11:40
Der Leitindex SMI notiert 0,44 Prozent tiefer. Auch an anderen wichtigen asiatischen und europäischen Handelsplätzen ging es bergab, zum Teil sogar noch deutlicher als hierzulande.
Es ist noch zu früh, um «Alles wird gut» zu proklamieren, kommentiert ein Marktteilnehmer die Entwicklung. Ein anderer meint: «Die zwischen den USA und dem Iran vereinbarte vierzehntägige Waffenruhe zeigt sich als ein sehr wackeliges Konstrukt.» Insbesondere sei die Lage in der Strasse von Hormus weiterhin unklar. «Von einer Öffnung der wichtigen Lebensader kann im Augenblick noch nicht gesprochen werden.»
Angesichts der massiven Luftangriffe Israels im Libanon drohte der Iran bereits, die gerade erst mit den USA vereinbarte Waffenruhe platzen zu lassen. US-Präsident Donald Trump wiederum drohte dem Iran ebenfalls mit einer neuen militärischen Eskalation, falls es nicht zu einem umfassenden Abkommen kommen sollte. Es werde alles bereitgehalten, was für die «Vernichtung» eines bereits geschwächten Gegners notwendig sei, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
16 der 20 Blue Chips erleiden Einbussen. Die mit Abstand grössten gehen auf das Konto von Logitech, die 2,3 Prozent verlieren. Dahinter sind Givaudan und Partners Group (je -1,0 Prozent) die grössten Verlierer.
Auf der anderen Seite sind angesichts der wieder düstereren Weltlage die defensiven Swisscom (+0,7 Prozent) gesucht. Relativ gut halten sich die ebenfalls als defensiv geltenden Versicherungstitel, insbesondere Swiss Life und Swiss Re (je +0,6 Prozent). Auch Helvetia Baloise, die zum SMIM zählen, ziehen mit 1,6 Prozent deutlich an. Von diesem Unternehmen gibt es nächste Woche News an einem Investorentag.
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10:15
Die Aktien von AMS Osram legen bis 10 Prozent zu. Analysten der UBS streichennin einer Studie die immer stärkere Fokussierung des Unternehmens auf MicroLEDs heraus. Diese könnten sich zu einer potenziellen Lösung fü die Vernetzung in KI-Rechenzentren entwicklen. Das grösste Aufwärtspotenzial sehen die Analysten jedoch bei der Entschuldung des Konzerns.
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09:50
Der SMI fällt ins Minus. Er notiert 0,32 Prozent tiefer.
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09:30
Wieder steigende Ölpreise machen Industriemetalle für die Anleger weniger attraktiv. Der Kupferpreis an der Londoner Metallbörse fällt um 0,5 Prozent auf 12.647 Dollar pro Tonne, nachdem er am Mittwoch den grössten Tagesgewinn seit Anfang Februar verzeichnet hatte. Zinn verbilligt sich um 1,4 Prozent auf 46.975 Dollar je Tonne, der Nickelpreis rutscht um 0,6 Prozent ab.
Höhere Energiepreise trüben die Aussichten für Metalle, da Anleger sich vor negativen Folgen für das Wirtschaftswachstum und die Produktion fürchten. Zudem drückten Gewinnmitnahmen auf die Metallpreise, sagt Tim Waterer, Chefmarktanalyst bei KCM Trade.
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09:10
Der SMI ist nach einem leicht positiven Handelsstart unverändert. Die Euphorie über die Waffenruhe im Nahen Osten sei etwas verflogen, sagen Händler. Entsprechend fehlten Anschlusskäufe im grösseren Stil.
Nach den europäischen Börsen ist es am Mittwoch zwar auch an den US-Aktienmärkten deutlich aufwärtsgegangen. In Asien geht es am Donnerstagmorgen nun aber leicht abwärts. Die wichtigsten Indizes in Japan, China und Korea büssen zwischen 0,3 und 1,6 Prozent ein.
Es ist noch zu früh, um «Alles wird gut» zu proklamieren, kommentiert ein Marktteilnehmer. Die Waffenruhe stehe auf wackligen Beinen. Die iranische Nachrichtenagentur Fars liess am Abend verlauten, der Iran erwäge wegen der anhaltenden Angriffe Israels auf die libanesische Hisbollah bereits wieder einen Ausstieg aus der Vereinbarung. Zudem gab es Beschuldigungen von Seiten des Iran, dass einige Punkte der Waffenstillstandsvereinbarung gebrochen worden seien. «Ich wäre sehr vorsichtig, davon auszugehen, dass der Irankonflikt bald beendet wird», so ein Analyst.
Makrodaten gelten angesichts der Ereignisse im Nahen Osten weiterhin als nebensächlich. Heute wird allerdings in den USA der PCE-Index veröffentlicht, das von der US-Notenbank bevorzugte Mass für die Inflation.
SMI-Vortagesgewinner wie Richemont (minus 0,2 Prozent), Amrize (minus 0,6 Prozent) oder ABB und UBS (unverändert) bekunden am Donnerstag Mühe. Defensive Werte befinden sich dagegen im Aufwind, so Swisscom, Swiss Life und Zurich. Alle drei Schwergewichte - Roche, Novartis, Nestlé - notieren leicht höher.
Forbo fallen 3,7 Prozent. Die Aktie wird am Mittwoch ex-Dividende gehandelt.
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08:10
Der SMI wird bei Julius Bär vorbörslich 0,2 Prozent höher gestellt. Alle 20 Aktien des Leitindex notieren leicht fester.
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06:20
Der SMI wird bei der IG Bank vorbörslich 0,36 Prozent höher indiziert. Am Vortag hatte er 2,5 Prozent gewonnen.
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06:00
Die brüchige Waffenruhe im Golf hat die Stimmung an den asiatischen Börsen am Donnerstag gedämpft. Die Ölpreise zogen wieder an und erinnerten die Anleger daran, dass die inflationären Auswirkungen des Konflikts noch lange anhalten werden.
Es gab kaum Anzeichen dafür, dass die Strasse von Hormus wieder vollständig befahrbar ist. «Ein Fünftel des weltweiten Ölangebots bewegt sich durch einen Korridor, der immer noch faktisch unter dem Einfluss einer der Konfliktparteien steht», sagte Nigel Green, Chef der deVere Group. «Das ist keine Stabilität.» Man brauche keine vollständige Blockade, um die Ölmärkte wieder stark nach oben zu treiben.
Der japanische Nikkei-Index gab 0,5 Prozent nach. Die Börse in Shanghai verlor ebenfalls 0,5 Prozent. Zudem zeigten die Protokolle der letzten Sitzung der US-Notenbank Fed, dass eine wachsende Zahl von Mitgliedern eine Zinserhöhung zur Eindämmung der Inflation für notwendig halten könnte.
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05:30
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01:00
Die Waffenruhe im Iran-Krieg hat am Mittwoch an den US-Aktienmärkten für einen kräftigen Kursaufschwung gesorgt. Anleger zeigten sich erleichtert über die massiv gefallenen Ölpreise, da die vom Iran blockierte Strasse von Hormus für den Schiffsverkehr wieder passierbar werden soll. Diese wichtige Meerenge ist von zentraler Bedeutung für den weltweiten Rohöl- und Erdgastransport. Laut der US-Regierung sollen am Samstag direkte Verhandlungen mit dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad stattfinden, um über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts zu sprechen.
Der Dow Jones Industrial schloss 2,85 Prozent im Plus bei 47'909,92 Punkten und damit nahe seines Tageshochs. Im frühen Handel war der Leitindex auf den höchsten Stand seit knapp einem Monat geklettert. Der marktbreite S&P 500 gewann 2,51 Prozent auf 6'782,81 Zähler. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 2,90 Prozent auf 24'903,17 Punkte nach oben. Dagegen sackte der Preis für ein Fass Öl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni auf gut 95 US-Dollar ab. Tags zuvor hatte er zeitweise noch über 110 Dollar notiert.
Allerdings steht die vereinbarte Waffenruhe noch auf sehr wackeligen Beinen: Der Iran erwägt nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars wegen der anhaltenden israelischen Angriffe auf die Hisbollah im Libanon aus der vereinbarten zweiwöchigen Feuerpause auszusteigen. Aus Protest gegen die Angriffe auf die verbündete Miliz stoppte der Iran den Angaben von Fars zufolge auch wieder den Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus. Israel will nach Angaben eines Militärsprechers mit aller Macht weiter gegen die Hisbollah-Miliz kämpfen.
Während die wenigen bisherigen Gewinner des Nahost-Krieges, die Öl- und Gaswerte, am Mittwoch kräftig nachgaben, legten zahlreiche Verlierer - unter ihnen besonders die Aktien von Fluggesellschaften - erheblich zu. So büssten Chevron , ExxonMobil und ConocoPhillips um bis zu 5,0 Prozent ein.
Unter den Fluggesellschaften stiegen American Airlines und United Airlines um 5,6 Prozent beziehungsweise 7,9 Prozent. Delta Air Lines gewannen 3,8 Prozent. Die Fluglinie meldete für das erste Jahresviertel gestiegene Umsätze, aber einen Verlust, nachdem es im Vorjahr noch einen Gewinn erzielt hatte. Für das zweite Quartal rechnet Delta jedoch wieder mit einem Gewinn bei gleichzeitigem Umsatzwachstum. Einen Jahresausblick wagte das Unternehmen nicht.
Die Papiere von Intel setzten ihren rasanten Anstieg der vergangenen Handelstage fort und erklommen zwischenzeitlich den höchsten Stand seit fünf Jahren. Am Mittwoch gingen sie mit einem Kursplus von 11,4 Prozent aus dem Handel. Damit bauten die Titel des Halbleiterkonzerns ihren Gewinn im bisherigen Jahresverlauf auf fast 60 Prozent aus. Allein seit dem jüngsten Zwischentief Ende März legten die Anteilscheine um rund 45 Prozent zu.
Die Aktien von Levi Strauss stiegen um 10,7 Prozent. Der Jeanshersteller erhöhte nach einem starken ersten Quartal seine Jahresziele.
(cash/Reuters/AWP)

