+++Coronavirus-Update+++ - Corona: BAG meldet 1131 neue Coronavirus-Fälle in der Schweiz - Zwei Prozent der Bevölkerung haben schon beide Impfungen - Zahl der Covid-19-Patienten in Zürcher Spitälern nimmt ab - Bundesrat-Geheimpapier: Wirte dürfen Ungeimpfte aussperren

Erfahren Sie hier alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Krise, zusammengetragen von der Redaktion von cash.ch.
23.02.2021 18:13
Eine ältere Person wird gegen Corona geimpft.
Eine ältere Person wird gegen Corona geimpft.
Bild: imago images / Action Pictures

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Das Coronavirus-Update vom Mittwoch, den 24. Februar, finden Sie hier.

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18:15

Der deutsche Innenminister Horst Seehofer spricht sich für eine frühere Impfung von Polizeibeamten aus. "Unsere Polizistinnen und Polizisten wissen morgens nicht, auf wen sie im Laufe des Tages treffen werden. Wer jemanden festnehmen soll, kann keinen Abstand halten", sagt er "Bild" laut Vorabbericht. "Neben Lehrern und Erziehern muss auch unsere Polizei früher geimpft werden. Wir müssen die schützen, die uns schützen."

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17:15

Der mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador drängt die Vereinten Nationen, den Corona-Impfstoff für alle Länder im gleichen Umfang zugänglich zu machen. Dies gelte besonders für ärmere Länder. Er sagte in Mexiko-Stadt, dass die Impfstoff-Verteilung "total unfair" sei.

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13:50

Bis und mit Sonntag sind in der Schweiz innert Wochenfrist 134'325 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag auf seiner Website veröffentlichte.

Pro Tag wurden damit durchschnittlich 19'189 Impfungen durchgeführt. Im Vergleich zur Woche davor stieg die Impfkadenz um 5 Prozent. Insgesamt wurden bis Sonntag 675'556 Impfungen durchgeführt. Bislang sind 173'407 Personen vollständig geimpft, das heisst 2 Prozent der Bevölkerung haben bereits zwei Impfdosen erhalten. Bei 328'742 Personen wurden bislang nur die Erstimpfung durchgeführt. Bereits an die Kantone ausgeliefert, aber noch nicht eingesetzt, sind momentan 190'869 Impfdosen. Zudem sind noch 17'600 Impfdosen beim Bund gelagert.

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13:30

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden 1131 neue Coronavirus-Ansteckungen innerhalb eines Tages registriert. Dies geht aus den heute Dienstag veröffentlichten Angaben auf der Webseite des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hervor.

Damit liegt der 7-Tages-Durchschnitt der bestätigten Infektionen neu bei 1010. Gestern lag dieser Schnitt noch bei 1002, vor einer Woche bei 1109. Zudem wurden 43 neue Spitaleinweisungen und 14 neue Todesfälle gemeldet.

Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei 4,8 Prozent bei den PCR-Tests und bei 4,2 Prozent bei den Antigen-Schnelltests. Im gleichen Zeitraum wurden pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 162,19 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet.

Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 12. Februar bei 0,92.

Insgesamt hat das BAG 8366 bestätigte Ansteckungen mit einer mutierten Coronavirus-Variante registriert. Davon entfielen 3122 auf die britische Variante, 132 auf die südafrikanische sowie sechs auf die brasilianische. 5106 Fälle konnten keiner Variante eindeutig zugewiesen werden.

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13:05

Die europäische Arzneimittelbehörde prüft einen erweiterten Einsatz des Medikaments Remdesivir bei Corona-Patienten. Der US-Hersteller Gilead habe eine Genehmigung beantragt, das Mittel auch bei Covid-19-Erkrankten anzuwenden, die keine Sauerstoffunterstützung benötigen, teilt die EMA mit. Die EU hatte Remdesivir im Juli für die Behandlung von Covid-19 bei Erwachsenen und Jugendlichen zugelassen, die wegen einer Lungenentzündung Sauerstoffzufuhr benötigen. Das Mittel wurde ursprünglich gegen Ebola entwickelt.

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11:05

Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die wegen einer Covid-19-Infektion ins Spital eingeliefert werden, geht im Kanton Zürich seit Ende Januar zurück. Zurzeit sind die Intensivpflegestationen zu 21 Prozent mit Covid-19-Patienten belegt. Trotzdem sind sie zu fast 100 Prozent ausgelastet, weil 2500 verschobene Operationen nachgeholt werden müssen.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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10:55

Nach Bekanntgabe des Öffnungsplans Grossbritanniens vom Corona-Lockdown haben viele Briten Urlaub gebucht. Die Billigairline Easyjet erklärte am Dienstag, die Flugbuchungen hätten sich gegenüber der Vorwoche verdreifacht. Die Airline zählte ausserdem mehr als sechs Mal so viele Reisebuchungen. Gefragt waren Ziele in Spanien wie Malaga, Alicante und Palma, Faro in Portugal sowie Ziele in Griechenland wie etwa die Insel Kreta. Auch der weltweit grösste Reiseveranstalter TUI zählte über Nacht einen Buchungsanstieg von 500 Prozent. TUI-Chef Fritz Joussen sagte kürzlich einen Reiseboom im Sommer voraus.

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10:10

Einen Tag vor dem bundesrätlichen Entscheid über Lockerungen der Corona-Massnahmen stellt sich ein Bündnis aus Gewerkschaften gegen zu frühe Lockerungen der Corona-Schutzmassnahmen. Sie fordern, dass der Entscheid über die Lockerungen nicht von Forderungen der Arbeitgeber geleitet werden dürfen.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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09:40

Rund 70 Prozent der Menschen in Israel ab 16 Jahren sind mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft worden. Knapp 4,5 Millionen Israelis hätten die Erstimpfung und mehr als drei Millionen bereits die Zweitimpfung erhalten, schrieb der israelische Gesundheitsminister Juli Edelstein am Dienstag bei Twitter.

Israel ist ein sehr junges Land und hat rund 9,3 Millionen Einwohner. Davon sind mit 6,4 Millionen rund 70 Prozent über 16 Jahre alt und rund 30 Prozent unter 16. Die Jüngeren können bisher noch nicht geimpft werden. Rund 755 000 Israelis gelten nach einer Corona-Erkrankung als genesen.

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08:30

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet für Deutschland 3883 neue Positiv-Tests. Das sind fast 30 Fälle mehr als am Dienstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht auf 60,5 von zuletzt 61,0. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100'000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Ziel von Bund und Ländern ist ein Wert von 50, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Ab einem dauerhaften Wert von unter 35 haben sie weitere Lockdown-Öffnungen in Aussicht gestellt. 415 weitere Menschen starben, die positiv getestet wurden. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 68'318. Insgesamt wurden bislang in mehr als 2,39 Millionen Fällen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet.

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06:10

Bundespräsident Guy Parmelin hat es in der "NZZ am Sonntag" angesprochen: Er könnte sich auch in der Schweiz Privilegien für Geimpfte vorstellen. Diese Haltung kommt nicht von ungefähr, wie blick.ch aufdeckt. Der Bundesrat hat am Mittwoch aufgrund eines vertraulichen Ausspracheberichts des Innendepartements von Alain Berset Beschlüsse zum Thema gefasst. Ziel ist es, der Bevölkerung einen Anreiz zu geben, sich impfen zu lassen.

Private Gewerbe- und Kulturbetriebe sollen Geimpfte bevorzugt behandeln können. Wer belegen kann, dass er geimpft ist, soll nach den Plänen der Landesregierung wieder in Diskotheken und ins Theater dürfen, aber auch im Inneren eines Restaurants bewirtet werden können. "Betreiber und Veranstalter müssten in diesem Fall einen entsprechenden Nachweis einer vollständig durchgeführten Impfung verlangen", heisst es in der vom Bundesrat genehmigten Lösung.

Wer noch keine Impfung hat, wird nicht benachteiligt: Wer sich wegen Allergien oder einer Schwangerschaft nicht impfen lassen kann, soll dennoch in den Club dürfen. Er oder sie muss einfach einen negativen Corona-Test vorweisen oder kann vor Ort einen Schnelltest machen. Das Gleiche gilt für jene, die keinen Impftermin erhalten haben.

Laut dem Bericht können die Impfprivilegien erst dann zur Anwendung kommen, wenn der Grossteil der erwachsenen Bevölkerung überhaupt die Möglichkeit hat, sich impfen zu lassen. Dies soll ab Mai oder spätestens Juni der Fall sein. Die Bevorzugung soll enden, wenn die Herdenimmunität erreicht ist.

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05:45

US-Präsident Joe Biden warnt angesichts der hohen Zahl der Corona-Toten in den USA vor einem Abstumpfen der Gesellschaft. "Auch wenn wir so lange gegen diese Pandemie gekämpft haben, müssen wir uns dagegen wehren, gefühllos zu werden", sagte Biden in einer Ansprache im Weissen Haus am Montagabend (Ortszeit). Die USA überschritten am Montag die Schwelle von mehr als einer halben Million Corona-Toten. "Heute markieren wir einen wirklich düsteren, erschütternden Meilenstein - 500'071 Tote. Das sind mehr Amerikaner, die in einem Jahr an dieser Pandemie gestorben sind, als im Ersten Weltkrieg, im Zweiten Weltkrieg und im Vietnamkrieg zusammen", erklärte er.

Biden rief die Amerikaner dazu auf, weiterhin Masken zu tragen, sich an die Abstandsregeln zu halten und sich impfen lassen, wenn sie an der Reihe sind. "Wir müssen die Politik der Fehlinformation beenden, die Familien, Gemeinschaften und das Land gespalten hat. Das hat schon zu viele Leben gekostet", sagte er mit Blick auf die Amtszeit seines Vorgängers Donald Trump. "Wir müssen das gemeinsam bekämpfen, als ein Volk, als die Vereinigten Staaten von Amerika."

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04:00

In den USA sind mittlerweile mehr als eine halbe Million Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Die Zahl stieg bis Montagnachmittag (Ortszeit) auf 500'054. Das ergab eine Auswertung der Nachrichtenagentur Reuters von Daten des öffentlichen Gesundheitswesens. Gleichzeitig wurden inzwischen mehr als 28 Millionen Infektionen bestätigt. In beiden Fällen liegen die USA deutlich vor jedem anderen Land der Welt. Der medizinische Chefberater von Präsident Joe Biden, Anthony Fauci, sagte dem Sender ABC, die USA hätten sich schlechter als fast jedes andere Land geschlagen. "Und wir sind ein hoch entwickeltes, reiches Land." Biden wollte noch im Laufe des Tages auf einer Veranstaltung im Weissen Haus der Opfer gedenken.

Ungefähr knapp ein Fünftel aller Corona-Todesfälle weltweit wurde in den USA verzeichnet - obwohl in dem Land nur vier Prozent der Weltbevölkerung leben. Ein Grund für die hohen Zahlen sehen Kritiker im Umgang mit der Pandemie, die Bidens Vorgänger Donald Trump lange heruntergeredet hatte. Biden löste nach seinem Sieg bei der Präsidentenwahl Trump am 20. Januar ab und erklärte umgehend die Bekämpfung der Pandemie und der damit verbundenen wirtschaftlichen Verwerfungen zu seiner obersten Priorität.

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22:00

Die deutsche Bundesregierung erwartet, dass bis zum 4. März mindestens zehn Millionen weitere Impfdosen geliefert werden. Das geht aus einer Übersicht des Gesundheitsministeriums hervor, die Reuters vorliegt. Danach werden von der Firma BioNTech weitere 5'844'150 Impfdosen erwartet, von der Firma AstraZeneca 4'154'400 sowie von Moderna 343'000. Allerdings habe Moderna nur für die ersten Woche überhaupt Lieferzahlen genannt, so dass die Gesamtzahl nicht endgültig sein dürfte. Im zweiten Quartal sollen die Zahlen dann rapide ansteigen.

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20:00

Die britische Regierung will bis zum 21. Juni alle Beschränkungen in der Coronavirus-Pandemie in England aufheben. Das sagte Premierminister Boris Johnson am Montag bei der Vorstellung seines Lockdown-Fahrplans im britischen Unterhaus in London. Voraussetzung sei aber, dass sich die Infektionszahlen unter Kontrolle halten liessen und die Impfkampagne wie bisher weitergehe sowie keine neue Virus-Variante die Lage verändere. Es gebe keinen glaubwürdigen Weg zu einem Grossbritannien oder einer Welt ohne Covid-19, betonte der konservative Politiker. "Jede Lockerung der Lockdown-Massnahmen wird zu mehr Fällen und mehr Toten führen", so Johnson.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

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(cash/Reuters/AWP/Bloomberg)