08:10

Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,63 Prozent höher.

Alle Titel des Schweizer Leitindex liegen im Plus, wobei UBS (plus 0,9 Prozent) am stärksten gefragt ist.

Am breiten Markt, der 0,72 Prozent zulegt, gewinnen SIG (plus 4,8 Prozent), Stalder Rail (plus 4 Prozent) sowie DocMorris (plus 3,5 Prozent) und Galderma (plus 2,5 Prozent). Belimo fällt um 0,43 Prozent, wobei das Minus aufgrund des Dividendenabschlags kosmetisch ist.

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07:25

Die Hoffnung auf eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran dürfte ‌den ⁠Dax am Mittwoch antreiben. Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge ⁠wird der Leitindex höher starten, nachdem er am Dienstag nahezu ‌unverändert mit 22'636 Punkten geschlossen hatte.

Die ‌USA haben einem ​Insider zufolge dem Iran einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges übermittelt. Die Regierung in Washington schlägt Medienberichten zufolge eine Feuerpause von einem Monat vor, um den Plan ‌zu besprechen. Die asiatischen Börsen legten am Mittwochvormittag zu, während die Ölpreise deutlich nachgaben.

Mit Spannung warteten Investoren auf ​den Auftritt von EZB-Chefin Christine Lagarde auf ​einer Konferenz in Frankfurt. An ​den Finanzmärkten wird angesichts der vom Ölpreisschock ausgehenden Inflationsgefahr auf eine ‌nahende Zinserhöhung spekuliert.

Der Iran-Krieg dürfte zudem die Stimmung der deutschen Wirtschaft spürbar eingetrübt haben. Das Münchner Ifo-Institut veröffentlicht ​dazu ​seine monatliche Umfrage ⁠unter rund 9000 Führungskräften. Von der ​Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen ⁠erwarten, dass sich das Ifo-Geschäftsklima im März auf ‌86,0 Punkte verschlechtert, nach 88,6 Zählern im Februar. 

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07:15

Die Ölpreise sind nach erneuten Ankündigungen von Verhandlungen mit dem Iran durch US-Präsident Donald Trump deutlich gefallen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Mai rutschte nach den Trump-Äusserungen wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar.

Im frühen Handel lag er mit 99,57 Dollar knapp fünf Prozent unter dem Niveau vom Dienstagabend. In der Nacht war er zeitweise um circa sieben Prozent bis auf fast 97 Dollar gefallen.

Während des seit mehreren Wochen andauernden Iran-Kriegs war der Preis bereits kurzzeitig fast auf 120 Dollar geklettert. Vor Beginn des Konflikts hatte er noch mehrere Monate lang zwischen 60 und 70 Dollar gelegen. Durch den Krieg verteuerten sich auch die Preise für Kraftstoffe wie Benzin und Diesel sowie für Heizöl deutlich.

Trump hatte zuvor auf Fragen von Journalisten gesagt, die Iraner seien zu Verhandlungen bereit: «Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschliessen.» Zuvor hatte der Iran diese Bereitschaft bestritten, nach den neuerlichen Trump-Aussagen gab es zunächst keinen offiziellen Kommentar aus Teheran.

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06:20

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,82 Prozent höher bei 12'618 Punkten.

Am Mittwoch legen Orior und Vaudoise ihre Jahresergebnisse 2025 vor.

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06:13

Ein Euro kostet 91,55 Rappen (+0,02 Prozent). Der Dollar steht bei 78,95 (+0,17 Prozent).

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04:50

Die Hoffnung auf eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hat die asiatischen Börsen am Mittwoch beflügelt. ‌Berichte ⁠über einen 15-Punkte-Plan Washingtons für eine einmonatige Feuerpause sorgten für Kauflaune bei Anlegern. «Der ⁠Markt handelt im Moment nach Schlagzeilen», sagte Kerry Craig, Marktstratege bei J.P. Morgan Asset ‌Management in Melbourne. Es bleibe jedoch unklar, ‌ob es zu materiellen Fortschritten bei ​einer Waffenruhe komme.

Die japanische Börse führte die Gewinne an: Der Nikkei-Index legte 2,5 Prozent auf 53'534 Punkte zu. In Südkorea stieg der Kospi um zwei Prozent, der australische Leitindex gewann ebenfalls rund zwei Prozent. ‌Die chinesischen Märkte zeigten sich fester - der Shanghai Composite legte 0,9 Prozent auf 3915 Punkte zu.

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03:20

Im asiatischen Devisenhandel gab der Dollar leicht nach. Er notierte ​bei 158,77 Yen und 6,8913 Yuan. Zur Schweizer Währung ​rückte er etwas auf 0,7889 Franken ​vor. Der Euro blieb fast unverändert bei 1,1602 Dollar und zog leicht auf 0,9154 Franken ‌an.

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02:15

Die Ölpreise gaben deutlich nach. Die Rohölsorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 4,2 Prozent auf 100,07 Dollar je Barrel (159 Liter). Das ​US-ÖlWTI notierte 3,4 Prozent schwächer bei ⁠89,20 Dollar. Der Goldpreis stieg dagegen um ​1,6 Prozent - Anleger hatten ⁠das Edelmetall nach einer langen Rally zunächst zur Gewinnmitnahme genutzt.

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23:55

Nach der Erholung zu Wochenbeginn haben die US-Börsen am Dienstag wieder den Rückzug angetreten. Der Leitindex Dow Jones Industrial pendelte um seinen Schlusskurs vom Vortag und ging 0,18 Prozent tiefer mit 46'124 Punkten aus dem Handel.

Ähnlich sah es beim marktbreiten S&P 500 aus, der letztlich 0,37 Prozent auf 6556 Punkte verlor. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um deutlichere 0,77 Prozent auf 24'002 Punkte nach unten - auch angesichts neuer Sorgen in der Softwarebranche wegen des Themas Künstliche Intelligenz (KI).

Am Montag hatten Aussagen von US-Präsident Donald Trump noch Hoffnungen auf eine Deeskalation im Iran-Krieg geschürt. Trump verlängerte ein Ultimatum an den Iran und sprach von «produktiven» Gesprächen. Dass der Iran Verhandlungen zur Beendigung des Krieges umgehend dementierte, gab der Euphorie unter den Anlegern zunächst nur einen kleinen Dämpfer.

Doch schon einen Tag später überwog angesichts der anhaltenden Kämpfe erneut die Skepsis am Markt. Dies zeigten auch die wieder steigenden Ölpreise nach dem deutlichen Rückgang zu Wochenbeginn. Dazu schickte Trump weitere Truppen in die Region.

«Es ist unklar, wie weit die diplomatischen Kontakte der USA in die neuen Strukturen des iranischen Regimes reichen und ob überhaupt ernsthafte Gespräche stattfinden», kommentierte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, die Lage im Nahen Osten. Er hält es obendrein für möglich, dass Saudi-Arabien ebenfalls zu einer aktiven Kriegspartei werden könnte, was eine weitere Eskalation bedeuten würde.

Wie Stanzl gibt es an den Börsen weltweit zahlreiche Marktbeobachter, Strategen, Analysten und Händler, die derzeit die Vielzahl möglicher Entwicklungen im Nahost-Konflikt vor Augen haben und sie abwägen. Eines befürchten so ziemlich alle: Sollte der Krieg länger dauern, dürfte dies einer wieder stärkeren Inflation Vorschub leisten und zu steigenden Zinsen führen, was die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren schmälern würde.

Im Tech-Sektor standen starken Halbleitertiteln klare Kursverluste bei Softwareaktien gegenüber. Dow-Schlusslicht Salesforce büsste 6,2 Prozent ein, und für Indexnachbar Microsoft ging es um 2,7 Prozent bergab. Bei Oracle und Adobe standen Abschläge von 4,7 beziehungsweise 3,5 Prozent zu Buche.

Einem Bericht des renommierten Tech-Branchenblatts «The Information» zufolge, der sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen beruft, entwickelt die Cloud-Computing-Sparte AWS von Amazon einen KI-Agenten. Dieser soll einige Funktionen in den Bereichen Vertrieb, Geschäftsentwicklung und anderen Abteilungen automatisieren, die von den umfassenden Stellenstreichungen des Technologieriesen betroffen waren. Schon in den vergangenen Monaten hatten neue Werkzeuge von KI-Spezialisten wie Anthropic Bedenken hinsichtlich der Wachstumsaussichten etablierter Softwareunternehmen geschürt. Seit Jahresbeginn sind deren Kursverluste prozentual zweistellig.

Die Aktien der Jefferies Financial Group zogen hingegen um 2,5 Prozent an. Die «Financial Times» berichtete, dass die japanische Sumitomo Mitsui Financial Group (SMFG) an Plänen für eine mögliche Übernahme der US-Bank arbeitet.

Beim Netzwerktechnik-Unternehmen Netgear stand ein Kurssprung von knapp 11 Prozent zu Buche, nachdem die US-Telekommunikationsaufsicht (FCC) ein Importverbot für neue Modelle ausländischer WLAN-Router für Endverbraucher verhängt hatte. Hintergrund sind dem Vernehmen nach Sorgen vor Cyberangriffen aus China. «Obwohl China in der Anordnung nicht namentlich erwähnt wird, ist die Richtung klar, und die Latte für die künftige Vorgehensweise der USA im Umgang mit vernetzten Geräten wird höher gelegt», sagte Craig Singleton, Experte bei der US-Denkfabrik Foundation for Defense of Democracies (FDD).

Im Zuge der wieder steigenden Ölpreise verteuerten sich die Titel der Branchenriesen Exxon Mobil , ConocoPhillips und Chevron um bis zu 2,6 Prozent.

Reto Zanettin
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