Der cash Insider berichtet auch im Insider Briefing jeweils vorbörslich von brandaktuellen Beobachtungen rund um das Schweizer Marktgeschehen und ist unter @cashInsider auch auf X/Twitter aktiv.
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In eigener Sache:
Ich verabschiede mich ab dem kommenden Mittwoch, 19. August 2026, für zwei Wochen in die Ferien. Während dieser Zeit erscheinen weder Insider Briefings, noch Kolumnen.
Ich wünsche meinen geschätzten Leserinnen und Lesern eine gute Zeit und steigende Aktienkurse.
Herzlichst, der cash Insider
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Eine neue Woche – ein neuer Kursziel-Rekord für die Aktien von Sandoz. Der für Jefferies tätige Pharmaanalyst James Vane-Tempest will es wissen und erhöht sein Kursziel für die Valoren des Herstellers von Nachahmermedikamenten mit Blick auf den diesjährigen Investorentag auf 93 (zuvor 82) Franken. Damit stellt der Jefferies-Analyst den bisherigen Kursziel-Rekord seines Berufskollegen Fabian Wenner von der Bank Julius Bär von letzter Woche in den Schatten. Eigentlich unnötig zu erwähnen, dass er an seiner Kaufempfehlung von Mitte Februar festhält.
Dem überarbeiteten Kursziel liegen um acht Prozent höhere Umsatz- und Gewinnerwartungen zugrunde. Allerdings erst für 2030 und die Jahre danach. Die Schätzungen fürs laufende sowie fürs kommende Jahr werden sogar leicht nach unten angepasst und liegen neuerdings um bis zu vier Prozent unter den durchschnittlichen Markterwartungen.
Die Sandoz-Aktien verspüren wieder Rückenwind (Quelle: www.cash.ch)
Interessant erscheint mir, dass die immerhin 32 Seiten starke Unternehmensstudie vom gestrigen Sonntag datiert. Vane-Tempest scheint übers Wochenende ganz schön fleissig gewesen zu sein – und wird hierfür nun belohnt. Auch Sandoz selbst wartet nämlich mit Neuigkeiten auf. Die einstige Novartis-Tochter vertieft ihre Zusammenarbeit mit der chinesischen Henlius und weitet diese auf insgesamt zehn Biosimilars aus. Die Vereinbarung sieht neuerdings Zahlungen von bis zu 322 Millionen Dollar vor.
Für Branchenkenner kommen diese Neuigkeiten einem Quantensprung für Sandoz auf dem Gebiet der margenstarken Biosimilars gleich. Vor diesem Hintergrund erhält die kräftige Kurszielerhöhung durch den Jefferies-Analysten noch viel mehr Gewicht.
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Geht es nach Karsten Junius von J. Safra Sarasin, dann stehen die Ampeln an den Aktienmärkten auch weiterhin auf Grün. Nur von Aktien aus der Schweiz will der Chefdenker der Basler Privatbank nicht länger etwas wissen. Er stuft diese von «Overweight» auf «Neutral» herunter und räumt ihnen nicht mehr länger eine überdurchschnittliche Gewichtung in den Wertschriftenportefeuilles der Anlagekundschaft ein.
Die zurückhaltendere Einschätzung des Schweizer Aktienmarktes durch Junius und seine Mitstrategen geht mit einer Herunterstufung des Gesundheitssektors von «Overweight» auf «Neutral» einher. Dieser ist hierzulande überdurchschnittlich stark vertreten. Stattdessen setzt man bei der Privatbank vermehrt auf Aktien von konjunkturabhängigen Unternehmen.
Die neuen Branchenpräferenzen der Basler decken sich mit jenen anderer Banken, ist die jüngste Kursschwäche bei den hiesigen Schwergewichten Nestlé, Roche und Novartis doch eben solchen Umschichtungen geschuldet. Wir sind mal wieder an einem Punkt angelangt, an dem der Schweizer Aktienmarkt und seine defensiven Schwergewichte als «zu langweilig» empfunden werden.
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Die gute Nachricht zuerst: Die Londoner Strategen der UBS um ihren Chefdenker Gerry Fowler sehen den Stoxx Europe 600 Index bis Ende 2027 bei 760 Punkten stehen. Das entspricht selbst nach dem guten Lauf der letzten Wochen einem rechnerischen Aufwärtspotenzial von knapp 15 Prozent.
Gerade aus Schweizer Sicht gibt es allerdings auch eine schlechte Nachricht: Denn obwohl das breit gefasste Börsenbarometer auch die gängigsten Schweizer Aktien umfasst, wollen Fowler und seine Abteilungskollegen momentan ach so gar nichts von Aktien aus der Heimat ihrer Arbeitgeberin wissen.
Die Aktien der Partners Group notieren noch immer weit unter dem Stand der ersten Januar-Tage (Quelle: www.cash.ch)
Ganz anders verhält es sich auf der Liste der unattraktivsten europäischen Aktien – ebenfalls 20 an der Zahl. Darunter finden sich etwa die Valoren des Schokoladenproduzenten Barry Callebaut sowie jene des diesjährigen SMI-Schlusslichts Partners Group und des Ophthalmologieunternehmens Alcon. Letztere werden vom hauseigenen Analysten offiziell sogar mit einem Zwölf-Monats-Kursziel von 83 (zuvor 86) Franken zum Kauf angepriesen.
Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Wenn man den Londoner Strategen der UBS etwas nicht ankreiden kann, dann einen übertriebenen Hang zum Heimmarkt der grössten Schweizer Bank – ganz im Gegenteil.
Bei genauerem Hinschauen findet im 19 Seiten starken Strategiepapier dann doch noch eine Aktie aus der Schweiz im positiven Sinn eine Erwähnung: nämlich jene von Huber+Suhner. Die Valoren des Herstellers von optischer Verbindungstechnik werden wortwörtlich als «Fokus-Aktie in einem aussichtsreichen Wirtschaftszweig und Anlagethema» bezeichnet.
Und auch der hauseigene Aktienanalyst ist von den Aktien von Huber+Suhner sichtlich angetan und stuft diese mit «Buy» und einem Zwölf-Monats-Kursziel von 325 Franken ein. So viel «Unité de doctrine» ist lobenswert – selbst wenn der «Hype» um diese Valoren zuletzt etwas nachgelassen hat...
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