15:15

Die Ölpreise sind nach der Ankündigung einer Seeblockade in der Strasse von Hormus durch die USA wieder deutlich gestiegen.

In der Nacht zum Montag kletterte der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni um bis zu 9 Prozent auf fast 104 Dollar. Im weiteren Tagesverlauf gab die Notierung wieder etwas nach, hielt sich aber über der Marke von 100 Dollar.

Am Nachmittag wurde Rohöl der Sorte Brent bei 101,85 Dollar gehandelt und damit etwa 7 Prozent höher als am Freitag. Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich auch beim Preis für Rohöl aus den USA. Hier wurde für ein Barrel der Sorte WTI mit Lieferung im Mai 103,67 Dollar gezahlt und damit ebenfalls etwa 7 Prozent mehr als am Freitag.

Für diesen Montag hat das US-Militär auf Anordnung von Präsident Donald Trump eine Blockade von Schiffen in der Strasse von Hormus angekündigt, die iranische Häfen anlaufen oder von ihnen auslaufen. Zugleich erläuterte das Militär, dass die Durchfahrt von Schiffen, deren Ziel oder Startpunkt kein iranischer Hafen ist, nicht beeinträchtigt werde. Die Blockade soll um 16.00 MESZ beginnen. Die Meerenge ist für die Ölstaaten am Persischen Golf wichtig, um Ölexporte an die internationalen Märkte zu bringen.

Nach Einschätzung des Rohstoffexperten Giovanni Staunovo von der UBS konnte der Iran während des Kriegs immer noch fast zwei Millionen Barrel Rohöl pro Tag exportieren. Eine erfolgreiche vollständige Blockade der Schifffahrt durch die Strasse von Hormus würde diese iranischen Exporte wahrscheinlich ebenfalls beeinträchtigen und den Ölmarkt weiter verknappen, sagte der Analyst.

Trump will mit der Blockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öl-Einnahmen abschneiden. Der Iran ist einer der grössten Ölproduzenten der Welt.

Seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar waren die Ölpreise nach oben geschossen. Als am vergangenen Mittwoch eine zweiwöchige Waffenruhe verkündet worden war, fiel der Preis für die Sorte Brent zeitweise auf fast 90 Dollar und damit auf das tiefste Niveau seit Mitte März.

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14:55

Nach den vorläufig gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran und dem daraus resultierenden Ölpreisanstieg dürften die US-Aktienmärkte mit negativer Tendenz in die neue Börsenwoche starten. Für Belastung sollte auch die deutlich negative Kursreaktion auf die Quartalszahlen der Investmentbank Goldman Sachs sorgen.

Für den Dow Jones Industrial signalisierte der Broker IG eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenauftakt ein Minus von 1,0 Prozent bei 47'428 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 dürfte rund 0,6 Prozent tiefer bei 24'976 Punkten starten.

In Reaktion auf die abgebrochenen Nahost-Gespräche kündigte US-Präsident Donald Trump eine Seeblockade der Strasse von Hormus an. Die US-Marine werde alle Schiffe blockieren, die iranische Häfen anlaufen oder von ihnen auslaufen, drohte Trump. Die Vereinigten Staaten wollen damit verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öl-Einnahmen abschneiden.

Entsprechend sind die Ölpreise am Montag wieder gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni kletterte wieder über die Marke von 100 Dollar. Zuletzt notierte er bei rund 102 Dollar und damit rund sieben Prozent über dem Niveau vom Freitagabend. Dies sorgte bei den Aktien von Chevron, ExxonMobil ConocoPhillips für vorbörsliche Kursgewinne zwischen 1,9 und 2,3 Prozent.

Dagegen sackten die Papiere der Fluggesellschaften United Airlines, American Airlines und Delta Air Lines wegen steigender Treibstoffkosten um bis zu 3,2 Prozent ab.

Goldman Sachs hat im ersten Quartal einen überraschend starken Gewinnsprung erzielt. Analysten bemängelten aber, dass die Erträge im Handel mit festverzinslichen Papieren, Währungen und Rohstoffen um zehn Prozent gefallen sind. Die Goldman-Aktien sackten vorbörslich um 4,3 Prozent ein. In diesem Abwärtssog fielen die Papiere des Konkurrenten JPMorgan um 1,9 Prozent.

Für die Titel von Nike ging es vorbörslich um 0,8 Prozent nach unten. Zuvor hatte die britische Grossbank HSBC die Aktie des Sportartikelkonzerns von «Buy» auf «Hold» abgestuft und das Kursziel von 90 auf 48 US-Dollar nahezu halbiert.

Die Anteilsscheine von Children's Place büssten vorbörslich 17 Prozent ein, nachdem der Kindermodehändler mitgeteilt hatte, dass sich der Verlust je Aktie im abgelaufenen Quartal mehr als verdoppelt hat.

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14:53

Die Valoren von Polypeptide bleiben gefragt und steigen am Montag um 10,2 Prozent.

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14:06

Das US-Militär verhängt eine Seeblockade im Golf von Oman und im Arabischen Meer östlich der Strasse von Hormus. Die Massnahme gelte für den gesamten Schiffsverkehr unabhängig von der Flagge, heisst es in einer Mitteilung des US-Zentralkommandos an Seeleute, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Die Blockade trete um 16.00 Uhr (MESZ) in Kraft. Jedes Schiff, das ohne Genehmigung in das Gebiet einfahre oder es verlasse, könne abgefangen, umgeleitet und beschlagnahmt werden. Die neutrale Durchfahrt durch die Strasse von ‌Hormus zu oder von ⁠nicht-iranischen Zielen werde durch die Blockade jedoch nicht behindert.

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13:44

Die US-Investmentbank Goldman Sachs wartete für das erste Quartal mit Zahlen über der Prognose auf. Der Ertrag stieg um 14 Prozent auf 17,23 Milliarden Dollar gegenüber den erwarteten 16,97 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie kam bei 17,55 Dollar zustehen. Hier wurden 16,50 Dollar erwartet. An der Börse kommt das Resultat indessen schlecht an, da der Ertrag des Handelsgeschäfts bei Festverzinslichen und Commodities im Vergleich zu den anderen Sparten unter den Erwartungen lag. Der Titel verliert bis zu 3,2 Prozent im vorbörslichen Handel. 

Das Resultat half auf der anderen Seite der UBS zu einem Kursgewinn. Die Aktie steht 0,58 Prozent höher bei 32,91 Franken

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13:00

Die Futures der US-Aktienmärkte stehen tiefer

Dow-Jones-Futures: -0,42 Prozent.
S&P-500-Futures: -0,58 Prozent.
Nasdaq-Futures: -0,61 Prozent.

Unterdessen steht die Schweizer Börse gemessen am SMI 0,75 Prozent im Minus. Einzig Partners Group und Zurich Insurance halten sich knapp im Plus. 

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12:15

Stark gestiegene Ölpreise haben den deutschen Aktienmarkt am Montag deutlich belastet. Auslöser des Preisschubs am Rohölmarkt war die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade der Strasse von Hormus, nachdem am Wochenende die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran vorläufig gescheitert waren. Der Leitindex Dax fiel um ein Prozent auf 23'560 Punkte. Der MDax mit den mittelgrossen deutschen Werten verlor 1,6 Prozent auf 29'906 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um ein Prozent abwärts.

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11:35

Wieder zurück auf Feld eins: Die gescheiterten Nahost-Verhandlungen belasten am Montag die Aktienkurse an der Schweizer Börse und im Gegenzug springt der Ölpreis wieder in die Höhe. Der Iran und die USA hatten am Sonntag ihre Friedensverhandlungen vorerst ergebnislos abgebrochen.

Mit Sorgenfalten wurden zudem die Schlagzeilen zur für den Öltransport wichtigen Seestrasse von Hormus aufgenommen. Denn US-Präsident Donald Trump verschärfte die Rhetorik zur Meerenge, durch die ein Fünftel des weltweiten Öls und viele wichtige Rohstoffe transportiert werden, und schürt Ängste vor Versorgungsschocks.

Denn Trump kündigte nichts weniger als eine Blockade der Strasse von Hormus an. Damit will er verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öl-Einnahmen abschneiden. Die Blockade soll um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit beginnen.

Tanken dürfte also eine teure Angelegenheit bleiben und mit der angedrohten Sperrung wird sich der Frachtstau auf absehbare Zeit nicht ablösen - mit weiteren Auswirkungen auf die austarierten Lieferketten weltweit. So zeigt der globale Lieferkettenindex bereits erste Anzeichen von Stress.

Bei den Ölpreisen kam es in der Folge wieder zu einem Anstieg. Ein Barrel Brent zur Lieferung im Juni kostete zuletzt 102,73 US-Dollar. Vor dem Start der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad am Samstag hatte der Preis pro Barrel noch bei 95,20 Dollar gelegen. Die Ölpreise bleiben derzeit der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.

Der Schweizer Leitindex SMI verliert gegen 11.25 Uhr 0,68 Prozent auf 13'093,31 Punkte. Dabei dominieren die Verlierer das Tableau klar. Der SMIM für die mittleren Werte fällt um 0,98 Prozent auf 2985,95 und der breite SPI um 0,67 Prozent auf 18'365,96 Punkte.

Zu Einzelwerten gibt es wenig Nachrichten, die Abgaben ziehen sich mehr oder weniger durch alle Sektoren. Optisch grosse Verluste erleiden die Papiere von Julius Bär (-4,6 Prozent) und Sandoz (-2,0 Prozent), die beide jedoch Ex-Dividende gehandelt werden.

Auf den Verkaufszetteln stehen vor allem Papiere, die als konjunktursensibel gelten. Allen voran sinken die Aktien des Frachtlogistikers Kühne+Nagel mit den neuen Querelen am Persischen Golf um 2,4 Prozent. Aus den Depots gekippt werden auch Logitech (-2,0 Prozent), Richemont (-2,1 Prozent) oder die in diesem Jahr gut gelaufenen ABB (-1,5 Prozent). Sika sinken am Vortag der Ergebnispublikation um 1,4 Prozent.

Die defensiven Schwergewichte halten dagegen und verleihen dem SMI eine gewisse Stabilität: Novartis (-0,3 Prozent) und Roche (-0,5 Prozent) verlieren weniger an Wert. Nestlé büssen mit -0,4 Prozent ebenfalls unterdurchschnittlich ein.

Schindler ziehen nach positiven Analystenkommentaren gar um 0,3 Prozent an. Und Zurich Insurance (+0,4 Prozent) machen sich bereits wieder daran, den vergangenen Freitag erlittenen Dividendenabgang abzuarbeiten.

Im Finanzsektor steigen Partners Group um 0,1 Prozent. Der Privatmarktspezialist hatte am Freitag nach Börsenschluss unerwartet einen Zwischenbericht vorgelegt und dabei klar positive Vermögenszuflüsse vermeldet. Auch die Jahresprognosen wurden bestätigt.

Die UBS (-0,1 Prozent) tendieren ebenfalls stärker als der Gesamtmarkt. Am Nachmittag startet in den USA die Berichtssaison der Branchenkollegen, den Startschuss liefert der Branchenprimus Goldman Sachs.

Markstrategen sprechen von einer «heiklen» Berichtssaison, die nun anbricht. Viele Unternehmen müssten vor dem Hintergrund hoher Bewertungen nicht nur starke Zahlen liefern, sondern vor allem glaubwürdige Ausblicke für die unsicheren kommenden Quartale.

Seine Prognosen bestätigt hat am breiten Markt der Industriekonzern Sulzer, dessen Papiere gleichwohl um 2,7 Prozent sinken. Denn die Winterthurer haben im ersten Quartal klar weniger Neubestellungen an Land gezogen - was zu einem grossen Teil dem starken Franken geschuldet war.

Polypeptide verteuern sich um satte 9,6 Prozent. Laut Bloomberg hat der Peptidhersteller das Interesse mehrerer Private Equity-Gesellschaften auf sich gezogen. «Hier steckt also noch unausgeschöpftes Potenzial», stellen Marktbeobachter fest. Im Schlepptau steigen die Aktien des Konkurrenten Bachem um 1,1 Prozent.

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11:04

Der ungarische Forint hat ein Vier-Jahres-Hoch erreicht, nachdem Ministerpräsident Viktor Orban seine Niederlage bei der Wahl am Sonntag eingeräumt hat. Die Währung stieg im späteren Montagshandel um 2 Prozent auf 367,41 je Euro und erreichte damit den höchsten Stand seit April 2022. Der Wahlausgang bestätigt die Positionierung von Investoren, die auf einen historischen Sieg der Partei Tisza von Peter Magyar gesetzt hatten.

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10:51

Beflügelt vom Erdrutschsieg der Tisza-Partei des ungarischen Oppositionsführers Peter Magyar ist der ungarische Aktienmarkt mit einem deutlichen Plus in die neue Börsenwoche gestartet. Der Budapester Leitindex Bux notierte am späteren Vormittag 2,95 Prozent höher bei 136'814 Punkten und somit auf einem neuen Allzeithoch. 

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10:15

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien: 

ABB: Citigroup senkt das Rating auf Neutral von Buy. Das Kursziel bleibt allerdings unverändert 76 Fr.

ABBBarclays stuft das Rating in einer Branchenstudie auf Equal Weight von Underweight hoch und erhöht das Kursziel auf 67 von 51 Fr.

AdeccoBarclays senkt das Kursziel auf 29 von 36,50 Fr., hält an der Einstufung Overweight fest. 

Barry Callebaut: Research Partners senkt das Kursziel auf 1840 von 1930 Fr., die Einstufung lautet weiterhin Kaufen.

Bystronic: UBS senkt das Kursziel auf 220 von 255 Fr., die Einstufung lautet weiterhin Sell.

Flughafen Zürich: Barclays senkt das Kursziel auf 241 von 242 Fr., bleibt bei Einstufung Equal Weight.

Schindler: Goldman Sachs stuft das Rating auf Neutral von Sell hoch und erhöht das Kursziel auf 272 von 265 Fr.

Sonova: Research Partners senkt das Kursziel auf 290 von 310 Fr., bleibt bei Rating Kaufen.

Sunrise: Berenberg erhöht das Kursziel auf 50 von 49 Fr. und belässt die Einstufung auf Hold.

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09:45

Ein breiter Ausverkauf an der Frankfurter Börse nach dem Scheitern der US-Iran-Friedensgespräche bleibt ‌vorerst ⁠aus. Der Dax notierte zum Handelsstart am Montag ⁠ein Prozent tiefer bei 23.562,19 Punkten. «Wahrscheinlich hoffen viele Anleger auf ‌eine Wiederaufnahme der Verhandlungen, da der ‌Waffenstillstand zunächst bis zum Dienstag ​kommender Woche gilt», kommentierte Jochen Stanzl, Chefanalyst der Consorsbank.

Wie nervös die Marktteilnehmer dennoch sind, zeigt laut Experten die Rückkehr des Ölpreises über die 100-Dollar-Marke. US-Präsident ‌Donald Trump hatte am Sonntag angekündigt, in der Strasse von Hormus den Schiffsverkehr von und zu iranischen ​Häfen zu blockieren. «Damit könnte die Situation im ​Nahen Osten erneut eskalieren und ​der Schiffsverkehr in der Region komplett zum Erliegen kommen», sagte ‌Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.

Die Anleger trennten sich vor allem von Aktien aus energieintensiven Branchen ​wie ​Technologie, Transport und Industrie. ⁠Noch stärker unter Druck gerieten ​die Titel der Lufthansa, ⁠die mehr als vier Prozent einbüssten. Die Pilotengewerkschaft ‌Vereinigung Cockpit (VC) geht bei dem für Montag und Dienstag geplanten Streik bei der grössten ‌deutschen Fluggesellschaft vom Ausfall Hunderter Flüge ​pro Tag aus.

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09:37

Am Schweizer Aktienmarkt herrscht nach dem Wochenende Ernüchterung. Wegen der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten geht es wieder klar nach unten. Denn der Iran und die USA haben ihre Friedensverhandlungen vorerst ergebnislos abgebrochen.

Die erhoffte Entspannung blieb damit aus. Im Gegenteil: US-Präsident Donald Trump kündigte nach den Gesprächen in Islamabad eine Seeblockade der Strasse von Hormus an. Dies, obwohl die Öffnung der wichtigen Handelsroute immer seine Herzensangelegenheit war.

Trump will mit der Blockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt und das Land gleichzeitig von Öl-Einnahmen abschneiden. Die Blockade soll um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit beginnen.

Bei den Ölpreisen kam es in der Folge wieder zu einem Anstieg. Ein Barrel Brent zur Lieferung im Juni kostete zuletzt 101,65 US-Dollar. Vor dem Start der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad am Samstag hatte der Preis pro Barrel noch bei 95,20 Dollar gelegen. Die Ölpreise bleiben derzeit der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.

Der Schweizer Leitindex SMI verliert gegen 9.30 Uhr 0,57 Prozent auf 13'108,75 Punkte. Dabei dominieren die Verlierer das Tableau klar. Der SMIM für die mittleren Werte fällt um 0,81 Prozent auf 2990,28 und der breite SPI um 0,58 Prozent auf 18'381,67 Punkte.

Zu Einzelwerten gibt es wenig Nachrichten, die Abgaben ziehen sich mehr oder weniger durch alle Sektoren. Dabei kommen vor allem konjunktursensible Papiere wie Holcim (-1,2 Prozent), Richemont (-1,8 Prozent), Logitech (-1,7 Prozent) oder ABB (-1,4 Prozent) unter die Räder.

Nur optisch noch tiefer sind die Papiere von Julius Bär (-4,8 Prozent) und Sandoz (-2,3 Prozent), die beide Ex-Dividende gehandelt werden. Schindler ziehen nach positiven Analystenkommentaren um 0,9 Prozent an.

Die defensiven Schwergewichte halten dagegen und verleihen dem SMI eine gewisse Stabilität: Novartis (-0,1 Prozent) und Roche (-0,3 Prozent) verlieren nur unterdurchschnittlich an Wert. Nestlé büssen ebenfalls nur 0,2 Prozent ein.

UBS sinken um 0,7 Prozent. Am Nachmittag startet in den USA die Berichtssaison der Branchenkollegen, den Startschuss liefert der Branchenprimus Goldman Sachs. Markstrategen sprechen von einer «heiklen» Berichtssaison, die nun anbricht. Viele Unternehmen müssten vor dem Hintergrund hoher Bewertungen nicht nur starke Zahlen liefern, sondern vor allem glaubwürdige Ausblicke für die unsicheren kommenden Quartale.

Unerwartet einen Zwischenbericht vorgelegt hat die Partners Group, deren Aktien gegen den Trend um 0,4 Prozent steigen. Der Privatmarktspezialist hatte klar positive Vermögenszuflüsse vermeldet und seine Jahresprognosen bestätigt.

Das hat auch der Industriekonzern Sulzer getan, dessen Papiere gleichwohl um 2,5 Prozent sinken. Die Winterthurer haben im ersten Quartal klar weniger Neubestellungen an Land gezogen.

Polypeptide verteuern sich um 6,5 Prozent. Laut Bloomberg hat der Peptidhersteller das Interesse mehrerer Private Equity-Gesellschaften auf sich gezogen. Bachem gewinnen im Schlepptau 0,5 Prozent.

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09:07

Der Schweizer Leitindex (SMIeröffnet 0,7 Prozent tiefer bei 13'088 Punkten. Die konjunktursensiblen Papiere wie ABB (-1,7 Prozent), Sika (-1,3 Prozent) oder Richemont (-1,8 Prozent) geraten unter die Räder. Aber auch die Schwergewichte wie Novartis (-0,4 Prozent) und Roche (-0,7 Prozent) starten tiefer. Nestlé büssen 0,3 Prozent ein. Alle drei Schwergewichte können indessen die vorbörslichen Verluste eingrenzen. 

Die UBS geben ebenfalls überdurchschnittliche 1,0 Prozent nach. Am Nachmittag startet in den USA die Berichtssaison der Branchenkollegen. Den Startschuss liefert der Branchenprimus Goldman Sachs. Partners Group notieren nahezu unverändert und geben die vorbörslichen Gewinne her. Der Privatmarktspezialist hatte in einem überraschend vorgelegten Zwischenbericht klar positive Vermögenszuflüsse vermeldet. Zudem bestätigte das Finanzinstitut seine Jahresprognosen.

Die Sulzer-Papiere sinken nach Zahlen um 2,1 Prozent. Die Winterthurer haben im ersten Quartal klar weniger Neubestellungen an Land gezogen. 

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08:07

Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der Bank Julius Bär vorbörslich 0,94 Prozent tiefer. Einzig Partners Group können 0,3 Prozent zulegen. Alle anderen 19 SMI-Titel stehen im Minus. Abb geben 1,4 Prozent nach, Richemont verlieren 1,2 Prozent, sowie Logitech, Roche, Sika und UBS je 1,0 Prozent.

Bei den Mid Caps setzen Polypeptide die Rallye fort und legen 4,0 Prozent zu. Oerlikon stehen 0,9 Prozent höher. Sulzer stehen 3,4 Prozent tiefer, während Sandoz als auch Emmi nach Dividendenabgang je 3,3 Prozent verlieren. 

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07:56

Am europäischen Devisenmarkt ist die Verunsicherung über die gescheiterten Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran zu spüren. Der Dollar, der über die vergangenen Tage Terrain hergegeben hatte, zieht entsprechend wieder an. Gerade in unsicheren Zeiten ist der Greenback traditionell ein Fluchtmittel. Zudem wird Öl überwiegend in Dollar bezahlt. Da die Ölpreise zuletzt wieder zugelegt hatten, wird der Dollar auch deswegen wieder stärker nachgefragt. 

Der US-Dollar hat mit zuletzt 0,7921 Franken deutlich Boden gut gemacht. Am späten Freitagabend hatte die US-Währung noch 0,7887 gekostet. Auch zum Euro ist er klar gestiegen. Das Euro/Dollar-Paar geht aktuell zu 1,1686 um nach 1,1732 vor dem Wochenende.

Im Vergleich dazu sind die Bewegungen im Euro/Franken-Paar relativ gering. Dieses tritt bei Kursen von 0,9257 mehr oder weniger auf der Stelle.

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07:44

Der Dax wird am Montag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den Handel ‌starten. ⁠Am Freitag hatte der deutsche Leitindex kaum verändert bei 23.803,95 Punkten ⁠geschlossen. Einen Tag vor den Iran-Friedensgesprächen fanden die globalen Aktienmärkte keine gemeinsame Richtung: ‌Die wichtigsten US-Indizes schlossen zwischen minus 0,6 ‌und plus 0,4 Prozent. Die Lage im ​Nahen Osten dürfte auch in der neuen Börsenwoche für volatile Kurse sorgen. «Mit einer Einigung zwischen Washington und Teheran hatte eigentlich keiner gerechnet, doch das Scheitern der Gespräche in Islamabad könnte die ‌Börsen erst einmal gen Süden schicken», sagte Christian Henke, Chefanalyst vom Broker IG. 

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07:15

Die US-Investmentbank Goldman Sachs legt ihre Zahlen für das erste Quartal vor dem US-Börsenstart auf und eröffnet damit die Bilanzsaison der amerikanischen Grossbanken. Analysten rechnen dank florierender Geschäfte im Investmentbanking sowie bei Fusionen und Übernahmen (M&A) mit höheren Gewinnen. Im Mittelpunkt des Interesses der Anleger dürften jedoch die Prognosen für den weiteren Jahresverlauf stehen. Geopolitische Risiken wie der Krieg gegen den Iran und schwankende Ölpreise sorgen derzeit für erhebliche makroökonomische Unsicherheit. 

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06:41

Vor Beginn der angekündigten US-Blockade iranischer Häfen meiden ⁠viele Erdöltanker Schifffahrtsdaten zufolge die Strasse von Hormus. Ein unter der ‌Flagge Maltas fahrendes Schiff hat demnach an ‌der Meerenge bereits kehrtgemacht. Andere Tanker ​mit Ziel in arabischen Nachbarstaaten passieren die wichtige Wasserstrasse jedoch weiterhin. Die US-Streitkräfte wollen ab 16.00 Uhr (MESZ) den Schiffsverkehr zu und von iranischen Häfen blockieren, nachdem die Friedensgespräche gescheitert waren. ‌Die iranischen Revolutionsgarden drohen im Gegenzug mit einem harten Vorgehen gegen US-Militärschiffe.

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06:22

Der Swiss Market Index (SMI) steht bei der IG Bank vorbörslich 0,9 Prozent tiefer. Auslöser für die Kursverluste ist die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, den ‌gesamten Schiffsverkehrs zu und von iranischen Häfen in der Strasse ​von Hormus durch die US-Marine blockieren zu lassen, nachdem die Verhandlungen mit Teheran geplatzt waren. «Das ist eine absolute Umkehrung jeglichen Optimismus im Vorfeld der Friedensgespräche», sagte Analystin Fiona Cincotta von City Index.

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06:15

Das Scheitern der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran hat die Anleger an den asiatischen Börsen am Montag in die Flucht geschlagen. Die japanische Börse in Tokio tendierte schwächer, wobei der 225 Werte ‌umfassende Nikkei-Index um ⁠1,0 Prozent auf 56'357,40 Punkte nachgab. Der breiter gefasste Topix notierte 0,5 Prozent niedriger bei 3721,78 Zählern.

In Tokio litten primär Halbleiterwerte unter der trüben Stimmung: Die Papiere von Ibiden fielen um 4,3 Prozent. Gefragt waren dagegen Energieaktien, die um 3,2 Prozent zulegten. Starke Geschäftszahlen verhalfen ‌zudem dem Roboterbauer Yaskawa Electric zu einem Plus von 5,7 Prozent. 

Auch in China hielten ⁠sich die Investoren zurück: Die Börse Shanghai verlor 0,1 Prozent auf 3981,09 Stellen, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen bei 4637,82 ‌Punkten stagnierte.

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06:11

 Die geopolitischen ‌Spannungen trieben die Anleger in den als sicherer Hafen geltenden Dollar. Im asiatischen Devisenhandel gewann die US-Währung 0,3 Prozent auf 159,72 Yen und legte leicht auf 6,8327 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte der Dollar 0,4 Prozent höher bei 0,7919 Franken. Parallel dazu ​fiel ​der Euro um 0,3 Prozent auf 1,1686 Dollar und zog ⁠leicht auf 0,9254 Franken an. 

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06:05

Die drohende Blockade der Strasse von Hormus, ​durch die ein Fünftel der weltweiten ⁠täglichen Energieversorgung fliesst, liess die Ölpreise deutlich anziehen. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee ‌um 7,3 Prozent auf 102,17 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte sogar 8,6 Prozent fester bei 104,91 Dollar

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06:00

An der Wall Street hatten sich die Anleger bereits vor dem Wochenende angesichts der ‌unsicheren Lage im Nahen Osten zurückgehalten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones hatte sich am Freitag mit ​einem Minus von 0,6 Prozent bei 47'916,57 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500 notierte kaum verändert bei 6816,89 Zählern, und der technologielastige Nasdaq zog um 0,4 Prozent auf 22'902,89 Stellen an. 

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Thomas Daniel Marti
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