13:40
Die Aktien von RUM Group legen zeitweise über 20 Prozent zu. Grund dafür sind Berichte über eine Vereinbarung mit Anthropic über Rechenkapazitäten im Wert von 13,7 Milliarden Dollar.
Anthropic geht demnach einen Deal mit der RUM Group ein. Das Unternehmen war früher unter dem Namen Rumble bekannt.
Die RUM Group hatte den Vertrag über 13,7 Milliarden Dollar bereits im August in einer Meldung an die Börsenaufsicht offengelegt. Den Namen des Kunden nannte das Unternehmen damals jedoch nicht.
+++
13:10
Die Aktien von US-Chipherstellern und KI-Unternehmen geben in der US-Vorbörse deutlich nach. Führende KI-Manager forderten zuvor ein langsameres Entwicklungstempo bei fortgeschrittener künstlicher Intelligenz. Sie äusserten Bedenken wegen möglicher Risiken für die Menschheit.
Die Futures auf die US-Aktienmärkte notieren derweil im Verlust. Während jene auf den Dow Jones um 0,2 Prozent fallen, geben jene auf den S&P 500 und Nasdaq 100 um 0,7 respektive 1,6 Prozent nach.
+++
11:40
Der Schweizer Aktienmarkt ist zum Wochenstart zweigeteilt wie selten. Grosse Fragezeichen zu KI, ein neuerlicher Ölpreisanstieg und die Ungewissheit im Vorfeld der US-Zinsentscheidung sorgen bei Technologietiteln und diversen Zyklikern für satte Abgaben. Defensive Papiere sind hingegen gefragt. Und weil diese den SMI dominieren, legt dieser klar zu.
Auffällig ist, wie zweigeteilt der Markt ist. Kursveränderungen von klar unter 1 Prozent sind bei den Blue Chips kaum zu sehen, die stärksten Gewinner und Verlierer zeigen hingegen ein Plus respektive Minus von je knapp 4 Prozent. Die Zweiteilung des Marktes lässt sich auch daran ablesen, dass der Mid-Cap-Index SMIM leicht im Minus ist, er gibt 0,1 Prozent auf 3030 Punkte nach.
Insgesamt entwickelt sich der Schweizer Aktienmarkt gleichwohl besser als die Leitindizes in Deutschland, Frankreich oder Japan und Korea. Er verdankt dies primär seinen defensiven Schwergewichten Roche (+4,2 Prozent), den letzte Woche arg gebeutelten Novartis (+2,4 Prozent) und Nestlé (+2 Prozent). Defensiv sei angesichts der vielen Unsicherheiten gefragt, heisst es im Handel. Bei Roche geben ausserdem eigene positive Studienergebnisse und schlechte Daten von Konkurrenten Rückenwind. So hat AstraZeneca gerade einen Rückschlag mit einem neuartigen Ansatz bei der Brustkrebsbehandlung erlitten.
Im Plus sind auch Kühne+Nagel (+1,7 Prozent), was Börsianer mit den gestiegenen Spannungen im Nahen Osten erklären.
Auf der anderen Seite geben ABB (-4,3 Prozent), die wegen der Produkte für Rechenzentren zu den Schweizer «KI-Firmen» zählen, deutlich nach. Ähnliches gilt am breiten Markt für Belimo (-6,8 Prozent), das Gebäudeinfrastruktur für Data Center herstellt, den Stromgeneratorenhersteller Accelleron (-4,8 Prozent) oder den Verkabelungsspezialisten Huber+Suhner (-4,2 Prozent). Stark bergab geht es ausserdem mit Zulieferern der Chip-Industrie, konkret VAT (-6,5 Prozent), Inficon (-5,6 Prozent) oder Comet (-7,1 Prozent).
Klar im Minus sind ausserdem bei den Blue Chips UBS (-1,6 Prozent), was mit den Unsicherheiten zur künftigen Regulierung zu tun haben dürfte.
Für Bewegung sorgen am breiten Markt ausserdem Analystenkommentare, etwa jener von Goldman Sachs zu Straumann (+1,7 Prozent) oder von Bernstein zu Siegfried (+3,5 Prozent).
+++
11:20
Der Swiss Performance Index (SPI) notiert am Vormittag um 0,6 Prozent im Plus bei 19'578 Zählern. Die Sektoren Gesundheit (+2,6 Prozent) und nicht-zyklischer Konsum (+1,4 Prozent) liegen vorn. Industriewerte (-2,6 Prozent) und zyklischer Konsum (-0,6 Prozent) gehören zu den Schlusslichtern.
Zur Heatmap der Schweizer Aktien geht’s hier lang.
+++
10:50
Michael Burry stellt die Forderungen nach einem langsameren Entwicklungstempo bei der künstlichen Intelligenz infrage. Der Investor nennt den Vorstoss von OpenAI, Anthropic und weiteren führenden Köpfen der Branche «eigennützig».
«Man sollte sich einen Moment Zeit nehmen. Dann versteht man, wie eigennützig es von den Führungskräften bei OpenAI, Anthropic und anderen grossen Hyperscalern ist, über eine Verlangsamung zu sprechen», schrieb Burry auf der Plattform X.
+++
10:00
Der Schweizer Aktienmarkt ist zum Wochenstart zweigeteilt. Grosse Fragezeichen zu KI, ein neuerlicher Ölpreisanstieg und die Ungewissheit im Vorfeld der US-Zinsentscheidung sorgen bei Technologietiteln und manchen Zyklikern für satte Abgaben. Defensive Papiere sind hingegen gefragt. Und weil diese den SMI dominieren, legt dieser deutlich zu.
Das Plus verdankt der Leitindex primär seinen defensiven Schwergewichten Roche (+3,1 Prozent), Novartis (+1,9 Prozent) und Nestlé (+0,9 Prozent). Defensiv sei angesichts der vielen Unsicherheiten gefragt, heisst es im Handel. Bei Roche geben ausserdem eigene positive Studienergebnisse und schlechte Daten von Konkurrenten Rückenwind.
+++
09:30
Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien:
ams Osram: Deutsche Bank erhöht auf 19 (16) Fr - Hold
Huber+Suhner: Jefferies startet mit Buy - Ziel 225 Fr
Siegfried: Bernstein SG erhöht auf 140 (126) Fr. - Outperform
Straumann: Goldman Sachs erhöht auf Buy (Neutral) - Ziel 125 (106) Fr
+++
09:10
Damit starten die Indizes eine erste Gegenbewegung auf den satten Vorwochen-Verlust von mehr als 4 Prozent. Gründe für die jüngsten Kursverluste waren grosse Fragezeichen zu KI, ein neuerlicher Ölpreisanstieg, und die Ungewissheit im Vorfeld der US-Zinsentscheidung.
Deutlich im Plus notieren die beiden Pharmaschwergewichte Roche (+2,2 Prozent) und Novartis (+1,6 Prozent). Ebenfalls stark sind weitere Defensivwerte wie Swiss Re (+1 Prozent) oder Nestlé (+0,9 Prozent). Wiederum ABB (-3,3 Prozent) stehen am Tableau-Ende. ABB gilt wegen der Produkte für Rechenzentren zu den Schweizer «KI-Firmen» und fällt mit anderen internationalen KI‑Titeln zum Wochenbeginn. Am breiten Markt zeigen mit Inficon, Comet, VAT (-3,3 Prozent) und AMS-Osram weitere Vertreter der Tech-Branche deutliche Kursverluste auf. Ebenfalls unter Druck sind Baustoff-Aktien - Amrize (-1,2 Prozent), Holcim (-0,8 Prozent) und Sika (-0,8 Prozent) geben nach steigenden Ölpreisen nach.
Für Bewegung sorgen vorbörslich auch Analystenkommentare, etwa jener von Goldman Sachs zu Straumann (+2,3 Prozent). Das US-Institut empfiehlt die Papiere des Dentalimplantatherstellers neuerdings zum Kauf. Ebenfalls stark sind Siegfried (+4,3 Prozent) nach einer Kurszielanpassung durch Bernstein.
+++
08:25
Tankschiffe können zwar weiterhin den Suezkanal nutzen oder Afrika umfahren. Dies verlängert die Reise nach Asien jedoch um 22 Tage. Zudem steigen die Kosten für Charter und Treibstoff deutlich. Die Tankerraten erreichten in der vergangenen Woche Rekordhöhen. Gleichzeitig ist Bunkeröl knapp. Dies verteuert den Seetransport zusätzlich. Rund 80 Prozent des weltweiten Handels werden über den Seeweg abgewickelt.
Die wichtige Ost-West-Ölpipeline in Saudi-Arabien wurde zudem von Drohnen aus dem Irak angegriffen. Über die Pipeline wurden bisher vier bis fünf Millionen Barrel pro Tag transportiert.
Dauerhaft hohe Preise sind für die US-Notenbank Fed ein Problem. Die Notenbank trifft sich in dieser Woche zu ihrer Zinsentscheidung. Die Märkte preisen eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte am Mittwoch mittlerweile mit einer Wahrscheinlichkeit von 86 Prozent ein. Es wäre der erste Zinsschritt nach oben seit Mitte 2023.
Investoren sehen die Situation als Test für die Glaubwürdigkeit der Fed unter Notenbankchef Kevin Warsh.
+++
08:04
Der Schweizer Aktienmarkt (SMI) wird im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,1 Prozent tiefer auf 13'765 Punkten indiziert. 19 der 20 SMI-Titel geben allerdings nach. Nur Novartis (+0,3 Prozent) werden höher gestellt. Die Kursverluste der übrigen Bluechips liegen zwischen -0,1 und -0,2 Prozent.
Der breite Markt fällt ebenfalls vorbörslich rund 0,1 Prozent. Die höchsten Bewegungen werden bei den Aktien von ams Osram (-1,8 Prozent), BB Biotech (-1,1 Prozent), Comet (-1,9 Prozent), Huber+Suhner (+1,4 Prozent), Inficon (-2,6 Prozent), Straumann (+2,2 Prozent) und VAT (-1,2 Prozent) prognostiziert.
+++
07:30
Die Goldpreise haben am Montag nachgegeben. Ein starker Anstieg der Ölpreise schürte Inflationssorgen. Dies verstärkt die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed bei ihrer Zinsentscheidung in dieser Woche die Leitzinsen anheben könnte.
«Das Umfeld ist derzeit nicht nach dem Geschmack von Gold. Steigende Energiepreise und höhere Zinserwartungen vor den Sitzungen der Fed und der BoJ sorgen für Gegenwind bei den Renditen», sagt Tim Waterer, Chef-Marktanalyst beim Broker KCM Trade. «In der Zwischenzeit dürften Kursrücksetzer dennoch Käufer anlocken. Gold dient weiterhin als Absicherung gegen Unsicherheiten, da die Geopolitik und die Zinspolitik im Fluss bleiben.»
Händler räumen einer Zinsaufstockung an der Fed-Sitzung vom Dienstag und Mittwoch eine Wahrscheinlichkeit von rund 86,5 Prozent ein. Vor den Inflationsdaten der letzten Woche lag dieser Wert noch bei etwa 67 Prozent. Dies geht aus dem CME FedWatch Tool hervor.
Auch von der japanischen Notenbank BoJ wird am Freitag allgemein eine Zinserhöhung erwartet. Die hartnäckige Inflation und das widerstandsfähige Wirtschaftswachstum erhöhen die Aussichten auf weitere Zinsschritte grosser Zentralbanken. Dazu kommen steigende Energiepreise und fehlende Zeichen für eine Entspannung im Nahen Osten.
Gold gilt zwar üblicherweise als Schutz gegen Inflation. Höhere Zinsen verringern jedoch die Attraktivität des zinslosen Edelmetalls.
+++
07:05
Der Swiss Market Index (SMI) notiert vorbörslich bei der IG Bank derweil um 0,1 Prozent tiefer bei 13'764 Punkten.
+++
06:20
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,1 Prozent tiefer bei 13'767 Punkten.
Fallende Futures auf die US-Aktienindizes sorgen am Montagmorgen für leichten Druck an der Schweizer Börse. Zudem rücken die Schweizer Produzenten- und Importpreise für August in den Fokus. Sie werden um 8:30 Uhr veröffentlicht. Unternehmensergebnisse stehen keine an.
+++
05:12
Steigende Ölpreise und die Sorge vor bevorstehenden Zinserhöhungen haben die Aktienmärkte in Asien belastet. Der Preis für die Rohölsorte Brent stieg kräftig an, denn neue Angriffe auf Saudi-Arabien und auf Schiffe im Persischen Golf erhöhten die Nervosität an den Märkten deutlich. Zuvor hatten bereits ein Angriff auf eine saudische Ölpipeline und ein Vormarsch der jemenitischen Huthi-Miliz die Sorge vor einer Verknappung des Energieangebots geschürt. Ein für Montag geplantes Treffen zwischen dem Iran und den Golf-Anrainerstaaten im Oman, bei dem über die Lage in der Strasse von Hormus verhandelt werden sollte, wurde verschoben.
Zudem blickten die Anleger auf die Zinsentscheidungen in den USA und Japan in dieser Woche. Nach unerwartet hohen US-Verbraucherpreisdaten vom Freitag rechneten die Märkte mit einer 86-prozentigen Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank Federal Reserve am Mittwoch die Zinsen um 25 Basispunkte anheben und im Dezember einen weiteren Schritt folgen lassen wird. Es wäre die erste Zinserhöhung seit Mitte 2023.
«Wir erwarten nun, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr zweimal anheben wird, im September und im Dezember», sagte Michael Feroli, Chefvolkswirt für die USA bei JPMorgan. «In dieser Phase könnte es die Glaubwürdigkeit der Institution gefährden, wenn sie ihren Ankündigungen keine Taten folgen lässt.» Feroli fügte hinzu: «Ob diese Massnahmen eine begrenzte Neuausrichtung darstellen oder den Beginn eines länger anhaltenden Zinserhöhungszyklus markieren, wird von den kommenden Daten abhängen. Wir gehen vom Ersteren aus, sehen aber auch Risiken für das zweite Szenario.»
In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,8 Prozent auf 63.498,61 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notierte 0,7 Prozent höher bei 4.054,89 Zählern. Die Börse Shanghai blieb fast unverändert bei 3.888,18 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,4 Prozent auf 4.493,64 Punkte.
+++
04:00
+++
03:05
+++
02:00
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

