15:04

Die US-Aktienmärkte dürften am Freitag nach den US-Inflationszahlen mit Kursgewinnen in den Handel starten. Die Inflation in den USA hat sich im August wie erwartet auf hohem Niveau nicht verändert. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 3,4 Prozent. Dies dürfte am Markt Diskussionen befeuern, ob die US-Notenbank in der kommenden Woche die Leitzinsen anheben wird.

Gut 35 Minuten vor Handelsbeginn sieht der Broker IG den mit Standardwerten bestückten Dow Jones Industrial 0,8 Prozent höher bei 52'459 Punkten. Die Indikation für den technologielastigen Nasdaq 100 lag ebenfalls rund 0,8 Prozent im Plus bei 29'335 Zählern.

Für die Experten der Landesbank Hessen-Thüringen sind die US-Verbraucherpreise alles in allem kaum höher ausgefallen, als erwartet. Die Zinserhöhungserwartungen bezüglich der Fed-Sitzung in der kommenden Woche dürften dennoch unterstützt bleiben, so die Analysten.

Angesichts der weiter unsicheren Lage im Nahost-Konflikt dürften die Anleger jedoch vor dem Wochenende auch Vorsicht walten lassen. Die Ölpreise sind zwar zuletzt wieder etwas gesunken, notieren aber weiter auf hohem Niveau.

Unter den Einzelwerten stieg die Aktie von Oracle vorbörslich um 6,3 Prozent. Der Software- und Datencenter-Konzern hat im ersten Geschäftsquartal kräftig von der Nachfrage nach KI-Infrastruktur profitiert und die Markterwartungen übertroffen.

Adobe büssten indessen 3,2 Prozent ein, nachdem der Softwarehersteller einen vorsichtigen Umsatzausblick gegeben hatte. Die Anteilsscheine von Kroger fielen um 2,6 Prozent. Der Einzelhändler hatte Quartalszahlen vorgelegt und seine Umsatzprognose gesenkt.

Für die Aktie von Copart ging es vor der Startglocke um 6,9 Prozent nach oben. Der Anbieter von Fahrzeugauktionen hatte angekündigt, ACV Auctions zu übernehmen. Die ACV-Papiere machten daraufhin einen Kurssprung um 44 Prozent.

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14:50

Die US-Vorbörsen haben die kurzzeitigen Kursverluste nach der Publikation der US-Inflationszahlen wieder aufgeholt. Der S&P 500 Index notiert vorbörslich 0,6 Prozent höher. 

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14:34

Die US-Vorbörsen reagieren leicht negativ auf die Inflationszahlen, welche den Erwartungen entsprachen. Der S&P 500 Index Future verlor in einer ersten Reaktion 0,3 Prozent und steht noch 0,4 Prozent höher. Unterstützung finden die Märkte von den fallenden Ölpreisen. Die Notierungen für Brent stehen 4,3 Prozent tiefer. 

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13:51

Oracle legen an der US-Vorbörse um 4 Prozent zu, nachdem das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss überzeugende Zahlen vorlegte. Regeneron und Equinix ziehen um 4,5 Prozent an, während Adobe bei den Zahlen nicht zu überzeugen vermochte und vorbörslich 3,8 Prozent nachgibt. Das ist etwas geringerer Verlust als im nachbörslichen Handel am Donnerstag. 

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13:17

Die französische Regierung gibt ihre Wirtschafts- und Haushaltsziele ‌für ⁠das laufende Jahr auf. Finanzminister Roland Lescure senkte am Freitag die Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt von 0,7 auf ⁠0,5 Prozent. Das Ziel, das Haushaltsdefizit auf 5,0 Prozent der Wirtschaftsleistung zu drücken, sei «keine Option mehr», sagte er. Als Gründe nannte er die ‌wirtschaftlichen Folgen des Kriegs im Nahen Osten sowie Hitzewellen und Dürre im ‌Sommer, die die Landwirtschaft getroffen hätten. «Die wirtschaftliche Unsicherheit war wohl ​noch nie so gross wie heute», sagte Lescure. «Unsere Haushaltsspielräume sind erschöpft; es gibt nichts mehr zu kürzen.»

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13:00

Die Futures der US-Aktienmärkte ziehen vor dem Start an:

Dow Jones Futures: +0,5 Prozent
S&P 500 Futures: +0,5 Prozent
Nasdaq Futures: +0,4 Prozent

Die Schweizer Börse, gemessen am Swiss Market Index (SMI), steht 0,65 Prozent höher. An der Spitze glänzt UBS mit einem Plus von 1,65 Prozent, während Partners Group 1,5 Prozent verliert. +++

11:35

Der Schweizer Aktienmarkt hat nach der jüngsten Verlustserie am Freitag einen Stabilisierungsversuch unternommen. Unter anderem Novartis sorgen für Rückenwind. Angesichts der weiterhin hohen Ölpreise und der bevorstehenden Veröffentlichung der US-Inflationsdaten halten sich die Anleger aber zurück.

Der Schweizer Leitindex SMI legt gegen 11.25 Uhr um 0,58 Prozent auf 13'814,54 Punkte zu und steht damit in etwa auf Tageshoch. Dennoch steuert der Leitindex nach den verlustreichen Vortagen auf ein deutliches Wochenminus von knapp 4 Prozent zu.

Der Mid-Cap-Index SMIM gewinnt 0,52 Prozent auf 3045,77 und der breite SPI 0,50 Prozent auf 19'507,39 Zähler. Auch die anderen wichtigen europäischen Indizes wie der deutsche Dax oder der französische Cac-40 notieren höher.

Zu den Gewinnern im SMI zählen zum Wochenschluss Bauwerte wie Amrize (+1,3 Prozent), Sika (+0,7 Prozent) und Geberit (+0,6 Prozent). Diese hatten in den letzten Tagen aufgrund der schlechten Marktstimmung verloren.

Auch Novartis (+1,1 Prozent) zeigen eine Stabilisierung nach dem Einbruch zu Wochenbeginn und stützen damit den Gesamtmarkt. Die beiden anderen Schwergewichte Roche (+0,5) und Nestlé (-0,1 Prozent) notieren unterschiedlich. Branchenkollegen Barry Callebaut (-1,5 Prozent) und Lindt+Sprüngli PS (-1,1 Prozent) geben deutlicher nach.

Gesucht sind zudem UBS (+1,5 Prozent) sowie die Versicherer Swiss Re (+0,9 Prozent), Swiss Life und Zurich (je +0,7 Prozent).

Schlusslicht sind indes Partners Group (-0,8 Prozent) sowie Kühne+Nagel (-0,9 Prozent), die am Vortag als «Kriegsprofiteure» zu den grössten Gewinnern gezählt hatten.

In der zweiten Reihe fallen Ypsomed (-6,4 Prozent) negativ auf. Die UBS hat die Titel wegen gesunkener Erwartungen an das Novo-Nordisk-Abnehmmedikament CagriSema, für das Ypsomed Autoinjektoren liefert, auf «Neutral» von «Buy» abgestuft.

Die Titel des Flughafens Zürich (+1,5 Prozent) gewinnen dazu, nachdem der grösste Flughafen der Schweiz am Vorabend steigende Passagier- und Kommerzumsatzzahlen im August bekanntgegeben hat. Auch Avolta (+0,9 Prozent) notieren höher. Der Reisedetailhändler hat am Vorabend eine Ausweitung seines Angebots am Flughafen Brasília angekündigt.

Einen Erholungsversuch zeigen auch Techwerte wie VAT (+1,3 Prozent), Comet (+1,1 Prozent) und AMS Osram (+2,2 Prozent) nach den Verlusten vom Vortag. Der US-Software- und Datencenter-Konzern Oracle hat im ersten Geschäftsquartal kräftig von der Nachfrage nach KI-Infrastruktur profitiert.

Insgesamt sind die Börsen weltweit aktuell von Inflations- und damit Zinssorgen belastet. Der Brent-Preis erreichte in der Nacht fast die Marke von 110 Dollar - ein Niveau wie zuletzt im Mai. Derzeit notiert er wieder etwas tiefer auf rund 105 Dollar. Nachdem die EZB ihre Zinsen am Vortag erhöht und auch die Inflationsprognosen angehoben hat, steht nun als nächstes die US-Notenbankentscheidung am kommenden Mittwoch an.

Den letzten Hinweis auf eine mögliche Leitzinserhöhung durch das Fed sollen die US-Inflationdaten am Nachmittag geben. «Die heutigen Preisdaten dürften einer der letzten in einer Reihe von Datenpunkte sein, die allesamt auf eine gewisse Erhitzung der Inflation deuten - und darin ist wohlgemerkt der jüngste Anstieg der Energiepreise noch nicht zu sehen», kommentierte eine Händlerin.

Beim Krieg zwischen den USA und dem Iran ist derweil keine Entspannung in Sicht. US-Präsident Donald Trump setzt vor den näher kommenden Zwischenwahlen seine Bemühungen fort, den Iran von seinen Finanzierungsquellen abzuschneiden. Finanzminister Scott Bessent kündigte für kommenden Montag Sanktionen gegen «eine grosse Bank» an. Zudem haben die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen jemenitischen Regierungsquellen zufolge eine strategisch gelegene Insel in der Meerenge Bab al-Mandab erobert.

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11:14

Der deutsche Vermögensverwalter Berenberg senkt das Kursziel für Novartis auf 105 von 120 Franken. Die Einstufung lautet weiterhin «Hold». Analystin Kerry Holford sieht Licht und Schatten bei Novartis und zieht nach den neuesten Studiendaten ein gemischtes Fazit. Auf der einen Seite gab es Erfolge bei Remibrutinib in der MS-Forschung. Auf der anderen Seite enttäuschten Pelacarsen und Del-desiran, da sie ihre Hauptziele in Phase-3-Studien verpassten. Dass die Aktie daraufhin deutlich nachgab, sei wenig überraschend und verständlich. Auch wenn Novartis die eigenen Umsatzziele nicht anpasste, geht die Analystin davon aus, dass das Wachstum in diesem Bereich nun geringer ausfallen werde.

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10:02

Die Valoren der Partners Group fallen am Freitag auf den tiefsten Stand seit sechseinhalb Jahren zurück. Der Verlust bei Partners Group beträgt am Freitag um 10.00 Uhr 1,3 Prozent bei einem Kurs von 645,60 Franken

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09:48

Nach den Kursverlusten der vergangenen Tage hat der Dax am Freitag einen Erholungsversuch gestartet. Der deutsche Leitindex rückte um 0,5 Prozent auf 25'484 Punkte ‌vor. ⁠Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank Fed und ein Ölpreissprung haben dem Dax ⁠in dieser Woche ein Minus von rund zweieinhalb Prozent beschert. «Die Angst vor einer Stagflation in den USA, ‌also einem mauen Wirtschaftswachstum gepaart mit anziehenden Preisen, verdirbt den ‌Hunger auf Aktien», sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst ​CMC Markets.

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09:39

Der Schweizer Aktienmarkt versucht am Freitag seine seit Tagen gedrückte Stimmung trotz negativer Vorgaben von der Wall Street und aus Asien abzuschütteln.Der SMI legt gegen 09.30 Uhr um 0,31 Prozent auf 13'782,53 Punkte zu. Dennoch steuert der Leitindex nach den verlustreichen Vortagen auf ein deutliches Wochenminus zu. Der Mid-Cap-Index SMIM gewinnt 0,10 Prozent auf 3033,08 und der breite SPI 0,31 Prozent auf 19'470,60 Zähler.

Allerdings dürften weiter steigende Ölpreise - Brent erreichte in der Nacht fast die Marke von 110 Dollar - es dem SMI nicht leicht machen, denn sie schüren Inflations- und damit Zinssorgen. Nachdem die EZB ihre Zinsen am Vortag erhöht und auch die Inflationsprognosen angehoben hat, steht nun als nächstes die US-Notenbankentscheidung an.

Den letzten Hinweis auf eine mögliche Leitzinserhöhung durch Fed-Chef Kevin Warsh wird es nun am Nachmittag geben. Die Daten zur US-Inflation für August stehen auf der Agenda. «Die heutigen Preisdaten dürften einer der letzten in einer Reihe von Datenpunkte sein, die allesamt auf eine gewisse Erhitzung der Inflation deuten - und darin ist wohlgemerkt der jüngste Anstieg der Energiepreise noch nicht zu sehen», erklärte eine Händlerin am Morgen.

An der Indexpspitze stehen ohne Nachtrichten die Titel des Zementherstellers Amrize (+1,2 Prozent), auch Holcim (+0,2 Prozent) und Sika (+0,8 Prozent) sind unter den Gewinnern.

Schlusslicht sind indes Partners Group (-0,8 Prozent). Die Schwergewichte Roche (-0,1 Prozent) und Nestlé (unv.) sind kaum bewegt, Novartis (+0,5 Prozent) zeigen eine Stabilisierung nach dem Einbruch zu Wochenbeginn.

In der zweiten Reihe fallen Ypsomed (-7,8 Prozent) nach einer Abstufung durch die UBS negativ auf.

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09:11

Der Swiss Market Index (SMI) startet 0,26 Prozent höher bei 13'776 Punkten. Angeführt wird das Tableau von Amrize (+1,6 Prozent), gefolgt von Swiss Re (+1,0 Prozent) und Logitech (+0,8 Prozent). Auf der anderen Seite reihen sich Partners Group (-0,4 Prozent) am Ende ein, nach einem eher zurückhaltenden Kommentar der ZKB. 

Im SPI ziehen AMS Osram um mehr als zwei Prozent an, während Straumann und Tecan je 1,5 Prozent zulegen. In den hinteren Reihen kommt es zu Gewinnmitnahmen bei Adecco (-1,1 Prozent). 

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08:30

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien: 

Medacta: Berenberg senkt das Kursziel auf 180 von 185 Fr., Rating Buy unverändert. 

Medacta: Octavian senkt das Kursziel auf 150 von 160 Fr., Rating Hold wie bis anhin. 

Novartis: Octavian senkt das Kursziel auf 128 von 135 Franken, hält an Rating Hold fest. 

Sandoz: Berenberg erhöht das Kursziel auf 72 von 66 Fr. und belässt die Einstufung Hold unverändert. 

Straumann: Morgan Stanley erhöht das Rating auf Equalweight von Underweight mit einem neuen Kursziel von 89 nach 87 Fr. 

Tecan: Berenberg erhöht das Kursziel auf 240 von 220 Fr. mit einer unveränderten Einstufung Buy.

Ypsomed: UBS senkt das Rating auf Neutral von Buy, senkt das Kursziel auf 400 von 423 Franken.

Zurich Insurance: DZ Bank erhöht das Kursziel auf 540 von 517 Franken, bestätigt Rating Verkaufen. 

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08:08

Der Swiss Market Index (SMI) wird von der Bank Julius Bär 0,11 Prozent höher gesehen. Alle 20 SMI-Titel stehen im Plus, wobei sich die zuletzt schwachen Amrize um 0,6 Prozent absetzen, gefolgt von Logitech mit Plus 0,5 Prozent. 

Bei den Mid Caps steht einzig Ypsomed (-1,9 Prozent) tiefer nach einer Rating- und Kurszielkürzung durch die UBS. Alle anderen 29 Titel im SMIM werden leicht höher angegeben. 

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07:36

Die Ölpreise haben sich am Freitag im frühen Handel zuletzt kaum bewegt. In der Nacht zu Freitag sind sie angesichts weiterer Angriffe auf Tanker in der Strasse von Hormus und nach neuen Gefechten zwischen jemenitischen Huthi-Milizen und saudisch unterstützten Kräften allerdings deutlich gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November erreichte zeitweise fast 110 US-Dollar. Zuletzt kostete Brent-Öl 107,40 Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend.

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07:26

Der Dax wird am Freitag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge schwächer in den Handel starten. Am Donnerstag ‌verlor der deutsche ⁠Börsen-Leitindex 0,8 Prozent auf 25'361 Punkte.

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07:16

Der vom chinesischen Tech-Konzern Tencent gestützte KI-Chiphersteller Enflame Technology hat bei seinem Börsendebüt einen Kurssprung von rund 200 Prozent ‌hingelegt. ⁠Die Aktie eröffnete an der Börse in Schanghai mit 410 Yuan und ⁠lag damit weit über dem Ausgabepreis von 142,18 Yuan. Das Unternehmen erlöste bei dem ‌Börsengang 6,12 Milliarden Yuan (912 Millionen Dollar). Dabei entwickelte ‌sich das Papier deutlich besser als ​der Gesamtmarkt. Der chinesische STAR Market fiel um mehr als zwei Prozent, während der CSI 300 Index um 1,43 Prozent nachgab.

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06:25

Der Swiss Market Index (SMI) wird bei der IG Bank vorbörslich 0,16 Prozent tiefer indiziert. Das ist das fünfte Mal in Folge, dass die Schweizer Börse auf einen Start im roten Bereich zusteuert. 

Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) wie erwartet den Leitzins am Donnerstag angehoben hatte, richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer am Freitag auf die US-Inflationsdaten, die für die Märkte von Relevanz sein könnten. Die Zahlen werden um 14.30 Uhr (MEZ) veröffentlicht. 

In der Schweiz publiziert das Seco am Morgen den Konsumentenstimmungsindex für den Monat August.

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06:19

An den asiatischen Aktienmärkten führten die höheren Anleiherenditen und höhere Erdölpreise zu Verlusten. Die japanische Börse tendierte schwächer. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,8 Prozent ​auf 63'469,39 ​Punkte nach und der breiter gefasste Topix notierte 1,1 Prozent niedriger ⁠bei 4010,27 Zählern. Die Börse Shanghai verlor 2,1 Prozent auf 3853,29 Stellen. Der ​Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und ⁠Shenzhen fiel um 1,8 Prozent auf 4464,20 Punkte.

Steigende Ölpreise haben die Inflationssorgen angefacht und weltweit zu einem Ausverkauf an den Anleihe- und Aktienmärkten geführt. Anleger preisten eine straffere Geldpolitik der grossen Zentralbanken ein. Der Ölfluss durch die Strasse von Hormus blieb nach gegenseitigen Angriffen der ‌USA und ⁠des Irans eingeschränkt. Zudem übernahmen die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen die Kontrolle über den jemenitischen Hafen Mocha, was die saudischen ⁠Ölexporte im Roten Meer bedroht.

«Der Schiffsverkehr durch das Bab el-Mandeb ist durch die Houthi-Vormärsche stark gefährdet», sagte Helima Croft, Leiterin der globalen Rohstoffstrategie bei RBC Capital ‌Markets. Sie prognostizierte, dass der Brent-Preis im weiteren Jahresverlauf aufgrund der Wiederaufnahme eines umfassenden Krieges zwischen Saudi-Arabien ‌und den Huthi 121,99 Dollar pro Barrel erreichen könnte. Äusserungen ​von US-Präsident Donald Trump, der Krieg könne über die Zwischenwahlen im November hinaus andauern, verstärkten die Unsicherheit.

Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihen stieg um zwei Basispunkte auf 4,9708 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit drei Jahren. Die Renditen 30-jähriger Anleihen kletterten auf ein 19-Jahres-Hoch von 5,3803 Prozent. Die Renditen zweijähriger Papiere legten ebenfalls zu, nachdem die Märkte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed ‌in diesem Monat auf etwa 70 Prozent taxierten. Auch in Asien griff der Ausverkauf um sich. Die Rendite dreijähriger australischer Staatsanleihen schoss um 18 Basispunkte auf ein 15-Jahres-Hoch von 5,047 Prozent in die Höhe.

Die Analysten von JPMorgan erwarten nun, dass acht der neun Zentralbanken der ​Industrieländer bis zum Jahresende die Zinsen anheben werden. «Die Straffung dürfte vorerst gering ausfallen, aber die Risiken für ​unsere Prognosen lassen angesichts des robusten Wachstums, der hartnäckigen Kerninflation und des Rohstoffpreisdrucks ​stärkere Massnahmen erwarten», hiess es in einer Mitteilung. Die Europäische Zentralbank hatte ausserdem zum zweiten Mal in diesem Jahr die Zinsen erhöht. Der Fokus richtet sich nun ‌auf die US-Verbraucherpreisdaten für August, die im Laufe des Tages veröffentlicht werden und entscheidend für den Zinskurs der Fed sein könnten.

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06:08

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 154,48 Yen und legte leicht auf ‌6,7108 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent höher bei 0,8137 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1606 Dollar und zog leicht auf 0,9443 Franken an.

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06:02

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus ‌der Nordsee um 0,2 Prozent auf 107,88 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte ​0,2 Prozent fester bei 102,73 Dollar.

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00:05

Die US-Börsen haben am Donnerstag an ihren bislang schwachen Wochenverlauf angeknüpft. Weiterhin wird die Stimmung von den Entwicklungen im Nahost-Konflikt und den gestiegenen Ölpreisen belastet. Der Preis für ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent erreichte am Donnerstag mit 108 US-Dollar ein Hoch seit Mai. Unter den Anlegern hält sich deshalb die Sorge vor einer weiter steigenden Inflation und damit verbundenen Zinserhöhungen.

Die Verkaufswelle erfasste am Donnerstag auch die zuletzt relativ robusten Technologiewerte, wie der Nasdaq 100 mit einem Minus von 1,08 Prozent auf 29'103,51 Punkte zeigt. Der Dow Jones Industrial verbuchte mit einem Abschlag von 0,6 Prozent auf 52'064,10 Zähler seinen vierten schwachen Handelstag in Folge. Der marktbreite S&P 500 gab um 0,58 Prozent auf 7591,70 Punkte nach.

Allgemein unter Druck gerieten die KI-Aktien, die sich in den vergangenen Tagen noch gegen die allgemeine Börsenschwäche gestemmt hatten. Vier bis fünf Prozent gross waren die Kursverluste bei Chip- und Speicherwerten wie Western Digital, Intel, Sandisk und Micron. Als Belastung galt, dass der chinesische Anbieter Deepseek mit einem neuen KI-Modell den Druck auf die US-Konkurrenz erhöht.

Unter den sieben bedeutendsten Tech-Werten, den «Magnificent 7», war Apple mit einem Kursanstieg um 3,6 Prozent ein Ausreisser. Mit einem Tag Verspätung reagierte die Aktie doch noch positiv auf die Vorstellung eines neuen, faltbaren iPhones, das von mehreren Analysten gelobt wurde. «Je mehr Zeit man damit verbringt, desto mehr weiss man die grundlegende Innovation zu schätzen», lobte Amit Daryanani von Evercore ISI nach einer Probe des iPhone Duo.

Zu Wochenschluss könnten die nachbörslich erwarteten Resultate von Oracle und Adobe für den Tech-Sektor noch einmal von Bedeutung werden. Beide Aktien lagen im Vorfeld klar im Minus, Oracle aber relativ stark mit mehr als fünf Prozent. Die Frage nach der Schuldenlast, die für den Ausbau der KI-Infrastrukturen erforderlich ist, bleibt bei Anlegern ein wichtiges Thema.

Minenwerte haben am Donnerstag unter deutlich zurückkommenden Metallpreisen gelitten. Die Titel von Freeport-McMoran und Southern Copper knickten jeweils um bis zu 7,2 Prozent ein, nachdem an den Kupfer- und Silbermärkten eine deutliche Korrektur eingesetzt hatte. Begründet wurde dies mit einer vertagten Entscheidung über US-Zölle und ölbedingten Konjunktursorgen.

Unter den nachrichtlich bewegten Einzelwerten gab die Aktie von Macy's um 4,7 Prozent nach. Der Warenhausbetreiber blieb mit seinem Ausblick auf das dritte Quartal hinter den Erwartungen zurück. Noch schlimmer erwischte es im Einzelhandelssektor aber American Eagle Outfitters mit einem Rückschlag um 14 Prozent. Der Bekleidungshändler hatte enttäuschende Umsatzzahlen vermeldet.

Unter den sonstigen Nebenwerten litten die Titel des Kontaktlinsenherstellers Cooper Companies mit einem Einbruch um 14,7 Prozent unter einem gesenkten Wachstumsausblick. Als Belastung hinzu kam ein abgesagter Verkauf der Sparte CooperSurgical, der die Bank of America dazu veranlasste, ihre bisherige Kaufempfehlung für die Aktien aufzugeben.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Thomas Daniel Marti
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