09:40

Der Schweizer Aktienmarkt legt gemessen am SMI 0,75 Prozent zu. Der Leitindex steht bei 13'605 Punkten. Derweil steigt der SPI um 0,72 Prozent auf 19'189 Punkte.

Über das Wochenende verdichteten sich die Hinweise auf eine bevorstehende Lösung des Konflikts, auch wenn die USA am Morgen erneut Angriffe auf Minenschiffe flogen. Eine gewisse Skepsis wie schnell nun ein Deal kommen wird, bleibt aber im Markt. «Es ist ja nicht das erste Mal, dass eine Einigung angeblich kurz bevorsteht», kommentiert ein Börsianer.

Immerhin gaben die Ölpreise nach und am Morgen lag Brent mit 98,06 US-Dollar je Barrel weiter unter der Schwelle von 100 Dollar. Dennoch sei es ein gewisses «Katz und Maus-Spiel» von der US-Regierung mit den Märkten, sagte ein weiterer Händler. Jeder neue mögliche Zwischenfall erinnere daran, wie fragil die Lage sei. Im Tagesverlauf stehen noch einige US-Daten auf der Agenda, darunter der ADP-Beschäftigungsindex und das Konsumentenvertrauen.

Die Spitze im SMI übernehmen aktuell Holcim (+2,6 Prozent), Schlusslicht aber dennoch im Plus sind die defensiven Swisscom (+0,37 Prozent).

Zu den gefragten Papieren zählen einmal mehr Tech-Titel mit Logitech (+1,4 Prozent). Händler verweisen auf die anhaltende KI-Euphorie in der Branche. Zudem legte der PC-Hersteller Lenovo noch vor dem Wochenende starke Zahlen vor, die dessen Aktien beflügelten.

Bei Julius Bär (+4,1 Prozent) zeigt sich nach den herben Verlusten am Freitag in Reaktion auf die Zahlen eine gewisse Gegenbewegung.

Besonders hervor stechen am breiten Markt Lem (+11 Prozent). Der Elektronikkomponenten-Hersteller ist offenbar zum Übernahmeziel geworden, der Verwaltungsrat prüft «strategische Optionen».

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09:20

Die neuen US-Angriffe auf den Iran haben die Friedenshoffnungsrally an der ‌Frankfurter Börse ⁠gestoppt. Der Dax notierte zur Eröffnung ⁠am Dienstag knapp im Minus bei 25.359,75 Punkten.

Die Verhandlungen zwischen ‌den USA und dem ‌Iran über eine Beendigung des ​seit rund drei Monaten andauernden Kriegs gehen zwar weiter, in der Nacht zum Dienstag flogen die US-Streitkräfte jedoch nach eigenen Angaben im ‌Süden des Irans neue Angriffe auf militärische Ziele. US-Präsident Donald Trump erklärte, die Gespräche verliefen gut, drohte ​jedoch mit weiteren Angriffen, sollten sie ​scheitern. «Die Situation im Nahen Osten ​bleibt komplex und verworren», sagte Andreas Lipkow, Chefanalyst des ‌Brokers CMC Markets. «Für Anleger gibt es kaum eine Chance, den zukünftigen Verlauf verlässlich zu prognostizieren.» Das Ausbleiben ​eines ​Ausverkaufs führte IG-Analyst Christian ⁠Henke auf charttechnische Gründe ​zurück.

Bei den Einzelwerten ⁠sorgten negative Analystenkommentare bei mehreren Unternehmen für ‌fallende Kurse. So bröckelten die Aktien von Merck, Wacker Chemie, Grand City Properties und ‌der Lufthansa nach Herabstufungen um ein ​bis 2,5 Prozent ab. 

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09:05

Der SMI startet trotz negativer Vorgaben zügig in die neue Börsenwoche. Er verbessert sich um 0,8 Prozent auf 13'613 Punkte.

Gefragt sind zyklische Titel wie Holcim (plus 1,8 Prozent), Amrize (plus 1,5 Prozent) und Logitech (plus 1,7 Prozent). 

Auftrieb geben zudem die Zuwächse der Schwergewichte Roche (plus 0,4 Prozent), Novartis (plus 0,5 Prozent) und Nestlé (plus 0,9 Prozent). 

Derweil steigt der breite Markt gemessen am SPI um 0,7 Prozent. Dabei ziehen Implenia (plus 3,4 Prozent), Julius Bär (plus 3,6 Prozent) und Orior (plus 3,2 Prozent) kräftig an. Unter Druck stehen Centiel (minus 7,4 Prozent) und Ypsomed (minus 3,0 Prozent).

Am frühen Dienstagmorgen sah es noch nicht so gut aus: Die IG Bank taxierte den SMI 0,3 Prozent tiefer. Zudem haben die USA erneut Ziele im Iran angegriffen und so die Hoffnungen auf eine friedliche Konfliktlösung gedämpft. 

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08:05

Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,61 Prozent höher.

Alle Titel des Schweizer Leitindex ziehen an. Gefragt sind insbesondere Richemont (plus 0,8 Prozent) und Sika (plus 0,75 Prozent). 

Am breiten Markt, der 0,96 Prozent zulegt, sind Aryzta (plus 2,4 Prozent), VAT (plus 2,2 Prozent) und AMS Osram (plus 2,1 Prozent) stark. Ypsomed wird hingegen verkauft und sinkt um 1 Prozent.

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08:00

Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien:

Richemont: UBS erhöht auf 186 (182) Fr. – Buy
Richemont: Barclays senkt auf 195 (200) Fr. – Overweight
Tecan: UBS senkt auf 162 (164) Fr. – Neutral
Ypsomed: Jefferies startet mit Underperform - Ziel 280 Fr.
Zurich: Berenberg erhöht auf 711 (656) Fr. – Buy
Aryzta: Berenberg erhöht auf Buy (Hold) - Ziel 75 (65) Fr.
Swiss Life: Berenberg erhöht auf 1014 (979) Fr. – Buy
Swiss Re: Barclays senkt auf 113 (114) Fr. – Underweight

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07:45

Der Dax wird am Dienstag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den ‌Handel ⁠starten. Am Pfingstmontag hatte der deutsche Leitindex zwei Prozent ⁠höher bei 25.389,10 Punkten geschlossen. Für steigende Kurse an den europäischen ‌Börsen sorgten neue Spekulationen auf eine Lösung ‌im US-Iran-Konflikt. Die Wall Street ​blieb wegen des Feiertags «Memorial Day» geschlossen.

In der Nacht zum Dienstag flogen die US-Streitkräfte nach eigenen Angaben im Süden des Irans neue Angriffe auf militärische Ziele. Parallel dazu ‌gingen die Verhandlungen über eine Beendigung des seit drei Monaten andauernden Krieges weiter. US-Präsident Donald Trump erklärte, die Gespräche verliefen gut, ​drohte jedoch mit weiteren Angriffen, sollten ​sie scheitern. «Zum jetzigen Zeitpunkt ist offen, ​ob diese Angriffe der Beginn einer neuen Eskalation sind oder ob ‌die Verhandlungen durch diese Angriffe nur verzögert werden», kommentierte Thomas Altmann, Portfoliomanager beim Vermögensverwalter QC Partners. Dies dürfte die weitere ​Entwicklung ​am Aktienmarkt beeinflussen. Dabei werde ⁠viel von der Reaktion des Irans ​abhängen.

Im Börsenkalender für ⁠Dienstag stehen nur wenige Termine. Die Anleger blicken unter ‌anderem auf die Zahlen zum Konsumentenvertrauen in den USA im Mai.

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06:20

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,28 Prozent tiefer.

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06:10

Ein Euro kostet 91,11 Rappen (-0,04 Prozent). Ein Dollar ist 78,31 Rappen wert (+0,03 Prozent)

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04:55

Neue US-Angriffe im Nahen Osten haben am Dienstag die Hoffnungen auf ein Friedensabkommen mit dem Iran gedämpft und die asiatischen Aktienmärkte ins Minus gedrückt. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,4 ‌Prozent auf ⁠64'897,64 Punkte nach, und der breiter gefasste Topix blieb fast unverändert bei 3939,88 Zählern. Auch in China hielten sich ⁠die Anleger zurück: Die Börse Shanghai verlor 0,6 Prozent auf 4127,04 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagnierte bei 4921,75 ‌Punkten.

Die geopolitischen Spannungen überschatteten die jüngsten Rekordjagden an den Märkten. Zwar verhandeln Vertreter ‌des Irans und der USA in Doha über ein ​Ende des Krieges, doch US-Militärschläge im Süden des Irans liessen Zweifel an einem raschen Durchbruch aufkommen.

«Der Optimismus über ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran ist bereits eingepreist, und der Anstieg der Ölpreise belastete die Stimmung», sagte Daisuke Hashizume, Stratege bei Daiwa Securities. Die Entwicklungen im Nahen Osten beschäftigen auch die japanische Notenbank. Vize-Gouverneur Ryozo Himino erklärte, die Zentralbank ‌werde bei der Entscheidung über den Zeitpunkt weiterer Zinserhöhungen genau analysieren, wie sich die Lage auf die heimische Wirtschaft und die Preise auswirke.

Nach der jüngsten Rally, die den Nikkei am Vortag noch auf ein Rekordhoch getrieben hatte, nahmen viele ​Investoren zudem Gewinne mit. Zu den Verlierern zählten vor allem schwergewichtige Chipwerte: Die Papiere von Advantest und ​Tokyo Electron fielen um 5,0 beziehungsweise 2,26 Prozent. Auch der Speicherhersteller ​Kioxia rutschte um 5,45 Prozent ab, während der Glasfaserkabel-Produzent Fujikura 3,7 Prozent verlor. Gegen den Trend stiegen die Aktien der SoftBank Group um 7,36 ‌Prozent und stützten den Leitindex. Gefragt waren auch Schwermaschinenbauer wie Kawasaki Heavy Industries und IHI, die jeweils um fast acht Prozent zulegten.

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03:15

Im asiatischen Devisenhandel profitierte die US-Währung von einer erneuten Nachfrage nach sicheren Häfen angesichts der geopolitischen Unsicherheiten. Der Dollar gewann ​geringfügig auf 158,95 ​Yen und legte leicht auf 6,7863 Yuan zu. ⁠Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,7834 Franken. Parallel dazu ​blieb der Euro fast unverändert ⁠bei 1,1631 Dollar.

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02:20

Am Rohstoffmarkt sorgten die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten für Auftrieb bei der Nordseesorte, da Anleger eine Verknappung ‌des Angebots befürchteten. Rohöl der Sorte Brent verteuerte sich um 1,9 Prozent auf 98,00 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte dagegen 5,1 Prozent schwächer bei 91,70 Dollar.

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01:00

Die US-Börsen blieben ‌am Montag wegen des Feiertags «Memorial Day» geschlossen.

Am Freitag vor dem langen Wochenende hatten sie weiter zugelegt. Beim Dow Jones Industrial reichte es schon im frühen Handel für ein Rekordhoch - am Ende notiere der Leitindex mit 50'579,70 Punkten noch 0,58 Prozent im Plus.

Die anderen Indizes liefen zeitweise nah an ihre Bestmarken heran. Der marktbreite S&P 500 schloss 0,37 Prozent fester mit 7473,47 Punkten und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 0,42 Prozent auf 29'481,64 Punkte. Dow und Nasdaq 100 erzielten damit Wochengewinne von 2,1 beziehungsweise 1,2 Prozent.

Die Aktienkurse profitierten von den hartnäckigen Hoffnungen auf eine friedliche Beendigung des Iran-Kriegs sowie der anhaltenden Euphorie mit Blick auf das Mega-Thema Künstliche Intelligenz (KI).

Aussagen von US-Präsident Donald Trump und seinem Aussenminister Marco Rubio untermauerten Erwartungen an einen baldigen Friedensschluss im Nahen Osten. Zudem teilte Teheran mit, der jüngste Vorschlag aus Washington habe die Kluft zwischen den beiden Seiten teilweise überbrückt.

Allerdings trüben Äusserungen des obersten geistlichen Führers des Iran die Hoffnungen auf einen Durchbruch. Demnach will Teheran seinen Uranvorrat behalten. Hinzu kommt der Streit über die Öffnung der für die Weltwirtschaft wichtigen Meeresstrasse von Hormus. Die vom Iran beabsichtigten Gebühren für deren Passage «könnten für komplizierte Diskussionen sorgen», befürchtet Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Die Entwicklung an den Börsen hängt weiterhin massgeblich von den Ölpreisen ab, die zuletzt wieder etwas stiegen.

An der Tech-Börse Nasdaq erwiesen sich etliche starke Halbleiterwerte einmal mehr als Zugpferde. Qualcomm führten mit plus 11,6 Prozent die Gewinnerliste im Nasdaq 100 an. Für NXP , AMD und Texas Instruments ging es um bis zu 5,7 Prozent bergauf. Dagegen hielten beim Branchenführer Nvidia mit minus 1,9 Prozent die Gewinnmitnahmen nach einem Rekordhoch an.

Die Aktien des Kosmetikkonzerns Estee Lauder sprangen um 11,9 Prozent nach oben. Anleger zeigten sich erleichtert über das Ende der Fusionsverhandlungen mit dem spanischen Branchenkollegen Puig Bands . Dessen Titel verloren in Madrid gut 13 Prozent.

Überraschend starke Quartalszahlen und Aussagen zum Geschäftsjahr bescherten Zoom einen Kurssprung von 9,2 Prozent. Zeitweise erreichten die Aktien des Spezialisten für Videokonferenzen-Software, der während der Corona-Pandemie bekannt geworden war, den höchsten Stand seit August 2022. Von ihrem Rekord im Herbst 2020 sind sie allerdings noch meilenweit entfernt.

Die Aktien von Workday gewannen 5,2 Prozent. Der Software-Entwickler hatte mit seinem Zwischenbericht ebenfalls die Markterwartungen übertroffen. Auch der Ausblick kam gut an.

Beim Pharmakonzern Merck & Co konnten sich die Anleger nach positiven Ergebnissen einer Medikamentenstudie über ein Kursplus von 5,6 Prozent und den Spitzenplatz im Dow freuen.

Dagegen ging es für die Titel von Take-Two um 4,4 Prozent bergab. Marktteilnehmer monierten einen enttäuschenden Ausblick. Vorbörslich waren die Quartalszahlen des Entwicklers von Computerspielen noch auf ein positives Echo gestossen. Zudem wurde der Veröffentlichungstermin für das Spiel Grand Theft Auto VI im November bestätigt.

Die Aktien von Uber weiteten ihr Minus auf 2,4 Prozent aus. Der US-Fahrdienstleister prüft Kreisen zufolge Optionen für eine Komplettübernahme des Essenlieferdienstes Delivery Hero , nachdem er seine Beteiligung jüngst schon kräftig aufgestockt hatte.

Massnahmen der chinesischen Wettbewerbsbehörden gegen illegale grenzüberschreitende Wertpapiergeschäfte belasten die in New York gelisteten Anteile der chinesischen Online-Broker UP Fintech und Futu : Sie büssten gut 25 beziehungsweise 27,5 Prozent ein.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Reto Zanettin
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