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Kauf von Aktien: Verwaltungsrat versucht bei diesjährigem SMI-Schlusslicht ein Zeichen zu setzen

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Kauf von Aktien: Verwaltungsrat versucht bei diesjährigem SMI-Schlusslicht ein Zeichen zu setzen

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Obwohl bei Analysten sehr beliebt, ist eine Aktie zuletzt ans SMI-Tabellenende gefallen. Ein Verwaltungsrat lacht sich nun Titel an. Und: Der Swatch-Hausse der letzten Tage auf den Zahn gefühlt.

11.05.2026   12:00
Von cash Insider
Preisverleihung  des Prix du Rayonnement International im September 2025 in Genf.

Preisverleihung des Prix du Rayonnement International im September 2025 in Genf.

Quelle: LinkedIn

Der cash Insider berichtet auch im Insider Briefing jeweils vorbörslich von brandaktuellen Beobachtungen rund um das Schweizer Marktgeschehen und ist unter @cashInsider auch auf X/Twitter aktiv.

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Egal ob Vontobel, Goldman Sachs oder die UBS – es gibt kaum eine Bank, welche ihren Kundinnen und Kunden die Aktien von Alcon nicht wärmstens ans Herz legt. Die UBS traut den Valoren des Ophthalmologieunternehmens über die nächsten zwölf Monate sogar einen Vorstoss auf 86 Franken zu. So viel wie keine andere Bank sonst.

Wer sich durch diese Kaufempfehlungen und den hohen Kurszielen zum Einstieg verleiten liess, der hat seit spätestens letzter Woche ganz klar das Nachsehen. Um knapp 16 Prozent ging es für die Aktien alleine in den vergangenen fünf Handelstagen nach unten. Seit Januar errechnet sich sogar ein Minus von mehr als 22 Prozent. Damit setzt sich Alcon ans Ende der diesjährigen SMI-Tabelle.

Alcon befindet sich an der Börse in einem Kurs- und Stimmungstief (Quelle: www.cash.ch)

Wie aus einer Offenlegungsmeldung an die SIX Swiss Exchange hervorgeht, hat sich ein Verwaltungsrat Ende vergangener Woche 3000 Aktien zu 51,14 Franken je Stück angelacht. Es ist die erste solche Transaktion seit letztem Sommer – sofern man die Aktienzuteilungen im Zusammenhang mit dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm von Ende April ausklammert.

Heute Montag bekäme man dieselben Titel sogar für 48 Franken. Mir macht es ganz den Anschein, als wollte der Verwaltungsrat nach dem Kurszerfall der letzten Tage ein Zeichen setzen. Ob dieses Vorhaben angesichts der mageren Transaktionsvolumen – wir sprechen hier gerade einmal von etwas mehr als 150'000 Franken – gelingen wird, wage ich zu bezweifeln. Da müsste man bei der früheren Novartis-Tochter schon mit der grossen Kelle anrichten. Stattdessen kommt das Ganze eher etwas verzweifelt daher. Überzeugung sieht für mich jedenfalls anders aus. Umso mehr bin ich neugierig, ob weitere Verwaltungsräte oder Personen aus der Teppich-Etage mit weiteren Titelkäufen nachlegen werden.

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Den nicht gerade erfolgsverwöhnten Aktionärinnen und Aktionären der Swatch Group bietet sich in diesen Tagen ein ungewohntes Bild: Der Kurs der Inhaberaktien legte alleine seit dem letzten Mittwoch um knapp 17 Prozent zu – begleitet von stark anschwellenden Handelsumsätzen.

Es dürfte mehr als bloss ein Zufall sein, dass diese Kursstärke zeitlich mit einer mysteriösen Marketingkampagne des Uhrenherstellers einhergeht. Die Kampagne lässt mit Blick auf den 16. Mai bahnbrechende Neuigkeiten erwarten. Wie in Branchenkreisen vermutet wird, könnten die Bieler versucht sein, mit einer weiteren Zusammenarbeit an den kommerziellen Erfolg der MoonSwatch anzuknüpfen.

Als Partner wird diesmal allerdings nicht die hauseigene Omega, sondern niemand geringeres als der Luxusuhrenhersteller Audemars Piguet ins Spiel gebracht. Übers Wochenende haben sich diese Vermutungen nun bestätigt.

Es ist die erste solche Zusammenarbeit mit einem Partner von ausserhalb des Unternehmens. Das wiederum kommt einem Tabubruch gleich und könnte den Weg hin zu zahlreichen weiteren lukrativen Kooperationen nach demselben Strickmuster ebnen. Da ist aus Anlegersicht für reichlich Fantasie gesorgt...

Die Aktienkursentwicklung bei der Swatch Group zeigt steil nach oben (Quelle: www.cash.ch)

Da überrascht es mich nicht, wenn mir aus hiesigen Börsenkreisen berichtet wird, dass Leerverkäufer damit begonnen haben, sich aus ihren Wetten gegen die Swatch Group und deren Aktien zurückzuziehen. Erhebungen der Beratungsfirma S&P Global zufolge wurde noch bis vor wenigen Tagen mit knapp 18 Prozent aller ausstehenden Titel auf rückläufige Kurse spekuliert.

Zumindest ein Teil dieser Deckungskäufe dürfte auch einer Rückmeldung der für Bernstein Société Générale tätigen Luxusgüteranalysten Luca Solca vom Freitag geschuldet sein. Nach einem Besuch von nicht weniger als zehn grösseren Luxus-Einkaufszentren verteilt auf ganz China berichtet er von einem widerstandsfähigen Kundenaufkommen sowie von Anhaltspunkten für eine Belebung. Der Analyst stuft die Inhaberaktien des Bieler Uhrenherstellers wie bis anhin mit «Outperform» ein – wobei sein 180 Franken lautendes Kursziel spätestens nach dem Lauf der vergangenen Tage bereits wieder überholt scheint.

Und dann wäre da noch die Generalversammlung von morgen Dienstag. Dann zeigt sich, ob die oppositionellen Inhaberaktionäre mehr Gewicht im Verwaltungsratsgremium erhalten. Mal schauen, ob die Valoren auf kurze Sicht nicht doch etwas gar weit übers Ziel hinausgeschossen sind...

Der cash Insider nimmt Marktgerüchte sowie Strategie-, Branchen- oder Unternehmensstudien auf und interpretiert diese. Marktgerüchte werden bewusst nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft. Gerüchte, Spekulationen und alles, was Händler und Marktteilnehmer interessiert, sollen rasch an die Leser weitergegeben werden. Für die Richtigkeit der Inhalte wird keine Verantwortung übernommen. Die persönliche Meinung des cash Insiders muss sich nicht mit derjenigen der cash-Redaktion decken. Der cash Insider ist selber an der Börse aktiv. Nur so kann er die für diese Art von Nachrichten notwendige Marktnähe erreichen. Die geäusserten Meinungen stellen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen an die Leserschaft dar.
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