+++Börsen-Ticker+++ - US-Börsen treten auf der Stelle

Nach den Zuwächsen zu Wochenbeginn hat sich die Wall Street am Dienstag verhalten gezeigt.
28.08.2018 22:40
Die Aktien von Suppenproduzent Campbell standen an der Wall Street am Dienstag unter besonderer Beobachtung - und gaben deutlich nach.
Die Aktien von Suppenproduzent Campbell standen an der Wall Street am Dienstag unter besonderer Beobachtung - und gaben deutlich nach.
Bild: Bloomberg

22:40

Die nachlassende Furcht vor einem Handelskrieg hatte dem Technologie-Index Nasdaq und dem breit gefassten S&P 500 auch am Dienstag im frühen Handel zunächst noch neue Rekordstände beschert. Im Verlauf bröckelten die Zugewinne aber ab. Am Ende liegt der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,1 Prozent höher bei 26'064 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte minim auf 2897 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewinnt 0,2 Prozent auf 8030 Zähler.

Bei den Einzelwerten standen Tiffany im Fokus. Der Juwelier steigerte Umsatz und Gewinn überraschend stark und hob seine Jahresziele an. Tiffany-Aktien verteuern sich um 1 Prozent.

Papiere von Best Buy verlieren indes 4,9 Prozent. Börsianer äussern sich enttäuscht über das nachlassende Wachstum beim Online-Geschäft des Elektronikhändlers.

Campbell geben 2,1 Prozent nach. Einem Zeitungsbericht zufolge wird sich das Management in den kommenden Tagen gegen Forderungen zweier aktivistischer Aktionäre nach einem Verkauf des Suppenherstellers stellen.

Auch Tesla standen erneut unter Druck, die Papiere verlieren 2,3 Prozent auf 312 Dollar. Tesla-Chef Elon Musk hatte jüngst seine Pläne für den Rückzug des Elektroautopioniers von der Börse überraschend aufgegeben.

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17:40

Die Schweizer Börse hat am Dienstag leicht nachgegeben. Der schwächere Dollar und Kursverluste beim Indexschwergewicht Novartis bremsten den Markt, sagen Händlern. Bei Handelsschluss liegt der Bluechips-Index SMI 0,2 Prozent im Minus bei 9084 Punkten.  Die Stimmung sei angesichts guter US-Konjunkturzahlen und dem Durchbruch im Streit um das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) grundsätzlich gut. Allerdings dämpfen die anderen politischen Baustellen den Risikoappetit der Anleger.

Merklich gebremst wurde der SMI vom Pharmaschwergewicht Novartis, das 0,7 Prozent an Wert einbüsst. Mit Roche und Nestlé schwächen sich auch die beiden anderen SMI-Riese um 0,1 und 0,3 Prozent ab.

Gefragt waren dagegen die Aktien der Luxusgüterhersteller Swatch und Richemont mit Kurszuwächsen von 1,8 und 1,6 Prozent.

Bei den uneinheitlich tendierenden Versicherungswerten sticht Bâloise mit 2,8 Prozent Kursabschlag heraus. Das Unternehmen verzeichnete im ersten Halbjahr unerwartet einen Gewinnrückgang auf 270 von 299 Millionen Franken.

Am breiten Markt fallen die Aktien des Solarindustrieausrüsters Meyer Burger um 3,6 Prozent auf 0,67 Franken. Credit Suisse senkte das Kursziel auf 0,65 von 0,85 Franken. Das Rating lautet "Neutral". (lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Dienstag.)

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16:00

Die nachlassende Furcht vor einem Handelskrieg verhilft der Wall Street zu neuen Kursrekorden. Der Technologie-Index Nasdaq und der breit gefasste S&P 500 markieren zur Eröffnung am Dienstag mit 8046,3 und 2903,8 Punkten jeweils neue Bestmarken. Der Dow Jones gewinnt 0,3 Prozent.

Strahlende Gesichter bescheren Anleger auch die Quartalsergebnisse von Tiffany. Der Juwelier steigerte Umsatz und Gewinn überraschend stark. Auf dieser Basis hob das Unternehmen seine Gesamtjahresziele an. Tiffany-Titel legen 6,5 Prozent zu.

Die Aktien von Best Buy rutschen dagegen trotz eines Umsatz- und Gewinnzuwachses über Markterwartungen um 5,2 Prozent ab. Börsianer äussern sich enttäuscht über das nachlassende Wachstum beim Online-Geschäft. Dort verringerte sich das Plus auf etwa 10 Prozent von gut 31 Prozent im Vorjahresquartal.

Die Papiere von Campbell geben 1,8 Prozent nach. Einem Zeitungsbericht zufolge wird das Management in den kommenden Tagen den Forderungen zweier aktivistischer Aktionäre nach einem Verkauf des Suppenherstellers eine Absage erteilen.

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13:05

Anleger des Luftfahrt- und Touristikkonzerns Icelandair Group ergreifen nach dem Rücktritt des Firmenchefs und einer Prognosesenkung die Flucht. Die Titel fielen am Dienstag um bis zu 24 Prozent auf ein Sechs-Jahres-Tief von 6,43 isländische Kronen.

Das Unternehmen, das vor allem Flüge von und nach Island anbietet, senkte am Montagabend seine Ergebnisprognose für das laufende Jahr auf 80 bis 100 Millionen Euro. Das liege vor allem an geringeren Einnahmen von Flugpassagieren. Es ist bereits das zweite Mal seit Juli, dass die Gruppe ihre Prognose zurückgenommen hat. Vorstandschef Björgolfur Johannsson trat zurück, Finanzchef Bogi Nils Bogason wird seinen Posten übergangsweise übernehmen.

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12:05

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstagvormittag seine Verluste weiter ausgebaut.  Die positive Stimmung nach dem Abschluss eines provisorischen Handelsabkommens zwischen den USA und Mexiko, die am Vortag zu Höchstständen an der Wall Street geführt hatte, ist inzwischen wieder einer gewissen Skepsis gewichen. Mit dem Auslaufen der Berichtssaison fehlt es dem hiesigen Markt an entscheidenden Impulsen.

Gegen Mittag steht der SMI 0,3 Prozent tiefer bei 9067 Punkten (Tageshoch bei 9106). Der 30 Aktien umfassende SLI verliert 0,3 Prozent auf 1484 Punkte und der breite SPI 0,3 Prozent auf 10'830 Punkte. Von den 30 Titeln stehen mit 19 Aktien nun die Mehrheit im Minus.

Deutliches Schlusslicht sind Bâloise mit -3,7 Prozent. Der Versicherer hat im ersten Halbjahr weniger verdient als im Vorjahr und hat mit den Resultaten die Prognosen der Analysten verfehlt.

Keine Stütze sind auch die beiden Schwergewichte Roche (-0,6%) und Novartis (-0,8%), dabei profitieren letztere nicht von einer Kurszielerhöhung durch die Bank Vontobel.

Im breiten Markt stechen mit Avancen von 7,1 Prozent Vetropack und Barry Callebaut mit +4,3 Prozent hervor, wobei letztere von einer Rating-Hochstufung auf "Buy" profitieren. Vetropack hat im ersten Halbjahr den Umsatz auf ein neues Rekordniveau gehoben.

Verluste von 2,6 Prozent respektive 3,9 Prozent verzeichnen Meyer Burger und U-blox. Für beide hat Vontobel das Kursziel gesenkt. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht am Mittag.)

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10:35

Die Schweizer Börse hat nach einer freundlichen Eröffnung Schwung verloren und tendiert mittlerweile gar negativ. Der SMI notiert mit 9090 Punkten um 0,1 Prozent schwächer. Am Montag war der Leitindex um 0,5 Prozent gestiegen.

Gefragt sind vor allem zyklische Werte, denen das Handelsabkommen der USA mit Mexiko Auftrieb verleihe, sagen Händler. 

Die schwergewichtigen Pharmawerte Novartis und Roche ermässigen sich um 0,3 Prozent. Der Lebensmitteltitel Nestlé kann anfängliche Verluste wettmachen und liegt nun 0,2 Prozent im Plus.

Gefragt sind die Aktien der Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch mit einem Kursplus von 1,1 und 0,6 Prozent. Die Wettbewerbsbehörden (Weko) verzichten auf eine Untersuchung der beiden Uhrenhersteller wegen Wettbewerbsverhinderung.

Bei den Bankaktien stehen UBS mit minus 0,5 Prozent am Schluss der SMI-Tabelle, Credit Suisse geben 0,2 Prozent ab.

Die Aktien von Bâloise sacken um 3,7 Prozent ab. Der Versicherer hat im ersten Halbjahr einen unerwarteten Gewinnrückgang auf 270 von 299 Millionen Franken verbucht. Zudem gingen auch die Prämieneinnahmen um 3,6 Prozent zurück.

Die Aktie von Barry Callebaut legen um 4,7 Prozent auf 1758 Franken zu. Nach Angaben von Händlern hat Kepler Cheuvreux die Empfehlung mit einem Kursziel von 2000 Franken auf "Buy" von "Hold" erhöht.

Die Aktien des Glasverpackungsherstellers Vetropack und des Flughafen Zürich legen nach einem besser als erwarteten Halbjahresergebnis um 6,1 beziehungsweise 2,5 Prozent zu.

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09:14

Der Swiss Market Index legt unmittelbar nach Börseneröffnung 0,1 Prozent auf 9105 Punkte zu. Das am gestrigen Montag unterzeichnet vorläufige Handelsabkommen zwischen den USA und Mexiko trieb die Indizes an der Wallstreet auf neue Höchststände und sorgt für positive Vorgaben. Mangels entscheidender Nachrichten fehlt es seitens Schweizer Unternehmen jedoch an Impulsen.

Die Schwergewichte Novartis und Roche geben beide je 0,3 Prozent nach. Nestlé gewinnt 0,1 Prozent. Der Nahrungsmittelkonzern und Starbucks haben ihren Vermarktungsdeal abgeschlossen, wobei sich Nestlé für gut 7 Milliarden Dollar das Recht auf die weltweite Vermarktung sämtlicher Konsum- und Gastronomieprodukte von Starbucks gekauft hat.

Der Versicherer Bâloise (-1,6 Prozent) hat im ersten Halbjahr aufgrund von Sonderfaktoren weniger verdient als im Vorjahr und hat mit den Resultaten die Prognosen der Analysten verfehlt.

Im breiten Markt stechen mit Avancen von 4,7 Prozent Barry Callebaut hervor. Kepler Cheuvreux empfiehlt neu die Titel zum Kauf. Bisher hatte das Anlagerating "Hold" gelautet.

Auch Flughafen Zürich fallen mit Plus 3,3 Prozent auf. Der Flughafenbetreiber erzielte im ersten Halbjahr dank eines starken Passagieraufkommens mehr Umsatz und erhöht darauf die Prognosen für das Gesamtjahr.

Ypsomed (+0,3 Prozent) erhält von einer führenden Organisation in der Erforschung von Type1 Diabetes Geld für die Entwicklung für neue Technologien in der automatisierten Insulinabgabe.

Halbjahreszahlen haben am Dienstag auch Allreal (+0,2 Prozent), Tamedia (-4,2 Prozent), Vetropack (+5,6 Prozent) und Valartis (noch kein Kurs) vorgelegt.

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08:45

Eine vorläufige Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und Mexiko hat am Dienstag für vorsichtigen Optimismus an den Börsen in Asien gesorgt. "Die Nachricht vom Deal zwischen den USA und Mexiko hat den Risikoappetit angeregt", schrieben die Analysten der australischen Bank ANZ in einem Kurzkommentar.

Allerdings sei es schwer, daraus etwas abzuleiten auf den Handelsstreit zwischen den USA und China, weshalb weiterhin Zurückhaltung angebracht sei. "Wir glauben, die Kursrally ist nur kurzfristig." An der Börse in Tokio schloss der Leitindex Nikkei 0,1 Prozent höher bei 22.813 Punkten.

Der MSCI-Index für Aktien ausserhalb Japans legte um 0,3 Prozent zu. An den Börsen in China gab es dagegen Verluste. Gefragt waren vor allem Aktien von Auto-Herstellern, die in Mexiko produzieren. Toyota gewannen 0,9 Prozent, Nissan und Honda schlossen je 1,3 Prozent im Plus. In Südkorea legten die Titel von Kia Motors um 1,3 Prozent zu.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,1 Prozent zu. Am Ende des gestrigen Handels notierte der Leitindex um 0,5 Prozent auf 9099 Punkte höher.

Sämtliche SMI-Werte legen leicht zu, kein Titel fällt auf oder ab.

Etwas mehr Bewegung gibt es vorbörslich bei den Mid Caps: Bâloise geben nach Halbjahreszahlen um 0,9 Prozent nach,  U-blox - die vergangene Woche nach Zahlen bereits massiv an Wert verloren - verlieren ebenfalls 0,9 Prozent.

Gesucht sind hingegen Barry Callebaut (+2,1%), nach einer Heraufstufung durch Kepler Cheuvreux. Auch Flughafen Zürich kann zulegen (+1,6 Prozent). Dank einem starken Passagierwachstum hat der Flughafenbetreiber den Umsatz erhöht und die Prognosen für das Gesamtjahr nach oben gesetzt.

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07:45

Der Euro hat am Dienstagmorgen gegenüber dem Dollar leicht nachgegeben. Aktuell kostet die Gemeinschaftswährung 1,1668 Dollar, nachdem sie in der Nacht auf Dienstag mit 1,1697 Dollar auf den höchsten Stand seit Anfang August gestiegen war.

Gegenüber dem Schweizer Franken bewegte sich der Euro nur unwesentlich. Derzeit wird er bei 1,1438 Franken gehandelt und damit in etwa auf dem gleichen Stand wie am Vorabend. Der Dollar notiert derweil bei 0,9802 Franken nach 0,9794 am Montagabend.

Der US-Dollar stieg gegenüber vielen Währungen an. Am Markt wurde die Grundsatzeinigung zwischen den USA und Mexiko auf ein bilaterales Handelsabkommen als Grund genannt. Das Abkommen soll nach dem Willen der US-Regierung das gegenwärtige Freihandelsabkommen Nafta ersetzen, dem auch Kanada angehört. Mit Kanada wurde bislang jedoch keine Einigung erzielt.

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06:40

"Die Nachricht vom Deal zwischen den USA und Mexiko hat den Risikoappetit angeregt", befanden ANZ-Analysten. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legte bis am Nachmittag in Tokio 0,4 Prozent zu auf 22.896 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,7 Prozent auf 1740 Zähler. Auch die asiatischen Märkte ausserhalb Japans legten zu.

(cash/AWP/Reuters)