16:15
Über eine halbe Stunde nach Handelsbeginn sank der Dow Jones Industrial um 0,44 Prozent auf 51'551 Punkte. Angesichts der deutlichen Kursabschläge vor der gestrigen Erholung steuert der Leitindex auf einen Wochenverlust von 1,9 Prozent zu. Der marktbreite S&P 500 verlor am Freitag 0,20 Prozent auf 7622 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es nur um 0,04 Prozent auf 29'436 Punkte nach unten. Vor allem dank des starken Donnerstags zeichnet sich für die Woche ein knappes Plus von 0,2 Prozent ab.
Die Renditen für US-Anleihen zogen wieder an und schmälerten das Interesse der Anleger an Aktien. Zudem stabilisierten sich die Ölpreise, deren deutlicher Rückgang die Kurse zuletzt gestützt hatte. Auch der grosse Verfallstermin an den Terminbörsen bremste die Risikobereitschaft.
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15:50
Eine Partnerschaft mit dem französischen Fussballstar Kylian Mbappé gab den Aktien des Schweizer Sportartikelherstellers On vorbörslich zuerst Auftrieb. Die in den USA notierten Papiere des Unternehmens, zu dessen Investoren Tennisstar Roger Federer gehört, legten vor Handelsstart rund 4,5 Prozent zu. Nach Handelsstart resultiert dann aber nur ein Minus von 0,6 Prozent.
On hat nach eigenen Angaben für seinen Einstieg in den Fussballmarkt Mbappé verpflichtet. Der Franzose beendet damit seine langjährige Partnerschaft mit Nike. Die Aktien des US-Branchenriesen geben vorbörslich rund ein Prozent nach. On kündigte an, seine ersten Fussballschuhe im Jahr 2027 auf den Markt zu bringen. Zugleich ernannte das Unternehmen den ehemaligen französischen Nationalspieler Thierry Henry zum Fussballdirektor.
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15:40
Der Dow Jones Industrial fällt nach Handelsbeginn um 0,27 Prozent, während der Nasdaq in ähnlichem Umfang zulegt.
Der SMI liegt 0,76 Prozent tiefer, angeführt von einem Minus von 2,5 Prozent bei Nestlé.
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15:05
Der Dow Jones Industrial vom Broker IG vorbörslich mit 0,2 Prozent im Minus gesehen bei 51'650 Punkten. Favorisiert werden wohl die Technologiewerte, denn die Indikation für den davon geprägten Nasdaq 100 liegt moderat mit 0,2 Prozent im Plus.
Anleger schenken der Tatsache, dass die Ölpreise weiter zurückkommen, vor dem Wochenende nur noch wenig Vertrauen. In Europa dagegen erhöhten die anstehenden Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern die politische Unsicherheit wegen der Gefahr, dass neue Debatten über Bundeskanzler Friedrich Merz ausgelöst werden. Hinzu kam der grosse Verfallstag, der an den Finanzmärkten auch ohne konkrete Nachrichten für Schwankungen sorgen kann.
Am Ölmarkt wird auf neue diplomatische Impulse gewartet, während sich die Angebotssorgen etwas abgeschwächt haben. Nach Berichten vom Donnerstag soll China den Iran aufgefordert haben, auf eine Eindämmung der Huthi-Angriffe hinzuwirken, die zur Verknappung des Rohölangebots beitrugen. Laut einem Medienbericht will US-Präsident Donald Trump kommende Woche am Rande der UN-Generalversammlung Vertreter mehrerer Golfstaaten treffen.
Unter den «Magnificent 7» mehren sich vorbörslich die Gewinner, was der Nasdaq wohl etwas helfen kann. Im Halbleitersektor wird ausserdem die Stimmung etwas angehoben von Aussagen des Nvidia-Chefs Jensen Huang, der im kommenden Jahr mit einer Verdopplung des Chipabsatzes rechnet. Die Nvidia-Aktien selbst bewegen sich daraufhin aber vorbörslich eher wenig.
Ein deutliches Minus von 3,7 Prozent bahnt sich aber bei dem Streaming-Riesen Netflix an. Anlass dazu gibt eine Analystenabstufung von Wells Fargo, die der Analyst Seven Cahall mit Skepsis an der Content-Strategie begründete. Er sieht die Gefahr, dass beliebte Eigenproduktionen verloren gehen, sollte Netflix in Konkurrenz zu Youtube zu einer umfassenderen Content-Plattform umgestaltet werden.
Deutlich um sieben Prozent nach oben geht es dagegen bei Stubhub nach einer Kaufempfehlung der Citigroup. Jason Bazinet rechnet in seiner Studie damit, dass es ein robustes drittes Quartal dem Ticketing-Marktplatz möglich macht, in diesem Jahr beim bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda) das obere Ende der gesteckten Zielspanne zu erreichen.
Mit Gewinnen in den Fokus rückten vorbörslich auch die zuletzt schon erholten Krypo-Aktien wie Strategy oder Coinbase . Sie profitierten davon, dass die US-Börsenaufsicht SEC grünes Licht gegeben hat für eine verlängerte Ausnahme, die den Handel mit tokenisierten Aktien erlaubt. Dabei handelt es sich um digitale Abbilder klassischer Wertpapiere auf einer Blockchain.
Verluste von jeweils etwa zwei Prozent bahnen sich im Stahlsektor bei den Unternehmen Nucor und Steel Dynamics an. In beiden Fällen reagieren die Anleger enttäuscht auf Zielsetzungen für das dritte Quartal.
Um mehr als sechs Prozent hoch geht es dagegen bei On Holding. Der Fussball-Superstar Kylian Mbappe bindet sich selbst nach seinem Bruch mit Nike als Partner an den Sportartikelhersteller – als Repräsentant der Marke und für die Entwicklung neuer Produkte. Nike-Aktien bewegten sich mit 0,8 Prozent im Minus.
Der SMI rutscht derweil tiefer ins Minus und verliert 0,4 Prozent.
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13:09
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11:54
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11:47
Die grossen Schlagzeilen gehören dem Nahrungsmittelmulti Nestlé, dessen Papiere sich um 2,1 Prozent verbilligen. Russland hat einige Gesellschaften in dem Land unter vorübergehende Fremdverwaltung gestellt. Die Anteile bleiben formal bei Nestlé, das Unternehmen verliert aber zunächst die Kontrolle über die Beteiligungen.
Analysten schätzen, dass Russland rund 1-2 Prozent zum Konzernumsatz beiträgt. Aber es geht auch um beträchtliche Vermögenswerte. Schätzungen beziffern den Wert des russischen Geschäfts auf gut 1,75 Milliarden Franken. Diese müssten im schlimmsten Fall abgeschrieben werden.
Ihre «Dernière» im SMI erfahren die Papiere des Logistikkonzerns Kühne+Nagel (-1,8 Prozent) und jene der Swisscom (-2,9 Prozent) und werden entsprechend verkauft. Sie werden kommenden Montag im Leitindex durch Galderma (+2,4 Prozent) und Sandoz (+2,7 Prozent) ersetzt. Sie zieren damit die Spitze der SLI-Rangliste.
Der Generikakonzern konnte zudem mit positiven News aufwarten. So hat er einerseits in Kanada die Marktzulassung für ein Generikum des Diabetesmittels Semaglutid erhalten. Und mit einer Partnerschaft für ein Emicizumab-Biosimilar wurde das erste Medikament gegen Hämophilie in die Pipeline geholt.
Im breiteren Markt notieren Leonteq um 0,2 Prozent tiefer. Beim Derivatespezialisten hat der Grossaktionär Rainer-Marc Frey seinen Anteil auf knapp 30 Prozent aufgestockt. Er übernimmt die verbleibenden Titel der Bank Raiffeisen, die sich als Aktionärin zurückzieht.
AMS Osram rücken um 4,1 Prozent vor. Positive Impulse gehen von einem Branchenkommentar seitens Kepler Cheuvreux aus. Darin berichtet der Autor davon, dass die künstliche Intelligenz auch in der Automobilbranche sowie in der Industrie immer mehr zum Einsatz komme.
Aufgrund des sogenannten grossen Verfallstags könnten die Kursschwankungen im Handelsverlauf noch zunehmen. Denn am Berichtstag laufen an den Termin- und Derivatebörsen Futures und Optionen auf Aktienindizes und einzelne Aktien aus. Dabei kann es bei grossen Umsätzen zu heftigen Kursschwankungen kommen. Hinter den Schwankungen stehen Marktteilnehmer, deren Frist zur Verwirklichung ihrer Derivategeschäfte abläuft.
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11:30
Trotz des Zinserhöhungspfads der grossen Notenbanken bleibt Gold begehrt. Das Edelmetall verteuert sich in der Spitze um 1,4 Prozent auf 4399 Dollar je Feinunze. Schon am Donnerstag hatte der Preis um fast zwei Prozent zugelegt. Goldman Sachs sieht den Goldpreis Ende 2027 bei 5400 Dollar. Nach Einschätzung der Experten dürfte eine restriktivere Geldpolitik die Rallye des Edelmetalls zwar wahrscheinlich verlangsamen, aber nicht zum Erliegen bringen. Höhere Zinsen können die Nachfrage nach Gold dämpfen, weil sie die Attraktivität renditebringender Anlagen erhöhen.
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10:20
Die grössten Verluste macht Swisscom (-2,8 Prozent). Die Aktie des Telekomunternehmens wird am Freitag letztmals im SMI gehandelt, bevor sie am kommenden Montag ersetzt wird. Auch Kühne+Nagel (-0,2 Prozent) werden ab nächster Woche nicht mehr im Leitindex gehandelt. Neu kommen Galderma (+1,3 Prozent) und Sandoz (+1,3 Prozent) in den SMI.
Nestlé verlieren 1,8 Prozent nach der Meldung, dass das Russlandgeschäft des Lebensmittelkonzerns vorübergehend unter Zwangsverwaltung läuft.
Am breiten Markt pendelt sich der Gewinn von Leonteq bei +1,2 Prozent ein.
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09:36
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien
Stadler Rail: UBS erhöht auf 30 (20) Fr. - Neutral
Adecco: Bank of America erhöht auf 26 (16) Fr. – Neutral
Medacta: Stifel senkt auf 150 (180) Fr. – Buy
Straumann: Berenberg nimmt Buy wieder auf - Ziel 118 Fr.
Sonova: Bank of America erhöht auf 280 (225) Fr. - Buy
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09:20
Der Swiss Market Index (SMI) startet am Freitag unverändert in den Handel.
Die ganz grossen Schlagzeilen gehören derweil dem Nahrungsmittelmulti Nestlé, dessen Papiere sich um 1,2 Prozent verbilligen. Russland hat einige Gesellschaften in dem Land unter vorübergehende Fremdverwaltung gestellt. Die Anteile bleiben formal bei Nestlé, das Unternehmen verliert aber zunächst die Kontrolle über die Beteiligungen. Analysten schätzen, dass Russland etwas mehr als 1 Prozent zum Konzernumsatz beiträgt.
Ihre zumindest vorläufige «Dernière» im SMI erfahren die Papiere des Logistikkonzerns Kühne+Nagel (+0,2 Prozent) und jene der Swisscom (-1,9 Prozent). Sie werden kommenden Montag im Leitindex durch Galderma (+0,2 Prozent) und Sandoz (+1,1 Prozent) ersetzt.
Der Generikakonzern Sandoz konnte mit positiven News aufwarten. So hat er einerseits in Kanada die Marktzulassung für ein Generikum des Diabetesmittels Semaglutid erhalten. Und mit einer Partnerschaft für ein Emicizumab-Biosimilar wurde das erste Medikament gegen Hämophilie in die Pipeline geholt.
Die Agenda gibt zu Wochenschluss abgesehen vom Ölpreis und den US-Börsen kaum Impulse her. Im Fokus bleibt wohl auch die weitere Nachlese der Entscheidung der US-Notenbank Fed, die ihre erste Zinserhöhung seit drei Jahren vollzogen hat. Dazu ist heute noch grosser Verfallstag – «Hexensabbat». Dann laufen an der Terminbörse Futures und Optionen auf Aktienindizes und Einzelaktien aus. Dabei kann es bei grossen Umsätzen zu heftigen Kursschwankungen kommen.
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08:30
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08:15
Bei Julius Bär wird der Schweizer Leitindex SMI vorbörslich tiefer gehandelt, mit Verlusten von 0,3 Prozent. Alle Blue Chips notieren vor Handelsbeginn im Minus. Amrize bildet das Schlusslicht mit einem vorbörslichen Minus von 0,7 Prozent.
Ebenfalls positiv werden Leonteq (+3,9 Prozent) erwartet. Grossaktionär Rainer-Marc Frey hat den verbleibenden Anteil von Raiffeisen gekauft und seinen Anteil somit auf 30 Prozent aufgestockt.
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06:15
Der Swiss Market Index (SMI) notiert bei der IG Bank vorbörslich 0,4 Prozent tiefer. Zuvor schloss der Schweizer Leitindex zwei Tage in Folge positiv.
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05:45
Die asiatischen Aktienmärkte haben am Freitag dank einer Erholung bei Technologiewerten und leicht sinkender Ölpreise Gewinne verzeichnet. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,8 Prozent auf 64'662,11 Punkte zu, während der breiter gefasste Topix 0,4 Prozent niedriger bei 4076,38 Zählern notierte. In China gewann die Börse Shanghai 0,8 Prozent auf 3904,76 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,6 Prozent auf 4485,29 Punkte.
Im Mittelpunkt des Interesses stand die Bank of Japan (BOJ), die ihren Leitzins wie erwartet auf ein 31-Jahres-Hoch von 1,25 Prozent anhob, um ein Überschiessen der Inflation zu verhindern. «Entscheidend für die Märkte ist nicht nur, ob die BOJ die Zinsen anhebt, sondern auch, wie sie dies tut und wie Gouverneur Kazuo Ueda den weiteren Weg kommuniziert», sagte Währungsstratege Michael Wan von MUFG. An der Börse in Tokio griffen Anleger bei KI- und Chip-Werten zu. So kletterten die Papiere des Technologieinvestors SoftBank um fünf Prozent. Die Aktien der Chipausrüster Advantest und Tokyo Electron rückten um vier beziehungsweise 3,6 Prozent vor.
Der seit über sechs Monaten andauernde Krieg im Nahen Osten schürt weltweit Inflationsängste und hält die Notenbanken auf Kurs für eine straffere Geldpolitik. Da schnell wachsende Technologieunternehmen empfindlich auf höhere Zinsen reagieren, sorgte ein Rückgang der Ölpreise in diesem Sektor für Erleichterung. Auf der Verliererseite standen in Japan hingegen die Aktien von Videospielentwicklern, die am Vortag noch gefragt waren. Die Papiere von Nintendo und Konami gaben jeweils rund zwei Prozent nach.
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05:30
Im asiatischen Devisenhandel warteten die Anleger auf Signale für das künftige Tempo der japanischen Zinserhöhungen. Der Dollar gewann 0,1 Prozent auf 156,16 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,6983 Yuan nach. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,8246 Franken vor. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1479 Dollar und zog leicht auf 0,9466 Franken an.
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05:15
Am Rohstoffmarkt sorgten Hoffnungen auf alternative Lieferwege für Öl aus dem Nahen Osten für eine leichte Entspannung, auch wenn die Sorge vor weiteren Angriffen zwischen Saudi-Arabien und den jemenitischen Huthi-Rebellen anhielt. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 0,8 Prozent auf 103,94 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,7 Prozent schwächer bei 101,15 Dollar.
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00:30
Nachlassende Ölpreise und robuste Arbeitsmarktdaten haben der Wall Street am Donnerstag Auftrieb gegeben. Die Anleger schüttelten die erste Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) seit mehr als drei Jahren ab und griffen vor allem bei Technologie-Werten zu. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent höher auf 51'778 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 1,1 Prozent auf 7638 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,7 Prozent auf 26'418 Punkte.
Die US-Notenbank hatte am Mittwoch erstmals seit Juli 2023 den Leitzins angehoben und bekräftigt, die Inflation zeitnah auf das Ziel von zwei Prozent zurückführen zu wollen. Die Entscheidung fiel einstimmig. «Der Markt ist etwas erleichtert über die Geschlossenheit der Fed, da alle gleich abgestimmt haben», sagte Ross Mayfield, Analyst bei Baird. Fed-Chef Kevin Warsh betonte auf der Pressekonferenz die Unabhängigkeit der Notenbank sowie die Stärke der US-Wirtschaft.
Diese Einschätzung wurde durch aktuelle Daten des Arbeitsministeriums gestützt: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen auf einen Wert, der fast den Tiefstständen von 1969 entspricht. Laut dem FedWatch-Tool der CME rechnen die Finanzmärkte nun mit einer Wahrscheinlichkeit von 53,1 Prozent mit einer weiteren Zinserhöhung um 25 Basispunkte im Oktober. In der Vorwoche hatte dieser Wert noch bei 27,2 Prozent gelegen.
Für Erleichterung sorgten auch die Ölpreise, die auf ein Ein-Wochen-Tief fielen. Berichte über saudische Öllieferungen durch den Oman dämpften die Sorgen vor Angebotsengpässen, auch wenn die Lage im Nahen Osten wegen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran angespannt bleibt. «Wenn ein Ölschock so lange andauert, wirkt sich das unweigerlich auf die Preise in der gesamten Wirtschaft aus», erklärte Mayfield. Eine Entspannung in diesem Bereich sei Rückenwind für Verbraucher und Unternehmen und erlaube der Fed eine weniger restriktive Geldpolitik.
Auf Unternehmensseite zählten Technologiewerte zu den grössten Gewinnern im S&P 500. Auch Chip-Aktien sowie Gold- und Silberminenbetreiber legten um mehr als drei Prozent zu. Aktien von Hausbauern gewannen 1,1 Prozent, nachdem Daten einen Anstieg bei den Baubeginnen von Einfamilienhäusern und den schwebenden Hausverkäufen im vergangenen Monat gezeigt hatten. Zinssensible Banken stabilisierten sich nach dem Ausverkauf vom Mittwoch und schlossen 0,2 Prozent höher.
Dagegen gaben die Aktien von CoreWeave um 4,2 Prozent nach. Das Unternehmen hatte Pläne zur Kapitalbeschaffung durch die Ausgabe von Aktien und Wandelanleihen angekündigt. Fluence Energy brachen um 15,4 Prozent ein, nachdem der Konzern seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2026 gesenkt hatte.
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)
