16:17

Die Ölpreise sind am Montag angesichts der stockenden Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA merklich gestiegen.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli zog auf 100,83 US-Dollar an. Das waren 1,71 Prozent mehr als am Freitag.

Die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs haben am Wochenende keine Fortschritte gemacht. US-Präsident Donald Trump sagte eine angekündigte Reise seiner Unterhändler nach Pakistan am Samstag kurzfristig ab - zum zweiten Mal in einer Woche. Er begründete dies auch mit einem inakzeptablen Vorschlag des Irans. Die Strasse von Hormus bleibt damit fast vollständig geschlossen.

Laut dem US-Nachrichtenportal Axios schlug der Iran den Vereinigten Staaten ein neues Angebot für die Öffnung der für den globalen Öltransport wichtigen Meeresstrasse von Hormus vor. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es jedoch nicht. Der Ölmarkt bleibt skeptisch, da laut dem Bericht die Nuklearfrage erst später geklärt werden soll.

Unterdessen hat die US-Bank Goldman Sachs ihre Prognose für den Ölpreis angehoben. Im vierten Quartal dürfte der Brent-Preis bei 90 US-Dollar liegen, heisst es in einer Analyse. Bisher war Goldman Sachs von 80 Dollar ausgegangen. Der Wert für diesen Zeitraum liegt nun fast 30 Dollar höher als vor dem Iran-Krieg. «Wir gehen nun davon aus, dass sich die Exporte aus der Golfregion bis Ende Juni normalisieren werden, anstatt wie zuvor angenommen bis Mitte Mai, und dass sich die Produktion in der Golfregion langsamer erholen wird.»

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16:10

Nach dem jüngsten Rekordlauf an der Wall Street starten US-Anleger mit Zurückhaltung in die Woche. Sorgen über ins Stocken ‌geratene ⁠Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran drückten die Kurse der ⁠US-Börsen zum Handelsstart leicht ins Minus: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel zur Eröffnung 0,24 Prozent ‌auf 49'112 Zähler. Der breiter gefasste S&P 500 ‌gab 0,17 Prozent auf 7153 Punkte ​nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,15 Prozent auf 24'799 Zähler.

Solide Unternehmensergebnisse hatten am Freitag dazu beigetragen, den S&P 500 und den Nasdaq-Index auf neue Allzeithochs zu treiben. Ein überraschend starkes Quartalsergebnis und ein ‌optimistischer Ausblick hatten zum Beispiel die Aktien von Intel um rund 25 Prozent nach oben getrieben und für Kauflaune im Chipsektor gesorgt.

Zum Wochenauftakt ​blieben Anleger zwischen den stockenden Bemühungen um ein Ende ​des Iran-Kriegs und einer bislang starken Berichtssaison ​hin- und hergerissen. Zudem warteten sie auf die geldpolitischen Signale der US-Notenbank Fed ‌im Laufe der Woche. «Im Moment fehlt es an Klarheit», sagte Richard de Chazal, Analyst bei William Blair. Die Anleger am Aktienmarkt schienen den Krieg ​ausgeblendet ​zu haben und sich wieder ⁠dem Thema KI-Technologie zuzuwenden, erklärte er.

Spekulationen auf ​eine Zusammenarbeit mit dem ChatGPT-Entwickler ⁠OpenAI trieben zur Eröffnung am Montag die Aktien von Qualcomm an. ‌Die Papiere des US-Chip-Konzerns legten 6,4 Prozent zu. Auch Anteilsscheine von Intel zogen um 2,4 Prozent an. Die Aktien ‌von Domino's Pizza fielen dagegen um neun Prozent. Die ​Pizzakette hatte die Umsatzschätzungen für das erste Quartal verfehlt. 

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15:40

Die US-Börsen haben nach den jüngsten Rekorden am Montag erst einmal wenig Dynamik gezeigt.

Zu Beginn einer Woche, die neben dem Iran-Krieg auch in puncto Geldpolitik und Quartalsbilanzen wegweisend werden könnte, warten die Anleger zunächst einmal ab. Es besteht zwar weiter die Hoffnung auf eine Öffnung der Strasse von Hormus, ein diplomatischer Durchbruch ist über das Wochenende jedoch ausgeblieben.

Im frühen Handel legte der Dow Jones Industrial um 0,2 Prozent auf 49'343 Punkte zu. Der von Technologietiteln geprägte Nasdaq 100 ging mit einem Minus von 0,2 Prozent auf 27'2044 Zähler in die neue Börsenwoche. Er hatte am Freitag deutlich zugelegt und ebenso wie der marktbreite S&P 500 die nächste Bestmarke aufgestellt. Der S&P 500 trat am Montag mit 7164 Punkten auf der Stelle.

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15:17

In Schuhen von Adidas hat der Kenianer Sabastian Sawe als erster Mensch überhaupt einen offiziellen Marathon in unter zwei Stunden absolviert. Der historische ‌Meilenstein ⁠gab am Montag den Aktien des deutschen Sportartikelherstellers Auftrieb, die mehr als zwei Prozent ⁠zulegten. Bei seinem Weltrekordlauf beim London-Marathon in einer Stunde, 59 Minuten und 30 Sekunden trug Sawe das ‌neue Laufschuh-Modell «Adizero Adios Pro Evo 3» von Adidas. Nach ‌dem Rennen präsentierte Sawe den 500 ​Dollar teuren Schuh, auf den er mit einem schwarzen Stift «WR» und «sub-2» geschrieben hatte.

Der Sieg ist für Adidas ein wichtiger Erfolg im Prestigekampf gegen den US-Erzrivalen Nike. Beide Konzerne hatten jahrelang an sogenannten Superschuhen getüftelt, um die Zwei-Stunden-Marke zu knacken. Ein Versuch von ‌Nike im Jahr 2017 im italienischen Monza war knapp gescheitert. Zwei Jahre später blieb der Kenianer Eliud Kipchoge zwar unter zwei Stunden, ebenfalls in Nike-Schuhen, dies geschah jedoch ausserhalb offizieller ​Wettkämpfe und wurde nicht als Rekord gewertet. Beim London-Marathon dominierten ​nun die Adidas-Athleten: Auch der Zweitplatzierte Yomif Kejelcha ​aus Äthiopien sowie Tigst Assefa, die ihren eigenen Weltrekord im Frauenrennen brach, trugen das neue Modell. «Dies ist ‌ein Beweis für die jahrelange harte Arbeit und Hingabe, die sie zusammen mit unserem Innovationsteam geleistet haben», erklärte der Leiter der Laufschuh-Sparte von Adidas, Patrick Nava.Der neue Superschuh wiegt ​nach ​Angaben von Adidas dank innovativer Schaumstoff- und ⁠Karbonsohlen sowie ultraleichter Komponenten durchschnittlich 97 Gramm. Das ​sind den Angaben zufolge 30 ⁠Prozent weniger als das Vorgängermodell. Der neue Schuh soll ab Donnerstag über die ‌Adidas-App für 500 Dollar pro Paar erhältlich sein, bevor er zur Herbst-Marathonsaison breiter auf den Markt kommt. Trotz des Kursplus vom Montag haben ‌die Adidas-Aktien seit Jahresbeginn rund 18 Prozent an Wert verloren. Grund ​dafür sind Sorgen der Anleger über mögliche US-Zölle sowie die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten.

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14:55

Vor Handelsbeginn taxierte der Broker IG den Tech-Auswahlindex Nasdaq 100 0,1 Prozent tiefer auf 27'282 Punkte. Er hatte am Freitag deutlich zugelegt und ebenso wie der marktbreite S&P 500 seine nächste Bestmarke aufgestellt. Den Dow Jones Industrial erwartet IG auch 0,1 Prozent tiefer bei 49'172 Punkten. Für den Leitindex der Wall Street liegt der Rekord aus dem Februar schon etwas länger zurück.

US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag eine angekündigte Reise seiner Unterhändler nach Pakistan am Samstag kurzfristig abgesagt - zum zweiten Mal in einer Woche. Er begründete dies auch mit einem inakzeptablen Vorschlag des Irans. Laut dem US-Nachrichtenportal Axios hatte dieser den Vereinigten Staaten ein neues Angebot für eine Öffnung der Strasse von Hormus vorgelegt. Anleger bleiben aber auch am Ölmarkt skeptisch.

Was weiter Schlagzeilen macht, ist die im Chipsektor spürbare KI-Euphorie. Nachdem diese zuletzt Aktien von Firmen wie Texas Instruments oder Intel erfasst hatte, springen nun die Qualcomm-Aktien vorbörslich um fast zehn Prozent hoch. Ein Analyst brachte nach seinen Recherchen eine Zusammenarbeit von Qualcomm mit dem KI-Plattformbetreiber OpenAI ins Spiel.

Nach Quartalszahlen legten die Aktien von Verizon vorbörslich um 2,6 Prozent zu. Der Telekomkonzern übertraf mit dem bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda) moderat die Erwartungen und hob die Jahreszielspanne für das bereinigte Ergebnis je Aktie moderat an. Die Konsensschätzung für die Kennziffer liegt am unteren Ende der bisherigen Zielspanne.

Domino's Pizza dagegen hatte keine erfreulichen Nachrichten für seine Aktionäre: Eine enttäuschende Umsatzentwicklung drückte den Kurs der Restaurantkette mit etwa sieben Prozent ins Minus. Händlern zufolge drückt dies die Sorge der Anleger vor wachsendem Wettbewerb und konjunkturellen Herausforderungen aus.

Vorbörslich bewegt wurden noch einige Werte nach Analystenkommentaren. Bei Nutrien sorgte eine Barclays-Hochstufung für ein Kursplus von 2,2 Prozent. Analyst Benjamin Theurer rechnet damit, dass der Iran-Konflikt für Unternehmen aus dem Düngemittelbereich förderlich bleibt.

Dagegen ging es für die Titel von Gartner und GE Vernova um 1,4 respektive 1,7 Prozent bergab. Für den Marktforscher Gartner hatte die US-Bank Goldman Sachs ihr Kaufvotum gestrichen. Bei GE Vernova äusserte sich Exane BNP skeptisch dazu, ob das Energietechnik-Unternehmen dazu in der Lage ist, den zurückliegenden Wachstumsschwung beizubehalten.

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13:55

Spekulationen auf eine Zusammenarbeit mit dem ChatGPT-Entwickler OpenAI treiben die Aktien ‌von Qualcomm ⁠an. Die Titel des US-Chip-Konzerns legen vor US-Börsenstart mehr als 13 Prozent zu.

OpenAI arbeite ⁠mit Qualcomm und MediaTek an der gemeinsamen Entwicklung von Smartphone-Prozessoren, die 2028 in die Massenproduktion gehen sollen, sagte Ming-Chi ‌Kuo, Analyst von TF International Securities.

OpenAI wolle Smartphones rund ‌um KI-Agenten neu definieren und die Nutzung von ​Apps zu aufgabenbasierten Interaktionen verlagern. Qualcomm veröffentlicht am Mittwoch Ergebnisse für das zweite Quartal.

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13:15

Die Futures der US-Aktienmärkte bewegen sich uneinheitlich: 

- Dow-Jones-Futures: minus 0,12 Prozent.
- S&P-500-Futures: plus/minus 0,00 Prozent.
- Nasdaq-Futures: plus 0,21 Prozent.

Unterdessen steht der Schweizer Aktienmarkt gemessen am SMI 0,17 Prozent höher. Er macht die Verluste des Vormittags damit wett.

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11:45

Der Schweizer Aktienmarkt ist gemessen am SMI so gut wie unverändert. Der Leitindex steht bei 13'172 Punkten (plus 0,02 Prozent). 

Lonza zieht um 2, UBS und Amrize um je 1,3 Prozent an. Die defensiven Titel von Nestlé (minus 0,8 Prozent) und Swisscom (minus 0,5 Prozent) werden verkauft. Auch die Pharmawerte Roche und Novartis fallen zurück. 

Am breiten Markt ist nach wie vor Cicor im Hoch (plus 6,3 Prozent), während Gurit (minus 4,1 Prozent) und Idorsia (minus 2,9 Prozent) schwächer notieren.

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09:40

Der Schweizer Aktienmarkt sinkt gemessen am SMI um 0,14 Prozent. Der Leitindex steht bei 13'152 Punkten.

Die Vorsicht der Investoren ist zum Wochenstart auch am Schweizer Aktienmarkt greifbar. Zwar stützen die jüngsten Berichte über eine mögliche Annäherung im Iran-Konflikt die Stimmung, heisst es von Händlerseite. Allerdings hätten frühere Erfahrungen gezeigt, dass diese Art von Hoffnung auch sehr schnell zunichtegemacht werden könnte. Zuletzt machten Berichte die Runde, wonach der Iran den USA einen Vorschlag zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus unterbreitet hat - ein Schritt, der den Weg für die Fortsetzung der Friedensgespräche zwischen den beiden Parteien ebnen könnte.

Insgesamt verlaufe der Start in die neue Woche aber vergleichsweise ruhig. Erst ab dem morgigen Dienstag zieht sowohl von Unternehmens- als auch von Datenseite das Nachrichtenaufkommen deutlich an. Hierzulande stehen in den kommenden Tagen gewichtige Unternehmen wie Novartis oder die UBS mit Zahlen auf dem Plan, während international Mitglieder aus der Gruppe der «Magnificent 7» über den jüngsten Geschäftsverlauf berichten. Dazu gesellen sich wichtige Konjunktur- und Inflationszahlen sowie zahlreiche Notenbanksitzungen.

Der SMI wird vor allem durch seinen defensiven Charakter einmal mehr ausgebremst. Von den drei Schwergewichten geben Nestlé (-0,4 Prozent) nach, Novartis sind unverändert und Roche gewinnen leicht (+0,2 Prozent). Dabei hatte Novartis am Morgen noch die EU-Zulassung für sein Mittel Rhapsido zur Behandlung der chronischen Hautkrankheit Urtikaria erhalten. Mit Swisscom und den Versicherern Zurich und Swiss Re geben noch weitere eher wenig konjunktursensible Werte nach. Sie fallen um bis zu 0,8 Prozent.

Das Gewinnerfeld führen unterdessen Amrize, Lonza, Alcon und Richemont mit Gewinnen von bis zu 1,6 Prozent an.

In diesem Umfeld sorgen angesichts weniger Unternehmensnachrichten Analystenkommentare für etwas Bewegung. Bei den Blue Chips kommen ABB um 0,5 Prozent nach einer Herunterstufung durch Kepler zurück.

In den hinteren Reihen fallen Inficon (+3,3 Prozent) auf. Gleich drei Analysehäuser haben zum Wochenstart ihre Kursziele für die Papiere nach oben angepasst.

Noch deutlicher gewinnen Santhera (+5,1 Prozent) nach einer positiven Empfehlung des CHMP für den erweiterten Einsatz des wichtigsten Santhera-Mittels.

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09:10

Der SMI startet gedämpft in die neue Woche. Zur Eröffnung steht er praktisch unverändert bei 13'172 Punkten. Dabei ziehen Amrize (plus 1,5 Prozent), Alcon (plus 0,7 Prozent) und Lonza (plus 0,7 Prozent) an. Schwergewicht Nestlé (minus 0,4 Prozent) und - nach einer Rating-Senkung - ABB (minus 0,5 Prozent) fallen hingegen.

Auch der SPI kommt kaum voran und notiert bei 18'596 Punkten. Tecan sinkt um fast 2 Prozent, Lem und Medartis verlieren je 1,4 Prozent. Cicor (plus 6,5 Prozent) führt das Tableau an, in dem auch Inficon aufgrund positiver Analystenstimmen weit oben steht (plus 3,2 Prozent).

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Neue Kursziele und Ratings für Schweizer Aktien: 

Holcim: Barclays erhöht auf 87 (86) Fr. – Overweight
Holcim: Jefferies erhöht auf 77 (72,60) Fr. – Hold
Holcim: Vontobel senkt auf 85 (86) Fr. – Buy
Roche: UBS senkt auf 376 (384) Fr. – Buy
ABB: Julius Bär erhöht auf 79 (67) Fr. – Hold
Dätwyler: UBS erhöht auf 201 (194) Fr. – Buy
Vontobel: Citigroup erhöht auf 66 (65,50) Fr. – Neutral
Inficon: JPMorgan erhöht auf 155 (130) Fr. – Overweight
Inficon: Berenberg erhöht auf 160 (130) Fr. – Buy
- Inficon: Deutsche Bank erhöht auf 160 (140) – Buy
SGS: Goldman Sachs erhöht auf 99 (97) Fr. – Neutral
Kühne+Nagel: Goldman Sachs erhöht auf 220 (215) Fr. – Buy
Kühne+Nagel: Barclays erhöht auf 160 (150) Fr. – Underweight
Kühne+Nagel: Bernstein SG erhöht auf 190 (185) Fr. - Market Perform
Bachem: Vontobel erhöht auf 71 (68) Fr. – Hold

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08:05

Der SMI steht im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,27 Prozent höher. Alle SMI-Titel ausser ABB legen zu. Die Aktien des Technologieunternehmens fallen um 0,29 Prozent. Dagegen steigt Richemont um 0,4 Prozent.

Am breiten Markt, der 0,25 Prozent zulegt, gewinnt Inficon 1,3 Prozent, während AMS Osram und Tecan um je 0,5 Prozent steigen. Verlierer gibt es breiten Markt keine.

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07:30

Zum Wochenauftakt wird der Dax Berechnungen von Banken und ‌Brokerhäusern zufolge ⁠mit Gewinnen starten. Am Freitag hatten ⁠sich Konjunktursorgen und die Hoffnung auf weitere Friedensgespräche zwischen den ‌USA und Iran die ‌Waage gehalten. Der ​deutsche Leitindex hatte bei 24'128 Punkten kaum verändert geschlossen.

Investoren treibt erneut die Hoffnung auf eine Öffnung der Strasse von Hormus um. ‌Der Iran hat den USA einem Medienbericht zufolge offenbar einen neuen Vorschlag zur Öffnung ​der für den Handel wichtigen Meerenge ​und zur Beendigung ​des Krieges gemacht. Der Plan sei bereits über ‌pakistanische Vermittler übermittelt worden, berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter und zwei ​weitere Insider. ​Demnach solle zunächst ⁠die Seeblockade aufgehoben werden. Mit ​dem GfK-Konsumbarometer stehen ⁠zudem Konjunkturdaten im Mittelpunkt. 

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06:20

Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,45 Prozent höher bei 13'210 Punkten.

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Ein Euro kostet unverändert 92,03 Rappen. Der Dollar steht bei 78,46 Rappen (minus 0,15 Prozent)

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05:15

Die anhaltende Begeisterung für Künstliche Intelligenz (KI) und Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten haben die asiatischen Börsen am Montag angetrieben. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 1,5 Prozent auf 60'584,37 Punkte zu und der breiter ‌gefasste Topix notierte ⁠0,7 Prozent höher bei 3744,19 Zählern.

Auch in China griffen die Anleger zu: Die Börse Shanghai gewann 0,2 Prozent auf 4086,03 ⁠Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,3 Prozent auf 4781,74 Punkte.

In Japan sorgten starke Quartalszahlen für Kauflaune. Aktien von Automatisierungsspezialisten wie ‌Keyence und Fanuc schossen um mehr als 15 Prozent in die Höhe, während SMC um 9,3 ‌Prozent zulegten. Zu den Verlierern zählte der Chip-Hersteller Rohm mit ​einem Minus von 7,8 Prozent. «Aktien mit Bezug zu Gewinnbekanntgaben sowie KI- und Halbleiterwerte haben den Markt zur Eröffnung nach oben geführt», sagte Maki Sawada, Aktienstrategin bei Nomura Securities. Für zusätzliche Erleichterung sorgte ein Medienbericht über einen neuen iranischen Vorschlag zur Beendigung des Krieges. Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi schloss derweil ein sofortiges Nachtragsbudget zur Abfederung der hohen Ölpreise aus, versprach jedoch, bei Bedarf flexibel zu reagieren.

In China rückten die Industriegewinne ‌in den Fokus, die im März mit einem Plus von 15,8 Prozent so stark wuchsen wie seit einem halben Jahr nicht mehr. Die Erholung verläuft jedoch ungleichmässig: Während KI-bezogene Unternehmen wie Shannon Semiconductor florieren, kämpfen Konsumgüterhersteller mit einer schwachen Inlandsnachfrage. Zudem drohen weiterhin wirtschaftliche Risiken durch den Nahost-Konflikt. «Die ​Daten spiegeln die Auswirkungen des Iran-Krieges wahrscheinlich noch nicht wider», erklärte Lynn Song, Chefökonom für Greater China ​bei ING. Höhere Energiepreise dürften sich in steigenden Kosten für die Produzenten niederschlagen, ​was die Gewinnmargen belasten könnte, fügte er hinzu.

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04:30

An den Devisenmärkten hielten sich die Anleger vor den anstehenden Zinsentscheidungen mehrerer grosser Notenbanken, darunter in den USA und Japan, zurück. ‌Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar geringfügig auf 159,30 Yen und gab 0,1 Prozent auf 6,8282 Yuan nach. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7848 Franken vor. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1726 Dollar und zog leicht auf 0,9204 Franken an.

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02:45

Die Sorge ​vor anhaltenden ​Lieferausfällen im Nahen Osten hat die Ölpreise weiter nach oben getrieben. ⁠Da die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran ins Stocken geraten sind, ​bleibt die wichtige Strasse von Hormus ⁠für den Energiehandel weitgehend blockiert. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,3 Prozent auf 106,70 Dollar je ‌Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,2 Prozent fester bei 95,50 Dollar.

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23:50

Am Freitag schloss der Auswahlindex Nasdaq 100 1,95 Prozent höher bei 27'303,67 Punkten. Tags zuvor war er schon erstmals in seiner Geschichte über 27'000 Zähler geklettert. Dass er diese Marke festigen konnte, lag nun vor allem an gefeierten Resultaten des Prozessorherstellers Intel . Der Nasdaq-Index heimste im Wochenverlauf ein Plus von 2,4 Prozent ein.

Dem breit aufgestellten S&P 500 reichten seine Gewinne auch zu einer Bestmarke. Am Ende gewann er 0,80 Prozent auf 7165,08 Punkte. Von einem Rekord immer noch entfernt bleibt der Dow Jones Industrial, der die Rally am Freitag auch nicht mitging. Der Leitindex der Wall Street gab um 0,16 Prozent auf 49'230,71 Zähler nach. Auf Wochensicht hat er 0,4 Prozent verloren.

Hoffnung im Iran-Krieg machte, dass der iranischen Aussenminister Abbas Araghtschi nach Angaben der Nachrichtenagentur IRNA in Pakistan angekommen ist. Zuvor hatte die US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt dem Sender Fox News gesagt, dass der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, am Samstag nach Pakistan reisen. Ob es zu direkten Gesprächen beider Kriegsparteien kommt, bleibt aber offen.

Abseits des Krieges war der Prozessorhersteller Intel das grosse Thema des Tages. Er reihte sich bei den US-Chipwerten ein, die nach vorgelegten Zahlen und Ausblicken massive Kursgewinne verbuchten. All jene, die geglaubt hätten, der KI-Boom sei beendet, würden eines Besseren belehrt, sagte ein Marktkenner. Die Gewinnentwicklung in der Branche sei atemberaubend und das Angebot hinke der exorbitanten Nachfrage nach Halbleitern deutlich hinterher.

Durch einen Kurssprung, der bis zu 27 Prozent gross war, erreichten die Intel-Aktien nach 26 Jahren wieder ein Rekordhoch. Aus dem Handel gingen die Titel noch mehr als 23 Prozent höher. Auch andere Branchenwerte profitierten. Allen voran legten die Titel der Prozessor-Konkurrenten Qualcomm und AMD sowie des Chipdesigners ARM prozentual zweistellig zu.

Unter den Standardwerten im Dow ging es verhaltener zu. Aber auch dort konnte mit Procter & Gamble ein Unternehmen mit besser als erwarteten Zahlen zum dritten Geschäftsquartal überzeugen. Die Titel des Konsumgüterkonzerns stiegen um 1,7 Prozent, mussten aber im Dow mit Microsoft, Salesforce, Amazon und vor allem Nvidia mehreren Tech-Werten den Vortritt lassen.

Für KI-Fantasie sorgte auch die Nachricht, dass nach Amazon auch Google mit einer weiteren Milliarden-Investition seine Kooperation mit dem OpenAI-Rivalen Anthropic festigt. Dies trug dazu bei, dass es die Aktien des KI-Chipriesen Nvidia um 4,3 Prozent zulegten. Die Anteile des Google-Mutterkonzerns Alphabet waren unter den «Magnificent 7» eher mittelmässig gefragt.

Es gab am breiten Markt aber auch Unternehmen mit Zahlen, die enttäuschten. Allen voran galt dies für den Kabelnetzbetreiber Charter Communications , der im ersten Quartal mehr Kunden verlor als erwartet. Die zuletzt gut gelaufenen Aktien rauschten um ein Viertel in die Tiefe. Sie belasteten damit auch die Titel des Konkurrenten Comcast , der am Vortag noch von guten Zahlen beflügelt worden war. Dessen Papiere verloren knapp 13 Prozent.

Begehrt waren die neu an der Börse gehandelten Aktien von X-Energy. Nachdem die Titel zu 23 Dollar ausgegeben wurden, schnellten sie am ersten Handelstag in der Spitze auf gut 31 Dollar hoch. Aus dem Handel gingen sie bei etwas mehr als 29 Dollar. Mit dem Handelsriesen Amazon als Unterstützer entwickelt das Unternehmen kleine modulare Kernreaktoren, die künftig der Stromversorgung von Industrieanlagen und Rechenzentren dienen sollen.

(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

Reto Zanettin
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