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Um die 83 Franken kosten die Aktien von Sandoz. Das sind gut 40 Prozent mehr als noch im Januar und macht den Hersteller von Nachahmermedikamenten zum wohl heissesten Anwärter auf die diesjährige SMI-Goldmedaille. Einen kleinen aber entscheidenden Schönheitsfehler hat das Ganze allerdings: Da Sandoz erst seit September Bestandteil des viel beachteten Börsenbarometers ist, wird mit ungleichen Ellen gemessen.
Doch selbst die erfreulich starke Kursbilanz der letzten Monate scheint die Capital Group nicht davon abgehalten zu haben, ihr Aktienpaket kräftig auszubauen. Wie aus einer Offenlegungsmeldung hervorgeht, hält der Fondsriese neuerdings mehr als fünf Prozent am Börsenüberflieger.
Und das keine sechs Wochen, nachdem die Amerikaner sich mit etwas mehr als drei Prozent überhaupt erst in den Reigen der bedeutendsten Anteilseigner eingereiht haben. Dass die Meldepflicht damals just am 18. September erwuchs, dürfte übrigens kein Zufall sein. Denn schliesslich stieg Sandoz am Abend des besagten Freitags gemeinsam mit Galderma für Swisscom und Kühne+Nagel in den SMI auf.
Gemäss Berechnungen von J.P. Morgan mussten sich indexorientierte Anleger im Zuge der Aufnahme in den SMI zwar für umgerechnet 662 Millionen Franken Aktien von Galderma sowie für 605 Millionen Franken solche von Sandoz anlachen. Unter Berücksichtigung der Folgen des Ausscheidens der beiden Unternehmen aus dem SMIM sowie aus dem SPI Extra dürfte es unter dem Strich jedoch zu Nettoverkäufen im Umfang von 250 Millionen Franken respektive 231 Millionen Franken gekommen sein. In den Handelsräumen der UBS war damals von Nettoverkäufen von 235 Millionen Franken bei Galderma und von 218 Millionen Franken bei Sandoz die Rede, was den Berechnungen von J.P. Morgan sehr nahe kommt.
Vergangene Woche kam es bei den Aktien von Sandoz zu einem zahlenbedingten Kursrücksetzer (Quelle: www.cash.ch)
Im Frühsommer hielt ich mit Blick auf den Entscheid über die künftige Zusammensetzung der hiesigen Aktienindizes wie folgt fest:
...und weiter...
Lange Rede, kurzer Sinn: Während die Beteiligungserhöhung auf etwas mehr als drei Prozent durch die Capital Group durchaus im Zusammenhang mit der Aufnahme von Sandoz in den SMI stehen dürfte, hat der rasante Ausbau des Pakets der letzten Wochen womöglich andere Gründe. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Fondsriese die übertrieben harsche Börsenreaktion auf die Quartalsumsatzzahlen von letzter Woche dazu nutzte, wacker Aktien des Herstellers von Nachahmermedikamenten zuzukaufen. Rückblickend wohl ein kluger Schachzug...
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Es sind Spekulationen aus Übersee, welche den UBS-Aktienkurs heute Mittwoch wieder auf über 40 Franken hieven. Das amerikanische News Outlet «Wall St Engine» bringt einmal mehr die dortige Rivalin Morgan Stanley als mögliche Interessentin ins Spiel – wobei die mir nicht namentlich bekannten Autoren auch gleich mit Planspielen aufwarten.
Sie glauben, dass sich die Amerikaner für 138 Milliarden Dollar in eigenen Aktien das Auslandgeschäft der grössten Schweizer Bank anlachen könnten. Das wiederum entspräche einem Aufpreis von rund 25 Prozent. Die Aktionärinnen und Aktionäre der UBS wären demnach mit rund einem Drittel am kombinierten Unternehmen beteiligt, wobei die Autoren von jährlichen Kostensynergien von mehr als 10 Milliarden Dollar ausgehen.
Kursverlauf der UBS-Aktien seit Januar (Quelle: www.cash.ch)
Die Berichte über eine Sitzverlegung der UBS ins Ausland oder einen Zusammenschluss mit einer ausländischen Grossbank wie Morgan Stanley, Deutsche Bank oder Standard Chartered wollen angesichts der drohenden Verschärfung der Eigenmittelvorschriften durch Bundesbern nicht verstummen.
Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, beschleicht mich das Gefühl, als ob hier mit Blick auf die Behandlung des strengeren Eigenmittel-Regimes im Nationalrat so etwas wie eine Drohkulisse aufgebaut werden soll.
Wer auch immer auf eine Sitzverlegung oder einen Verkauf der Grossbank ins Ausland drängt, sollte nie die «Swissness» als Erfolgsfaktor im Geschäftsmodell der UBS unterschätzen.
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