10:14
In der ersten Wochenhälfte hatten geopolitische Sorgen wegen der Lage im Iran nach Protesten gegen die Führung in Teheran die Ölpreise noch kräftig nach oben getrieben. Am Mittwoch hatte eine Gegenbewegung eingesetzt, nachdem Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump die Sorgen der Anleger vor einem möglichen US-Angriff auf den wichtigen Förderstaat Iran gedämpft hatten.
Unter dem Strich hat sich Rohöl infolge der Eskalation im Iranaber deutlich verteuert. Am 8. Januar, also bevor sich die Lage im Iran zunehmend verschärft hatte, kostete Brent-Öl noch rund 60 Dollar.
Zwar habe das Risiko einer unmittelbaren US-Intervention gegen den Iran nachgelassen, sagte Rohstoffstrategie Warren Patterson von der ING Bank. Die Lage werde am Markt aber nach wie vor als riskant eingeschätzt. Je länger aber eine Reaktion der USA auf sich warten lasse, desto mehr werde die Risikoprämie schwinden.
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09:35
Der Dax ist zum Wochenschluss schwächer in den Handel gestartet. Der deutsche Leitindex verlor am Freitag 0,1 Prozent auf 25'326 Zähler. Börsianern zufolge befinden sich viele Anleger angesichts der geopolitischen Spannungen in einer abwartenden Haltung. Marktbeobachter stellten sich die besorgte Frage, ob schwerwiegende politische oder gar militärische Eskalationen derzeit überhaupt in den Börsenkursen abgebildet seien oder ob hier ein böses Erwachen drohe, hiess es in einem Kommentar von ActivTrades.
US-Präsident Donald Trump beobachtet die Lage im Iran laut einer Sprecherin des Weissen Hauses genau. Trump und sein Team hätten Teheran gewarnt, dass es schwerwiegende Konsequenzen geben werde, wenn die Tötungen im Zusammenhang mit der Niederschlagung der Proteste andauerten, erklärte sie. Investoren fürchten eine US-Militärintervention im Iran. Laut der in den USA ansässigen Menschenrechtsorganisation HRANA wurden bisher 2435 Demonstrierende und 153 Mitarbeiter staatlicher Sicherheitskräfte getötet. Nach den Angaben des US-Präsidialamtes hat der Iran nun 800 Hinrichtungen ausgesetzt.
Auch die Lage in Grönland bleibt ungewiss. Trump hatte zuletzt wiederholt erklärt, die USA müssten Grönland für die eigene Sicherheit besitzen. Die Insel hätten auch Russland und China im Visier. Grönland ist ein autonomer Teil des Nato-Partners Dänemark.
Zu den schwächsten Werten im Dax zählten in den ersten Minuten Heidelberg Materials und Scout24 mit einem Abschlag von gut einem Prozent. Im SDax ragten Klöckner & Co heraus - der US-Konzern Worthington Steel will den deutschen Stahl- und Metallverarbeiter übernehmen. Darauf hätten sich die beiden Unternehmen geeinigt, teilte Klöckner mit. Worthington bietet im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots an alle Aktionäre 11,00 Euro pro Klöckner-Aktie. Die Papiere von Klöckner stiegen am Freitag um bis zu 29,6 Prozent auf 11,16 Euro.
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09:20
An den asiatischen Börsen haben die Anleger zum Wochenschluss Gewinne eingestrichen. Der Tokioter Nikkei-Index und der breiter gefasste Topix gaben am Freitag jeweils 0,3 Prozent auf 53'936 und 3659 Punkte nach. Die Börse in Schanghai verlor 0,2 Prozent, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Schanghai und Shenzhen knapp ein halbes Prozent einbüsste.
«Nach den kräftigen Gewinnen in dieser Woche musste der Markt eine Pause einlegen. An der grundsätzlichen Einschätzung hat sich nichts geändert», sagte Kazunori Tatebe, Chefstratege beim Vermögensverwalter Daiwa. Die asiatischen Aktienmärkte hatten von Montag bis Mittwoch zugelegt, bevor am Donnerstag erste Gewinnmitnahmen einsetzten.
Nach oben trieben die Kurse Hoffnungen im Zusammenhang mit dem Boom Künstlicher Intelligenz (KI) und Spekulationen über eine vorgezogene Neuwahl in Japan. «Der Markt hat das bestmögliche politische Szenario eingepreist, wonach die regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) Sitze hinzugewinnt und Ministerpräsidentin Sanae Takaichi Rückhalt für Ausgabenpläne erhält, an die der Aktienmarkt hohe Erwartungen knüpft», sagte Tatebe.
Im Fokus stand zudem der schwache Yen. Die Währungshüter in Tokio schlossen zur Stützung des Yen keine Massnahmen aus, auch eine koordinierte Intervention mit Washington sei denkbar, sagte Finanzministerin Satsuki Katayama. Ein schwächerer Yen verteuert die Importe und könnte die Inflation anheizen.
Dies wiederum nährt Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung durch die japanische Notenbank Bank of Japan. Die Rendite der fünfjährigen japanischen Staatsanleihe erreichte daraufhin mit 1,645 Prozent ein Rekordhoch.
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09:10
Der Schweizer Aktienmarkt startet am Freitag verhalten. Die Vorgaben von der Wall Street sind etwas unmotiviert. Zwar gingen sowohl der US-Leitindex Dow Jones als auch die Tech-Börse Nasdaq mit Gewinnen aus dem Handel, bauten aber nach Europaschluss noch teils deutlich ab. «Anleger gönnen sich nach dem für die Märkte insgesamt starken Jahresstart eine verdiente Verschnaufpause», kommentierte ein Händler. Denn bald nehme die Berichtssaison richtig Fahrt auf, und dann müssten gerade die grossen Tech-Konzerne liefern, um die Kurse zu rechtfertigen.
Die heutige Agenda ist noch dünn gefüllt, nur Unternehmen aus der zweiten Reihe legen Zahlen vor. Am Nachmittag stehen noch einige US-Daten - unter anderem die Industrieproduktion - an, die aber kaum das Gewicht für eine Änderung der Zinserwartungen haben dürften. Auch die zu erwartenden Reden von Fed-Mitgliedern dürften daran wenig ändern.
Der SMI notiert gegen 9.10 Uhr um 0,24 Prozent tiefer bei 13'443 Punkten.
Bei Roche (+0,58 Prozent) bewegt eine Studie von Goldman Sachs. Die Analysten erhöhen ihr Rating auf «Neutral» von «Sell» und ziehen das Kursziel mit 365 Franken etwas über das aktuelle Kursniveau nach. Und die UBS bekräftigt mit angehobenem Kursziel ihre Kaufempfehlung für die Titel des Pharmaschwergewichts.
Hingegen wird Swiss Re (-1,6 Prozent) von einer Abstufung durch Keefe, Bruyette & Woods belastet. Die Experten kappen ihre Einstufung für den Rückversicherer auf «Underperform».
Derweil ist die UBS (-0,26 Prozent) ihrem Ziel einer nationalen Banklizenz in den USA einen Schritt näher gekommen. Die US-Tochter hat eine erste vorläufige Genehmigung für eine «National Bank Charter» erhalten.
Sunrise (-4,46 Prozent) könnten einen Blick wert sein. Laut Reuters will sich Grossaktionär Seth Klarman von einem grossen Teil seiner Aktienbestände trennen.
Einige Unternehmen aus der zweiten Reihe legten Zahlen vor. Darunter auch Swissquote (+0,58 Prozent). Die Onlinebank hat im Geschäftsjahr 2025 sowohl den Ertrag wie auch den Gewinn erneut deutlich gesteigert.
Tecan (+2,9 Prozent) werden von Bernstein hochgestuft. Eine stärkere Erholung des Umsatzes als am Markt erwartet sei möglich, so die Analysten.
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08:25
Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:
- Richemont: CFRA erhöht auf 195 (180) Fr. – Hold
- Sika: Julius Bär senkt auf 200 (220) Fr. – Buy
- Bystronic: Kepler Cheuvreux senkt auf 300 (330) Fr. - Hold
- Flughafen Zürich: Deutsche Bank erhöht auf 240 (215) Fr. - Hold
- Coltene: Kepler Cheuvreux bis 57 Fr. - Buy
- Geberit: Berenberg Bank bis 673 (660) Fr. - Buy
- Julius Bär: Barclays erhöht auf 66.10 (61.40) Fr. - Equal Weight
- Novartis: Deutsche Bank bis 125 (120) Fr. - Buy
- Swiss Re: Keefe Bruyette & Woods bis 120 (140) Fr. - Underperform
- Tecan: Bernstein Société Générale bis 156 (124) Fr. - Market Perform
- VAT Group: Oddo erhöht auf 490 (450) Fr. - Outperform
- VAT Group: Berenberg erhöht auf 404 (324) Fr. - Hold
- VAT Group: Basler Kantonalbank auf 440 (335) Fr. - Marktgewichten
- Zehnder: Kepler Cheuvreux bis 81 Fr. - Buy
- Zehnder: Berenberg Bank bis 100 Fr. - Buy
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08:05
Der Schweizer Leitindex SMI notiert vorbörslich bei 13'445 Punkten, was einem Rückgang von 0,23 Prozent entspricht. Die Abwärtsbewegung wird vom Computerzubehörhersteller Logitech mit -2,12 Prozent angeführt, gefolgt von Richemont mit -1,64 Prozent und Swiss Re mit -1,33 Prozent. Die übrigen Abschläge bewegen sich zwischen -0,13 Prozent (UBS) und -0,04 Prozent (Swisscom). Einzig Roche (+0,12 %) und Partners Group (+0,37 %) notieren im Plus.
Der breite Markt, gemessen am SPI, tendiert hingegen mit leicht positiver Tendenz um die Nulllinie.
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07:40
Hinzu kämen zuletzt robuste US-Daten und eine nachlassende Zinssenkungsfantasie, so die Helaba. Zudem habe sich das technische Bild des Euro wieder etwas eingetrübt, was die Gemeinschaftswährung zusätzlich belaste.
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07:25
Der Dax wird am Freitag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge niedriger in den Handel starten. Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex 0,3 Prozent höher bei 25'352,4 Punkten geschlossen. Nach einem verhaltenen Handelsstart folgten die europäischen Börsen der Wall Street ins Plus. Für Kauflaune sorgten steigende Kurse im Technologie- und Finanzsektor.
Am Freitag warten Anleger auf die endgültigen deutschen Inflationsdaten für Dezember. Der Preisauftrieb in der Bundesrepublik dürfte vor der Jahreswende deutlich nachgelassen haben. Das Statistische Bundesamt hat nach vorläufigen Zahlen einen Rückgang der Jahressteuerungsrate im Dezember auf 1,8 Prozent gemeldet. Im November hatte die Inflation noch bei 2,3 Prozent gelegen.
Zudem werden in den USA am Nachmittag Daten zur Industrieproduktion im vergangenen Monat veröffentlicht. Im Fokus auf der Unternehmensseite stehen die Absatzzahlen des Autobauers Porsche und des Lkw-Herstellers Daimler Truck für das vergangene Jahr.
Ausserdem steht im milliardenschweren Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Glyphosat für Bayer eine richtungsweisende Entscheidung an. Der Oberste Gerichtshof der USA gibt voraussichtlich am Freitag bekannt, ob er den Berufungsantrag des Leverkusener Agrarchemie- und Pharmakonzerns in einem zentralen Verfahren annimmt.
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06:15
Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index SMI notiert im vorbörslichen Handel bei der Bank IG 0,1 Prozent tiefer.
Am letzten Handelstag der Woche legen die Titlisbahnen und Zehnder ihre Ergebnisse des abgelaufenen Jahres vor.
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05:20
Die Hoffnung auf einen anhaltenden Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) hat am Freitag für eine uneinheitliche Entwicklung an den asiatischen Börsen gesorgt. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans legte um 0,5 Prozent zu und bewegte sich in der Nähe seines Rekordhochs. Die Börse in Tokio tendierte hingegen schwächer. Der Nikkei-Index gab 0,3 Prozent auf 53'927,3 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notierte 0,2 Prozent niedriger bei 3659,8 Zählern. Die Börse in Schanghai verlor 0,2 Prozent auf 4103,5 Stellen, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Schanghai und Shenzhen um 0,1 Prozent auf 4744,3 Punkte fiel.
In Japan nahmen Anleger nach einer kräftigen Rally Gewinne mit. Der Markt habe nach den starken Zuwächsen in dieser Woche eine Pause gebraucht, sagte Kazunori Tatebe, Chefstratege bei Daiwa Asset Management. Die Gesamteinschätzung habe sich jedoch nicht geändert. Die Rally war von der Hoffnung auf ein Konjunkturpaket von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi angetrieben worden, die eine vorgezogene Neuwahl anstreben könnte. Zu den Verlierern zählten die Aktien des Uniqlo-Mutterkonzerns Fast Retailing mit einem Minus von 1,62 Prozent. Dagegen legten die Papiere des Chip-Ausrüsters Advantest um 0,67 Prozent zu.
Im Fokus stand zudem der schwache Yen. Die Währungshüter in Tokio schlossen zur Stützung des Yen keine Massnahmen aus, auch eine koordinierte Intervention mit Washington sei denkbar, sagte Finanzministerin Satsuki Katayama. Ein schwächerer Yen verteuert die Importe und könnte die Inflation anheizen. Dies wiederum nährt die Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung durch die japanische Notenbank Bank of Japan. Die Rendite der fünfjährigen japanischen Staatsanleihe erreichte daraufhin mit 1,645 Prozent ein Rekordhoch.
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04:00
Der Dollar hielt sich in der Nähe eines Sechs-Wochen-Hochs, nachdem robuste US-Wirtschaftsdaten die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed dämpften. Im asiatischen Handel verlor der Dollar 0,3 Prozent auf 158,14 Yen und legte leicht auf 6,9661 Yuan zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,8024 Franken vor. Der Euro blieb fast unverändert bei 1,1610 Dollar und zog leicht auf 0,9317 Franken an.
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03:20
Die Ölpreise gaben nach, nachdem sich die Sorgen über mögliche Lieferunterbrechungen aus dem Nahen Osten abschwächten. US-Präsident Donald Trump hatte sich in der Iran-Krise zuletzt abwartend geäussert. Die Rohölsorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 63,59 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notierte 0,2 Prozent schwächer bei 59,06 Dollar.
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23:13
Die US-Aktienmärkte haben am Donnerstag moderat zugelegt. Der Rückenwind von Technologiewerten aus dem frühen Handel nach optimistischen Wachstumsprognosen des taiwanesischen Chip-Giganten TSMC flaute im späten Geschäft jedoch ab. US-Konjunkturdaten spielten eine untergeordnete Rolle.
Der Dow Jones Industrial schloss 0,60 Prozent höher bei 49'442,4 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,26 Prozent auf 6944,5 Zähler nach oben. An der Technologiebörse Nasdaq konnte der Nasdaq 100 lediglich ein Plus von 0,32 Prozent auf 25547,1 Punkte ins Ziel retten, nachdem er zwischenzeitlich um mehr als 1,2 Prozent vorne gelegen hatte.
Die TSMC-Nachrichten verhalfen vor allem dem Halbleitersektor zu einer soliden Erholung. Der weltweit grösste Chip-Produzent will die Investitionen in den kommenden drei Jahren erheblich ausweiten, um so der boomenden Halbleiternachfrage zu entsprechen, vor allem solcher nach Komponenten für Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz (KI).
Später teilte das US-Finanzministerium mit, dass taiwanische Chip-Konzerne als Teil eines Handelsabkommens mindestens 250 Milliarden Dollar in den USA investieren werden. Zudem werde Taiwan Kreditgarantien für weitere mindestens 250 Milliarden Dollar an Investitionen bereitstellen. Mit dem nach monatelangen Verhandlungen geschlossenen Abkommen fallen zudem die US-Zölle für Waren aus Taiwan von zuletzt 20 auf 15 Prozent.
Die Papiere zahlreicher US-Halbleiterzulieferer verteuerten sich merklich, bröckelten im späten Handel aber ab. Applied Materials, Lam Research und KLA stiegen letztlich um 4,2 bis 7,7 Prozent. Die Aktien von Halbleiterherstellern wie Nvidia, Micron, Broadcom und AMD legten um 0,9 bis 2,1 Prozent zu.
Derweil veröffentlichten mit Goldman Sachs und Morgan Stanley zwei weitere Grossbanken ihre Quartalsbilanzen. Die Geschäftszahlen übertrafen in der grossen Mehrzahl die Erwartungen. Morgan Stanley verteuerten sich um 5,8 Prozent und Goldman Sachs um 4,6 Prozent.
Die Anteilsscheine des Vermögensverwalters Blackrock kletterten um 5,9 Prozent nach oben. Die vom Finanzriesen verwalteten Mittel lagen im Schlussquartal 2025 über der Konsensschätzung.
Boston Scientific , Hersteller von Herz-Kreislauf-Geräten, will das Medizintechnik-Unternehmen Penumbra für 14,6 Milliarden US-Dollar übernehmen. Die Aktionäre von Penumbra können wählen, ob sie 374 US-Dollar in bar oder knapp 3,87 Boston-Scientific-Aktien erhalten möchten. Die Penumbra-Papiere schnellten um knapp 12 Prozent auf 350,50 Dollar hoch, während Boston Scientific um 4,0 Prozent nachgaben.
(cash/AWP/Reuters)

