+++Börsen-Ticker+++ - New Yorker Börsen legen leicht zu

Die US-Börsen haben zwei Tage vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed leicht zugelegt.
17.06.2019 22:40
Gespanntes Warten der Händler an der Wall Street auf den Fed-Zinsentscheid am Mittwoch.
Gespanntes Warten der Händler an der Wall Street auf den Fed-Zinsentscheid am Mittwoch.
Bild: Bloomberg

22:40

Börsianer rechnen nicht damit, dass die Notenbank am Mittwoch den Leitzins senkt - erwarten aber ein Signal, dass es zu einem derartigen Schritt in den kommenden Monaten kommt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schliesst 0,1 Prozent höher auf 26'112 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöht sich ebenfalls um 0,1 Prozent auf 2889 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbessert sich um 0,6 Prozent auf 7845 Punkte.

Die Hoffnung auf niedrigere Zinsen hat dem S&P allein seit Monatsanfang zu einem Kursgewinn von rund 5 Prozent verholfen. Der Fokus werde nun darauf liegen, welchen Ton die Notenbank anschlägt, sagt Scott Brown, Chefökonom bei der Investmentbank Raymond James. "Jerome Powell muss bei dem, was er sagt, sehr vorsichtig sein." Schliesslich wolle man keine Panik im Markt, wenn die Fed zu spät reagiere.

Bei den Einzelwerten schnellten die Aktien von Array Biopharma um 57 Prozent nach oben und erreichen ein Rekordhoch. Der Rivale Pfizer will das Unternehmen für 10,64 Milliarden Dollar kaufen und damit sein Geschäft mit Krebsmedikamenten ausbauen.

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17:40

Die Schweizer Börse ist mit einem minimalen Plus in die neue Handelswoche gestartet. Händler erklären, die Hoffnung, dass die US-Notenbank am Mittwoch Signale für eine Zinssenkung aussenden könnte, gäben den Aktien auch in der Schweiz etwas Auftrieb. Zinssenkungen schieben üblicherweise die Konjunktur an und machen Aktien im Vergleich zu Anleihen attraktiver.

Der Leitindex SMI steigt leicht auf 9852 Punkte. Bremsend wirkten der weiter schwelende Handelsstreit sowie der Konflikt zwischen den USA und dem Iran.

Die stärksten Gewinne im SMI verbuchen die Anteile der Credit Suisse mit einem Plus von 0,7 Prozent. Die Grossbank prüft den Verkauf der Anlageprodukte-Plattform InvestLab. Mit den Versicherern Zurich und Swiss Re standen weitere Finanzwerte in der Gunst der Anleger.

Bei den Pharmawerten rücken Novartis 0,3 Prozent vor. Eine neue Analyse von Phase-III-Studien zum Mittel Cosentyx belegt dem Arzneimittelhersteller zufolge die langfristigen Anwendungsmöglichkeiten für verschiedene Arten von Schuppenflechte. Konkurrent Roche verliert dagegen 0,3 Prozent an Wert. Ebenfalls tiefer notieren die baunahen Werte LafargeHolcim und Geberit.

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15:55

Die US-Börsen starten zwei Tage vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed kaum verändert in den Handel. Börsianer rechnen nicht damit, dass die Notenbank am Mittwoch den Leitzins senkt - erwarten aber ein Signal, dass es zu einem derartigen Schritt in den kommenden Monaten kommt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet kaum verändert bei 26'080 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legt 0,2 Prozent zu auf 2891 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewinnt 0,3 Prozent auf 7819 Punkte.

Die Hoffnung auf niedrigere Zinsen hat dem S&P allein seit Monatsanfang zu einem Kursgewinn von 5 Prozent verholfen. Der Fokus werde nun darauf liegen, welchen Ton die Notenbank anschlägt, sagte Scott Brown, Chefökonom bei der Investmentbank Raymond James. "Jerome Powell muss bei dem, was er sagt, sehr vorsichtig sein." Schliesslich wolle man keine Panik im Markt, wenn die Fed zu spät reagiere.

Die Aktien von Array Biopharma schnellen um 57,5 Prozent nach oben und erreichen ein Rekordhoch. Der Rivale Pfizer will das Unternehmen für 10,64 Milliarden Dollar kaufen und damit sein Geschäft mit Krebsmedikamenten ausbauen.

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11:50

Die Schweizer Börse bewegt sich am Montag in engen Spannen mehr oder weniger seitwärts. Vor der am Mittwoch erwarteten Veröffentlichung der geldpolitischen Beschlüsse der US-Notenbank Fed verhalten sich die Anleger vorsichtig. Das Geschäft verläuft dementsprechend ruhig.

Der SMI notiert gegen 11.10 Uhr 0,2 Prozent höher bei 9862 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI rückt um 0,2 Prozent auf 1505 Punkte vor und der breite SPI um 0,2 Prozent auf 11'909 Punkte.

An die Spitze der Gewinner setzen sich die Bankaktien Credit Suisse (+1,4%), UBS (1,0%) und Julius Bär (+1,3%). CS prüft eigenen Angaben zufolge Alternativen für das InvestLab. Man sei in fortgeschrittenen Gesprächen.

Die Verlierer werden von Sonova (-0,7% oder -1,60 Franken) angeführt. Die Anteile des Hörgeräteherstellers werden allerdings ex Dividende von 2,90 Franken je Aktie gehandelt. "Nicht einmal die Dividendenzahlung stoppt den Titel", sagt ein Händler. Mit einem Kursplus von mehr als 40 Prozent im laufenden Jahr zählt der Medizintechnikwert zu den am stärksten gestiegenen Schweizer Aktien.

Am breiten Markt stechen die Aktie von Hiag(-8,1%) negativ hervor. Nach einer Gewinnwarnung wenden sich die Anleger von den Papieren der Immobilienfirma ab. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht am Mittag.)

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09:10

Der SMI mit kursmässig um 0,2 Prozent zu und startet den Tag bei 9871 Punkten. Zinshoffnungen nähren den Optimismus, heisst es am Markt. Händler verweisen auf die USA, wo am Freitag Konjunkturdaten der Hoffnung auf eine baldige Senkung der Leitzinsen durch die Notenbank Fed neue Nahrung gegeben hätten. Am Markt werden nun bis Ende Jahr bis zu drei Zinssenkungen durch die US-Notenbank (Fed) erwartet.

Da am Dienstag das Fed seine zweitägige geldpolitische Sitzung beginnt, dürften sich die Anleger wohl bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse am Mittwochabend zurückhalten. Das Fed werde wahrscheinlich Wirtschaftslage etwas zurückhaltender beurteilen und eher eine "flexible" als eine "geduldige" Haltung einnehmen, heisst es im täglichen Kommentar der Credit Suisse.

Damit würden die Geldhüter den Weg für eine mögliche Kürzung in den kommenden Monaten ebnen. Nach Ansicht der CS dürfte das Fed wegen der steigenden Sorgen im Zusammenhang mit dem Handelsstreit und wegen der globalen Unsicherheiten im Juli aus "Sicherheitsgründen" eine Zinssenkung vornehmen.

Das Allzeithoch des SMI liegt seit dem vergangenen Donnerstag bei 9906,8 Zählern. Im Wochenvergleich resultierte ein Plus von 1,0 Prozent.

Moderat höher steht der Kurs beim Schwergewicht Novartis (+0,1 Prozent). Der Pharmariese wartet mit positiven Nachrichten auf. Das Mittel Cosentyx hat sich bei einer Vielzahl von Schuppenflechte-Erkrankungen als wirksam erwiesen. Erstmals habe man die Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten aus speziellen Phase-III-Studien gemeinsam analysiert. Sie unterstützen den Einsatz zur Behandlung von verschiedenen Formen der Schuppenflechte und sowie der chronisch entzündlichen Autoimmunerkrankung Morbus Bechterew.

Staatsmedien fordern Konsequenzen wegen UBS-Ökonomen

Deutlich im Plus stehen Credit Suisse (+1 Prozent). Auch die UBS (+0,8 Prozent) ziehen dem Markt davon, dies trotz weiterer Kritik wegen einer Äusserung durch einen Ökonomen der Grossbank.

Schwächer im vorbörslichen Handel sind einzig die Titel von Sonova (-1,0 Prozent). Die Anteile des Hörgeräteherstellers werden ex-Dividende von 2,90 Franken je Aktie gehandelt. Ebenfalls "ex" gehandelt werden die PS der Thurgauer Kantonalbank. Die Bank schüttet 2,80 Franken je Anteil aus.

Aluflexpack will (inklusive Mehrzuteilungsoption) bis zu 8,03 Millionen Aktien zu einem Preis von 20 bis 26 Franken in einem Bookbuilding-Verfahren platzieren. Damit will das Verpackungsunternehmen insgesamt bis zu 185 Millionen Franken einnehmen. Der erste Handelstag an der SIX soll der 28. Juni sein.

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08:30

Vor den anstehenden Beratungen mehrerer großer Notenbanken haben Anleger am Montag Engagements an den asiatischen Aktienbörsen gescheut. Sie befürchteten, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden, sagten Analysten. Der japanische Nikkei-Index und die Börse Shanghai legten am Montag jeweils 0,2 Prozent auf 21.150 beziehungsweise 2887 Punkte zu. Der Hongkonger Leitindex gewann sogar 0,7 Prozent.

Investoren seien erleichtert, dass das umstrittene Auslieferungsgesetz auf Eis gelegt wurde, sagte Anlagestratege Hiroyuki Ueno von der Vermögensverwaltung Sumitomo Mitsui. In der vergangenen Woche habe es noch danach ausgesehen, als ob dieses Thema die Spannungen zwischen den USA und China verschärfen könnte.

In den kommenden Tagen entscheiden die US-Notenbank (Fed), die Bank von England (BoE) und die Bank von Japan (BoJ) über ihre Geldpolitik. Zinsschritte erwarten Experten nicht. Die Fed könnte allerdings eine Absenkung für die kommenden Monate signalisieren. Zu den größten Verlierern am japanischen Aktienmarkt zählte Japan Display. Die Aktien des angeschlagenen Bildschirm-Herstellers fielen um 5,3 Prozent, nachdem sich der taiwanische Konkurrent TPK gegen einen Einstieg entschieden hatte. 

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08:25

Die Ölpreise haben am Montag leicht zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete im frühen Handel 62,23 Dollar. Das waren 22 Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 14 Cent auf 52,65 Dollar.

In der vergangenen Woche waren die Rohölpreise zeitweise deutlich gestiegen, nachdem zwei Tanker im Golf von Oman mutmasslich attackiert wurden. Die USA und Saudi-Arabien beschuldigen den Iran, der dies jedoch von sich weisst. Mittlerweile scheint sich die Alarmstimmung am Erdölmarkt etwas gelegt zu haben. Die ölreiche Region am persischen Golf stellt zugleich ein Nadelöhr für einen erheblichen Teil des Öltransports via Schiff dar.

Eine tendenzielle Belastung für den Ölmarkt ist nach wie vor die schwächere Weltkonjunktur. Wie neue Daten der US-Behörde CFTC zeigen, haben spekulative Anleger ihre Wetten auf fallende Ölpreise zuletzt deutlich ausgeweitet. Wesentlicher Grund für die skeptische Haltung sind die zahlreichen von den USA ausgehenden Handelskonflikte, die auf den wirtschaftlichen Aussichten und damit der erwarteten Ölnachfrage lasten.

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08:10

Vorbörslich ist der SMI um 0,3 Prozent bei 9875 Punkten höher gestellt. Zykliker und Banken ziehen an: ABB (+0,4 Prozent), Adecco (+0,4 Prozent), UBS (+0,4 Prozent), Credit Suisse (+0,3 Prozent) führen das Feld auch. Bei der UBS gab es am Wochenende weiterhin Querelen wegen eines "Schweine-Kommentars" eines auseigenen Ökononem im Zusammenhang mit China. 

Novartis (+0,3 Prozent) stehen höher als die übrigen defensiven Werte, was an einem Forschungserfolg mit dem Schuppenflechtemittel Cosentyx zusammenhängen dürfte (zu den vorbörslichen Kursen bei cash.ch). 

Auch der breite Markt zeigt sich im Plus. Auffällig ist nur Sonova (-1 Prozent), wo heute der ex-Dividendenhandel stattfindet. 

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06:40

Die Anleger an den asiatischen Aktienmärkten sind zu Wochenbeginn weitgehend in Deckung geblieben. Vor den anstehenden Zinsentscheidungen der Notenbanken in den USA am Mittwoch sowie in Grossbritannien und Japan am Donnerstag liessen sie Vorsicht walten, sagten Händler am Montag.

Auch die verschärften Spannungen zwischen den USA und dem Iran nach den mutmasslichen Angriffen auf zwei Tanker im Golf von Oman dämpften die Risikolust. In Tokio notiert der japanische Leitindex Nikkei leicht positiv bei bei 21'137 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans gab allerdings um 0,6 Prozent nach.

Der Markt in Hongkong legte dagegen rund ein Prozent zu. Für Erleichterung sorgte hier, dass nach erneuten Massenprotesten das umstrittene Gesetz auf Eis gelegt wurde, das eine Auslieferung von Beschuldigten an China ermöglichen sollte.

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05:00

Am Devisenmarkt in Fernost notierte der Euro bei 1,1220 Dollar wenig verändert. Zur japanischen Währung trat der Dollar bei 108,58 Yen auf der Stelle.

Die Ölpreise legten angesichts der Spannungen in der Golf-Region leicht zu: Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 0,2 Prozent auf 62,13 Dollar je Barrel.

(Reuters)