenzial für langfristige Veränderungen steige, schrieb etwa Morgan-Stanley-Analyst Eric Woodring.
Amazon gewannen vorbörslich 2,6 Prozent. Mit einer weiteren Milliarden-Investition vertieft der Tech-Konzern und Online-Händler seine Allianz mit dem OpenAI-Rivalen Anthropic. In einem ersten Schritt wird Amazon 5 Milliarden Dollar (4,2 Mrd. Euro) in den Entwickler des KI-Chatbots Claude stecken, in weiteren Schritten könnten es bis zu 20 Milliarden Dollar mehr werden.
Im Dow dürften zudem mit Quartalszahlen UnitedHealth und 3M Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Der grösste US-Krankenversicherer ist inmitten seines krisenbedingten Schrumpfkurses überraschend stark in das neue Jahr gestartet. Zudem wurde das Management auch für das Gesamtjahr optimistischer. Die Aktie sprang vorbörslich um 7,8 Prozent hoch. Die Titel von 3M gab nach vorgelegten Quartalszahlen zugleich um 3,2 Prozent nach. Der Hersteller von Post-it-Haftnotizen, Schutzausrüstung und Autopflegeprodukten verfehlte mit seinem bereinigten Wachstum aus eigener Kraft die Markterwartungen.
Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern RTX hob zur Zahlenvorlage seine Jahresziele für Umsatz und Gewinn an, was der Aktie zu einem vorbörslichen Plus von 2,5 Prozent verhalf. Um 3,6 Prozent stieg zudem die Aktie von GE Aerospace, denn auch der Hersteller von Flugzeugtriebwerken ist etwas optimistischer für das Gesamtjahr geworden. Er sieht das Jahresergebnis je Aktie nun am oberen Ende seiner Prognosespanne.
Qiagen -Konkurrent Danaher hob sein Ergebnisziel für 2026 an, was der Aktie ein vorbörsliches Plus von 0,5 Prozent bescherte. Das Analysehaus Jefferies lobte vor allem die überraschend starken Margen im ersten Quartal sowie das Ergebnis je Aktie, bemängelte allerdings die verfehlten Umsatzerwartungen.
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14:45
Ein geplatzter Vertrag mit PepsiCo lässt die Aktie des dänischen Brauereikonzerns Royal Unibrew abstürzen. Die Titel rutschen um bis zu 24 Prozent ab und steuerten damit auf den grössten Tagesverlust seit mehr als 21 Jahren zu. Grund ist das Ende einer wichtigen Partnerschaft mit dem US-Getränkeriesen in Nordeuropa. Der Konkurrent Carlsberg wird den Abfüllvertrag übernehmen.
Royal Unibrew teilte mit, die Partnerschaft mit PepsiCo werde beendet, da keine Einigung über eine Fortsetzung erzielt werden konnte. Die Lizenz, die Dänemark, Finnland, die baltischen Staaten sowie den deutschen Grenzhandel umfasst, macht dem Unternehmen zufolge etwa 13 Prozent des Nettoumsatzes aus. Die Partnerschaft in den Benelux-Ländern werde jedoch vertragsgemäss über das Jahr 2028 hinaus fortgesetzt, hiess es.
Konkurrent Carlsberg gab daraufhin bekannt, seine strategische Partnerschaft mit PepsiCo auszuweiten. Ab Januar 2029 werde Carlsberg zum Abfüller für PepsiCo in Dänemark, Finnland, Estland, Lettland und Litauen. Das Unternehmen ist bereits seit mehr als 25 Jahren PepsiCo-Partner in Schweden und Norwegen. Die bestehenden Abfüllverträge von Carlsberg mit Coca-Cola in Dänemark und Finnland laufen demnach zum 31. Dezember 2028 aus.
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13:15
Die Futures der US-Aktienmärte steigen:
Unterdessen steht der Schweizer Aktienmarkt gemessen am SMI 0,33 Prozent tiefer.
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11:35
Der Schweizer Aktienmarkt steht gemessen am SMI 0,17 Prozent tiefer. Der Leitindex notiert bei 13'261 Zählern.
Der SMI kommt nach den Kursverlusten zum Wochenauftakt also auch am Dienstag nicht auf Touren. Dabei wird der Leitindex vor allem von den defensiven Schwergewichten ausgebremst. Der Iran-Krieg bleibt weiterhin das Hauptthema.
Die Anspannung vor der am Mittwoch zu Ende gehenden Waffenruhe bleibe weiterhin hoch, so ein Marktbeobachter. Die Hoffnung auf ein Fortsetzen der Gespräche und eine diplomatische Lösung im Konflikt seien zwar intakt, allerdings habe sich der Ton jüngst klar verschärft. Derzeit seien verschiedene Szenarien wie eine erneute Eskalation, eine Verlängerung der Waffenruhe oder auch die Präsentation einer Lösung in letzter Minute denkbar.
Ohne eine Einigung könne sich der Konflikt zu einem echten Flächenbrand ausweiten, heisst es in einem Kommentar von CMC Markets. Das sei allerdings auch den Protagonisten bewusst, und es werde gerade aktiv gepokert. Der Ölpreis der Sorte Brent tendiert derweil mit Kursen von 94,40 US-Dollar je Barrel seitwärts.
Der SMI leidet dabei unter der Schwäche der defensiven Werte: So sind Nestlé (-0,9 Prozent) deutlich im Minus und auch die beiden Pharmaschwergewichte Roche (-0,4 Prozent) und Novartis (-0,5 Prozent) ziehen den Leitindex nach unten. Zudem muss die UBS (-1,5 Prozent oder -0,59 Fr.) den Dividendenabgang von 1,10 US-Dollar bzw. rund 86 Rappen verkraften. Grösster Verlierer sind ohne Neuigkeiten Logitech (-2,9 Prozent).
Von den 20 Bluechips ist eine Mehrheit von 11 Titeln im Minus. Eine Gegenbewegung zeigt sich dagegen bei konjunktursensitiven Titeln, die am Vortag überdurchschnittlich eingebüsst hatten. So können Sika (+1,1 Prozent) und Amrize (+0,5 Prozent) zulegen, während sich die Abgaben bei Holcim (-0,1 Prozent) und Geberit (-0,1 Prozent) in engen Grenzen halten.
Im Fokus stehen zudem die Tech-Titel, welche von den anhaltend hohen Investitionen grosser US-Konzerne in KI-Infrastruktur profitieren. So legen VAT (+1,4 Prozent), Comet (+1,6 Prozent) und AMS-Osram (+2,1 Prozent) gegen den Trend zu. Leicht im Plus sind am Dienstag auch Temenos (+0,3 Prozent). Am Vortag hatten die Titel im Vorfeld der Zahlenpublikation von heute Abend allerdings über 3 Prozent verloren.
Im breiten Markt verlieren auch Flughafen Zürich (-3,8 Prozent oder 8,40 Fr.) und Straumann (-0,6 Prozent oder 0,72 Fr.), die beide Ex-Dividende gehandelt werden (Flughafen: 8,50 Fr./ Straumann: 1,00 Fr.). Der Abwärtstrend bei den PS von Lindt & Sprüngli (-2,8 Prozent) geht derweil unvermindert weiter, wobei ein negativer Kommentar von Goldman Sachs zusätzlich belastet.
Weiter richtet sich die Aufmerksamkeit im Tagesverlauf auf die Veröffentlichung der US-Detailhandelsumsätze am Nachmittag. Diese dürften vor allem aufgrund der gestiegenen Energiepreise höher ausfallen, während die Kernrate laut Analysten unter Druck stehen dürfte.
Neben den geopolitischen Entwicklungen und Konjunkturdaten rückt in den kommenden Tagen die Berichtsaison für das erste Quartal verstärkt in den Mittelpunkt. In der Schweiz legen mehrere Schwergewichte wie ABB, Nestlé, Roche und Holcim Quartalszahlen offen. Insbesondere von den zukunftsgerichteten Aussagen erhoffen sich die Anleger Hinweise zum konjunkturellen Umfeld.
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09:45
Der Schweizer Aktienmarkt fällt gemessen am SMI um 0,45 Prozent. Der Leitindex steht bei 13'223 Zählern.
Einen Tag vor Ablauf der Waffenruhe in Nahost zeigen sich die Anleger zurückhaltend. Das Risiko abrupter Marktbewegungen bleibe weiterhin hoch, so ein Marktbeobachter.
So hat sich der Ton zuletzt verschärft. US-Präsident Donald Trump drohte mit militärischer Eskalation im Falle eines Scheiterns der Gespräche, während Iran geringe Gesprächsbereitschaft signalisiert und Verhandlungen «unter Druck» ablehnt. Die Vorgaben von den asiatischen Märkten sind uneinheitlich. Die US-Indizes hatten am Vortag tiefer geschlossen und damit ein ausgeprägtes Rally unterbrochen hatten.
Klar unterdurchschnittlich entwickeln sich die beiden Pharmaschwergewichte Roche (-1,3 Prozent) und Novartis (-1,0 Prozent). Grösster Verlierer sind UBS (-2,1 Prozent oder -0,71 Fr.) wobei bei der Grossbank der Dividendenabgang von 1,10 US-Dollar bzw. rund 86 Rappen belastet. Zu den grösseren Verlierern zählen auch die defensiven Swisscom (-0,7 Prozent) und Nestlé (-0,5 Prozent).
Leicht im Minus sind am Dienstag auch Temenos (-0,3 Prozent). Bereits am Vortag hatten die Titel im Vorfeld der Zahlenpublikation von heute Abend über 3 Prozent verloren. Im breiten Markt verlieren auch Flughafen Zürich (-3,0 Prozent) und Straumann (-0,4 Prozent), die beide Ex-Dividende gehandelt werden.
Weiter richtet sich die Aufmerksamkeit im Tagesverlauf auf die Veröffentlichung der US-Detailhandelsumsätze am Nachmittag. Diese dürften vor allem aufgrund der gestiegenen Energiepreise höher ausfallen, während der Kernrate laut Analysten unter Druck stehen dürfte.
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09:05
Der SMI fällt um 0,59 Prozent auf 13'206 Punkte.
Der SPI verliert 0,34 Prozent und steht bei 18'701 Zähler. DocMorris (plus 3,6 Prozent) und Tecan (plus 1,6 Prozent) sind gefragt, wogegen Lindt&Sprüngli (minus 2,5 Prozent) und Gurit (minus 2,3 Prozent) verkauft werden.
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09:00
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
- DocMorris: UBS erhöht auf 4 (3,50) Fr. – Sell
- Helvetia Baloise: JPMorgan erhöht auf 260 (250) Fr. – Overweight
- Barry Callebaut: UBS senkt auf 1100 (1355) Fr. – Neutral
- Lindt&Sprüngli: Goldman Sachs senkt auf 100'000 (109'000) Fr. – Sell
- Julius Bär: Barclays erhöht auf Overweight (EW) - Ziel 71 (63,70) Fr.
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08:05
Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,12 Prozent höher.
Den grössten Zuwachs unter den SMI-Werten verzeichnet Amrize (plus 1 Prozent). Auch die anderen Bauwerte Holcim, Geberit und Sika sind mit je rund 0,4 Prozent im Plus. Novartis verliert hingegen 0,2 Prozent, während Roche 0,03 Prozent einbüsst. UBS ist mit 1,3 Prozent im Hintertreffen, wir am Dienstag allerdings mit Dividendenabschlag gehandelt.
Der breite Markt steigt um 0,26 Prozent. Grössere Gewinne sehen Accelleron (plus 0,9 Prozent), Temenos (plus 0,8 Prozent) und AMS Osram (plus 0,7 Prozent).
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07:45
Die Ölpreise haben am Dienstag leichte Verluste verzeichnet. Am Markt wird auf eine wahrscheinliche Teilnahme Irans an neuen Verhandlungen mit den USA in Islamabad verwiesen. Die Gespräche sollen noch vor dem Auslaufen der derzeitigen Waffenruhe stattfinden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Kreise. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Juni kostete zuletzt 94,41 Dollar und damit 1,12 Prozent weniger als am Vortag. Bei der US-Sorte WTI gab es eine ähnliche Bewegung.
Medienberichten zufolge steht die US-Delegation um US-Vizepräsident JD Vance vor einer Abreise Richtung Pakistan. Die Sprecherin des Weissen Hauses, Karoline Leavitt, gab sich dem Sender Fox News gegenüber zuversichtlich, dass die USA ein «wirklich gutes Abkommen» schliessen würden. Die USA stünden kurz vor einer Einigung, sagte Leavitt weiter. Zentraler Streitpunkt bleibt derweil die US-Seeblockade iranischer Schiffe und Häfen. US-Präsident Donald Trump teilte auf Truth Social mit, dass er an der Blockade festhalte, bis es eine Vereinbarung gebe. Teheran knüpft die Teilnahme an Gesprächen nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen jedoch an die Aufhebung der Seeblockade.
Sollten die USA und der Iran vor Mittwochabend Washingtoner Zeit keine neue Vereinbarung treffen, könnte der Krieg erneut losbrechen. Trump hatte für den Fall erneut mit zerstörerischen Angriffen gedroht. Wegen der verfahrenen Lage insbesondere in der für den Welthandel wichtigen Strasse von Hormus waren die Ölpreise zuletzt wieder deutlich gestiegen. Die Ölpreise waren in den vergangenen Tagen starken Schwankungen ausgesetzt, da sich die Einschätzungen zum Stand der Verhandlungen und zur Schiffbarkeit der Strasse von Hormus rasch änderten.
Entweder bewege man sich in Richtung einer Art Deeskalation, oder es werde eine länger anhaltende Störung der Energieversorgung geben, sagte Dilin Wu, Research-Stratege bei Pepperstone Group am Morgen. «Der Markt wird in den nächsten 24 Stunden extrem sensibel auf jede neue Schlagzeile reagieren.»
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07:30
Der Dax wird am Dienstag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Gewinnen in den Handel starten. Zum Wochenanfang hatte der deutsche Leitindex gut ein Prozent auf 24'418 Punkte nachgegeben.
Die erneute Eskalation im Nahen Osten und der wieder anziehende Ölpreis hatten die jüngste Erholung an den Börsen jäh gestoppt. Vor Ablauf der zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran in der Nacht zum Mittwoch warten Anleger mit Spannung auf eine neue Runde der Friedensgespräche. Die Regierung in Teheran stehe einer Beteiligung «positiv» gegenüber, hatte ein hochrangiger iranischer Insider am Montag der Nachrichtenagentur Reuters gesagt.
Im Blick haben Anleger zudem die Konjunkturerwartungen der Börsianer, die im April noch pessimistischer als zuletzt ausfallen dürften. Von Reuters befragte Experten erwarten für die aktuelle Umfrage des Mannheimer ZEW unter Anlegern eine weitere Eintrübung: Das ZEW-Barometer könnte demnach auf minus 5,0 Punkte von minus 0,5 Zählern fallen.
Zudem läuft das parlamentarische Bestätigungsverfahren für den von US-Präsident Donald Trump nominierten Kandidaten für den Fed-Chefposten, Kevin Warsh, an. Er muss im Bankenausschuss des Senats Rede und Antwort stehen.
Auf Unternehmensseite lädt die Weltraumfirma SpaceX des Milliardärs Elon Musk zur Vorbereitung des geplanten Börsengangs zu einer zweitägigen Analystenkonferenz ein. Im Mittelpunkt steht die Geschäftsentwicklung der Satellitentochter Starlink, die den Löwenanteil zum Konzernumsatz und -gewinn beiträgt. Börsianer erhoffen sich zudem Hinweise auf das Emissionsvolumen, das mit bislang geschätzten 75 Milliarden Dollar einen Rekord markieren würde.
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06:20
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,55 Prozent höher bei 13'298 Punkten.
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04:00
In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,3 Prozent auf 59'596,10 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notierte 0,3 Prozent höher bei 3788,27 Zählern. Japanische Aktien aus dem Chipsektor legten zu: Tokyo Electron und Advantest stiegen um 4,3 beziehungsweise 1,79 Prozent. Die Valoren von Kioxia Holdings zogen um 5,3 Prozent an und der Technologieinvestor SoftBank Group gewann 4,23 Prozent.
Die Börse Shanghai verlor dagegen 0,2 Prozent auf 4073,49 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,3 Prozent auf 4741,62 Punkte.
Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Dienstag im frühen Handel fester also gezeigt. Die Börsen reagierten erleichtert auf Berichte, wonach der Iran eine Teilnahme an Friedensgesprächen mit den USA in Pakistan erwägt. Zudem stützten erneute Wetten auf Künstliche Intelligenz (KI) die Nachfrage. Die Anleger blickten darüber hinaus auf eine Anhörung im US-Senat zur Bestätigung von Kevin Warsh im Laufe des Tages. Er ist der Kandidat von US-Präsident Donald Trump für den Vorsitz der US-Notenbank Fed.
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23:50
Der marktbreite S&P 500 gab letztlich um 0,24 Prozent auf 7109,14 Punkte nach, während sich der stark auf Technologiewerte konzentrierte Nasdaq 100 0,31 Prozent schwächer bei 26'590,34 Zählern zeigte. Der Wall-Street-Leitindex Dow Jones Industrial erlitt mit 49'442,56 Punkten aber nur einen hauchdünnen Abschlag. Er war zuletzt weniger dynamisch gestiegen und ohne Rekorde geblieben.
Nach der jüngsten Rekordjagd des S&P 500 und des Nasdaq 100 sind die beiden bedeutsamen US-Indizes am Montag schwächer in die neue Woche gestartet. Im Fokus der Anleger blieb die Lage in Nahost. Wenige Tage, bevor am Mittwoch der Waffenstillstand endet, zeigten sich Anleger wieder verunsichert, nachdem die am Freitag vom Iran verkündete Öffnung der Strasse von Hormus nur von kurzer Dauer war.
Es ist weiterhin offen, ob und wann es eine weitere Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran geben wird. Eine von den US-Streitkräften beibehaltene Blockade für iranische Schiffe wurde von iranischer Seite als Hindernis bezeichnet. Trump machte in diesem Punkt klar, an der Sperrung festhalten zu wollen, bis es eine Einigung gibt. Er bezeichnete eine Verlängerung der Waffenruhe ohne einen Deal als «sehr unwahrscheinlich.»
Unter den Einzelwerten wurden im Dow einige Aktien aus den Bereichen Banken, Software und IT zur Stütze. 1,7 Prozent oder mehr legten in dem Kursbarometer die Titel von Cisco Systems, Goldman Sachs , JPMorgan und Salesforce zu.
Im Technologiebereich war das Gesamtbild aber durchwachsen. Unter den sieben Grössen der Branche, den «Magnificent 7», gab es mit Apple und Nvidia nur zwei Gewinner. Mit 2,6 Prozent mussten die Anleger von Meta die klarsten Verluste einstecken. Im Nasdaq 100 waren die Anteilsscheine des Prozessorherstellers Intel mit einem Minus von gut vier Prozent Schlusslicht.
Im Chipsektor waren Marvell Technology mit einem fast sechs Prozent grossen Kurssprung eine starke Erscheinung. Wie der US-Online-Dienst «The Information» berichtete, verhandelt Google mit dem Halbleiterhersteller über die Entwicklung zweier neuer Chips, die KI-Modelle effizienter ausführen sollen.
Die wieder anziehenden Ölpreise machten sich bei einigen Fluggesellschaften wieder belastend bemerkbar. American Airlines verloren in der Branche besonders deutliche 4,2 Prozent, nachdem einem zuletzt diskutierten Zusammenschluss mit United Airlines eine Absage erteilt wurde. United-Titel litten unter alldem mit 2,8 Prozent.
Negativ auf sich aufmerksam machten noch die Aktien von AST SpaceMobile , die ihr 14 Prozent grosses Spitzenminus auf zuletzt nur noch 5,3 Prozent aber mehr als halbieren konnten. Der Entwickler eines weltraumgestützten Mobilfunknetzwerks gab bekannt, dass eine Rakete von Jeff Bezos' Firma Blue Origin einen neuen Satelliten in einer falschen Umlaufbahn abgesetzt habe.
Begehrt waren noch die Titel von USA Rare Earth , die von einer Übernahme um 13 Prozent beflügelt wurden. Vereinbart wurde die Übernahme der brasilianischen Serra-Verde-Gruppe, die mit einem Wert von 2,8 Milliarden US-Dollar zu den grössten Geschäfte in der Seltene-Erden-Branche aufsteigt.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

