+++Coronavirus-Update+++ - Corona: BAG registriert 1223 neue Coronavirus-Fälle - Innert einer Woche 3,6 Prozent mehr Corona-Ansteckungen - Schweizer Bevölkerung unterstützt Bundesrat bei Covid-Massnahmen - Italien verhindert Ausfuhr von Impfstoffen nach Australien

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
04.03.2021 18:39
Lockdown in der Schweiz: Restaurants sind wieder geschlossen.
Lockdown in der Schweiz: Restaurants sind wieder geschlossen.
Bild: cash/mfo

Zum Coronavirus-Update vom Freitag, den 5. März 2021, geht es hier.

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18:30

Fast jeder fünfte Betrieb (18,4 Prozent) im Gastgewerbe hat seine Tätigkeit laut einer Umfrage von Gastrosuisse unbefristet eingestellt. Nur ein Drittel der Befragten kann demnach die Corona-Krise ohne finanzielle Entschädigung überstehen.

Der Verband prognostiziert, dass etwa jeder vierte Betrieb eingehen werde, falls es keine finanziellen Entschädigungen gebe, wie Gastrosuisse am Freitag mitteilte. Aktuell würden die À-fonds-perdu-Beiträge weniger als 10 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes der Jahre 2018 und 2019 decken. Durchschnittlich seien 51'918 Franken ausbezahlt worden.

70,4 Prozent der befragten Betriebe hätten bis Ende Februar ein Härtefall-Gesuch eingereicht. Der Verband erwartet, dass weitere 20 Prozent ein solches einreichen werden

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18:10

Brasilien hat erneut einen Höchstwert bei den an einem Tag erfassten Corona-Toten registriert. 1910 Menschen sind nach Daten des Gesundheitsministeriums vom Mittwochabend (Ortszeit) innerhalb von 24 Stunden gestorben. Der bisherige Höchstwert lag am Dienstag bei 1641 Toten. Insgesamt sind damit in Brasilien 259'271 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Neu infiziert haben sich 71'704 Menschen, womit die Zahl der Corona-Infizierten in dem grössten Land Lateinamerikas auf mehr als 10,7 Millionen stieg. Nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher.

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17:50

Gesundheitsminister Alain Berset hat sich erneut mit den Gesundheitsdirektoren getroffen. Es seien viele organisatorische Fragen besprochen worden, so Berset. Die Zahlen seien weiterhin hoch und stagnieren dort. Er möchte darum bei weiteren Lockerungen vorsichtig vorgeben. "Wir müssen uns alle Optionen offenhalten." Trotzdem gibt sich Berset zuversichtlich, dass mit mehr Tests und den Impfungen weitere Lockerungen möglich sein könnten, wenn auch mit einem gewissen Risiko. Nächste Woche werde der Bundesrat entscheiden, ob es möglich sei, einen weiteren Lockerungsschritt zu machen. 

Lukas Engelberger, der Direktor der Gesundheitsdirektorenkonferenz, fordert vom Bundesrat eine strategische Klärung vom Bundesrat bezüglich der Selbsttests. Die Kantone möchten solche einsetzen. Er ruft zudem das Parlament dazu auf, der Regierung die nötige Flexibilität zu belassen und nicht Öffnungsschritte ins Covid-Gesetz zu schreiben. 

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16:45

Trotz einiger Kritik will der Ständerat dem Bundesrat nicht übermässig dreinreden. Die Corona-Politik der Landesregierung war bei der Eintretensdebatte zum überarbeiteten Covid-19-Gesetz das grosse Thema in der kleinen Kammer. Zahlreiche Ständerätinnen und Ständeräte äusserten sich dazu.

Vor allem bürgerliche Ratsmitglieder fanden dabei deutliche Worte. Sie forderten den Bundesrat auf, der Bevölkerung und der Wirtschaft in der Corona-Krise mehr Perspektiven zu geben. Trotz teils heftiger Kritik will die kleine Kammer den Bundesrat aber nicht übersteuern. Der Ständerat will jedoch das Prinzip der Verhältnismässigkeit der Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ausweiten. Er nahm einen Absatz ins Covid-19-Gesetz auf, wonach der Bundesrat seine Strategie auf mildest- und kürzestmögliche Einschränkungen ausrichten soll. Keine Chance hatte ein Antrag, dem Parlament ein Vetorecht einzuräumen.

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16:00

Erstmals ist die Ausfuhr von Corona-Impfstoff aus der Europäischen Union in einen Drittstaat über die neue Exportkontrolle gestoppt worden. Italien verhinderte den Export von 250 000 Dosen Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca an Australien, wie EU-Kreise am Donnerstag bestätigten. Zuerst hatte die "Financial Times" darüber berichtet.

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15:20

In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) gemäss Gesundheitsminister Jens Spahn den Impfstoff von AstraZeneca auch für über 65-Jährige. Neue Studiendaten belegten zudem, dass das Vakzin bei einem Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung von zwölf Wochen noch wirksamer sei. Auch das empfehle die Stiko. "Beide Empfehlungen werden wir sehr zeitnah in der Verordnung umsetzen", erklärt Spahn.

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14:15

Zu den Impfstoffen von BionTech/Pfizer und AstraZeneca gibt es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) neue ermutigende Daten. Dies könne dazu führen, dass die WHO ihre Empfehlung für den Abstand zwischen den Impfungen überarbeitet, sagt der WHO-Berater für Europa, Siddhartha Datta, vor Journalisten.

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13:40

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden 1223 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages registriert. Dies geht aus den heute Donnerstag veröffentlichten Angaben auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hervor.

Damit liegt der 7-Tages-Durchschnitt der bestätigten Infektionen neu bei 1029. Gestern lag dieser Schnitt noch bei 1021, vor einer Woche bei 1016. Zudem wurden 48 neue Spitaleinweisungen und 9 neue Todesfälle gemeldet.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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13:30

Novartis wird dieses Jahr bis zu 50 Millionen Dosen des Covid-19-Impfstoffs von Curevac herstellen.  Nächstes Jahr könnten es bis zu 200 Millionen Dosen werden. Produktionsstart ist im zweiten Quartal 2021, erste Auslieferungen an CureVac sollen ab Sommer erfolgen.  Für Curevac, die anders als Biontech mit Pfizer kein grosses Pharmaunternehmen als Partner haben, ist die Transaktion wichtig, um grosse Mengen liefern zu können. Curevacs Kandidat ist noch in klinischer Erprobung, die Genehmigung wird für Mai/Juni erwartet. Novartis wird die Produktion im österreichischen in Kundl vornehmen.

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12:45

Die Ansteckungen mit dem Coronavirus haben in der Woche vom 22. bis 28. Februar in der Schweiz leicht um 3,6 Prozent zugenommen. In der 8. Kalenderwoche 2021 registrierte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 7235 Fälle nach 6984 in der Vorwoche.

Die vollständige Übersicht finden Sie hier.

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11:40

Thailand will ausländischen Besuchern eine Quarantäne in den Hotelanlagen vor Ort erlauben und damit seinen brachliegenden Tourismus-Sektor wiederbeleben. Geplant sei das Vorhaben ab April oder Mai zunächst in fünf Provinzen, darunter Phuket und Krabi, sagt Tourismusminister Phiphat Ratchakitprakarn. Dort würden Besucher üblicherweise zwischen einem und drei Monaten bleiben. Touristen müssten dort dann zwar für 14 Tage in Quarantäne. Wenn es nach drei Tagen aber einen negativen Corona-Test gebe, dürften sie aus ihren Zimmern und sich in den Hotelanlagen frei bewegen. Die Einnahmen aus dem Tourismus in Thailand waren 2020 um mehr als 80 Prozent auf nur noch knapp elf Milliarden Dollar eingebrochen.

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10:50

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) eröffnet ein schnelles Prüfverfahren für den russisches Corona-Impfstoff Sputnik V. Die Entscheidung basiere auf Ergebnissen von Laborversuchen und klinischen Studien bei Erwachsenen, wie die EMA am Donnerstag in Amsterdam mitteilte. Nach den Studien rege Sputnik V die Bildung von Antikörpern gegen das Virus an und könne beim Schutz vor Covid-19 helfen.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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09:30

Ungarn meldet so viele Neuinfektionen wie seit drei Monaten nicht mehr. In den letzten 24 Stunden seien 6278 Corona-Infektionen festgestellt worden, geht aus Regierungsdaten hervor. Es starben 152 weitere Menschen an oder mit dem Virus. Landesamtsärztin Cecilia Müller hatte wegen der britischen und südafrikanischen Mutanten vor einem rasanten Ausbreiten des Virus gewarnt, obwohl über 700'000 Menschen bereits geimpft seien. Ungarn verimpft als erstes EU-Land die Vakzine der chinesischen Firma Sinopharm sowie den russischen Impfstoff Sputnik V.

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06:56

Die Schweizer Bevölkerung steht laut Politgeograf Michael Hermann hinter den Corona-Massnahmen des Bundesrates. Die Landesregierung treffe die Haltung der Bevölkerung recht gut, sagte Hermann den Zeitungen der Tamedia-Gruppe.

Die Bevölkerung hätte teilweise sogar noch strengere Massnahmen verfügt als der Bundesrat. Es sei auffällig, wie gut das Volk über die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus informiert sei, sagte Hermann gestützt auf dessen Monitoring im Auftrag des SRF.

Entsprechend differenziert beurteile das Volk die Massnahmen. So habe sich in der Vergangenheit eine Mehrheit gegen die Schliessung von Läden ausgesprochen. Zugleich habe die Bevölkerung jedoch dafür votiert, Restaurants wegen der Infektionsgefahr zu schliessen.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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06:35

Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Deutschland wird angesichts weiter hoher Infektionszahlen grundsätzlich bis zum 28. März verlängert. Allerdings soll es je nach Infektionslage viele Öffnungsmöglichkeiten geben. Das haben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länder-Ministerpräsidenten am Mittwoch in mehr als neunstündigen Verhandlungen beschlossen. Vereinbart wurde eine stufenweise Öffnungsstrategie mit eingebauter Notbremse: Führen in einer Region einzelne Lockerungen zu einem starken Anstieg der Infektionszahlen, werden dort automatisch alle schon erfolgten Erleichterungen wieder gestrichen.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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06:25

Der Urner FDP-Ständerat Josef Dittli verlangt vom Bundesrat Gratis-Corona-Tests alle zwei Wochen für alle Einwohner des Landes - freiwillig.

Dittli selbst wird zum Musterbeispiel dafür, dass seine Forderung durchaus Sinn macht: Er wurde bei einem präventiven Corona-Test gleich selber positiv getestet, berichtet blick.ch. Denn in der Frühlingssession können sich alle Bundesparlamentarier zweimal wöchentlich auf das Virus testen lassen.

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05:50

Täglich kommen in der Schweiz mehr Personen zu ihrem Corona-Piks. Detaillierter ist auch die Impfstatistik des Bundesamts für Gesundheit geworden, da immer mehr Kantone Informationen wie das Alter der geimpften Personen liefern. Ein Grossteil davon ist, wenig überraschend, über 70 Jahre und älter - dieses Semester hat beim Impfen den Vortritt. Bei den jüngeren Semestern dürfte es sich um Gesundheitspersonal oder Mitarbeitende in Altersheimen handeln, die jeweils mitgeimpft wurden.

Eine Altersgruppe, bei der je nach Kanton schon bis zu ein Dutzend Impfungen verzeichnet sind, lässt sich allerdings nicht erklären: Die der 0- bis 9-Jährigen. Denn bislang ist in der Schweiz kein Impfstoff für Kinder zugelassen. Mehrere der betroffenen Kantone geben auf Nachfrage von blick.ch Entwarnung: Selbstverständlich wurden nicht experimentell Kinder gepikst. Es handelt sich schlicht um Fehler in der Erfassung.

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05:30

Mit der ersten Lieferung des am Wochenende in den USA zugelassenen Corona-Impfstoffs des US-Konzerns Johnson & Johnson sollen mehrere Impfzentren in New York nun rund um die Uhr arbeiten. Im Yankee Stadion in der New Yorker Bronx, im Kongresszentrum Javits Center in Manhattan sowie in einem Impfzentrum im Norden des Bundesstaates New York solle so lange rund um die Uhr geimpft werden, bis die ersten rund 164'800 noch diese Woche erwarteten Dosen des Impfstoffs verabreicht seien, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.

Der Impfstoff von Johnson & Johnson muss anders als die anderen bisher zugelassenen Vakzine nur einmal gespritzt werden. Bislang haben in dem Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern, der im vergangenen Frühjahr Epizentrum der Pandemie in den USA war, rund 15 Prozent der Menschen mindestens eine Dosis eines Corona-Impfstoffs erhalten. Das Präparat von Johnson & Johnson ist das dritte Corona-Vakzin, das in den USA zugelassen wurde.

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05:20

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet für Deutschland 11'912 Neuinfektionen. Das sind 43 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche. 359 weitere Menschen starben, die zuvor positiv getestet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 64,7 von 64,0. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,47 Millionen Infektionen in Deutschland bestätigt. 71'240 Personen starben dem RKI zufolge in Verbindung mit dem Virus.

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23:55 

Bundeskanzlerin Angela Merkel kündigt nach den Bund-Länder-Beratungen weitere Öffnungsschritte auch für den Einzelhandel an: Ab dem 8. März dürften Geschäfte bei einer Inzidenz von unter 50 wieder öffnen. Bei mehr als 50 könne mit dem System "Klick-and-Meet" eingekauft werden. Bei einer Inzidenz von mehr als 100 über drei Tage in Folge müsse wieder geschlossen werden. Bleibe die Inzidenz über 14 Tage stabil unter 50, könne die Aussengastronomie wieder öffnen, sagt Merkel in der Abschluss-Pressekonferenz.

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23:45

Ab dem 8. März steht jedem deutschen Bundesbürger pro Woche ein kostenloser Schnelltest zu, wie Kanzlerin Angela Merkel nach den Beratungen von Bund und Ländern mitteilt. Die lokalen Testzentren stellten die erforderliche Infrastruktur zur Verfügung.

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23:00

Weltweit haben sich über 115,05 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind mehr als 2,65 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 28,79 Millionen Infektionen und 517'025 Toten.

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20:00

Angesichts ungewöhnlich hoher Fallzahlen erhalten Tschechien und die Slowakei je 100.000 zusätzliche Pfizer/Biontech-Impfdosen von anderen EU-Staaten. Tschechiens Ministerpräsident Andrej Babis und sein slowakischer Kollege Igor Matovic bedanken sich auf Twitter und Facebook für die Hilfen. In den vergangenen Wochen gehörten beide Staaten zu den weltweit am schwersten betroffenen.

(cash/Reuters/AWP/Bloomberg)