11:40
Zum Wochenstart fehlt dem Schweizer Aktienmarkt ein wenig der Schwung. Dies zeigt sich auch an der bisherigen Handelsspanne von gerade einmal 50 Punkten. Mittlerweile tritt der Leitindex SMI mehr oder weniger auf der Stelle. Dabei bieten die Vorgaben aus Übersee durchaus Unterstützung. In den USA hatte ein überraschend positives Einzelhandels-Sentiment die Märkte spürbar angeschoben. Und auch in Asien ziehen die Kurse zum Wochenstart klar an.
Dort steht vor allem der japanische Aktienmarkt nach den Wahlen vom Wochenende im Blick. Der überragende Sieg der neuen nationalkonservativen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi bei den Parlamentswahlen zum Unterhaus hievte den japanischen Nikkei erstmals über die Marke von 57'000 Zählern. Der deutliche Sieg wird als positiv für die Märkte gewertet. Und auch für die kommenden Tage ist die Agenda prall gefüllt und bietet reichlich Zündstoff für weitere Kursbewegungen. Vor allem die beiden US-Datenschwergewichte Arbeitsmarktbericht und Inflation stehen dabei im Fokus. Beide Datenpunkte sind dafür bekannt, die Märkte bewegen zu können.
Das Gewinnerfeld führen einmal mehr die Papiere von Sandoz (+1,8 Prozent) und Amrize (+1,7 Prozent) an. Letzere knüpfen an den starken Lauf der Vorwoche an, der sie bereits um knapp 10 Prozent nach oben geschickt hatte. Zuletzt hatten Händler auf Spekulationen verwiesen, wonach führende Hausbauer in den USA angeblich grosse Pläne hegen. Es sollen rund eine Million «Trump Häuser» entstehen, wie vergangene Woche aus nicht näher bekannten Quellen verlautete. Dank der starken Marktstellung im US-Dachbau würde auch Amrize von einem solchen Vorhaben profitieren.
Galderma, Julius Bär sowie die ehemalige Amrize-Mutter Holcim sind mit Kursgewinnen von bis zu 0,8 Prozent ebenfalls etwas weiter vorne zu finden. Von den drei Blue Chips, die in dieser Woche mit Zahlen erwartet werden, präsentieren sich aktuell nur SGS (+0,6 Prozent) fester. Sowohl Swisscom (-0,4 Prozent) als auch Schindler (-0,3 Prozent) kommen vor ihren jeweiligen Zahlen-Terminen zurück.
Sehr uneinheitlich entwickeln sich derweil die drei Schwergewichte zum Wochenstart. Kursgewinnen von 0,8 Prozent auf 120,86 Franken bei Novartis stehen Abgaben von 0,9 Prozent bei Roche gegenüber. Nestlé (-0,2 Prozent) treten eher auf der Stelle. Der Pharmakonzern Roche hatte am Wochenende ausführliche Daten zu seinem MS-Mittel Fenebrutinib vorgestellt. Während die Wirksamkeit mit den Daten einmal mehr untermauert wurde, sorgen sich Analysten vor allem um die Daten zu den Nebenwirkungen. Derweil haben die Novartis-Papiere im frühen Handel bei 121,40 Franken gar eine neue Bestmarke gesetzt.
Die rote Laterne halten derweil Lindt&Sprüngli (-1,2 Prozent) und Givaudan (-1 Prozent), die ebenfalls dem eher defensiven Lager zuzurechnen sind. Auch die drei Versicherer Zurich, Swiss Re und Swiss Life weisen allesamt Kursabgaben auf. Sie reichen von -0,7 bis -0,4 Prozent.
In den hinteren Reihen stechen SoftwareOne (+2,2 Prozent) nach Vorabzahlen heraus. Mit seinen Eckdaten zum Umsatz konnte der IT-Dienstleister die Erwartungen der Analysten und auch die eigene Guidance übertreffen. Adecco wiederum sind nach einem positiven Händlerkommentar mit +2,6 Prozent ebenfalls gesucht.
+++
11:05
Der Swiss Performance Index (SPI) notiert am Vormittag um 0,1 Prozent im Plus bei 18'658 Zählern. Grundstoffe (+0,6 Prozent), Versorger (+0,5 Prozent) und Industriewerte (+0,5 Prozent) liegen vorn. Pharma (-0,4 Prozent), Finanztitel (-0,1 Prozent) und nicht-zyklischer Konsum (-0,1 Prozent) gehören zu den Schlusslichtern.
Von den 200 Unternehmen, sind 126 im Gewinn, 50 im Verlust und 24 unverändert.
Zur Heatmap der Schweizer Aktien geht’s hier lang.
+++
10:30
Die Aktien von Adecco legen einen glanzvollen Start in die neue Börsenwoche hin. Zeitweise stiegen die Aktien über 5 Prozent. Für die nötigen Impulse sorgt ein Kommentar von Kepler Cheuvreux. Wie der zuständige Analyst in einem aktuellen Kommentar schreibt, entwickeln sich die wichtigsten Märkte ganz in die gewünschte Richtung für den Stellenvermittler. Das gelte insbesondere fürs Geschäft mit temporären Arbeitskräften. Darauf abgestützt passt der Experte seine Gewinnschätzungen für Adecco um bis zu 12 Prozent nach oben an. An seiner Kaufempfehlung sowie am Kursziel von 34 Franken hält er zudem fest.
Mit Blick auf die Ergebnisveröffentlichung vom 25. Februar beurteilt der Kepler-Analyst die Gewinnerwartungen seiner Berufskollegen bei anderen Banken als zu vorsichtig. Umso mehr geht er davon aus, dass die Adecco-Aktien an diesem Tag in den Genuss kräftiger Kursgewinne kommen. Diese Einschätzung scheint man in hiesigen Börsenkreisen zu teilen, ist doch dank des Analystenkommentars von spekulativen Käufen auf die Zahlen hin zu hören.
+++
10:02
Am Schweizer Aktienmarkt fallen die Ausschläge am Montag im frühen Handel überschaubar aus. Zwar sind die Gewinner unter den Blue Chips in der Überzahl, doch die Abgaben bei den beiden Schwergewichten Roche und Nestlé drücken auf die SMI-Gesamtperformance. Dabei sprechen die Vorgaben durchaus für einen freundlichen Wochenstart. In den USA hatte ein überraschend positives Einzelhandels-Sentiment die Märkte spürbar angeschoben. Und auch in Asien ziehen die Kurse zum Wochenstart klar an.
Hier stechen insbesondere die Avancen in Japan hervor, wo der Nikkei erstmals die Marke von 57'000 Punkten überschritten hat, nachdem die neue nationalkonservative Ministerpräsidentin Sanae Takaichi bei der Wahl zum Unterhaus einen überragenden Sieg errungen hat. Dieser deutliche Sieg wird als positiv für die Märkte gewertet. Und auch für die kommenden Tage ist die Agenda prall gefüllt und bietet reichlich Zündstoff für weitere Kursbewegungen. Besonders die US-Arbeitsmarktdaten sowie die wichtigen Inflationsdaten könnten die Märkte entweder weiter stützen oder zumindest für die gewohnt hohe Volatilität sorgen, kommentiert ein Händler.
Die Kursverluste von Roche (GS -0,4 Prozent) und Nestlé (-0,1 Prozent) erweisen sich dabei als Bremsklotz für den Gesamtmarkt, wie ein Blick etwa auf den deutsche Dax oder den französischen Cac-40 zeigt, die beide stärker zulegen. Der Pharmakonzern Roche hatte am Wochenende ausführliche Daten zu seinem MS-Mittel Fenebrutinib vorgestellt. Während die Wirksamkeit mit den Daten einmal mehr untermauert wurde, sorgen sich Analysten vor allem um die Daten zu den Nebenwirkungen.
Das Gewinnerfeld wird unterdessen von Amrize (+2,2 Prozent) angeführt, die bereits in der vergangenen Woche mit einem Plus von knapp 10 Prozent einen starken Lauf hatten. Ebenfalls stark sind die Titel von Sandoz (+2 Prozent). Galderma, ABB, Holcim oder VAT ziehen zunächst um jeweils mehr als ein Prozent an.
In den hinteren Reihen stechen SoftwareOne nach Zahlen und Adecco nach einem positiven Händlerkommentar mit Kursgewinnen von jeweils 2,4 Prozent hervor.
+++
09:30
Die Aktien von Novo Nordisk legten am Montag um über 8 Prozent zu. Auslöser war der Rückzieher des Telemedizin-Anbieters Hims & Hers, der am Wochenende die Einführung einer selbst hergestellten Abnehmpille für 49 Dollar wieder stoppte – nach rechtlichen Drohungen von Novo Nordisk und der US-Arzneimittelbehörde FDA.
Hims hatte das Präparat am Donnerstag der Vorwoche vorgestellt. Es basierte auf Semaglutid, dem zentralen Wirkstoff in Novos Blockbustern Wegovy und Ozempic, und hatte damit sofort Widerstand des dänischen Pharmakonzerns sowie der Aufsichtsbehörden ausgelöst. Am Samstag erklärte Hims, man werde das Angebot nach «konstruktiven Gesprächen mit verschiedenen Anspruchsgruppen» einstellen.
Bereits am Freitag hatten sich die Novo-Nordisk-Aktien um mehr als 5 Prozent erholt, nachdem FDA-Kommissar Marty Makary ein härteres Vorgehen gegen nicht genehmigte, nachgeahmte GLP-1-Medikamente in Aussicht gestellt hatte. Diese Präparate hatten zuletzt den Preissetzungsspielraum des Konzerns im Markt für Abnehm- und Diabetesmedikamente erheblich unter Druck gesetzt.
Trotz der jüngsten Kursgewinne steht Novo Nordisk weiterhin unter starkem Druck. Der Konzern sieht sich nicht nur einer zunehmenden Konkurrenz durch Eli Lilly ausgesetzt, sondern auch durch günstigere, nachgeahmte Alternativen. Bei der Vorlage der Jahreszahlen in der vergangenen Woche sprach Novo von einem «beispiellosen Preisdruck» – woraufhin die Aktie um 17 Prozent einbrach.
+++
09:15
Neue Ratings und Kursziele für Schweizer Aktien:
Novartis: Goldman Sachs senkt auf 101 (104) Fr. – Sell
R&S: Berenberg erhöht auf 36 (35) Fr. – Buy
+++
09:07
Für den Schweizer Aktienmarkt zeichnet sich am Montag eine verhaltene Eröffnung ab. Der SMI fällt kurz nach Börsenstart um 0,1 Prozent auf 13'494 Punkte.
Im SMI steigt die Mehrheit der Titel. Besonders Roche (-1,7 Prozent) belasten den Index. Der Pharmakonzern hatte am Wochenende ausführliche Daten zu seinem MS-Mittel Fenebrutinib vorgestellt. Während die Wirksamkeit mit den Daten einmal mehr untermauert wurde, sorgen sich Analysten vor allem um die Daten zu den Nebenwirkungen. Gerade die mögliche Schädigung der Leber stelle ein Risiko für eine US-Zulassung bei PPMS (Primary Progressive Multiple Sclerosis) dar, heisst es in Analystenkreisen.
Das Gewinnerfeld wird unterdessen von Amrize (+1,9 Prozent) angeführt. Amrize hatten bereits in der vergangenen Woche mit einem Plus von knapp 10 Prozent einen starken Lauf. Ebenfalls deutlich höher notieren Partners Group (+1,2 Prozent), Novartis (+1 Prozent) und Logitech (+0,9 Prozent).
+++
08:04
Der Schweizer Aktienmarkt (SMI) wird im vorbörslichen Handel bei Julius Bär 0,2 Prozent höher auf 13'530 Punkten indiziert. Bis auf Roche (-0,4 Prozent) werden alle SMI-Titel im Plus erwartet. Besonders die Valoren von Logitech (+0,9 Prozent), Holcim (+0,8 Prozent) und jene von Amrize (+0,8 Prozent) werden höher gestellt. Die übrigen Kursgewinne im SMI reichen von +0,2 Prozent bis +0,4 Prozent.
Auch der breite Markt dürfte fester in den Tag starten – mit einem Plus von rund 0,3 Prozent. Die grössten Bewegungen werden bei ams-Osram (+0,6 Prozent), Basilea (+0,8 Prozent), Huber+Suhner (-0,3 Prozent) und Stadler Rail (+0,8 Prozent) prognostiziert.
+++
07:30
Gold und Silber setzten ihre Kursgewinne am Montag fort. Gold notierte dabei knapp über der Marke von 5’000 US-Dollar je Unze, begünstigt durch einen schwächeren US-Dollar. Anleger warten nun auf wichtige Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten, die im weiteren Wochenverlauf erwartet werden und Hinweise auf den künftigen Zinskurs in den USA liefern sollen.
Der US-Dollar fiel auf den tiefsten Stand seit dem 4. Februar, was in Dollar gehandelte Edelmetalle für Käufer ausserhalb der USA günstiger machte. Gleichzeitig wertete der japanische Yen auf, nachdem die japanische Premierministerin Sanae Takaichi die Parlamentswahl vom Sonntag klar für sich entschieden hatte.
+++
07:00
Der Swiss Market Index (SMI) notiert vorbörslich bei der IG Bank um 0,55 Prozent höher bei 13'587 Punkten.
+++
06:20
Der Swiss Market Index (SMI) steht vorbörslich bei der IG Bank 0,5 Prozent höher bei 13'579 Punkten.
Die Berichtssaison in der Schweiz legt eine kurze Pause ein, ehe sie am Mittwoch wieder richtig Fahrt aufnimmt. Ab dann präsentieren mit Schindler und SGS sowie Swisscom drei Blue Chips ihre Jahresbilanzen. Ein Stimmungsbild gibt es am heutigen Montag immerhin vom Seco zum Konstumentenstimmungsindex für Januar. Und die Swiss Retail Federation wagt einen Ausblick auf den Detailhandel im laufenden Jahr.
Die Vorgaben vom Freitag aus den USA sind stark. Die New Yorker Börse schloss am Freitag mit einem starken Schlussspurt. Der Dow Jones stieg dabei um 2,5 Prozent und erreichte sogar einen Rekordstand jenseits der Marke von 50'000 Punkten. Zuvor hatte eine Woche mit heftigen Turbulenzen im Technologiesektor für Verunsicherung gesorgt.
Im Blick sind weiter die zuletzt sprunghafte Entwicklung der Edelmetalle Gold und Silber. Daneben bleibt die Frage, wie die Achterbahnfahrt beim Bitcoin weitergeht. Am Freitag war die bekannteste Kryptowährung erst auf knapp unter 60'000 US-Dollar abgerutscht, ehe sie sich wieder auf rund 70'000 Dollar erholte. Ende Januar hatte beim Bitcoin eine Talfahrt eingesetzt, die den Kurs um bis zu 30'000 Dollar einbrechen liess.
+++
05:16
Ein deutlicher Wahlsieg der Regierungspartei in Japan hat den Börsen in Asien am Montag Auftrieb gegeben und zugleich den Yen gestärkt. Der japanische Leitindex Nikkei stieg um 4,4 Prozent auf ein Rekordhoch. Anleger hoffen auf weitere Konjunkturprogramme der Regierung von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi. Zudem sorgte eine Erholung bei US-Chipwerten vom Freitag für Erleichterung.
Die japanische Währung machte ihre Verluste aus den vergangenen sechs Handelstagen wett. Japans oberster Währungsdiplomat Atsushi Mimura sagte, die Regierung beobachte die Devisenbewegungen «mit grosser Aufmerksamkeit». Der Wahlsieg verschaffe Takaichi eine stabile Mehrheit, die entschlossenes Vorgehen in den Bereichen Konjunkturimpulse, Künstliche Intelligenz, Halbleiter und strategische Reformen ermögliche, sagte Marc Jocum, Anlagestratege bei Global X ETFs. «Japan galt lange als eine antizyklische Anlage, profitiert aber jetzt von einer Reformdynamik», fügte er hinzu. «Politische Stabilität, steigende Kapitalrenditen, die Mobilisierung von heimischem Kapital und moderate Bewertungen deuten alle in die gleiche Richtung.»
Im Fokus der Märkte stehe nun, wie die Fiskalpolitik gestaltet werde, sagte Shoki Omori, Stratege bei Mizuho. Die Risiken einer fiskalischen Expansion seien bereits vor der Wahl weitgehend eingepreist gewesen. Die Aussicht auf eine höhere Verschuldung trieb jedoch die Renditen für zweijährige japanische Staatsanleihen auf 1,3 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 1996.
Die japanische Börse hat am Montag fester tendiert. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 4,4 Prozent auf 56.647,36 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notierte 2,5 Prozent höher bei 3.792,13 Zählern. Die Börse Shanghai gewann 1,2 Prozent auf 4.113,28 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 1,4 Prozent auf 4.709,72 Punkte.
+++
04:32
+++
03:02
+++
01:50
(cash/AWP/Bloomberg/Reuters)

