1. Home
  2. News
  3. Top News
  4. Insider
  5. Durchhalteparole: Analyst sieht SMI-Schlusslicht bis in 12 Monaten mehr als 70 Prozent höher stehen
Kaufempfehlung

Durchhalteparole: Analyst sieht SMI-Schlusslicht bis in zwölf Monaten mehr als 70 Prozent höher stehen

Teilen

Merken

Drucken

Kommentare

Google News

Die Partners Group findet sich am Ende der diesjährigen SMI-Rangliste wieder. Ein «Veteran» unter den hiesigen Finanzanalysten ergreift nun entschieden Partei. Und: Auffällige Kursschwäche unmittelbar vor dem Rücktritt der Idorsia-Chefin.

16.03.2026   12:00
Von cash Insider
David Layton, CEO von Partners Group.

David Layton, Firmenchef der Partners Group.

Quelle: zVg

Der cash Insider berichtet auch im Insider Briefing jeweils vorbörslich von brandaktuellen Beobachtungen rund um das Schweizer Marktgeschehen und ist unter @cashInsider auch auf X/Twitter aktiv.

+++

Schon seit Jahren gilt die Partners Group an der Börse als «Darling der Analysten». Kaum ein Vertreter dieser Berufsgruppe, der die Aktien des Risikokapitalspezialisten aus dem steuergünstigen Baar nicht zum Kauf anpreisen würde.

Doch selbst dieser «Sonderstatus» konnte nicht zu verhindern, dass die Valoren auf der diesjährigen SMI-Rangliste weit nach unten gerutscht sind. Knapp 18 Prozent weniger kosten sie als noch in den ersten Januar-Tagen. Nur jene von UBS (-21 Prozent), Holcim (-20 Prozent) und Richemont (-19 Prozent) schneiden noch etwas schlechter ab – wobei die Aktionärinnen und Aktionäre dieser beiden Börsenüberflieger die jüngsten Verluste mit Blick auf die letztjährige Kursbilanz um einiges besser wegstecken dürften.

Dass mit UBS und Partners Group gleich zwei Grössen der Finanzindustrie unter den diesjährigen Börsenschlusslichtern anzutreffen sind, kommt nicht von ungefähr. Denn die Hiobsbotschaften aus Übersee wollen momentan schlichtweg nicht abreissen. Ich denke da etwa an die Meldung, wonach beim 33 Milliarden Dollar schweren Private-Credit-Vehikel des amerikanischen Branchennachbarn Cliffwater erstmals wieder Rücknahmen von mehr als sieben Prozent des Anlagevolumens eingegangen seien. Zuvor waren mit Blue Owl schon einem anderen ähnlich gelagerten Anbieter grössere Rücknahmen nachgesagt worden. Und mit Morgan Stanley und J.P. Morgan scheinen gleich zwei Wall-Street-Schwergewichte die Rücknahmebedingungen für eigene Investment-Vehikel auf diesem Gebiet verschärft zu haben.

Erst am Freitag schrieb ich, dass es mir so vorkomme, als ob man in Zeitlupe zuschauen könne, wie ein Dominostein nach dem anderen falle. Wir sprechen hier immerhin von einem Markt mit einem geschätzten Volumen von 2000 Milliarden Dollar weltweit. Nicht auszudenken, was wäre, sollten diese Verwerfungen auf andere Finanzmarktfelder übergreifen.

Was die Aktien der Partners Group anbetrifft, meldet sich mit Roger Degen von der Bank Julius Bär ein «Veteran» unter den hiesigen Finanzwertespezialisten zu Wort. Anders als viele seiner Berufskollegen bei anderen Banken begegnet er dem letztjährigen Ergebnis und der jüngsten Kursschwäche nicht mit grösseren Anpassungen im Bewertungsmodell. Stattdessen hält Degen eisern sowohl an seiner «Buy» lautenden Kaufempfehlung als auch am Kursziel von 1400 Franken fest. Es ist und bleibt damit die höchste mir bekannte Kursprognose für die Valoren des Risikokapitalspezialisten.

Schon seit Wochen kennen die Aktien der Partners Group nur eine Richtung: Die nach unten (Quelle: www.cash.ch)

Wie der Analyst schreibt, ist das Unternehmen nur am Rande und in einem deutlich geringeren Ausmass als andere Anbieter von den Verwerfungen in der Softwareindustrie und am Private-Credit-Markt betroffen. Gleichzeitig verweist er auf die mittlerweile tiefe Bewertung sowie auf die attraktiv hohe Dividendenrendite von fast 6 Prozent.

Ihm zur Seite steht Berufskollege Nicolas Payen von Kepler Cheuvreux. Seines Erachtens konnte die Partners Group vergangene Woche die Zweifel rund um Investments in kurzlebige Softwaretrends und Privat-Credit-Strategien ausräumen. Folglich sieht er im Risikokapitalspezialisten sogar einen relativen Gewinner der Probleme bei anderen Anbietern. Auch Payen verweist auf die günstige Bewertung und die hohe Dividendenrendite und preist die Aktien mit «Buy» und einem überarbeiteten Kursziel von 1255 (zuvor 1260) Franken an.

Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen, sei an dieser Stelle einmal mehr gesagt, dass die Börse nichts so sehr scheut, wie die Ungewissheit. Ich befürchte deshalb, dass die Valoren der Partners Group weiterhin für Negativmeldungen anderer Anbieter in Sippenhaft genommen werden und starken Kurs- und Stimmungsschwankungen ausgesetzt bleiben. Doch selbst wenn mir das Kursziel des Julius-Bär-Analysten gar hochgegriffen scheint, sprechen wir von einem nicht unbeträchtlichen Aufwärtspotenzial, sollten sich die Wogen wieder legen. Lange Rede, kurzer Sinn: Die Aktien bleiben fester Bestandteil meiner Jahresfavoriten.

+++

Firmengründer Jean-Paul Clozel dürfte sich seinen «Karriere-Abend» bei Idorsia womöglich ganz anders vorgestellt haben: Der überraschende Abgang von Firmenchefin Srishti Gupta nach weniger als einem Jahr zwingt ihn zurück auf den Chefsessel.

Was denn genau zum Bruch zwischen dem Pharmaunternehmen aus dem Baselbiet und der Gattin von Novartis-Chef «Vas» Narasimhan führte, geht nicht aus der Medienmitteilung hervor. Vielmehr enthält die Mitteilung die in solchen Fällen üblichen Floskeln. Dass der Öffentlichkeit noch keine Nachfolgerin beziehungsweise keinen Nachfolger präsentiert werden kann, lässt erahnen, dass der Entscheid sich voneinander zu trennen, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion gefällt wurde.

Die Idorsia-Aktien fallen zu Wochenbeginn deutlich zurück (Quelle: www.cash.ch)

Zur Erinnerung: Als im vergangenen Juni bekannt wurde, dass Gupta als Firmenchefin zu Idorsia stossen würde, erfuhr der Aktienkurs innerhalb weniger Wochen nahezu eine Verdoppelung. Treibende Kraft dahinter waren mitunter Spekulationen, wonach es zu einer Annäherung zwischen dem Baselbieter Unternehmen und Novartis kommen könnte. Eine solche ist spätestens nach dem heutigen Montag wohl vom Tisch.

Mit Blick auf das Geschehen der letzten Tage fällt auf, dass die Valoren von Idorsia sowohl am Mittwoch als auch am Donnerstag und Freitag jeweils auf oder zumindest in unmittelbarer Nähe zu den Tagestiefstkursen aus dem Handel gingen. Honi soit qui mal y pense ...

Der cash Insider nimmt Marktgerüchte sowie Strategie-, Branchen- oder Unternehmensstudien auf und interpretiert diese. Marktgerüchte werden bewusst nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft. Gerüchte, Spekulationen und alles, was Händler und Marktteilnehmer interessiert, sollen rasch an die Leser weitergegeben werden. Für die Richtigkeit der Inhalte wird keine Verantwortung übernommen. Die persönliche Meinung des cash Insiders muss sich nicht mit derjenigen der cash-Redaktion decken. Der cash Insider ist selber an der Börse aktiv. Nur so kann er die für diese Art von Nachrichten notwendige Marktnähe erreichen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen an die Leserschaft dar.
Das könnte Sie auch interessieren
 
 
 
 
 
 
 
 
Partners Group Holding
NameAktuell+/-%

CHFSWX

803.80

11:47:22

-0.96%

-7.80

CHFSWX

12'784.52

11:47:25

-0.43%

-54.75

CHFSWX

29.01

11:46:56

-0.96%

-0.28

CHFSWX

62.70

11:47:25

+1.42%

+0.880

CHFSWX

136.00

11:46:12

-1.52%

-2.10

CHFSWX

3.04

11:46:34

-10.59%

-0.36

Ausgewählte Produkte von UBS
ProduktBasiswert(e)StrikeVerfall
UBS Put Warrant Partners Group Hldg. AG700.00
Presented by UBS KeyInvestDies ist keine Produktempfehlung. Weitere Produkte finden Sie auf UBS KeyInvest.
News