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Ziemlich genau eine Woche ist es her, dass die Berenberg Bank in einer nicht weniger als 43 Seiten starken Unternehmensstudie die Erstabdeckung der Aktien von Kuros Biosciences mit «Buy» und einem Kursziel von 32 Franken aufnahm. In hiesigen Börsenkreisen sorgte damals insbesondere die Aussage des Studienautors für Gesprächsstoff, wonach er bis in drei Jahren sogar Kurse von bis zu 55 Franken für möglich halte. Denn das entspräche aus heutiger Sicht nahezu einer Verdreifachung des Aktienkurses.
Nun legt ein Londoner Analyst von AlphaValue mit einer Kaufempfehlung für die Valoren des kleinen Medizinaltechnikunternehmens aus Schlieren nach und stuft diese von «Add» auf «Buy» herauf – von einer schwachen auf eine starke Kaufempfehlung sozusagen. Mit 32,90 Franken mutet das Kursziel beinahe bescheiden an.
Kursentwicklung der Kursos-Aktien über die vergangenen drei Jahre (Quelle: www.cash.ch)
Interessant erscheint mir, dass die diesjährigen Gewinnerwartungen bei dieser Gelegenheit um gut 30 Prozent und jene für das kommende Jahr immerhin noch um elf Prozent zusammengestrichen werden. Vergleicht man die überarbeiteten Schätzungen mit jenen der Berenberg Bank, liegen diese mit 0,27 Dollar je Aktie für 2026 und 0,55 Dollar je Aktie für 2027 weit unter den von der Berenberg Bank erwarteten 0,33 Dollar beziehungsweise 0,62 Dollar je Aktie für die beiden Jahre.
Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, sind Kuros Biosciences in den letzten Jahren zweifelsfrei bedeutende Fortschritte gelungen. Das Produktangebot des aufstrebenden Medizinaltechnikherstellers erscheint vielversprechend. Wer den Kaufempfehlungen durch AlphaValue und die Berenberg Bank allerdings Folge leisten möchte, sollte sich nicht zu sehr von den abenteuerlich hohen Kurszielen den Mund wässrig machen lassen. Ein Einstieg setzt nämlich auch weiterhin einen langen Anlagehorizont sowie ein hohes Mass an Risikobereitschaft und Risikofähigkeit voraus.
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Als sich die Aktien des Bauzulieferers Arbonia heute Mittwoch kurz nach Börseneröffnung mit einem Plus von sieben Prozent an die Tabellenspitze der Tagesgewinner setzten, verfiel man in hiesigen Börsenkreisen mal eben in rege Betriebsamkeit.
Allerdings sollte die Freude darüber nicht lange halten und so legten sich auch die Wogen rasch wieder. Mittlerweile notieren die Valoren des Ostschweizer Unternehmens nämlich gerade noch ein gutes Prozent über dem Schlussstand vom Dienstagabend.
Neugierig wie ich bin, habe ich mich mal eben schlau gemacht. Läppische 22 Aktien reichten in der Eröffnung aus, um den Aktienkurs von 3,55 auf 3,80 Franken hochschnellen zu lassen. Wir sprechen hier wohlverstanden von einem Gesamtbetrag von weniger als 85 Franken.
In den vergangenen zehn Handelstagen wechselten bei Arbonia täglich knapp 50'000 Aktien im Gegenwert von 180'000 Franken die Hand. Da kommen solche Bocksprünge schon mal vor.
Nach einem starken Start verlieren die Aktien von Arbonia im weiteren Sitzungsverlauf an Schwung (Quelle: www.cash.ch)
32 Prozent beträgt das Minus seit Jahresbeginn. Von den Jahreshöchstkursen von Mitte Februar aus betrachtet errechnet sich sogar eines von fast 40 Prozent. Damit zählen die Valoren zu den diesjährigen Börsenschlusslichtern.
Sowieso befindet sich der Ostschweizer Bauzulieferer an der Börse in einem Stimmungstief wieder. Mit etwas mehr als 3,50 Franken notieren die Aktien auf dem tiefsten Stand seit der Publikumsöffnung im Jahr 1988. Der Fairness halber sei erwähnt, dass das Unternehmen im vergangenen Jahr eine ausserordentliche Ausschüttung in Höhe von 5,83 Franken je Aktie aus dem Verkaufserlös der Klima-Sparte entrichtete.
Der enge Markt in diesen Valoren, gepaart mit dem im langjährigen Vergleich gedrückten Kursniveau, bietet einen geradezu idealen Nährboden für Bocksprünge wie jenen von heute Mittwoch.
Aktionärinnen und Aktionäre von Arbonia müssen sich übrigens noch bis zum 25. August in Geduld üben. Erst dann nämlich legt der Bauzulieferer seinen Zahlenkranz für die erste Jahreshälfte vor. Mit jenem von Octavian hat ein erster Analyst seine Gewinnschätzungen im Hinblick darauf bereits unter negativen Vorzeichen überarbeitet. Weitere dürften wohl folgen...
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