Aktien Schweiz - So wählen Sie die besten Dividendenaktien für 2020 aus

Am Dividendenhimmel der Schweizer Börse tummeln sich bekannte und weniger bekannte Namen. Mit dem richtigen Griff wählen Anleger unter den besten Renditeträgen jene aus, die gutes Einkommen und Kurschancen vereinen.
03.12.2019 07:20
Von Marc Forster
Die UBS-Aktie bietet verlockende Dividendenchancen.
Die UBS-Aktie bietet verlockende Dividendenchancen.
Bild: cash/fsc

Machen wir uns nichts vor: Die Zinsen werden 2020 durchwegs ultratief sein und dividendenstarke Aktien bleiben damit die erste Wahl für all jene, die ansprechende Rendite suchen. 

Ein Spitzenplatz in der Rangliste der höchsten Dividendenrenditen der Schweiz (siehe Tabelle) heisst aber noch nicht, dass in ein Unternehmen per se investiert werden soll. So verdankt der Oberflächenspezialisten und Textilmaschinenbauer Oerlikon seinen Spitzenrang mit 9 Prozent Rendite nur einer Sonderdividende: Die von Grossaufträgen abhängige Industriegruppe dürfte nächtes Mal nur auf etwa 2,3 Prozent kommen.

Auch Conzzeta (5 Prozent), zwar strategisch wieder auf Kurs, ist kein traditioneller Dividendentitel - ein Spartenverkauf erlaubte auch dem Mischkonzern die Ausschüttung einer Sonderdividende. Gute Dividendenzahler wie Burkhalter (5,4 Prozent) oder Valora (4,7 Prozent) wiederum dürften 2020 eher unter Druck stehen und so zumindest vom Aktienkurs her wenig Freude machen. 

Unter den Aktien mit der aktuell besten Dividendenrendite lohnen dafür folgende einen Blick: 

Compagnie Financière Tradition (7,7 Prozent)

Der Lausanner Finanzbroker steht in einem stark umkämpften Markt. Seit Anfang 2018 hat sich der der Kurs als stabil erwiesen und nie tiefer als 98 Franken und nie höher als 111,50 Franken gelegen. Die Dividende 2018 war gepusht von einer einmaligen Aktienausschüttung. Die CFT ist aber traditionell eine grosszügige und zuverlässige Dividendenzahlerin.

Orell Füssli (6,1 Prozent) 

Seit Mitte Oktober ist der Kurs von 90 auf 99 Franken gestiegen. Die hohe Rendite geht auf eine Jubiläumsdividende zurück. Offenbar wird die Aktie des Druckerei- und Handelsunternehmens aber weiter aus Dividendenüberlegungen gekauft. Nach Jahren der Krise geht es Orell Füssli aber wieder besser, und trotz des eher volatilen Sicherheitsdruck als Hauptumsatzquelle können Anleger das Wagnis durchaus eingehen.  

UBS (5,8 Prozent)

Die Grossbank hat der Zurich-Versicherung den Titel der dividendenstärksten SMI-Aktie abgejagt. Die UBS-Aktie eignet sich für kurzfristiges Spekulieren und durchaus auch, um von der Dividende zu profitieren. Langfristig betrachtet ist der Vermögensverwalter aber nach wie vor vielen Risiken ausgesetzt und letztlich zu wenig profitabel.

Mobilezone (5,7 Prozent)

Zwischen Mitte August und Ende Oktober ging der Kurs von 9 auf 11 Franken nach oben. Danach gab es eine Korrektur unter 10 Franken. Aber dies ändert am Gesamtbild nichts: Mobilezone steht wieder in der Gunst der Anleger. Der Mobilfunkhändler integriert die Geschäfte in Deutschland gut und dürfte von Synergien profitieren.  

Sunrise (5,4 Prozent)

Dass die Fusion mit UPC im Herbst zunächst einmal geplatzt ist, hat dem Kurs zwischenzeitlich zugesetzt. Dennoch verzeichnet die Sunrise-Aktie seit Mai insgesamt einen stabilen Kursanstieg. In Nachahmung der grösseren Swisscom, die aktuell auf eine Dividendenrendite von 4,3 Prozent kommt, bekommt Sunrise mehr und mehr den Charakter eines Oblgationenersatzes.

Swiss Re (5,2 Prozent)

Mit über 107 Franken kostet die Swiss-Re-Aktie so viel wie zuletzt im Herbst 2008, kurz bevor die Finanzkrise, massive Abschreiber und ein schrumpfendes Eigenkapital den Rückversicherer ins Trudeln stürzten. Auch wenn das Kurspotenzial immer noch beschränkt ist – bei Swiss Re sollte man als Dividendenüberlegungen stets dabei sein.

Zurich (4,8 Prozent)

Der starke Anstieg des Kurses auf zuletzt 396,50 Franken hat dazu geführt, dass die Zurich vom SMI-Dividendenthron gefallen ist. Das heisst aber nicht, dass die Dividende weiterhin ein Hauptargument für die Aktie ist. Das Management will auch an der hohen Ausschüttung festhalten. Der Kurs dürfte bei der anspruchsvoll bewerteten Aktie nicht mehr übermässig Potenzial haben (mehr zu Zurich hier.)

Carlo Gavazzi (4,7 Prozent)

Der Entwickler von Elektronikausrüstung für die Gebäude- und Industrieautomation mit italienischem Ursprung wird von der Gründerfamilie kontrolliert. Was als Nachteil erscheinen kann, zahlt sich bei der Ausschüttung aus: Familienunternehmen sind oft gute Dividendenzahler. Die langfristigen Aussichten der soliden Industriegruppe, die ihre Abhängigkeit von Europa reduziert, sind gut.

Die aktuell höchsten Dividendenrenditen am Schweizer Markt

Gesellschaft Dividendenrendite Performance seit 1.1. 2019
Oerlikon 9 Prozent +1,6 Prozent
Compagnie Financière
Tradition (CFT)
7,7 Prozent +4,9 Prozent
APG 6,9 Prozent -13,6 Prozent
Varia 6,2 Prozent +9,7 Prozent
Orell Füssli 6,1 Prozent +10,2 Prozent
UBS 5,8 Prozent +0,3 Prozent
Mobilezone 5,7 Prozent -3,1 Prozent
Burkhalter 5,4 Prozent -7,3 Prozent
Sunrise 5,4 Prozent -9,2 Prozent
Swiss Re 5,2 Prozent +20,3 Prozent
Nebag 5 Prozent +0,5 Prozent
EFG International 5 Prozent +5,6 Prozent
Conzzeta 5 Prozent +26,5 Prozent
Tamedia 4,9 Prozent -12,5 Prozent
Zurich 4,8 Prozent +34,5 Prozent
Carlo Gavazzi 4,7 Prozent +4,1 Prozent
Valora 4,7 Prozent +23,3 Prozent
Banque Cantonale
Vaudoise (BCV)
4,6 Prozent +3,8 Prozent

Stand: 2. Dezember / Daten: cash.ch/Bloomberg

 

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