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17:50

Der SMI schliesst am Mittwoch 0,75 Prozent höher bei 13'463 Punkten.

Tagesgewinner am SMI ist Kühne+Nagel. Der Logistikkonzern aus Schindellegi profitiert von einer doppelten Hochstufung durch die US-Investmentbank Goldman Sachs auf «Buy» von zuvor «Sell». Die Aktien schlossen 4,3 Prozent im Plus. Auf der anderen Seite des Tableaus geht es erneut für Amrize abwärts. Der Baustoffkonzern verliert bis zum Börsenschluss fast 2,8 Prozent.

Auch der breite Markt schliesst freundlich. Der SPI geht mit +0,76 Prozent aus dem Handel bei 18'522 Punkten.

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17:05

Der Franken ist am Mittwochnachmittag angesichts der zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten und der Eingriffe von US-Präsident Donald Trump in die Wirtschaft und der Angriffe auf die US-Notenbank gesucht. Die Schweizer Währung sei der Profiteur der anhaltenden weltpolitischen Spannungen, hiess es.

Zudem dürfte der Franken gut unterstützt bleiben, da die SNB wohl mit ihrem Zinssenkungszyklus am Ende angelangt sei, erklärten Ökonomen. Mittelfristig dürfte sich die Aufwertungsbewegung eher deutlicher gegenüber dem Dollar als dem Euro zeigen, was für die SNB aber ein geringeres Problem darstelle.

Am Mittwochnachmittag rutschte der Dollar mit 0,7999 Franken knapp unter die Marke von 80 Rappen. Am Mittag hatte der «Greenback» noch 0,8011 Franken gekostet. Der Euro fiel auf 0,9319 Franken nach 0,9336 wenige Stunden zuvor. Gegenüber dem Dollar gab die Gemeinschaftswährung leicht nach auf 1,1651 Dollar.

Die am Nachmittag veröffentlichten US-Konjunkturdaten fielen gemischt aus. Die Produzentenpreise stiegen dabei stärker als erwartet. Auf der anderen Seite legten die Detailhandelsumsätze etwas kräftiger zu als prognostiziert. Auch die Verkäufe bestehender Häuser waren deutlich höher als vorhergesagt.

Aktuell seien die jüngsten Angriffe der US-Regierung von Trump auf die Unabhängigkeit des Fed sogar noch wichtiger für die Devisenmärkte und insbesondere den Dollar als die Konjunkturdaten, schreibt die Helaba. Es bestehe die Gefahr, dass Zinsentscheidungen nicht mehr auf der Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Bedingungen getroffen werden können.

In der kommenden Woche wird zudem der Supreme Court Argumente zur von Trump initiierten Entlassung von Fed-Mitglied Lisa Cook anhören. Hier könnte je nach Ausgang ein gewichtiger Präzedenzfall geschaffen werden.

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16:35

Nach den Verlusten vom Dienstag hat die Wall Street zur Wochenmitte ihren Abwärtskurs fortgesetzt. Ins Minus drückten die ‌wichtigsten ‌US-Indizes unter anderem die Aktien von Grossbanken nach weiteren negativ aufgenommenen Zahlen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung knapp ein halbes Prozent im Minus bei 48'985 ​Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab knapp ‌ein Prozent auf 6906 Zähler ‌nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor knapp 1,5 Prozent auf 23'397 Stellen.

Für schlechte Laune sorgten die Grossbanken Wells Fargo und Bank of America, die gut vier und 3,6 Prozent einbüssten. Wells Fargo verfehlte im ⁠vierten Quartal die Gewinnerwartungen der Analysten, nachdem das Geldhaus im Zuge von Sparmassnahmen ihres Chefs Charlie Scharf Abfindungen in Höhe von 612 Millionen Dollar verbucht ​hatte. Auch die Bank of America konnte Anleger trotz ‌eines Gewinnsprungs nicht mit ihren Zahlen überzeugen. ‍Bei Citigroup ging es indes trotz eines Gewinneinbruchs nur leicht nach unten. Ohne eine ​einmalige Belastung wäre das Ergebnis gestiegen.

Am Dienstag hatte der Rivale JPMorgan nach Zahlen gut vier Prozent eingebüsst. Jake Johnston, stellvertretender Chefanleger beim Vermögensverwalter Advisors, ‌zeigte sich jedoch gelassen. «Wir sehen bei den ⁠Grossbanken zwar einige leichte Abweichungen nach unten», sagte ‌der Experte. «Die Aktien sind im Vorfeld der Zahlen jedoch deutlich gestiegen, sodass ein kleiner Rücksetzer ‍nicht ungewöhnlich ist.»

Bei den anderen Einzelwerten setzte ein Reuters-Bericht über ein Verbot von Sicherheitssoftware aus den USA und Israel ​in China die Aktien der Anbieter unter Druck. Die ‍Titel von Fortinet und der VMware-Mutter Broadcom büssten knapp zwei und drei Prozent ein.

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16:20

Gold und Silber bleiben an den Finanzmärkten stark gefragt: Beide Edelmetalle haben am Mittwoch ihre Rekordrally fortgesetzt. Der Preis für eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kletterte am Mittwoch bis auf 4.641,88 US-Dollar und damit so hoch wie noch nie. Am Nachmittag wurde das Edelmetall an der Metallbörse in London wieder etwas tiefer bei 4.620 Dollar gehandelt und damit etwa 34 Dollar höher als am Vortag.

Ebenfalls am Mittwoch schaffte der Silberpreis erstmal den Sprung über die Marke von 90 Dollar je Unze und erreichte ein Rekordhoch bei 92,25 Dollar. Andere Metalle wie Kupfer und Zinn, die für die Industrie ebenfalls wichtig sind, kosteten auch so viel wie noch nie.

Die Gründe für den Preisanstieg sind zum Teil die gleichen wie in den vergangenen Tagen. Unter anderem sorgt die sich zuspitzende Lage im Iran für Unsicherheit bei Investoren, die deshalb Geld in sichere Anlegehäfen wie Gold schieben. Zudem gilt die zunehmende Sorge um die Unabhängigkeit der US-Notenbank Experten zufolge als weiterer wichtiger Preistreiber.

Ricardo Evangelista, Analyst beim Handelshaus Avtivtrades, erklärte den jüngsten Preissprung auch mit der Spekulation auf weiter sinkende Zinsen in den USA. Da Edelmetalle wie Gold keine Marktzinsen abwerfen, steigt die Nachfrage mit der Aussicht auf fallende Renditen bei Staatsanleihen. Evangelista verwies darauf, dass die jüngsten Kursgewinne beim Gold auf die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten folgten, die unter den Erwartungen lagen und die Erwartung von Zinssenkungen verstärkten.

«Immer mehr Händler preisen nun bis zu drei Zinssenkungen im Jahr 2026 ein», sagte Analyst Evangelista mit Blick auf die USA. Zudem belaste die Aussicht auf weiter sinkende Leitzinsen durch die US-Notenbank Fed den US-Dollar. Edelmetalle werden auf dem Markt in der Regel in Dollar gehandelt. Eine Kursschwäche der amerikanischen Währung stützt daher die Nachfrage nach Gold oder Silber.

Silber ist zudem ein wichtiges Industriemetall, das für zahlreiche Anwendungen rund um KI, Robotik und Energie benötigt wird. Auch bei Kupfer und Zinn sorgt die weiter hohe Nachfrage aus der Industrie für Kursaufschläge.

Im neuen Jahr hat sich Gold bereits um mehr als sieben Prozent verteuert. Das gelbe Edelmetall war bereits im vergangenen Jahr eine der gefragtesten Anlageklassen. Der Preis war um 65 Prozent gestiegen und damit so stark wie seit 1979 nicht mehr. Bei Silber war das Jahresplus 2025 mit fast 150 Prozent noch deutlich höher.

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15:35

Die US-Aktienmärkte haben zur Wochenmitte an ihre Abwärtstendenz vom Vortag angeknüpft. Dabei führten Technologiewerte die Verlierer an. Leicht belastend wirkten die US-Erzeugerpreise, die im November stärker als erwartet zulegten.

Der Leitindex Dow Jones sank im frühen Handel um 0,2 Prozent auf 49'080 Punkte, nachdem er tags zuvor um 0,8 Prozent nachgegeben hatte. Der marktbreite S&P 500 fiel am Mittwoch um 0,6 Prozent auf 6922 Zähler. An der Technologiebörse Nasdaq verlor der Nasdaq 100 1,0 Prozent auf 25'484 Punkte

Währenddessen tendiert der Schweizer Aktienmarkt, gemessen am SMI, um 0,92 Prozent höher.

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14:53

Die US-Börsen dürften sich auch zur Wochenmitte schwertun mit weiteren Kursgewinnen. Im vorbörslichen Handel am Mittwoch überwogen leichte Verluste. Etwas stärker dürfte es an der Technologiebörse Nasdaq abwärts gehen, die Nasdaq-100-Futures notieren vor Handelsbeginn rund 0,6 Prozent niedriger. Hier zeigten vor allem Halbleiteraktien wie AMD , Broadcom und Micron Technology Schwäche.

Die Futures auf den Leitindex Dow Jones Industrial handeln indes 0,4 Prozent niedriger. Tat sich der Dow Ende 2024 und Anfang 2025 mit der Marke von 45.000 Punkten schwer, so erweist sich nun die runde Schwelle von 50.000 Zählern als vorerst zu hohe Hürde.

Leicht belastend wirkten die Erzeugerpreise. Diese legten im November im Jahresvergleich stärker zu als erwartet. Das drückte im vorbörslichen Handel etwas auf die Notierungen.

In die Saison der Quartalsbilanzen grosser US-Banken kommt Schwung. Vorbörslich legten die Bank of America und Wells Fargo ihre Geschäftsberichte vor. Bei der Bank of America übertrafen der wichtige Zinsüberschuss und das Ergebnis die Erwartungen, der Kurs fiel dennoch um 2,2 Prozent.

Wells Fargo blieb dagegen mit dem Zinsüberschuss etwas hinter der Konsensschätzung zurück, der Kurs fiel um 2,7 Prozent. Die Citigroup rechnet in diesem Jahr mit höheren Ausgaben, übertraf aber im vierten Quartal die Markterwartungen. Der Kurs stieg um 1,5 Prozent.

Papiere des E-Fahrzeugherstellers Rivian Automotive verbilligten sich vorbörslich um 3,2 Prozent. Die Grossbank UBS stufte die Aktien von «Neutral» auf «Sell» und begründete dies mit einem nicht mehr attraktiven Verhältnis von Anlagechancen zu -risiken.

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14:30

Die Aktie von Rivian Automotive verliert vorbörslich rund 3 Prozent, nachdem UBS das Unternehmen von «Neutral» auf «Verkaufen» herabgestuft hatte. Zur Begründung verwies die Bank auf «erhöhte Erwartungen» sowie ein weniger attraktives Risiko-Ertrags-Verhältnis. Das Kursziel wurde auf 15 US-Dollar festgesetzt, was einem Rückgang von rund 20 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs entspricht.

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14:00

Die Aktie von Wells Fargo gab am Mittwoch im vorbörslichen Handel rund 2 Prozent nach, nachdem das Unternehmen gemischte Ergebnisse für das vierte Quartal sowie einen Ausblick für 2026 vorgelegt hatte. Der Nettozinsertrag im vierten Quartal lag unter den Erwartungen der Wall Street, was zu einem Verfehlen der Umsatzerwartungen führte.

Die Geschäftsbereiche Consumer Banking sowie Wealth and Investment Management verzeichneten im vierten Quartal 2025 das stärkste Umsatzwachstum.

Für 2026 rechnet die Bank mit einem Nettozinsertrag von rund 50 Milliarden US-Dollar (gegenüber einer Konsensschätzung von 50,1 Milliarden US-Dollar), nach 47,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. 

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13:30

Trip.com teilte am Mittwoch mit, dass sie eine Mitteilung über eine Untersuchung von der chinesischen Staatlichen Marktaufsichtsbehörde (State Administration for Market Regulation, SAMR) erhalten hat. Daraufhin gaben die Aktien des Unternehmens im vorbörslichen Handel um rund 13 Prozent nach.

Laut der Mitteilung hat die SAMR eine Untersuchung gegen das Unternehmen auf Grundlage des Anti-Monopol-Gesetzes der Volksrepublik China eingeleitet.

Die Trip.com Group erklärte, sie werde «aktiv mit der Untersuchung kooperieren». Der Geschäftsbetrieb laufe weiterhin normal.

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13:05

Die Futures für die US-Aktienmärkte notieren vor dem Start unverändert: 

Dow Jones Futures: -0,4 Prozent
S&P 500 Futures: -0,54 Prozent
Nasdaq Futures: -0,8 Prozent

Die Schweizer Börse gemessen am Swiss Market Index (SMI) notiert mit 0,6 Prozent im Plus.

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11:35

Der Schweizer Aktienmarkt lässt sich die positive Stimmung nicht verderben. Trotz gedämpfter Vorgaben und geopolitischer Unsicherheiten erklimmt der Leitindex SMI im Vormittagshandel einen weiteren Rekordwert. «Normalerweise schauen Anleger in Europa eher neidisch auf die Börsen in New York. Doch aktuell ist das wohl eher umgekehrt», kommentierte ein Händler die Entwicklung. Denn der Wall Street macht der Angriff von US-Präsident Donald Trump auf Fed-Chef Jerome Powell zu schaffen. Und auch eine mögliche Eskalation im Iran oder Grönland dämpft die Laune in Übersee. Der SMI kann in diesem Umfeld seine Qualitäten als sicherer Hafen offenbar ausspielen.

Im Tagesverlauf richtet sich dann der Blick aber erneut in die USA. Dort legen mit Wells Fargo, Citigroup und Bank of America einige grosse Finanzinstitute ihre Zahlen vor. Zudem stehen einige Konjunkturdaten an, wie beispielsweise der Detailhandelsumsatz oder die Produzentenpreise, und am Abend mit dem Beige Book der Konjunkturbericht des Fed. «Noch scheint die Anleger hierzulande der Streit zwischen Trump und Powell nicht zu interessieren. Aber die Auswirkungen sind nicht zu unterschätzen und auch die Volatilität könnte in nächster Zeit durchaus anziehen», kommentierte ein Börsianer.

Der SMI steigt gegen 11:30 Uhr um 0,65 Prozent auf 13'451 Punkte. Kurz zuvor markierte er bei 13'460,33 Zählern erneut einen Rekord. Der 30 Titel umfassende SLI gewinnt 0,6 Prozent auf 2174,2 und der breite SPI legt um 0,7 Prozent auf 18'532 Zähler zu.

Das Gewinnerfeld führen Kühne+Nagel (+3,6 Prozent) an. Goldman Sachs hat die Titel des Logistikers gleich um zwei Stufen von «Sell» auf «Buy» hochgestuft. Die Analysten bevorzugen nun Unternehmen mit einem stärkeren «asset-light»-Ansatz und darunter falle auch Kühne+Nagel.

Klar im Plus liegen zudem Richemont (+0,6 Prozent) und Swatch (+1,9 Prozent). Chinas Aussenhandel hat trotz des Zollstreits einen Rekordüberschuss erreicht. Das sorgt für Hoffnung auf eine baldige Erholung in dem wichtigen Absatzland.

Gefragt sind auch Titel aus dem Gesundheitssektor mit Sandoz (+2,4 Prozent) oder Galderma (+1,9 Prozent). Die Schwergewichte Novartis (+1,3 Prozent) und Roche (+1,0 Prozent) liegen ebenfalls im Plus.

Auch Nestlé (+0,6 Prozent) machen nach den jüngsten Verlusten rund um den Rückruf von Babynahrung wieder etwas an Boden gut. CEO Philipp Navratil hat sich in einer Videobotschaft bei Eltern und Betreuungspersonen für die entstandene Verunsicherung entschuldigt. Er bekräftigte auch, dass es bislang keine bestätigten Krankheitsfälle im Zusammenhang mit den Produkten gebe.

Sika (+1,4 Prozent) versuchen sich nach den massiven Vortagesverlusten von fast 10 Prozent an einer Gegenbewegung. Analysten senken derweil reihenweise ihre Kursziele für den Bauchemiekonzern.

Zu den wenigen Verlierern zählen indes Alcon (-0,5 Prozent). Händler verweisen auf die Healthcare Conference von JPMorgan. Hier reagiere der Markt wohl «unterkühlt» auf Aussagen des Unternehmens. Dies ist das erste wichtige Treffen der Branche in diesem Jahr und dabei könne es immer zu Kursausschlägen kommen. So ist auch Newron (-4,5 Prozent) unter den Teilnehmern.

Zu regelrechten Kurskapriolen kommt es bei Autoneum (-9,7 Prozent). Die UBS hat nach der starken Entwicklung des Aktienkurses die Einstufung auf «Neutral» zurückgenommen. Derweil profitiert Ems Chemie (+7,9 Prozent) von einer Hochstufung aus gleichem Haus. Die UBS empfiehlt die Titel als eine der ersten nun zum Kauf.

An diesem generell eher nachrichtenarmen Tag sorgen auch Kurszieländerungen für teils kräftige Bewegung. So klettern Comet (+5,4 Prozent) nach einer Studie der UBS, während Cicor (-5,6 Prozent) unter einer Kurszielsenkung von Oddo BHF leiden. Bei Swissquote (-3,8 Prozent) hat die UBS die «Sell»-Empfehlung bekräftigt und das Kursziel nochmals reduziert.

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11:00

Der Swiss Performance Index (SPI) notiert am Vormittag um 0,6 Prozent im Plus bei 18'513 Zählern. Grundstoffe (+1,2 Prozent), zyklischer Konsum (+1,1 Prozent) und Gesundheitswerte (+0,8 Prozent) liegen vorne. Versorger (+0,2 Prozent), Immobiliengesellschaften (+0,2 Prozent) und der Finanzsektor (-0,01 Prozent) gehören zu den Schlusslichtern, wobei letzterer der einzige Sektor im Minus ist.

Von den 200 Unternehmen, sind 104 im Gewinn, 61 im Verlust und 35 unverändert.

Zur Heatmap der Schweizer Aktien geht’s hier lang.

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10:30

Anleger greifen nach der jüngsten Offshore-Windkraftauktion in Grossbritannien bei RWE zu. Die Titel des Energiekonzerns ziehen in der Spitze ‌um ‌3,5 Prozent an und gehören damit zu den grössten Gewinnern im Dax. RWE werde als grosser Profiteur der siebten Ausschreibungsrunde gesehen, sagte ein Händler. Zusammen ​mit dem britischen Versorger SSE gehört RWE zu ‌den Projektentwicklern, die garantierte Strompreisverträge gewannen. ‌SSE-Aktien klettern in London um bis zu 2,8 Prozent.

Bei der Auktion seien Verträge für Projekte mit einer Kapazität von 8,4 Gigawatt (GW) vergeben worden, teilte die Regierung am Mittwoch in London mit. Dies reiche aus, ⁠um rund zwölf Millionen Haushalte mit Strom zu versorgen. Die Offshore-Windkraft ist ein zentraler Baustein in den Plänen der Regierung, den britischen Stromsektor bis ​2030 weitgehend zu dekarbonisieren. «Dies ist ein monumentaler Schritt hin ‌zu sauberer Energie bis 2030», sagte Energieminister ‍Ed Miliband.

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09:53

Der Schweizer Aktienmarkt entwickelt sich am Mittwoch zum Start freundlich. Zwar sind die Vorgaben aus den USA eher negativ, in Asien gab es dafür teils deutliche Gewinne. Derweil bleibt die Unsicherheit bei Anlegern hoch angesichts einer drohenden Eskalation im Iran und den Angriffen von US-Präsident Donald Trump auf die Unabhängigkeit des Fed. Entsprechend sind sichere Häfen gesucht - Gold und Silber setzten ihre Rekordjagd fort.

International ist die Agenda indes etwas dichter gefüllt. Auf besonderes Interesse dürften dabei die Zahlen der grossen US-Banken Wells Fargo, Citigroup und Bank of America stossen. Zudem stehen einige Konjunkturdaten an und am Abend mit dem Beige Book der Konjunkturbericht des Fed.

Der SMI notiert um 09:50 Uhr um 0,5 Prozent höher auf 13'430 Punkten. Der 30 Titel umfassende SLI gewinnt 0,5 Prozent auf 2171,5 und der breite SPI legt um 0,52 Prozent auf 18'499 Zähler zu.

An der Indexspitze klettern zunächst Kühne+Nagel (zeitweise +7 Prozent; aktuell +4 Prozent) kräftig nach oben. Goldman Sachs hat die Titel des Logistikers gleich um zwei Stufen von «Sell» auf «Buy» hochgestuft.

Klar im Plus liegen auch Richemont (+1,2 Prozent) und Swatch (+2,6 Prozent). Chinas Aussenhandel hat trotz des Zollstreits einen Rekordüberschuss erreicht.

Sika (+1,8 Prozent) versuchen sich an einer kleinen Gegenbewegung nach den massiven Vortagsverlusten (-9,5 Prozent) in Reaktion auf die Zahlen. Indes versammeln sich am Indexende die Versicherer wie Swiss Life (-0,6 Prozent), Helvetia Baloise (-0,2 Prozent) oder Zurich (-1,1 Prozent).

In der zweiten Reihe springen Ems Chemie (+7,4 Prozent) nach einer Hochstufung durch die UBS nach oben.

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09:35

Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien:

Amrize: Barclays erhöht auf 43 (41) Fr. - Equal Weight

Autoneum: UBS senkt auf Neutral (Buy) - Ziel 175 (190) Fr.

Comet: UBS erhöht auf 275 (252) Fr. – Buy

Ems-Chemie: UBS erhöht auf Buy (Neutral) - Ziel 720 (670) Fr.

Helvetia Baloise: Octavian nimmt Ziel 220 Fr. wieder auf - Hold

Holcim: Barclays erhöht auf 89 (82) Fr. – Overweight

Julius Bär: JPMorgan erhöht auf 75 (72) Fr. – Overweight

Komax: Kepler Cheuvreux senkt auf 80 (100) Fr. – Hold

Kühne+Nagel: Goldman Sachs erhöht auf Buy (Sell) - Ziel 210 (147) Fr.

Lindt&Sprüngli: Berenberg senkt auf 114'490 (115'301) Fr. – Hold

Schindler: Deutsche Bank erhöht auf 297 (287) Fr. - Hold

Sika: Goldman Sachs senkt auf 200 (230) Fr. – Buy

Sika: Octavian senkt auf 215 (220) Fr. – Buy

Sika: Royal Bank of Canada senkt auf 169 (184) Fr. - Sector Perform

Straumann: Citigroup erhöht auf 89 (80) Fr. - Sell

Swiss Life: JPMorgan erhöht auf 725 (715) Fr. – Underweight

Swissquote: UBS senkt auf 465 (475) Fr. – Sell

Temenos: Jefferies erhöht auf 100 (90) Fr. – Buy

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09:06

Der Schweizer Aktienmarkt eröffnet am Mittwoch wenig verändert. Marktteilnehmer sitzen mit Blick auf die Vorgaben ein wenig zwischen den Stühlen. Denn während an der Wall Street die Kurse nach den jüngsten Rekorden einen Rücksetzer machten, legte der Nikkei in Japan dank Hoffnungen auf Neuwahlen erneut kräftig zu. Insgesamt ist aber die Unsicherheit bei Anlegern hoch angesichts einer drohenden Eskalation im Iran und den Angriffen von US-Präsident Donald Trump auf die Unabhängigkeit des Fed. Entsprechend sind sichere Häfen gesucht - Gold und Silber setzten ihre Rekordjagd fort.

Ansonsten nimmt die Berichtssaison hierzulande noch recht zaghaft Fahrt auf. Am Abend legt lediglich Partners Group seine verwalteten Vermögen für 2025 vor. International ist die Agenda indes etwas dichter gefüllt. Auf besonderes Interesse dürften dabei die Zahlen der grossen US-Banken Wells Fargo, Citigroup und Bank of America stossen. Zudem stehen einige Konjunkturdaten an und am Abend mit dem Beige Book der Konjunkturbericht des Fed.

Der SMI notiert kurz nach Börsenstart um 0,13 Prozent leicht höher bei 13'383 Punkten.

Im Fokus dürfte Nestlé (+0,3 Prozent) stehen. Nach dem grossangelegten Rückruf von Babynahrung hat sich CEO Philipp Navratil in einer Videobotschaft bei Eltern und Betreuungspersonen für die entstandene Verunsicherung entschuldigt. Er bekräftigte auch, dass es bislang keine bestätigten Krankheitsfälle im Zusammenhang mit den Produkten gebe.

Bei Julius Bär (+0,7 Prozent) kommt es unterdessen zu organisatorischen und personellen Veränderungen. Unter anderem wird Jean Nabaa neuer Chief Operating Officer und der derzeitige COO und stv. CEO Nic Dreckmann verlässt das Institut per 13. April 2026. Gleichzeitig erhöht JPMorgan das Kursziel für die Titel leicht und generell sollten Finanzwerte wie auch die UBS (-0,2 Prozent) angesichts der Zahlenvorlage von US-Instituten im Blick bleiben.

Der Logistiker Kühne+Nagel (+6,2 Prozent) dürfte von einer Hochstufung durch Goldman Sachs profitieren. Die Analysten raten nach bisher «Sell» neu zum Kauf der Titel mit einer kräftigen Zielerhöhung auf 210 Franken.

Sika (+1 Prozent) suchen nach den massiven Kursverlusten am Vortag (-9,5 Prozent) in Reaktion auf die Zahlen nach einem Boden.

In der zweiten Reihe fallen Ems Chemie (+6,1 Prozent) und Autoneum (noch keine Eröffnungskurse) auf. Die UBS hatte sich am Vorabend zu beiden Titeln geäussert.

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08:05

Der Schweizer Aktienmarkt (SMI) wird im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,1 Prozent tiefer auf 13'355 Punkten indiziert. Nur Amrize (+0,7 Prozent) und Kühne+Nagel (+3,9 Prozent) stiegen vorbörslich. Die Kursverluste der übrigen SMI-Titel fallen zwischen 0,1 und 1,6 Prozent.

Auch der breite Markt dürfte schwächer in den Tag starten – mit einem Minus von 0,06 Prozent. Die höchsten Bewegungen werden bei den Aktien von Autoneum (-2,6 Prozent), Comet (+0,4 Prozent, Ypsomed (+0,4 Prozent), ams Osram (+0,8 Prozent) und Ems-Chemie (+2,7 Prozent) prognostiziert.

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07:30

Gold stieg am Mittwoch erneut an und erreichte wieder ein Rekordhoch, während Silber erstmals die Marke von 90 US-Dollar überschritt. Auslöser waren schwächer als erwartete US-Inflationsdaten, die die Wetten auf Zinssenkungen festigten, vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Unsicherheiten.

Der Spotpreis für Gold legte zeitweise um 1 Prozent auf 4.633,40 US-Dollar je Unze zu, nachdem er zuvor im Handelsverlauf mit 4.639,42 US-Dollar ein Rekordhoch erreicht hatte. Der Spotpreis für Silber sprang um 4,2 Prozent auf 90,59 US-Dollar je Unze, nachdem das Edelmetall erstmals die Marke von 90 US-Dollar überschritten hatte. Damit liegt Silber in diesem Jahr bereits fast 27 Prozent im Plus.

«Die US-Verbraucherpreisdaten zeigten, dass die Inflation mit 2,6 Prozent auf Jahresbasis relativ gedämpft geblieben ist, und Risikoanlagen hoffen nun auf einen ähnlich benignen Erzeugerpreisindex, um die Erwartungen an weitere geldpolitische Lockerungen aufrechtzuerhalten», sagte Tim Waterer, Chefmarktanalyst bei KCM Trade.

Analysten zufolge haben Sorgen um die Unabhängigkeit der Fed sowie das Vertrauen in US-Vermögenswerte die Nachfrage nach dem sicheren Hafen Gold zusätzlich gestützt.

An den Märkten werden in diesem Jahr zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte erwartet, die früheste im Juni.

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07:00

Am Mittwoch wird der europäische Stoxx 600 vorbörslich höher gesehen. Die Futures-Kontrakte notieren um 0,08 Prozent im Plus. Der deutsche Dax dürfte gemäss Berechnungen von Banken und Brokerhäusern ebenfalls leicht steigen (+0,1 Prozent).

Der Swiss Market Index (SMI) notiert vorbörslich bei der IG Bank um 0,03 Prozent höher bei 13'372 Punkten.

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06:20

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,1 Prozent höher bei 13'380 Punkten.

Nach den jüngsten Rekorden an den Börsen auf beiden Seiten des Atlantiks zum Wochenstart hat sich eine gewisse Ernüchterung bei den Investoren breit gemacht. Beide grossen US-Börsen gaben am Dienstagabend nach Handelsschluss in Europa nochmals etwas nach und beendeten die Sitzung im Minus.

Ein Marktbeobachter sprach von einer Unsicherheit der Anleger angesichts jüngster Aussagen von Präsident Donald Trump. Trump forderte kürzlich eine einjährige Begrenzung der Kreditkartenzinsen auf 10 Prozent und sprach sich dafür aus, dass Verteidigungsunternehmen keine Dividenden ausschütten oder Aktienrückkäufe tätigen dürfen. Zudem sollte institutionellen Anlegern der Kauf von Einfamilienhäusern untersagt werden. Zudem konnte die grösste US-Bank JPMorgan mit ihren Quartalsergebnissen die Finanzgemeinde nicht überzeugen.

Damit sind die Vorgaben für den heutigen Handel in der Schweiz eher negativ. Zudem sind Unternehmensergebnisse noch spärlich gesät: So legt nur Partners Group die verwalteten Vermögen von 2025 vor. Und der Flughafen Zürich veröffentlicht die Verkehrszahlen vom Dezember. International geht der Reigen der Grossbankenergebnisse mit der BofA, Wells Fargo und der Citigroup weiter. Zudem steht noch eine Reihe von Konjunkturdaten aus Amerika an, wie etwa die Erzeugerpreise oder der Detailhandelsumsatz im November und die Wiederverkäufe von Häusern im Dezember.

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05:05

Spekulationen über eine vorgezogene Neuwahl in Japan und die damit verbundene Hoffnung auf weitere Konjunkturhilfen haben die asiatischen Aktienmärkte am Mittwoch beflügelt. ‌An ‌der Börse in Tokio legte der Nikkei-Index um 1,4 Prozent auf 54.322,43 Punkte zu. Der schwache Yen und die Aussicht auf weitere Konjunkturmassnahmen beflügelten den sogenannten «Takaichi-Handel», nachdem Medien über ​entsprechende Überlegungen von Premierministerin Sanae Takaichi berichtet hatten. Zudem ‌trieben geopolitische Spannungen den Goldpreis auf ein ‌Rekordhoch. US-Präsident Donald Trump hatte den Iranern weitere Hilfe bei ihren Protesten zugesagt, woraufhin die Regierung in Teheran ihm vorwarf, zu Gewalt anzustiften. Masahiko Loo, Stratege bei State Street Investment Management, sagte, die Marktbewegungen spiegelten die Erwartungen einer fiskalischen Lockerung ⁠wider. Die Börse in Shanghai gewann 1,2 Prozent.

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04:34

Am Devisenmarkt gewann der Dollar geringfügig auf 159,09 Yen. Zum chinesischen Yuan legte er leicht auf 6,9758 Yuan zu. Zur Schweizer ​Währung rückte der Dollar etwas auf 0,8007 Franken vor. ‌Der Euro notierte fast unverändert bei 1,1646 Dollar ‍und zog zum Franken auf 0,9325 Franken an.

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03:15

Die Ölpreise gaben leicht nach. Ein Barrel (159 Liter) ​der Nordseesorte Brent verbilligte sich um 0,4 Prozent auf 65,19 Dollar. Das US-Öl WTI notierte 0,5 Prozent schwächer bei 60,84 Dollar. Der Goldpreis stieg dagegen um 0,6 ‌Prozent auf ein Rekordhoch von 4613,93 Dollar je ⁠Feinunze. Auch Silber verteuerte sich um mehr als zwei ‌Prozent und erreichte ebenfalls einen Rekordstand.

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01:30

Nach dem Rekordkurs der Wall Street zum Wochenstart ist am Dienstag eine gewisse Ernüchterung eingetreten. Frische US-Inflationsdaten hatten nur relativ wenig Einfluss auf die Notierungen. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,80 Prozent tiefer bei 49.191,99 Punkten. Tags zuvor hatte der US-Leitindex mit 49.633 Punkten eine weitere Bestmarke aufgestellt.

Der marktbreite S&P 500 fiel am Dienstag um 0,19 Prozent auf 6.963,74 Zähler, nachdem er am Freitag und Montag Höchststände markiert hatte. An der Technologiebörse Nasdaq gab der Nasdaq 100 am Dienstag um 0,18 Prozent auf 25.741,95 Punkte nach.

Ein Marktbeobachter sprach von einer Unsicherheit der Anleger angesichts jüngster Aussagen von Präsident Donald Trump. Trump forderte kürzlich eine einjährige Begrenzung der Kreditkartenzinsen auf 10 Prozent und sprach sich dafür aus, dass Verteidigungsunternehmen keine Dividenden ausschütten oder Aktienrückkäufe tätigen dürfen. Zudem sollte institutionellen Anlegern der Kauf von Einfamilienhäusern untersagt werden.

Die Quartalsberichtssaison der US-Unternehmen eröffnete am Dienstag JPMorgan . Die Übernahme der Apple-Kreditkarten von Goldman Sachs hat der grössten US-Bank im Schlussquartal 2025 einen Gewinnrückgang eingebrockt. Die Pläne von Bankchef Jamie Dimon für das laufende Jahr fielen indes höher aus als von Branchenexperten im Schnitt erwartet. Die JPMorgan-Aktie verlor letztlich 4,2 Prozent.

Apple greift unterdessen den Softwarehersteller Adobe sowie Entwickler von Musik-Anwendungen mit einem deutlich günstigeren Bündel-Abopreis für seine Kreativ-Apps an. Adobe-Aktien sackten um 5,4 Prozent ab, während Apple-Papiere um 0,3 Prozent zulegten.

Die Papiere der Kreditkartenanbieter Mastercard und Visa litten erneut unter Trumps Forderung einer Zinsobergrenze und büssten zwischen 3,8 und 4,5 Prozent ein.

Für die Anteilsscheine von Meta ging es um 1,7 Prozent bergab. Der Facebook-Konzern will mit einem verstärkten Fokus auf KI rund jeden zehnten Job in seiner verlustreichen Sparte Reality Labs streichen, die einst als Zukunft des Konzerns galt. Die Sparte Reality Labs verbuchte allein in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres einen operativen Verlust von gut 13 Milliarden Dollar - bei lediglich 1,2 Milliarden Dollar Umsatz.

Der US-Flugzeugbauer Boeing lieferte nach seiner verschärften Krise von 2024 im vergangenen Jahr wieder deutlich mehr Jets aus. Bei den Bestellungen lag Boeing 2025 mit brutto 1.175 Maschinen sogar klar vor seinem europäischen Konkurrenten Airbus . An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an: Die Boeing-Aktie gewann 2,0 Prozent.

Zu den klaren Kursgewinnern zählten auch die Papiere von Intel und AMD , die um 7,3 beziehungsweise 6,4 Prozent stiegen. Das Investmenthaus Keybanc Capital Markets hob beide Chipwerte auf «Overweight» an.

Die Titel von Delta Air Lines fielen um 2,4 Prozent. Die Prognose der Fluggesellschaft für den Gewinn je Aktie im Jahr 2026 wurde am Markt als zurückhaltend eingestuft.

Schwächster Wert im Dow war die Aktie des Softwarekonzerns Salesforce. Sie fiel ungeachtet einer positiven Produktnachricht um 7,1 Prozent. Salesforce kündigte eine Weiterentwicklung seines KI-Slackbots an. Die Neuerung zielt darauf ab, die Produktivität in Unternehmen zu steigern.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

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